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Artikel mit ‘Windows’ getagged

Mit Standardsoftware zur grünen Verwaltung

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Um 40 Prozent will die Bundesregierung den durch ihren IT-Betrieb verursachten Energieverbrauch bis 2013 reduzieren. Das ist ein Ergebnis des Aktionsplans “Green IT-Pionier Deutschland”, der auf dem IT-Gipfel 2008 verabschiedet wurde.

Energieeffizienz hat mit dem Aktionsplan außerdem Einzug in die Beschaffungskriterien gefunden. Spätestens seitdem stehen effiziente Rechenzentren und Client-Systeme ganz oben auf der Prioritätenliste der IT-Verantwortlichen in der öffentlichen Verwaltung.

Auf dem 10. Microsoft-Tag für Bundesbehörden zeigt das Unternehmen daher gemeinsam mit Partnern und Anwendern aus der Bundesverwaltung, wie beispielsweise der Bundesagentur für Arbeit, Theorie und Praxis von Green IT-Lösungen. Im Rahmen der Veranstaltung stellt die Management- und Technologieberatung BearingPoint in einer Studie neue Messergebnisse zum tatsächlichen Energieverbrauch der IT-Infrastruktur am Beispiel von Microsoft-Betriebssystemsoftware vor.

In der Studie kommt BearingPoint unter anderem zu dem Ergebnis, dass heutige PC-Systeme nicht mehr Energie benötigen als die allgemein als effizienter eingeschätzten Thin-Client-Systeme. Der Grund dafür liegt in optimierten Hardwarekomponenten, wie sparsameren Netzteilen und Prozessoren, sowie modernen Betriebssystemen mit Energiesparfunktionen.

Im Vergleich mit alten Systemen verbraucht moderne Hardware knapp die Hälfte der elektrischen Leistung. Gleichzeitig stieg die Rechenleistung der Systeme erheblich. Sowohl bei den PC-Systemen wie auch bei den Servern im Rechenzentrum kommt dem Energiemanagement dabei eine Schlüsselrolle zu.

“Die Ergebnisse der Messungen haben uns auch überrascht”, so Stefan Pechardscheck, Partner IT Strategie & Transformation bei BearingPoint. “Es wird immer angenommen, dass Thin Clients in Kombination mit modernen Terminal Servern deutlich energieeffizienter sind als vollständige PC-Clients. So pauschal ist das aber nicht richtig. Unter konsequenter Ausnutzung des Standby-Modus, wie ihn beispielsweise Windows 7 bietet, sind PC-Systeme genauso effizient.”

(tok)

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Wie Microsoft den „Line Dance“ erfunden hat

Donnerstag, 19. November 2009

Kann mir mal jemand verraten, was derzeit mit Microsoft los ist? Ich meine jetzt nicht das übliche Gezerre, ob Windows 7 ein gutes oder schlechtes Betriebssystem ist oder die Frage, wann das Unternehmen sich wohl einen weniger peinlichen CEO suchen wird.

Nein, ich meine die von Microsoft in letzter Zeit gestarteten Versuche, auf irgendeine Art und weise ‚Hip’, ‚Cool’ oder was auch immer zu sein und dabei immer so zu wirken, wie ein Mittsechziger, der unbedingt Eindruck bei einer knapp 18-jährigen schinden will.

Nach der etwas missratenen Windows-7-Rabattaktion und der noch deutlicher abgerutschten „Windows 7 Launch Party“-Idee versucht sich nun der Microsoft-Store in Mission Viejo, Kalifornien, an einer natürlich völlig spontanen Tanzeinlage, die auf den ersten Blick ein wenig an Wassergymnastik in einem luxuriösen Sanatorium erinnert.

Das auf YouTube zu sehende Video liefert uns einige interessante Denkansätze. Zum Beispiel kann man sich fragen, wer die armen Menschen wohl gezwungen hat, eine solch seltsame Variation eines Line-Dance (das war mal Anfang der 80er modern, glaube ich) einzustudieren. Und man kann sich fragen, wie man es durchhält, die dazu laufende Musik ebenso zu ignorieren wie das deutliche Desinteresse der meisten Kunden. Und wer ist dann bloß auf die hanebüchene Idee gekommen, dieses Dokument extremer Herausforderung auch noch zu veröffentlichen?

