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Artikel mit ‘YouTube’ getagged

YouTube-Wettbewerb für mehr Toleranz: Gewinner im Kanzleramt ausgezeichnet

Montag, 07. Dezember 2009

Schülergruppen aus drei Bundesländern wurden am letzten Donnerstag im Bundeskanzleramt für ihren Einsatz gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer ausgezeichnet. Im Rahmen des bundesweiten YouTube-Wettbewerbs “361 Grad Toleranz” hatten sich die Schülerinnen und Schüler mit selbst gedrehten Videobeiträgen gegen mehrere hundert Mitbewerber durchgesetzt und wurden von den Initiatoren zu einer gemeinsamen Reise nach Berlin eingeladen. Ein Empfang im Bundeskanzleramt, Treffen mit prominenten Unterstützern des Wettbewerbs sowie Gespräche mit Experten standen dabei auf dem Programm.

Die Gewinner aus Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen wurden im Kanzleramt von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Böhmer, empfangen und für ihr Engagement ausgezeichnet. Im Namen von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die die Schirmherrschaft für “361 Grad Toleranz” übernommen hatte, und in Anwesenheit von den Initiatoren der Kampagne und Pressevertretern überreichte Staatsministerin Böhmer den Schülerinnen und Schülern ihre Urkunden.

Philipp Schindler, Vice President Northern and Central Europe des YouTube-Mutterkonzerns Google, sagt über den Wettbewerb:

“Mit ‘361 Grad Toleranz’ wollten wir nicht nur Schülerinnen und Schülern einen zeitgemäßen Weg bieten, sich für Toleranz und mehr Miteinander stark zu machen, sondern auch ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus setzen. Fast eine Viertelmillion Kanalaufrufe und weit über eine Million Internetnutzer, die die Aufrufvideos der prominenten Paten von ,361 Grad Toleranz’ auf YouTube angeschaut haben, zeigen uns allen, wie sehr diese Themen Menschen bewegen.”

Wie der Wettbewerb auf YouTube stand auch die Reise der Schülerinnen und Schüler ganz unter dem Kampagnen-Motto “Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung”. So standen für die Gewinner während einer Stadtrundfahrt zentrale historische Orte Berlins wie das Holocaust-Denkmal, der Reichstag, das Brandenburger Tor sowie der Alexanderplatz auf dem Programm. Ziel war es, den Jugendlichen ein Bild von der Hauptstadt in der Zeit des Naziregimes sowie während der Teilung in Ost- und West zu vermitteln. Davor diskutierten sie in den Räumen der „Amadeu Antonio Stiftung“ mit deren Leiterin, Anetta Kahane, sowie mit Gabriel Landgraf von „Exit Deutschland“ und Jörn Menge von der Kampagne “Laut gegen Nazis” Themen wie den wachsenden Rechtsradikalismus seit der Wende. Auf ihrer Reise trafen sie zudem prominente Unterstützer der Aktion. Darunter die Schauspieler Tyron Ricketts, Matthias Schweighöfer und Ole Tillmann sowie MTV-Moderator Joko Winterscheidt.

Das Video der Gesamtsieger des Wettbewerbs, die die 12. Klasse des Humboldt-Gymnasiums in Gifhorn (Niedersachsen) besuchen, schafft es stilistisch, drei ganz unterschiedliche Zugänge zum Thema Toleranz zu vereinen: Action, Interviews und Musik. Im ersten Teil ist das “T-Team”, eine Anspielung an die berühmte amerikanische Action-Serie “The A-Team”, im Einsatz gegen rechte Gewalt unterwegs. Im Reportage-Teil des Films werden die Einwohner Gifhorns nach ihrem Verständnis von Toleranz befragt. Und im dritten Teil performt HipHop-Nachwuchskünstler und 361-Grad-Preisträger René D. alias “MKR” sein Stück “Toleranz.” Den kompletten Video-Clip “Toleranz Team // 361° Toleranz” des Gesamtsiegerteams gibt es unter: http://www.youtube.com/watch?v=zs6fxy3TZ2M&fmt=18

