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Artikel mit ‘WoW’ getagged

Keylogger - Sicherheitsbedrohung für PC-Spieler

Donnerstag, 25. Juni 2009

Das Unternehmen Webroot warnt Spieler vor dem Diebstahl ihrer Spielwährung:

“Früher haben Hacker die Login-Informationen von Spielern gestohlen, um sich einen Spaß daraus zu machen, die Kontrolle über den Spielercharakter zu übernehmen”, sagt Mike Kronenberg, CTO Consumer Business Unit, Webroot. “Jetzt stehlen Sie jedoch, um Geld zu machen. Deshalb müssen Gamer immer wieder feststellen, dass ihre Konten leer geräumt worden sind.”

Um Keylogger zu stoppen, weist Webroot auf die häufigsten Infektionsmethoden hin:

Hotlinks in Forum-Posts: Diese harmlos aussehenden URLs können durchaus zum Anklicken verlocken, wenn sie beispielsweise zu nachgeahmten Websites etwa von YouTube führen. Anschließend werden die Nutzer dann mit einer gefälschten Microsoft-Nachricht aufgefordert, die neueste Version des Adobe Flash Players herunterzuladen, um z.B. ein Video ansehen zu können.

Hotlinks in In-Game-Mails: Mit den gleichen Taktiken verbreiten Keylogger auch infizierte Links im E-Mail-System von „World of Warcraft“ und in In-Game-Chats. Hier muss der Spieler die betreffende URL kopieren und in einen Browser einfügen, um die Website aufzurufen. Ein solcher Link führt dann auf eine Phishing-Website, die der Login-Seite von Warcraft täuschend ähnelt und dazu dient, Benutzernamen etc. des Spielers aufzuzeichnen.

Links zu pornographischen Websites: Auch Links in Posts, die mit erotischen Inhalten locken, können zu mit Malware gespickten Bildern führen.

Externe Infektionen: Häufig binden Hacker Gaming-Trojaner an Applikationen in P2P-Filesharing-Netzwerken an. Sobald man sich dann in seinen Game-Account einloggt, treten die Trojaner in Aktion.

Wie kann man sich schützen?

  • Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrem PC stets die neuesten Patches installiert sind.
  • Schützen Sie Ihren PC mit einem Virenschutz- und Spywareschutz-Programm.
  • Verwenden Sie die aktuellste Version des Virenschutz/Spywareschutz.
  • Laden Sie Applikationen von der Originalquelle herunter und nicht von P2P-Filesharing-Netzwerken.
  • „World of Warcraft“-Spieler sollten am besten in einen „Blizzard Authenticator“ investieren, um die Sicherheit zu verbessern (http://www.blizzard.com/security-token).

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Sind Computerspieler gesellig?

Donnerstag, 17. Januar 2008

Es gibt einige unumstößliche Wahrheiten, die man einfach kennt. Eine davon ist, dass Computerspieler zum dicklichen neigende Jugendliche sind, die nicht unbedingt über die am stärksten ausgeprägte soziale Kompetenz verfügen. Ist doch so, oder nicht?

Eine Gruppe deutscher Kommunikationswissenschaftler hat nun das gängige Bild von Online-Gamern widerlegt. Klischees wie jenes, dass regelmäßiges Computerspielen zu unkommunikativem oder gewalttätigem Verhalten führe, treffen laut einer aktuellen Studie über Teilnehmer von World of Warcraft (WoW) keineswegs zu. Vielmehr zeigte sich im Zuge der Untersuchungen, dass die Gamer besonders kommunikativ und gesellig sind. Außerdem konnten die Forscher Andreas Hepp von der Universität Bremen und der Trierer Soziologe Waldemar Vogelsang, die sich im Speziellen mit der LAN-Szene befassten, beobachten, dass Computerspieler mitunter eine besondere Kompetenz in technischen Fragen entwickeln und sich häufig durch eine Vorliebe für anspruchsvolle Unterhaltung auszeichnen.

Laut den Wissenschaftlern seien gerade die kollektiven Ballerspiele in expressive Verhaltensmuster eingebunden, an Witz gekoppelt und würden Spaß und Albernheiten hervorrufen. Die Computerspiele stützen demnach einen “Befreiungsversuch von den Rationalitätsanforderungen und der Problembeladenheit der modernen Alltagsrealität” und geben den Spielern einen Freiraum, in dem sie im Gegensatz zum realen Leben auch einmal über die Stränge schlagen könnten. In keinem Fall seien die LAN-Spieler Einzelgänger, die mit Sucht und Gewalt zu kämpfen hätten. Ähnliche Ergebnisse lieferte kürzlich auch eine Studie der Universität Stuttgart, wonach“E-Sportler“ intelligenter und friedliebender sind, als bisher angenommen wurde.

Bei World of Warcraft steht besonders der Langzeitnutzen im Vordergrund, wie die beiden Medienwissenschaftler Robert Seifert und Sven Jöckel bei ihrer Untersuchung der WoW-Szene herausgefunden haben. Das heißt, dass die virtuelle Welt neben der realen existiert und sich immer weiter entwickelt. Befragungen ergaben, dass sich die Spielermotivation im Laufe der Zeit verändert. Am Anfang geht es meist um Nervenkitzel oder Wettkampf, später rückt die virtuelle Gemeinschaft jedoch immer mehr in den Mittelpunkt. Friedrich Krotz, Professor in Erfurt, sieht in den Computerspielen sogar eine neue Form der Kommunikation. Neben der persönlichen und der Massenkommunikation über die Medien stellen die Spiele laut Krotz eine interaktive Kommunikation dar, die von Soft- und Hardware gestaltet wird.

Insgesamt gehen die Forscher davon aus, dass Computerspiele künftig noch mehr den Alltag durchdringen und kulturprägend wirken werden. Bislang sind besonders Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sowie männliche Spieler die vorherrschende Gruppe unter den Online-Gamern. Doch auch immer mehr ältere Nutzer über 35 Jahren finden Gefallen an Onlinespielen. Diese gelten vor allem als Freizeit- und Gelegenheitsspieler, die ihr Hobby mit ihren beruflichen und familiären Aktivitäten abstimmen.

Wenn Sie übrigens einmal einen Blick in die Zukunft der Computerspiele werfen wollen, empfehle ich Ihnen das Buch Halting State von Charles Stross. Ein wirklich spannender Krimi, der in einer gar nicht so weiten Zukunft spielt und die Möglichleiten moderner Kommunikation zwischen Computerrollenspielen und Geheimdiensten auslotet. Leider gibt es das Buch noch nicht in einer deutschen Übersetzung, es lohnt sich aber, das Original zur Hand zu nehmen.

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