Sie sehen schon, die Fragen überwiegen bei diesem Dokument des Grauens. So geht es aber nicht nur mir, sondern auch den zahlreichen Kommentatoren des YouTube-Beitrags, die sich nicht nur fragen, warum der Microsoft Store nun ausgerechnet so deutlich aussehen muss wie ein Apple-Store und warum sich eigentlich niemand um die Kunden kümmert.

Aber zur Ehrenrettung der Protagonisten möchte ich doch noch einmal einwerfen, dass sie (hoffentlich) zu dieser Form arythmischer Sportgymnastik gezwungen wurden. Und immerhin – sie hatten etwas Bewegung …

Wie man „I Gotta Feeling“ von den Blackeyed Peas auch interpretieren kann, können Sie unter anderem hier sehen.

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Im Sandkasten: Microsoft streitet mit sich selbst um die Förmchen

Montag, 16. November 2009


Irgendwie waren die Meldungen wieder typisch: Da stellt sich ein führender Microsoft-Mitarbeiter hin und gibt das offene Geheimnis einer seit Jahren geübten Praxis bekannt: Man habe sich bei Windows 7 stark am Mac OS X orientiert, verrät Simon Aldous, Partner Group Manager von Microsoft, in einem Interview.

Er wird mit der Aussage zitiert, dass über den Mac gesagt wird, dass das Betriebssystem fantastisch sei, sehr grafisch orientiert und leicht zu benutzen. Unter Mit Windows 7 habe man - sowohl bei der klassischen Variante als auch beim Touch-OS – versucht, optisch das „Look and feel“ des Mac OS X nachzuempfinden.

Nun ist diese Feststellung ja so bahnbrechend nicht und das optische Abkupfern beim Mitbewerber Apple wurde Microsoft ja durchaus schon häufiger nachgewiesen. So weit, so harmlos also, zumal Aldous hinzufügte, man habe die Benutzeroberfläche deutlich verbessert und man würde ja auf der stabilen Vista-Technologie aufsetzen, die deutlich stabiler sei als die aktuelle Mac-Plattform. Und vermutlich hätte, wäre die Meldung nicht wie ein Lauffeuer über das Internet verbreitet worden, kaum jemand Notiz von dem ansonsten weitgehend belanglosen Interview im Handelsmagazin PCR genommen.

Doch nun war die Katze aus dem Sack, ein Insider hat ausgesprochen, was man nicht sagen darf und der Imperator schickte die imperialen Sturmtruppen in Gestalt eines geharnischten Statements:

Der geschätzte Kollege Aldous sei nun aber völlig auf dem Holzweg, die Oberfläche sei ja nun nie, aber wirklich nie nicht von Apple inspiriert worden und überhaupt habe Aldous ja nun keine Ahnung. Und um das Argument nun wirklich hieb- und stichfest zu machen, versteigt sich die Kopier … ähhh, Presseabteilung zu der Behauptung, Mac OS würde, im Gegensatz zu Windows 7, kein Multi-Touch unterstützen. Kann es sein, dass die Helden der Schadensbegrenzung länger nicht mehr verfolgt haben, was sich im Markt so tut? Oder haben Sie einfach Multi-Touch für sich komplett umdefiniert?

Ein wenig scheint mir, dass Microsoft ein latentes Problem mit der Öffentlichkeit hat. Nach dem fortlaufenden Desaster der öffentlichen Auftritte seines CEO und dem letzten Lacherfolg mit den „Windows 7 Launch Partys“ wäre es jetzt nicht unbedingt notwendig gewesen, sich auch noch mit einem solchen Statement erneut aus dem Fenster zu hängen.

Dies um so mehr, als es eigentlich am Thema vorbeigeht. Jedem Anwender ist heute bewusst, dass es mehrere Betriebssysteme gibt, die alle ihre Vor- und Nachteile haben – das eine mehr, das andere weniger. Hier wählt er nach Geschmack aus und nimmt die jeweiligen Ecken und Kanten in Kauf. Und natürlich ist auch klar, dass kein Unternehmen – die Presseabteilung von Microsoft vielleicht ausgenommen – und erst recht keine Designabteilung blind durchs Leben geht und sich an Dingen orientiert, die gut und erfolgreich sind. Erwartet denn tatsächlich irgendjemand, dass ein Unternehmen heute noch etwas von Grund auf neu erfindet? Wichtiger ist doch, dass das, was produziert wird, vernünftig läuft. Und hier hat Microsoft ja eigentlich mit Windows 7 endlich wieder ein vielversprechendes Stück Software abgeliefert.