Im Video der Erstplatzierten der Kategorie “Reportage” berichten Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen II in Ostfriesland (Leer) in der abgedunkelten Kulisse eines leeren Kinosaals über ihre persönlichen Erfahrungen mit Intoleranz und Diskriminierung in Deutschland. Die Kamera beobachtet leise und ungeschminkt die persönlichen Erlebnisse der jungen Menschen. Das Video “Toleranz” der Schülergruppe läuft unter: http://www.youtube.com/watch?v=2QTlWcKJtEU&fmt=18

Die Schülerinnen und Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching erheben in ihrem Video gemeinsam ihre Stimmen gegen Fremdenhass. “Wir sind gegen Hass und gegen Gewalt, wir kämpfen zusamm’ für Gerechtigkeit” lautet ihr Refrain. Mit ihrem selbst geschriebenen Lied mit HipHop-Part und Gesang haben sie den ersten Platz in der Kategorie “Musikvideo” erreicht und sich gegen die Konkurrenz in der am stärksten umkämpften Wettbewerbskategorie durchgesetzt. Der Titel ihres Videos lautet “lmgu4tolerance - Gemeinsam statt getrennt”: http://www.youtube.com/watch?v=hl0rGWb8cpU&fmt=18

Im Video “One Day” - 1. Platz in der Kategorie “Kurzfilm” - hat es der Protagonist Robin gar nicht leicht. In seiner Klasse der Kleinste, im Sport der Langsamste und Fan des ,falschen’ Vereins. Der Spott seiner Klassenkameraden trifft ihn ständig und gnadenlos. Die Hänseleien seiner Mitschülerinnen und Mitschüler werden durch kleine Bälle symbolisiert, unter deren Last er am Ende eines Schultages fast zusammenbricht. Die Schüler des Städtisches Gymnasium Kamp-Lintfort (NRW) stellen Robins tägliche Qual in ihrem Kurzfilm gekonnt dar unter: http://www.youtube.com/watch?v=_UsB6bq7liw&fmt=18

Der YouTube Kanal der Aktion unter www.youtube.de/361grad verzeichnete über 240.000 Besuche. Die Videoaufrufe der prominenten Partner und Unterstützer von ,361 Grad Toleranz’ wurden bisher weit über 1 Million Mal angesehen.

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Mauerfall und Meinungsfreiheit

Donnerstag, 05. November 2009

Google hat am 3. November 2009 in Berlin gemeinsam mit führenden Vertretern aus Politik, Kultur und Medien den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren zum Anlass genommen, um die Bedeutung von Meinungsfreiheit für Demokratie und politischen Wandel im Internetzeitalter zu diskutieren.

Vor mehr als 120 geladenen Gästen sprachen Thorbjørn Jagland (Generalsekretär des Europarates), Jean-Francois Juillard (Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen), Dean Wright (Direktor Ethik und Innovation von Thomson Reuters) sowie Rachel Whetstone (Vice President Communications und Public Affairs von Google). Die ehemalige Bundestagspräsidentin Professor Rita Süssmuth, Andrew Puddephatt (Direktor des Beratungsunternehmens Global Partners & Associates) und Sami Ben Gharbia (Direktor Global Voices) diskutierten im Anschluss über Meinungsfreiheit im Netzzeitalter.

Zu den zentralen Forderungen der vertretenen Organisationen gehören der weltweite Schutz des Internet und der Aufbau geeigneter Rahmenbedingungen für eine freie Netzkultur. Zwei Jahrzehnte, nachdem sich die Menschen in Ostdeutschland vor Kirchen und mit Plakaten Gehör verschafften und erfolgreich ihre Bürgerrechte einforderten, sei das Internet zu einer tragenden aber umkämpften Kraft im weltweiten Ringen um Freiheit und das Recht auf freie Rede geworden.

