Neu ist die Nachricht nicht, die uns das Computermagazin c’t in seinem aktuellen Sonderheft „Hardware“ mitteilt: Manche Anbieter von PC-Hardware nutzen die Unwissenheit und Bequemlichkeit der Käufermehrheit aus. Große Gigahertz- und Gigabyte-Zahlen tarnen Unzulänglichkeiten wie schlappe Grafikkarten, langsame Funkverbindungen oder lärmende Lüfter.
Nichtsdestotrotz kann man nicht oft genug darauf hinweisen, beim PC-Kauf ein waches Auge auf die Details zu halten. Beispielsweise sind gerade in günstigen Rechnern oft billige Grafikkarten verbaut, die für DirectX-10-Spiele praktisch untauglich sind, so die c’t. Mal liefert der Brenner schlechte Brennqualität, mal laufen WLAN-Datentransfers quälend langsam oder das Notebook leert den Akku viel schneller als erwartet. Wichtige Angaben verschweigen Hersteller oder Händler gerne.
“Über Leistungsaufnahme, Lärm oder Notebook-Gewicht erfährt man in der Werbung und selbst im Datenblatt oft nichts”, erläutert c’t-Redakteur Christof Windeck.
Handelt es sich um Geräte mit deutlichen Preisabweichungen nach unten, ist besondere Vorsicht geboten: Es kann ein reiner Abverkauf von älteren Rechnern sein, für die es unter Umständen keine Ersatzteile mehr gibt, es kann sich um minderwertige Hardware oder gar um OEM-Ware handeln, die Hersteller ohne Einzelverpackung oder Zubehör ausliefern. Für die OEM-Ware übernehmen die Hersteller keine Garantie, es bleibt nur der Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Händler. Bei sogenannter “EU-Ware”, die eigentlich nicht für den deutschen Markt vorgesehen ist, fehlen außer der Herstellergarantie oft sogar bestimmte Funktionen.
“Beim PC-Kauf sollte man auch die Serviceleistungen der Hersteller nicht außer Acht lassen, im Reparaturfall machen sich die Mehrausgaben für einen Kauf bei einem seriösen Händler oder für zusätzliche Serviceleistungen schnell bezahlt”, so c’t-Experte Christof Windeck.
Lassen Sie sich nicht nur von günstigen Preisen beeindrucken oder einzelnen, vermeintlich ganz tollen Ausstattungsmerkmalen, sondern betrachten Sie nüchtern das angebotene Gesamtpaket. Dabei spielt es auch eine Rolle, wofür Sie den Rechner einsetzen möchten, wie intensiv er genutzt wird und wie lange er in Betrieb bleiben soll. So ist beispielsweise der Service sicher von ganz unterschiedlicher Wichtigkeit – je nachdem, ob Sie den Rechner sowieso in einem Jahr austauschen möchten oder ob er mehrere Jahre Dienst tun soll.


27. August 2009 um 12:06
Mit eine der größten Gemeinheiten, die ich erlebt habe, war ein ab Werk! übertakteter Laptop, die BIOS-Einstellungen sind bei Laptops kaum zu verändern. Die Überhitzung war immens, die Lebensdauer entsprechend kurz. Dabei war das nicht einmal ein sogenanntes Schnäppchen.