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Windows 7 sucht am schnellsten

Montag, 26. Oktober 2009

Es ist wie mit der Stecknadel im Heuhaufen: Wer als PC-Nutzer unter Tausenden von Dokumenten, Fotos, MP3s, Videos und E-Mails eine ganz bestimmte Datei oder Informationen sucht, verschwendet damit oft viel Zeit - und gibt manchmal entnervt auf. Weil auf den Festplatten mit der Zeit riesige Datenberge liegen, sind intelligente Suchfunktionen notwendig. Spezielle Datei-Suchprogramme versprechen Hilfe.

Die Redaktion der Computerbild verglich vier Gratis-Programme mit den Suchfunktionen von Windows XP, Vista und Windows 7.

Egal ob Suchprogramm oder integrierte Windows-Suchfunktion: Beide durchforsten zunächst die Festplatte und erstellen eine Datenbank, den sogenannten Index. Die meisten Programme machen dabei keinen Unterschied zwischen eingebauter und externer Festplatte, einige erfassen sogar eingelegte CDs und DVDs. Vorteil: Die Suche funktioniert auch dann, wenn die Speichermedien nicht angeschlossen oder eingelegt sind.

Nach der Indexerstellung ist eine richtige Volltextsuche aktiv. Denn im Index sind nicht nur Dateinamen abgelegt, sondern auch die Inhalte von Dokumenten, E-Mails und etwa Zusatzinformationen zu Musikstücken, wie Album und Interpret. Gibt der Nutzer ein Stichwort in den Suchschlitz des Programms ein, erscheinen in Sekundenschnelle in einer Ergebnisliste alle Fundstellen mit dem gesuchten Begriff sortiert nach Dateitypen und Speicherorten.

Das erstmalige Erstellen des Index braucht allerdings Zeit. Einsame Spitze ist dabei das Betriebssystem Windows 7: Für die rund 22.000 Testdateien benötigte es nur rund 12 Minuten. Das Programm A-Z Finder, Testsieger bei den kostenlosen Suchhelfern, brauchte 20 Minuten. Dafür nimmt das Programm im Gegensatz zu Windows 7 auch den Inhalt komprimierter Dateien, etwa im ZIP- oder RAR-Format im Index auf. Viel Geduld ist mit Hulbee Desktop erforderlich: Mit 46 Minuten dauerte die Erstellung des Suchindex extrem lang.

Fazit: Wer Dateien und Informationen mit Windows 7 sucht, kann auf ein separates Suchprogramm verzichten. Die Suchfunktion des Betriebssystems schneidet so gut ab wie beim A-Z Finder. Auch die eingebaute Suche von Windows Vista reicht meist aus. Schade: Das eigentlich gute Programm von Copernic verspielte den Testsieg wegen nerviger Werbeanzeigen, die teilweise sogar zu Internetseiten mit Schadprogrammen führten. Testergebnis: “mangelhaft”.

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Die wichtigsten Fakten zu Windows 7

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Nun ist es so weit: Windows 7 ist weltweit im Handel erhältlich – sowohl vorinstalliert auf neuen PCs als auch als Softwarepaket. Doch, wie immer bei Microsoft, muss sich der Kunde zunächst orientieren und sich darüber klar werden, welche der drei Editionen er eigentlich benötigt: „Windows 7 Home Premium“, „Windows 7 Professional“ oder „Windows 7 Ultimate“. Neben diesen drei Basisvarianten gibt es dann noch die Versionen „Starter“ und „Enterprise“.

„Windows 7 Starter“ steht für Hersteller bereit, die Mini-Notebooks mit geringer Hardware-Ausstattung vertreiben. Diese können aber in der Regel auch mit „Windows 7 Home Premium“ ausgestattet werden. „Windows 7 Enterprise“ ist für große Unternehmen nur über Volumenlizenzprogramme erhältlich.

Das neue Betriebssystem soll einfacher, intuitiver, schneller, zuverlässiger und sicherer sein und soll darüber hinaus neue multimediale Möglichkeiten bieten.

Mit dem neuartigen Bedienkonzept „Multitouch“ können Nutzer nun berührungsempfindliche Bildschirme mit mehreren Fingern gleichzeitig bedienen - und das ohne Maus oder Tastatur. Auch sollen sich Musik- und Videodateien im integrierten „Windows Media Center“ viel schneller durchsuchen oder sortieren lassen, so dass Unterhaltung und die Nutzung neuer digitaler Medien zum Erlebnis wird. Mit „Heimnetzgruppe“ können mehrere Rechner zuhause zu Heimnetzwerken verbunden werden, damit alle auf gemeinsame Dateien, Musik, Fotos und Videos zugreifen können.