Rachel Whetstone, Vice President Communications und Public Policy bei Google, sagte in Ihrer Rede: “Freie Gesellschaften sind unabdingbar mit einer freien Meinungsäußerung verknüpft. Am Vorabend des 20. Jahrestages des Mauerfalls ist es daher umso wichtiger, dass wir uns dieses vor Augen halten und dass wir uns vehement für alle Formen der Meinungsfreiheit einsetzen.”

Thorbjørn Jagland forderte die Staaten und nicht-staatliche Akteure zur Zusammenarbeit auf, um sicherzustellen, dass die Nutzung des Internets ein echter Beitrag zur Demokratie wird: “Das Internet bietet enorme Möglichkeiten und ungeheure Freiheit, ist zugleich jedoch auch eine Bedrohung für die Ausübung ebendieser Freiheit.”

Um die Meinungsfreiheit rund um den Globus zu unterstützen, hat Google zudem auf der Onlinevideoplattform YouTube den Kanal “Freedom of Expression” gestartet. Darüber hinaus schreibt Google zusammen mit “Global Voices” erstmalig den “Breaking Borders Award” für besondere Verdienste um die freie Meinungsäußerung mit Mitteln des Internet aus. Der Preis wird in drei Kategorien ausgeschrieben und ist mit insgesamt 30.000 Dollar dotiert. Unter www.breakingborders.de können weitere Informationen über die Veranstaltung “Breaking Borders” in Berlin eingesehen werden.

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Neuer Film gegen “Happy Slapping” auf YouTube

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Zuerst beschimpfen sie ihn, dann verfolgen sie ihn auf dem Nachhauseweg. Sie schlagen auf den Jungen ein und nehmen das Ganze mit der Handykamera auf, um es ins Internet zu stellen. Der Kurzfilm “Handygewalt” zeigt exemplarisch einen Übergriff unter Jugendlichen und gibt Hinweise, wie sich Opfer gegen das sogenannte “Happy Slapping” wehren können.

Jetzt ist der vom Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes gemeinsam produzierte Filmbeitrag auf dem Videoportal YouTube verfügbar. Der fünfminütige Videoclip steht in einem eigenen Kanal unter www.youtube.com/infozentrummobilfunk. Hier finden Interessierte auch Informationen zum Schulprojekt Mobilfunk, mit dem das IZMF den Ausbau von Medienkompetenz an Schulen stärkt.

“Mit der zunehmenden Nutzung von Handy und Internet nimmt leider auch der Missbrauch zu”, erklärt Dagmar Wiebusch, IZMF-Geschäftsführerin.

Sie verweist auf eine aktuelle Studie der Universität Koblenz-Landau, wonach in Deutschland bis zu 1,9 Millionen Schülerinnen und Schüler mit Hilfe neuer Medien gemobbt werden. Der Kurzfilm “Handygewalt” soll für die Schwere dieser Übergriffe sensibilisieren und ein Unrechtsbewusstsein schaffen. Er ist Teil des Medienpakets “Abseits?!” der Polizeilichen Kriminalprävention, das speziell für die Aufklärung von Schülerinnen und Schülern konzipiert ist und an Schulen im gesamten Bundesgebiet verteilt wird.

“Um den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu lernen, müssen Kinder und Jugendliche frühzeitig eine adäquate Medienerziehung erhalten”, so Wiebusch.

Das Informationszentrum Mobilfunk setzt sich mit dem Schulprojekt Mobilfunk dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Die Materialien des Schulprojekts unterstützen Lehrkräfte dabei, ihren Schülern einen mündigen Umgang mit dem Handy beizubringen. Zudem bietet das IZMF gemeinsam mit Medienpädagogen kostenfreie Lehrerfortbildungen zu verschiedenen Mobilfunkthemen an.

