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Wenn das Schicksal zur Kostenfalle wird

02. April 2009

Wie inzwischen durch zahlreiche Fälle bekannt wurde, zählt die Abofalle zu den häufigsten Betrugsmaschen im Internet und stellt ein ernstes Problem für Verbraucher dar. Erst kürzlich ließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen gegen Betreiber von Abofallen durchführen. Auch OpSec (vormals P4M) erhielt in diesem Monat zahlreiche Meldungen von Internetnutzern, die in eine solche Kostenfalle gelockt wurden.

Als besonders dreist entpuppte sich dabei die Methode der Seite deinschicksal.cc, was OpSec dazu veranlasste, dem Betreiber dieser Website den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat März zu verleihen.

Durch den Versand verschiedener Spam-E-Mails, die Nachrichten wie „Sie werden sterben“ enthalten, lockt die Betreiberfirma ahnungslose Nutzer auf ihre Seite deinschicksal.cc. Der große Schriftzug „Jetzt Testen“ auf der Startseite erweckt zunächst den Eindruck, man könnte einen kostenlosen Probe-Schicksalstest starten.

Dass dies jedoch nicht der Fall ist, erfahren viele Anwender meist erst, wenn sie eine Rechnung erhalten und es zu spät ist. Denn zum einen sind die Kosten in einem Fließtext geschickt versteckt, und zum anderen erhielten betroffene Nutzer selbst dann eine Bestätigungsmail mit einem Passwort sowie anschließend eine Rechnung, wenn sie überhaupt keine Daten angegeben und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht bestätigt haben.

Dies ist technisch möglich, da die Firma beim Einloggen die IP-Adresse feststellen kann. Zahlen die Anwender die Rechnung nicht, folgen laut Verbrauchermeldungen Mahnungen und Drohungen. Auffällig ist zudem, dass betroffene Nutzer berichten, Mahnungen zu erhalten, obwohl sie die Seite gar nicht besucht haben, was auf einen Datenmissbrauch von Seiten des Betreibers schließen lassen würde.

Auch die Widerrufsbestimmungen sind äußerst zweifelhaft. So würde nach Angabe des Betreibers das Widerrufsrecht durch das Einloggen in den geschlossenen Mitgliederbereich vorzeitig erlischen. Dabei beginnt die Ausführung der Dienstleistung, also der Schicksalstest, nicht automatisch mit dem Log in.

„Bei unserer Recherche sind wir auf zahlreiche negative Forenbeiträge von betroffenen Nutzern gestoßen, was zeigt, dass die Seite deinschicksal.cc für großen Ärger sorgt und daher diese Negativ-Auszeichnung zu Recht verdient“, sagt Hubert Neuner, einer der Geschäftsführer von OpSec Security.

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2 Antworten zu “Wenn das Schicksal zur Kostenfalle wird”

  1. Reinhardt Herzog sagt:

    Hallo Herr Kieslich,
    ich frage mich, wie dumm doch einige Menschen sein müssen, die sich durch den Besuch dieser Webseite bzw. durch den sog. Schicksalstest eine Information für ihr künftiges Schicksal erhoffen.
    Weiteres kann man dazu nicht mehr sagen.
    MfG
    R.H.

  2. Thoralf Hörnig sagt:

    Hallo Herr Kieslich und Herr Reinhardt Herzog,

    ich habe genau das selbe Problen mit “Dein Schicksal.cc”. Denn ich habe von dieser Firma eine Rechnung und mittler weile auch ein oder zwei Mahnungen erhalten. Obwohl ich und weder auf dieser Seite war, noch je etwas von dieser Seite gehöhrt oder gelesen habe. Desweitern werde ich in alle Mails als Frau an geschrieben obwohl ich seit meiner Geburt männlich bin. Nun werde ich maltesten wer den längeren Atem hat. Denn ich bin nicht bereit für eine Leistung die ich nie angefordert oder erhalten habe einen Cent zu zahlen.

    MfG
    Thoralf Hörnig

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