Die Oberfläche bietet ein aufgeräumtes Design. Zusammen mit einer optimierten Navigation und einer neuen Task-Leiste sollen Anwender einen einfacheren und schnelleren Zugriff auf häufig genutzte Funktionen erhalten.

Windows 7 will mehr Mobilität und Flexibilität bieten und den Austausch von Daten zwischen PCs und Geräten erleichtern.

„Windows 7 Home Premium“ ist gedacht für den Heimanwender. Es bietet multimediale Entertainment-Funktionen und soll auch die Einrichtung eines Heimnetzwerkes zur gemeinsamen Nutzung von Fotos, Videos und Musik erleichtern.

„Windows 7 Professional“ umfasst Funktionen für eine berufliche Nutzung und bietet gleichzeitig alle Multimedia- und Entertainment-Funktionen von „Windows Home Premium“.

Die Version „Windows 7 Ultimate“ soll zusätzlich zu den Features der beiden anderen Editionen mehr Sicherheitsfunktionen und mehr Flexibilität enthalten, um in verschiedenen Sprachen zu arbeiten.

Nicht nur die Versionen sind bei Windows 7 unterschiedlich, auch die Preisgestaltung hängt von der gewünschten Variante ab. So kostet ein Upgrade von Windows XP bzw. Windows Vista für „Windows 7 Home Premium“ rund 119,99 Euro, für „Windows 7 Professional“ 285,00 Euro und „Windows 7 Ultimate“ 299,00 Euro. Für die Vollversion von „Windows 7 Home Premium“ um die 199,99 Euro, „Windows 7 Professional“ ca. 309,00 Euro und „Windows 7 Ultimate“ rund 319,00 Euro.

Studenten erhalten, so verspricht Microsoft, vom 22. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 für 35 Euro eine Upgrade-Version von Windows 7 (Home Premium oder Professional).

Auch der „Family Pack“ ist ein limitiertes Angebot für 149,99 Euro, mit dem „Windows 7 Home Premium“ auf bis zu drei PCs eines Haushalts gleichzeitig installiert werden kann. Es handelt sich dabei um ein limitiertes Angebot und ist erhältlich.

Beim Umstieg von Windows XP auf Windows 7 ist unabhängig von der gewählten Edition generell eine Neuinstallation nötig. Daher müssen bestehende Daten gesichert werden, um sie anschließend auf Windows 7 wieder aufzuspielen. Informationen dazu erhalten Kunden im „Windows 7 Upgrade Center“. Lizenzrechtlich können auch Windows XP-Kunden auf eine Upgrade-Version zurückgreifen, sagt Microsoft.

Wer Windows Vista ab Service Pack 1 nutzt, kann per einfachem Upgrade auf eine gleichwertige Edition von Windows 7 umsteigen. Aber auch hier ist eine vorherige Datensicherung empfehlenswert. Microsoft stellt einige Hilfsmittel für die Migration zur Verfügung. Dazu zählen der „Windows 7 Upgrade Advisor“ zur Überprüfung des PCs sowie Informationen im „Windows 7 Upgrade Center“ und Broschüren im Fachhandel.

Das Marktforschungsinstitut IDC geht in seiner Studie “The Economic Impact of Microsoft’s Windows 7″ (Juli 09) davon aus, dass bis Ende 2010 etwa 177 Millionen Lizenzen von Windows 7 verkauft werden.

Übrigens können Sie mich seit kurzem auch über Twitter erreichen. Schauen Sie doch mal rein: http://twitter.com/toktalks. Lassen Sie mich wissen, ob Sie auf Windows 7 umsteigen werden und wie das Upgrade bei Ihnen geklappt hat.

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Wie man sich mit Windows 7 zum Horst macht

Montag, 19. Oktober 2009

„Windows 7 enthält Erfahrungen aus einem Viertel Jahrhundert“, so lässt uns Microsoft in einer aktuellen Pressemitteilung wissen und schon die originelle Rechtschreibung zeigt, dass man auch nach einem Vierteljahrhundert mit nur einem Viertel der Kenntnisse, die gewöhnlich als durchschnittliche Schulbildung angesehen werden, bereits Karriere im Marketing machen kann.