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Wie man sich mit Windows 7 zum Horst macht

Montag, 19. Oktober 2009

„Windows 7 enthält Erfahrungen aus einem Viertel Jahrhundert“, so lässt uns Microsoft in einer aktuellen Pressemitteilung wissen und schon die originelle Rechtschreibung zeigt, dass man auch nach einem Vierteljahrhundert mit nur einem Viertel der Kenntnisse, die gewöhnlich als durchschnittliche Schulbildung angesehen werden, bereits Karriere im Marketing machen kann.

Doch die Microsoft-Strategen wissen noch mehr zu berichten: „Das neue Betriebssystem Windows 7 wird schon seit einem Viertel Jahrhundert entwickelt.“ Ah ja.

Da würde ich mich natürlich freuen, einen der Microsoft-Entwickler kennenzulernen, der seit 1985 still und heimlich, womöglich verborgen in einer kleinen Abstellkammer unter einer Treppe in Redmond, an Windows 7 arbeitet. Aber was unsere Freunde hier vermutlich meinen, ist, dass Windows seit 25 Jahren beständig entwickelt wird. Und tatsächlich stellte Microsoft im November 1985 mit Windows 1.0 wenn schon kein Betriebssystem, so doch eine grafische Benutzeroberfläche für MS-DOS vor.

„War Windows damals noch eine Software für EDV-Enthusiasten, so ermöglicht es inzwischen jedermann die Computernutzung und dient als Plattform für Anwendungen und digitale Unterhaltung“, schwelgt die Presseabteilung von Microsoft.

Ähnlich enthusiastisch muss auch die Werbeabteilung ans Werk gegangen sein, die sich wieder einmal mit einem Klassiker der unfreiwilligen Komik hervortat. Nein, ich meine jetzt nicht den Werbespot-Klassiker zu „Where do you want to go today?“ aus dem Jahr 2000, der sinnigerweise mit den letzten Takten von Mozarts „Dies Irae“ unterlegt wurde, die so musikalisch auf die Frage, wohin man heute gehen wolle mit den frei übersetzten Worten „Wird die Hölle ohne Schonung den Verdammten zur Belohnung …“ antwortet.

Nein, mir geht es um einen aktuellen Werbespot, der in bester Verkaufskanal-Manier dazu auffordert, doch bitte eine Windows-Launch-Party durchzuführen. Dabei glänzt dieser mit 6:15 Minuten deutlich zu lange Spot nicht nur mit hölzernen Darstellern aus dem Regal der „political correctness“ (wo ist der Asiate?) und besticht durch eine Kameraführung, für die sich mancher Hobbyfilmer schämen würde, sondern er bietet auch interessante Einblicke in das Phänomen der Zeitreise - springt die eingeblendete Uhr doch beliebig vor und zurück. Dazu passen dann auch die Gläser, deren Füllung sich wohl der unterschiedlichen Dichte des Raums anpasst.

Aber sehen Sie selbst: http://www.youtube.com/watch?v=1cX4t5-YpHQ. Allerdings muss ich Sie warnen, dieser Spot ist nichts für sensible Naturen. Rückforderungen der 6:15 Minuten Ihres Lebenszeitkontos stellen Sie bitte direkt an Microsoft.

Die eigentliche Frage, die dieser Spot aufwirft, ist, ob es sich bei Microsofts Werbetruppe um eine heimlich eingeschleuste subversive Gruppe handelt, die es darauf anlegt, den Ruf des Unternehmens in Grund und Boden zu fahren. Am Geld kann es doch eigentlich nicht liegen, dass Microsoft bei seinen Werbespots mit einer gewissen Beständigkeit zwischen Peinlichkeitsobergrenze und Desaster hin- und herschnalzt.

Wie subversiv dieser seltsame Launch-Party-Spot tatsächlich konzipiert ist, zeigt ein weiteres Video (doch, ich weiß, was ich Ihnen da abverlange), bei dem schlicht das Wort Windows 7 durch ein typisches „Piep“ ersetzt wurde. So, und nun sagen Sie mir, welche Party diese Leute da planen und was Bemerkungen wie “You wanna make sure you have the right devices to hand” bedeuten sollen.

Wenn Windows 7 so viel „leistungsfähiger, zuverlässiger, schneller und aufgrund einer neuen, intuitiven Nutzeroberfläche einfacher zu bedienen“ ist, warum nur muss man es dann bewerben wie das drittklassige Imitat eines Essstäbchen-Sets? Und warum wählt man dazu ein Team, das vermutlich solche Verkaufsspots am Meter herunterkurbelt, eine Art Textschablone nutzt und deren aus Gepettos Schnitzstube stammende Darsteller ganz offensichtlich kaum eine Ahnung haben, wovon sie sprechen? Machen Sie einmal ein Gedankenexperiment und ersetzen Sie in dem Spot „Windows 7“ versuchsweise einmal durch „Kartoffelchips“ oder „Käsereibe“ – es funktioniert immer noch.

Natürlich können wir immer noch von den tiefsinnigen Tipps aus diesem profitieren – etwa, dass man seinen persönlichen Rechner, den man gerade mit Windows 7 versehen hat, den ganzen Abend über den Partygästen zum Ausprobieren überlassen solle. Wenn das bei Microsoft so üblich ist, verstehe ich einige Probleme von Windows jetzt viel besser.

Warum, liebe Microsoft-Strategen, glaubt ihr, irgendjemandem erklären zu müssen, wie er eine Party zu feiern hat? Die meisten von uns verstehen vermutlich mehr davon als eure lustige Kleindarsteller-Combo. Und, ganz nebenbei gefragt, wer hat jemals oder wird jemals eine Party für ein Betriebssystem geben? Geht’s noch?

Störend daran ist aber auch, dass dieser Spot, wie alle übrige Werbung, letztendlich von den Kunden bezahlt wird. Und wenn wir Käufer das schon tun, dann muss man uns doch nicht noch mit der Keule darauf aufmerksam machen, dass man uns für blöd hält, oder?

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YouTube knackt Milliardenmarke

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Die populäre Online-Video-Plattform YouTube hat in puncto Zugriffszahlen einen neuen Meilenstein erreicht. Wie Chad Hurley, CEO and Mitgründer des Portals, per Blog-Eintrag wissen lässt, werden aktuell im Durchschnitt eine Mrd. Videos pro Tag auf der Seite abgerufen.

“Die Grundprinzipien, denen wir uns in unserer Anfangszeit verschrieben haben, sind seitdem zu grundlegenden Lehrsätzen der Online-Videowelt geworden”, so Hurley.

Er verweist darauf, dass sich an den Grundprinzipien und -idealen der Plattform seit ihrem Start im Februar 2005 nichts verändert habe. Einige Dinge hätten sich aber dennoch verändert.

“Da die Internetbandbreite gestiegen ist, wurde auch die Videoqualität verbessert. Mit der wachsenden Nachfrage nach längeren Inhalten haben wir auch mehr TV-Shows und Filme in unser Angebot aufgenommen”, fasst Hurley zusammen.

Insgesamt gesehen biete YouTube heute mehr Möglichkeiten als jemals zuvor, um eigenen Content zu erschaffen und Videos zu konsumieren. So würden User das enorme Content-Potenzial der Plattform inzwischen nicht nur ausgiebig für Entertainmentzwecke nutzen, sondern auch wenn sie gezielte Informationen oder Anleitungen suchen würden.

Die gravierendste Veränderung in Bezug auf YouTube ist sicherlich die stärkere Einbeziehung von professionell produziertem Videomaterial. Um dies erreichen zu können, sei Google Partnerschaften mit mehreren Tausend Content-Unternehmen weltweit eingegangen, die das Videoportal regelmäßig mit neuen Inhalten befüllen, so ein Firmensprecher.