Doch die Microsoft-Strategen wissen noch mehr zu berichten: „Das neue Betriebssystem Windows 7 wird schon seit einem Viertel Jahrhundert entwickelt.“ Ah ja.

Da würde ich mich natürlich freuen, einen der Microsoft-Entwickler kennenzulernen, der seit 1985 still und heimlich, womöglich verborgen in einer kleinen Abstellkammer unter einer Treppe in Redmond, an Windows 7 arbeitet. Aber was unsere Freunde hier vermutlich meinen, ist, dass Windows seit 25 Jahren beständig entwickelt wird. Und tatsächlich stellte Microsoft im November 1985 mit Windows 1.0 wenn schon kein Betriebssystem, so doch eine grafische Benutzeroberfläche für MS-DOS vor.

„War Windows damals noch eine Software für EDV-Enthusiasten, so ermöglicht es inzwischen jedermann die Computernutzung und dient als Plattform für Anwendungen und digitale Unterhaltung“, schwelgt die Presseabteilung von Microsoft.

Ähnlich enthusiastisch muss auch die Werbeabteilung ans Werk gegangen sein, die sich wieder einmal mit einem Klassiker der unfreiwilligen Komik hervortat. Nein, ich meine jetzt nicht den Werbespot-Klassiker zu „Where do you want to go today?“ aus dem Jahr 2000, der sinnigerweise mit den letzten Takten von Mozarts „Dies Irae“ unterlegt wurde, die so musikalisch auf die Frage, wohin man heute gehen wolle mit den frei übersetzten Worten „Wird die Hölle ohne Schonung den Verdammten zur Belohnung …“ antwortet.

Nein, mir geht es um einen aktuellen Werbespot, der in bester Verkaufskanal-Manier dazu auffordert, doch bitte eine Windows-Launch-Party durchzuführen. Dabei glänzt dieser mit 6:15 Minuten deutlich zu lange Spot nicht nur mit hölzernen Darstellern aus dem Regal der „political correctness“ (wo ist der Asiate?) und besticht durch eine Kameraführung, für die sich mancher Hobbyfilmer schämen würde, sondern er bietet auch interessante Einblicke in das Phänomen der Zeitreise - springt die eingeblendete Uhr doch beliebig vor und zurück. Dazu passen dann auch die Gläser, deren Füllung sich wohl der unterschiedlichen Dichte des Raums anpasst.

Aber sehen Sie selbst: http://www.youtube.com/watch?v=1cX4t5-YpHQ. Allerdings muss ich Sie warnen, dieser Spot ist nichts für sensible Naturen. Rückforderungen der 6:15 Minuten Ihres Lebenszeitkontos stellen Sie bitte direkt an Microsoft.

Die eigentliche Frage, die dieser Spot aufwirft, ist, ob es sich bei Microsofts Werbetruppe um eine heimlich eingeschleuste subversive Gruppe handelt, die es darauf anlegt, den Ruf des Unternehmens in Grund und Boden zu fahren. Am Geld kann es doch eigentlich nicht liegen, dass Microsoft bei seinen Werbespots mit einer gewissen Beständigkeit zwischen Peinlichkeitsobergrenze und Desaster hin- und herschnalzt.

Wie subversiv dieser seltsame Launch-Party-Spot tatsächlich konzipiert ist, zeigt ein weiteres Video (doch, ich weiß, was ich Ihnen da abverlange), bei dem schlicht das Wort Windows 7 durch ein typisches „Piep“ ersetzt wurde. So, und nun sagen Sie mir, welche Party diese Leute da planen und was Bemerkungen wie “You wanna make sure you have the right devices to hand” bedeuten sollen.

Wenn Windows 7 so viel „leistungsfähiger, zuverlässiger, schneller und aufgrund einer neuen, intuitiven Nutzeroberfläche einfacher zu bedienen“ ist, warum nur muss man es dann bewerben wie das drittklassige Imitat eines Essstäbchen-Sets? Und warum wählt man dazu ein Team, das vermutlich solche Verkaufsspots am Meter herunterkurbelt, eine Art Textschablone nutzt und deren aus Gepettos Schnitzstube stammende Darsteller ganz offensichtlich kaum eine Ahnung haben, wovon sie sprechen? Machen Sie einmal ein Gedankenexperiment und ersetzen Sie in dem Spot „Windows 7“ versuchsweise einmal durch „Kartoffelchips“ oder „Käsereibe“ – es funktioniert immer noch.

Natürlich können wir immer noch von den tiefsinnigen Tipps aus diesem profitieren – etwa, dass man seinen persönlichen Rechner, den man gerade mit Windows 7 versehen hat, den ganzen Abend über den Partygästen zum Ausprobieren überlassen solle. Wenn das bei Microsoft so üblich ist, verstehe ich einige Probleme von Windows jetzt viel besser.

Warum, liebe Microsoft-Strategen, glaubt ihr, irgendjemandem erklären zu müssen, wie er eine Party zu feiern hat? Die meisten von uns verstehen vermutlich mehr davon als eure lustige Kleindarsteller-Combo. Und, ganz nebenbei gefragt, wer hat jemals oder wird jemals eine Party für ein Betriebssystem geben? Geht’s noch?

Störend daran ist aber auch, dass dieser Spot, wie alle übrige Werbung, letztendlich von den Kunden bezahlt wird. Und wenn wir Käufer das schon tun, dann muss man uns doch nicht noch mit der Keule darauf aufmerksam machen, dass man uns für blöd hält, oder?

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Die glorreiche 7

Montag, 12. Oktober 2009

Fehler, Schwachstellen und frustrierte Nutzer: Das Betriebssystem Windows Vista entwickelte sich seit dem Start 2007 zum Debakel für den Softwarekonzern Microsoft. Am 22. Oktober erscheint nun der Nachfolger Windows 7 - angeblich schneller, sicherer und einfacher zu bedienen als Vista. Ob das lang erwartete Betriebssystem den Vorschusslorbeeren gerecht wird, hat das Magazin Computerbild drei Monate lang und mit externen Labors für Benutzerfreundlichkeit (Usability) und Sicherheit getestet.

Streng genommen ist Windows 7 kein komplett neues Betriebssystem, sondern eine Weiterentwicklung von Vista. Neue Programme gibt es nur wenige, die meisten von Vista bekannten Funktionen wurden allerdings generalüberholt.

Im Test konnte sich der Herausforderer Windows 7 gegen die Vorgänger Vista und XP durchsetzen. Die einfachere Bedienung und neue Funktionen wie eine Reparaturfunktion, mit der das System Probleme auf Knopfdruck löst, überzeugten die Tester. Dennoch offenbarte auch Windows 7 einige Schwächen: So fehlt beispielsweise ein E-Mail-Programm oder die Fotogalerie zum Bearbeiten von Bildern. Diese kann man sich aber kostenlos von Microsoft mit dem Programmpaket “Windows Live Essentials” aus dem Internet überspielen. Und auch bei der Sicherheit hat sich gegenüber Vista und XP nicht viel getan. Unterm Strich reichte es - auch wegen des Aktivierungszwanges - nur für ein “befriedigend” (2,91).

Auf PCs mit Zwei- oder Vierkernprozessoren läuft das neue Betriebssystem schneller als XP und Vista. Auf Netbooks hängt das acht Jahre alte XP den Frischling Windows 7 jedoch ab. Positiv: Windows 7 braucht weniger Arbeitsspeicher als Vista. Programme und Spiele laufen selbst mit wenig verfügbarem Speicher flotter als mit Vista. Kürzere Ladezeiten und ein rascher Systemstart sind weitere Vorteile des neuen Betriebssystems.

Die Bedienung hat sich bei Windows 7 im Vergleich zu Vista deutlich verbessert. Die Benutzeroberfläche wirkt jetzt aufgeräumter, vor allem durch die neue Startleiste, mit der Einsteiger besonders gut zurecht kommen. Generell sind weniger Mausklicks erforderlich, um ans gewünschte Ziel zu gelangen. Ein von Computerbild beauftragtes Expertenlabor deckte mit 15 ausgewählten Testpersonen in tagelangen Aufgaben-Interviews allerdings auch einige Bedienfallen auf - beispielsweise die chaotische Fotoübertragung von Digitalkameras auf den PC durch den Windows Fotoassistenten. Auch die unübersichtliche Hilfefunktion sowie die Suchfunktion, die nicht automatisch den ganzen Rechner durchstöbert, sind verbesserungswürdig.

Betriebssysteme von Microsoft hatten in der Vergangenheit immer wieder Probleme in Sachen Sicherheit. Auch beim jüngsten Spross Windows 7 wurden bekannte Sicherheitslücken von XP und Vista nicht behoben. So konnte die beauftragte Sicherheitsfirma mit Spezialprogrammen Windows-Anmeldeinformationen aus dem Arbeitsspeicher auslesen. Auch Kennwörter für Netzwerk-Verbindungen oder drahtlose Netzwerke sind nicht ausreichend vor Schadprogrammen geschützt. Gleiches gilt für die neueste Version des Internet Explorer, Kennwörter lassen sich leicht auslesen. Besser als früher: Die überarbeitete Firewall ist jetzt wesentlich effektiver.