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Debatte mit Spitzenpolitikern live auf YouTube

Montag, 14. September 2009

In letzter Zeit die Politik im Internet spannender zu sein, als im Fernsehen. Ein ganz interessantes Projekt ist dabei “Open Reichstag”, der YouTube-Kanal des ZDF zur Bundestagswahl 2009. YouTube-Nutzer, denen es im Wahlkampf noch an Information und Übersicht zur eigenen Meinungsfindung fehlt, haben jetzt die Möglichkeit, ihre Fragen auf www.youtube.de/openreichstag direkt an die deutschen Spitzenpolitiker zu richten und diese live im Fernsehen und auf YouTube von ihnen diskutieren zu lassen.

Im “ZDF-Wahlforum 2009″ am 15. September ab 20.15 Uhr stellen sich in der ersten YouTube-Debatte im deutschen Fernsehen unter anderem Ursula von der Leyen (CDU), Sigmar Gabriel (SPD), Dirk Niebel (FDP), Cem Özdemir (B’90/Die Grünen), Gregor Gysi (Die Linke) und Markus Söder (CSU) den Fragen der YouTube-Nutzer.

Die Online-Videoplattform zeigt die Sendung in Form eines so genannten “Livestreams” ebenfalls live auf “Open Reichstag“. Damit wird YouTube erstmalig in Europa Schauplatz eines Livestreams. Einer der Höhepunkte der YouTube-Debatte: Die ZDF-Moderatoren Bettina Schausten und Christian Sievers konfrontieren ihre prominenten Gäste mit den brennendsten Fragen der YouTube-Nutzer.

Die politische Diskussion endet bei YouTube nicht mit dem Wahlabend. Nach der Bundestagswahl kommen die Parteienvertreter mit ihren Analysen zu Gewinnen oder Verlusten in dem YouTube-Kanal zu Wort.

Die besondere Rolle, die YouTube im Wahlkampf spielt, belegt auch eine Aktion des Deutschen Bundestages. In dem Videowettbewerb “MachDeinX” fordern bekannte YouTube-Künstler die Nutzer dazu auf, kreative Videos zu drehen und auf die Videoplattform hoch zu laden. Damit werben sie gleichzeitig für ein rege Wahlbeteiligung der Internet-Community.

Seit dem Start des “Open Reichstag” haben mehr als 750.000 politikinteressierte YouTube-Nutzer die Wahlplattform besucht und sich mit nahezu 600 Videoantworten aktiv an den Debatten beteiligt. Anfang Juni 2009 hatten das ZDF und YouTube das Gemeinschaftsprojekt initiiert, um neue interaktive Formen der politischen Partizipation und des Dialogs zwischen Politik, Medien und Bürgern zu fördern und vor allem junge Wahlberechtigte an die Themen der Bundestagswahl heranzuführen.

TV-Formate des ZDF wie “Morgenmagazin” und “Illner Intensiv” sowie eine mit dem YouTube-Kanal vernetzte “OPEN Reichstag”-Gruppe auf studiVZ und meinZV greifen die auf YouTube hochgeladenen Beiträge auf und führen die Diskussion auch jenseits der Online-Videoplattform fort.

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Jodeldiplom mit YouTube

Dienstag, 08. September 2009

Erinnern Sie sich noch an den Kosakenzipfel? Oder den Steinbeisser, Opa Hoppenstedt oder das vortreffliche Jodeldiplom? All diese herrlichen Sketche und Cartoons von Vicco von Bülow alias Loriot werden nun von der Studio Hamburg Distribution & Marketing (SHDM), einer hundertprozentigen Tochterfirma der Studio Hamburg GmbH, auf einem eigenen YouTube-Kanal frei zugänglich gemacht.

Höhepunkte aus 40 Jahren Loriot-Fernsehgeschichte sind unter www.youtube.de/loriot rund um die Uhr in bester Bild- und Tonqualität abrufbar. Das Material wurde im Vorfeld aufwendig digital restauriert und aufbereitet.