Windows 7 wird es weltweit in sechs verschiedenen Versionen geben. Für Einsteiger aber auch erfahrene Nutzer empfiehlt sich die Home Premium Version. Sie kostet als Aktualisierung (Upgrade) für Besitzer einer Vorversion laut Microsoft 119,99 Euro. Aber Achtung: Windows XP lässt sich nicht auf Windows 7 aktualisieren. XP-Nutzer müssen den PC komplett neu installieren. Die Version Home Premium wird auch bei den meisten Computern ab Werk vorinstalliert sein.

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Microsoft-Chef Ballmer stellt Windows 7 vor

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Steve Ballmer, CEO von Microsoft, hat in München Windows 7 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Fokus seiner Ausführungen standen dabei der Einsatz und die speziellen Vorteile in der Unternehmensinfrastruktur. Dazu sollen Kostensenkungen, Produktivitätssteigerungen und die Erschließung neuartiger Geschäftsmöglichkeiten gehören.

BMW hat bereits erste Erfahrungen mit Windows 7 gesammelt. Seit Anfang 2009 testet BMW Windows 7, bis 2011 sollen alle 85.000 Arbeitsplatz-PCs aktualisiert sein. Der Automobil-Hersteller präsentierte im Rahmen der Pressekonferenz ihre Projekte zur Migration auf das neue Betriebssystem.

“Windows 7 ist bereit für den Einsatz in Unternehmen”, erklärte Steve Ballmer auf der Microsoft-Pressekonferenz bei BMW in München.

Gemäß einer IDC-Studie (”The Economic Impact of Microsoft ’s Windows 7, Worldwide”, Juli 2009) werden weltweit bis Ende 2010 etwa 177 Millionen Lizenzen von Windows 7 auf den Markt kommen. Bis dahin nutzen 7 Millionen Menschen in der IT-Industrie sowie IT-nahen Unternehmen das neue Betriebssystem. 300.000 Arbeitsplätze werden durch Windows 7 neu geschaffen und 350.000 Unternehmen werden Produkte und Dienste herstellen, verkaufen oder vertreiben, die darauf basieren.

In dieser Untersuchung hat IDC ermittelt, dass in den kommenden drei Jahren 59 Prozent aller weltweit im Unternehmensbereich genutzten Desktop-PCs mit Windows 7 ausgestattet werden. Im Vergleich zu Windows XP wäre dies doppelt so schnell. Insgesamt gibt es bis Ende 2010 ein Umsatzpotential von 320 Milliarden US-Dollar für Produkte und Services rund um Windows 7. Im gleichen Zeitraum werden Partnerunternehmen 115 Milliarden US-Dollar investieren zur Entwicklung, Marketing und Unterstützung von Produkten und Services für Windows 7.

Für Unternehmen soll Windows 7 zahlreiche Innovationen bieten. Genannt werden eine einfachere, intuitivere Navigation, verbesserte Verbindungsmöglichkeiten und umfassende Suchfunktionen. „BitLocker to Go“ soll Daten auf externen Speichermedien wie USB-Sticks schützen. Mehr Automatisierungsmöglichkeiten und eingebaute Fehlerbehebung sollen die Installation vereinfachen und die Administrationskosten reduzieren.

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Betrieb von Windows auf Mac

Dienstag, 01. September 2009

Parallels, ein Spezialist für Virtualisierungssoftware, hat eine Komplettlösung für den einfachen Umstieg von PC- auf Mac-Hardware auf den Markt gebracht.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Mac-Erstanwender, die nicht auf gewohnte Windowsfeatures verzichten wollen. Die virtuelle Maschine „Parallels Desktop 4.0 Switch to Mac“ soll in Kombination mit Zusatztools auch unerfahrenen Anwendern den mühelosen Betrieb von Windows bzw. Windowssoftware auf Mac-Rechnern ermöglichen. Entsprechend soll das Virtualisierungspaket um ausführliche interaktiven Tutorien sowie einen virtuellen Transporter samt USB-Verbindungskabel ergänzt worden sein. Windows-geprägten Nutzern wird so schon mit ein paar Klicks ein Komplettumzug in die neue Mac-Umgebung in Aussicht stellt.

Umstiegswillige müssen weder auf Daten noch auf die Ihnen vertrauten PC-Anwendungen verzichten. Die Anschaffung eigener Mac-Versionen von bewährten Programmen wie Microsofts Office-Paket oder Adobes Photoshop-Software ist nicht nötig.

Umsteiger würden ihre digitalen Schätze, die sie im Laufe der Zeit gesammelt haben und die ihnen vertraut sind, mitnehmen wollen, so Serguei Beloussov, CEO von Parallels. Die Anwender müssen jedoch im Zuge des Installationsvorgangs nachweisen, dass sie im Besitz einer lizensierten Originalversion von Windows sind.

Der Betrieb von Windows 7 auf der Grundlage von „Parallels Desktop 4.0“ wird gegenwärtig noch gestestet, falls Updates für die Nutzung notwendig sein sollten, werden diese online bereitgestellt, heißt es von Seiten der Entwickler.

Im Falle von OEM-Versionen von Windows kommt es darauf an, ob die Produktlizenz auch für den Betrieb in einer virtuellen Umgebung gilt.

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Free Software Foundation warnt vor Microsoft

Montag, 31. August 2009

Die „Free Software Foundation“ (FSF) hat am letzten Mittwoch seine “Windows7Sins“-Kampagne gegen Microsoft gestartet. Anlässlich der Markteinführung von Windows 7 sollen Entscheider in Unternehmen und Privatanwender gleichermaßen auf sieben zentrale Gefahren in Zusammenhang mit der Verwendung von proprietärer Software hingewiesen werden.

Die Organisatoren versuchen, mit Aktionen wie der Sammlung von proprietärer Software in einer überdimensionalen Mülltonne Aufmerksamkeit zu erregen und Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Microsoft wird dabei unter anderem die Verankerung proprietärer Software im Erziehungswesen, das Eindringen in die Privatsphäre von Anwendern oder die Blockierung offener Standards vorgeworfen. Zudem hat die amerikanische FSF 499 der 500 weltweit größten Unternehmen mit Informationsschreiben beschickt.

“Windows7sins versucht, einem möglichst breiten Publikum einige der wichtigsten Problemfelder proprietärer Software am Beispiel von Windows7 einfach verständlich zu machen. Der dramatischste Punkt für uns ist, dass die meisten Software-Anwender und Entscheidungsträger über diese Themen noch gar nicht nachdenken. Daher ist auch für die FSFEurope Aufklärungsarbeit eines der wichtigsten Betätigungsfelder”, sagt Christian Holz, Geschäftsführer der FSFEurope, in einem Interview.

Peter Brown, Executive Director der FSF Nordamerika, betont, dass die stetig wachsende Abhängigkeit von Computern und Software die Gesellschaft dazu zwänge, über die selbstverständliche Verwendung von proprietärer Software, die Aktivitäten von Bürgern ausspioniert, nachzudenken. Diese Software würde die Freiheit der Anwender, Kontrolle über Rechenvorgänge zu erlangen, einschränken.

Stattdessen solle auf freie Alternativen gesetzt werden – es gebe mittlerweile für nahezu jeden Zweck entsprechende Open-Source-Software wie etwa das Betriebssystem GNU/Linux oder das Office-Paket OpenOffice.org.

Mit der Kampagne soll auf mögliche Risiken, die durch die Nutzung proprietärer Software aller marktbeherrschenden Großunternehmen entstehen, hingewiesen werden, darunter auch der Missbrauch von Monopolstellungen und der Zwang zu ungewollten Updates.

Von Seiten der FSF wird betont, dass sich der Protest nicht explizit gegen das Betriebssystem Windows 7, sondern allgemein gegen den Softwarekonzern aus Redmond richtet.

Für Windows 7 bekommt Microsoft bislang deutlich bessere Kritiken als im Falle der vielgescholtenen Vorgängerversion Windows Vista. Dies mache es laut Brown auch schwieriger, öffentliche Unterstützung für das Anliegen der Entwickler von freier Software zu gewinnen. Nichtsdestotrotz müsse auf potenzielle Risiken hingewiesen werden. Amazons jüngst vorgenommene Löschung von Kopien von den E-Books seiner Kunden sei ein veranschaulichendes Beispiel für den Einfluss, den Unternehmen über proprietäre Software erlangen könnten, so Brown gegenüber dem Technikportal Cnet.

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