Neben einem exklusiven Best-Of-Loriot-Video können die Besucher des Kanals Ausschnitte aus selten gezeigten Originalversionen der legendären Sendungen Loriot I-VI entdecken, ihre Lieblingsszenen kommentieren, mit YouTube-Nutzern aus aller Welt diskutieren und sehen, welche Sketche bei anderen Nutzern besonders beliebt sind: von der Nudel bis zum Lottogewinner, von den Herren im Bad bis zum Kosakenzipfel, von der Jodelschule bis zum Frühstücksei.

Comedy-Kanäle auf YouTube begeistern die Nutzer. Zu den Erfolgsgeschichten auch aus Sicht professioneller Anbieter zählt beispielsweise der Kanal der Comedy-Gruppe Monty Python auf der britischen YouTube-Plattform. Mehr als 2,6 Millionen Nutzer und fast 100.000 Abonnenten verzeichnet der “MontyPython-Channel” bereits.

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Wird YouTube kostenpflichtig?

Montag, 07. September 2009

Der Google-Ableger YouTube hat sich längst als das führende Portal für alle Arten von Heimvideos etabliert. Entsprechend ist die Nutzung von YouTube kostenlos – das Angebot wird über Werbung finanziert.

Aber prinzipiell stecken in der Idee Youtube noch viel mehr Möglichkeiten. Die Nutzer haben das schon in großer Zahl erkannt und nutzen die Plattform längst nicht mehr dazu, um selbstgedrehte Filme anzuschauen, sondern auch, um beispielsweise Ausschnitte und sogar ganze Folgen beliebter TV-Serien anzusehen.

Offenbar hat diese Leidenschaft für Filme auch den Strategen von Youtube zu denken gegeben – wie gemeldet wird, soll Youtube an der Einführung eines Online-Videoverleihs arbeiten. Angeblich befindet sich das Portal bereits in Verhandlungen mit großen Hollywoodstudios, um deren Filme schon bald in voller Länge und natürlich gegen Bezahlung anbieten zu können. Google selbst bezeichnet diese Angaben als Gerüchte, die man nicht näher kommentieren wolle.

Mit einem solchen Verleih-Modell – so es denn kommen sollte - würde sich die Marktposition von Youtube deutlich ändern, ginge man doch in den Wettbewerb mit Unternehmen wie Apple oder Amazon.

Gleichzeitig Sollten sich die Filmstudios und Youtube tatsächlich einigen, könnte sich einiges für die Plattform ändern. Fraglich ist, ob das Publikum, dass sich derzeit auf die „Gratis-Kultur“ von Youtube stützt, von einem kostenpflichtigen Verleih überzeugen lässt. Ebenso müsste Youtube im Falle von Urheberrechtsverletzungen deutlich drastischer auftreten als bisher, schon, um die eigenen Verleih-Einnahmen zu sichern.

Nicht nur aus dem letztgenannten Grund scheinen die Filmstudios schon länger mit einer gewissen Begehrlichkeit auf Youtube zu schauen und so könnte eine Verleih-Kooperation durchaus im gemeinsamen Interesse liegen.

Ein Erfolg könnte der Online-Verleih schon werden, wenn die Preisgestaltung unterhalb einer Mal-eben-kaufen-Schwelle angesiedelt ist und die Kunden ein breites Angebot aktueller Filme vorfinden.

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Ein unwürdiges Schauspiel

Freitag, 15. Mai 2009

Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Es ist schon erstaunlich, wie individuell einige Staaten den Begriff der Meinungsfreiheit auslegen. So wird etwa das Internet-Videoportal YouTube in der Türkei seit dem Jahr 2007 bereits zum vierten Mal unter diversen Vorwänden gesperrt. Neben YouTube sollen, so eine dpa-Meldung, auch Seiten wie Dailymotion oder MySpace für Internetnutzer nicht erreichbar sein.

Die derzeitige Sperre von YouTube dauert bereits seit einem Jahr an und gefährdet mittlerweile nach Ansicht der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) den Ruf des Staates:

“Ein solches Verhalten ist eines Landes unwürdig, das behauptet, demokratisch zu sein”, kritisierte die Organisation.

Reporter ohne Grenzen forderte die sofortige Aufhebung der Gerichtsentscheidungen, die zu der Blockade führten.

“Wir müssen weg von dieser instinkthaften Tendenz zur Zensur, die das Internet als Raum für Meinungsäußerung gefährdet”, zitierte die Organisation den Chef der türkischen Gesellschaft für Internet- Technologien INETD, Mustafa Akgül.

YouTube wurde durch zwei Beschlüsse vom 24. Und 30. April 2008 von einem Gericht in Ankara ohne Angabe von Gründen gesperrt, meldet ROG. Ein weiteres Gericht in Ankara soll einen ähnlichen Beschluss am 5. Mai 2008 erlassen haben. Schon zuvor sei die Video-Plattform mehrfach blockiert gewesen - unter anderem, weil dort ein Video zu sehen gewesen sei, das den Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk als Affen gezeigt habe.

YouTube, das in der Türkei seit 2007 bereits zum vierten Mal gesperrt wurde, erklärte, dass die Videos, die augenscheinlich zu diesen Gerichtsentscheidungen geführt haben, entfernt worden seien, die Sperrung jedoch nicht aufgehoben wurde.

Die Türkei befindet sich auf Platz 102 von 173 in der Rangliste der Pressefreiheit 2008.

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Überwachung in allen Geschmacksrichtungen

Mittwoch, 25. Februar 2009

Irgendwie ist in den letzten Monaten so eine Art Überwachungshysterie ausgebrochen – zum einen bei denjenigen, die unbedingt alles und jeden bespitzeln möchten, zum anderen bei einer auch nicht unbedingt kleinen Gruppe von Menschen, die sich bereits überall bespitzelt und überwacht fühlt. Beides führt meiner Meinung nach zu einem gewissen überspannten Irrsinn, der den Blick auf die Realität gründlich verstellen kann.

Beispielsweise berichtete die Rheinische Post am 21.02.mit Bezug auf eine AFP-Meldung, dass die Union plane, dem Verfassungsschutz eine “bessere Überwachung terrorverdächtiger Minderjähriger” zu ermöglichen. Geplant würde, die Altersgrenze für das Speichern personenbezogener Daten auf 14 oder gar 12 Jahre herabzusetzen.

Also, wo wir doch so furchtbar von immer kleineren Terroristen bedroht werden - gut, Herr Schäuble ist da auch einfach näher dran - sollten wir keine halben Sachen mehr machen. Sonst kommt womöglich noch ein Bundesbürger auf die Idee, ohne Erlaubnis  des Verfassungsschutzes aufs Klo zu gehen. Mein Vorschlag: Wir setzen direkt jedem Kleinkind einen Chip ein - das kann der Tierarzt beim chippen von Waldi und Mauzi gleich kostengünstig miterledigen.

Als ob der reale Irrwitz, den unsere Volksvertreter so von sich geben, nicht schon reichen würde, gibt es dann aber auch noch Fälle wie jenen denkwürdigen Schwachsinn, über den Web-Watcher berichtete: Da hat ein Amerikaner in fröhlicher Verkennung der Leichtgläubigkeit seiner Mitmenschen ein YouTube-Video ins Internet gestellt, auf dem vermeintliches Spionage-Equipment in digitalen Settop-Boxen zu sehen ist. Vorgeblicher Hintergrund der seltsam anmutenden Ausstattung der digitalen TV-Empfänger mit einer Handy-Kamera und einem Mikrofon: Klarer Fall, „Sie“ wollen uns ausspionieren.

Dumm für den armen Mann ist nur, dass sich sein Scherz rasend schnell verbreitete und binnen kurzem über 20.000 Abrufe erzielte. Auch nach einer offiziellen Klarstellung, dass er lediglich einen Jux gemacht habe, halten die Verschwörungstheoretiker mit den Leichtgläubigen fest zusammen – schließlich steht es ja im Internet, da kann es ja nicht falsch sein.

Bleiben Sie wachsam, denn der Unfug lauert überall.

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