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Artikel mit ‘Wahl’ getagged

Debatte mit Spitzenpolitikern live auf YouTube

Montag, 14. September 2009

In letzter Zeit die Politik im Internet spannender zu sein, als im Fernsehen. Ein ganz interessantes Projekt ist dabei “Open Reichstag”, der YouTube-Kanal des ZDF zur Bundestagswahl 2009. YouTube-Nutzer, denen es im Wahlkampf noch an Information und Übersicht zur eigenen Meinungsfindung fehlt, haben jetzt die Möglichkeit, ihre Fragen auf www.youtube.de/openreichstag direkt an die deutschen Spitzenpolitiker zu richten und diese live im Fernsehen und auf YouTube von ihnen diskutieren zu lassen.

Im “ZDF-Wahlforum 2009″ am 15. September ab 20.15 Uhr stellen sich in der ersten YouTube-Debatte im deutschen Fernsehen unter anderem Ursula von der Leyen (CDU), Sigmar Gabriel (SPD), Dirk Niebel (FDP), Cem Özdemir (B’90/Die Grünen), Gregor Gysi (Die Linke) und Markus Söder (CSU) den Fragen der YouTube-Nutzer.

Die Online-Videoplattform zeigt die Sendung in Form eines so genannten “Livestreams” ebenfalls live auf “Open Reichstag“. Damit wird YouTube erstmalig in Europa Schauplatz eines Livestreams. Einer der Höhepunkte der YouTube-Debatte: Die ZDF-Moderatoren Bettina Schausten und Christian Sievers konfrontieren ihre prominenten Gäste mit den brennendsten Fragen der YouTube-Nutzer.

Die politische Diskussion endet bei YouTube nicht mit dem Wahlabend. Nach der Bundestagswahl kommen die Parteienvertreter mit ihren Analysen zu Gewinnen oder Verlusten in dem YouTube-Kanal zu Wort.

Die besondere Rolle, die YouTube im Wahlkampf spielt, belegt auch eine Aktion des Deutschen Bundestages. In dem Videowettbewerb “MachDeinX” fordern bekannte YouTube-Künstler die Nutzer dazu auf, kreative Videos zu drehen und auf die Videoplattform hoch zu laden. Damit werben sie gleichzeitig für ein rege Wahlbeteiligung der Internet-Community.

Seit dem Start des “Open Reichstag” haben mehr als 750.000 politikinteressierte YouTube-Nutzer die Wahlplattform besucht und sich mit nahezu 600 Videoantworten aktiv an den Debatten beteiligt. Anfang Juni 2009 hatten das ZDF und YouTube das Gemeinschaftsprojekt initiiert, um neue interaktive Formen der politischen Partizipation und des Dialogs zwischen Politik, Medien und Bürgern zu fördern und vor allem junge Wahlberechtigte an die Themen der Bundestagswahl heranzuführen.

TV-Formate des ZDF wie “Morgenmagazin” und “Illner Intensiv” sowie eine mit dem YouTube-Kanal vernetzte “OPEN Reichstag”-Gruppe auf studiVZ und meinZV greifen die auf YouTube hochgeladenen Beiträge auf und führen die Diskussion auch jenseits der Online-Videoplattform fort.

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Spitzenkandidaten und einige Parteien mit Internetwahlkampf überfordert

Montag, 14. September 2009

Der Countdown läuft: Nur noch rund zwei Wochen bis zur Bundestagswahl. Wer sich noch nicht im Klaren darüber ist, wo er am 27. September die Kreuzchen machen soll, kann sich einfach und schnell im Internet informieren - beispielsweise auf den Seiten der Bundestagsparteien. Welche davon am besten informiert, welche am übersichtlichsten ist und wie schnell und kompetent die Parteien und ihre Spitzenpolitiker E-Mails beantworten, hat die Computerbild über Monate hinweg getestet. Leider scheint die Computerbild nicht alle Bundestagsparteien zu kennen, da sie nur von sechs Bundestagsparteien spricht – vermutlich ist ihr beim Durchzählen der Abgeordnete Tauss für die Piratenpartei entgangen.

Grundsätzlich, so die Computerbild, bieten alle Partei-Webseiten jede Menge Wissenswertes zu ihrer Politik. Die Redaktion hebt dabei Bündnis 90/Die Grünen, SPD und CSU hervor, die mit vielen Informationen auf ihrer Internetpräsenz überzeugen sollen.

Die CDU-Webseite punktete in den Augen der Computerbild mit besonders einfacher Bedienung und soll etliche Extras bieten, wie eine speziell aufbereitete Seitenversion für Handys. Schlusslicht bei Übersichtlichkeit und Ladegeschwindigkeit im Test des Magazins wurde die FDP-Seite.

Ebenfalls bewertet wurden die Diskussionforen der Parteien. Hier solle man, falls man in den Diskussions- und Unterstützer-Foren anonym mitdiskutieren wolle, die Sites von CDU, SPD und Linkspartei vermeiden, da dort die Anmeldedaten unverschlüsselt übertragen werden sollen.

Ob und wie gut Parteien und Politiker überhaupt auf E-Mails antworten, war ein weiterer Bestandteil des Tests. Dies prüften die Redakteure in zwei Schritten: Zum einen schickten sie je acht E-Mails mit unterschiedlichen Fragen an die Zentralen aller sechs Bundestagsparteien. Zum anderen gingen weitere 108 E-Mails direkt an die Spitzenpolitiker der sechs Parteien. Bei den Fragen an die Zentrale wurde die Redaktion von der FDP überzeugt: „Die Parteizentrale beantwortete alle Anfragen schnell und ausführlich, meist sogar innerhalb eines Tages. Zügig und gut arbeitete auch die CDU-Zentrale“, so die Computerbild.

Bei den Mails an die Politiker zeigte sich dagegen: Die Büros der Spitzenpolitiker beantworten Anfragen seltener, langsamer und weniger kompetent als die Parteizentralen. Die beste Antwortquote im Test erreichte das Büro des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier mit sieben von acht Fragen.

Schwach schnitt hingegen das Büro von Horst Seehofer (CSU) ab – es soll nur auf zwei von acht Fragen reagiert haben. Falsche und zuweilen skurrile Mailantworten gab es auch, berichtet die Redaktion - unter anderem vom Büro des Linken-Fraktionschefs Gregor Gysi. Demzufolge sei der Bundestrojaner ein kostenloses “Virus-Schutzprogramm”. Falsch, vielmehr will das Bundeskriminalamt mithilfe des sogenannten Bundestrojaners PCs Verdächtiger unbemerkt durchsuchen.

Sogar das Büro der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) antwortete falsch: Auf die Frage, ob Internetnutzer bei einem versehentlichen Klick auf eine kinderpornographische Seite bestraft werden, soll das Büro auf “die nun eingerichtete Sperre” solcher Seiten, die den Besuch “fast unmöglich” mache, verwiesen haben. Tatsache: Die Internetsperren sind bislang gar nicht in Kraft getreten, das Gesetz ist noch in Bearbeitung.

Die Computerbild stellte im Test auch die Produkte der Online-Parteishops auf den Prüfstand und kam zu dem Ergebnis, dass die CDU T-Shirts mit giftigem Farbstoff im Aufdruck verkauft. Der Wert eines Azofarbstoffs, der Krebs verursachen kann, soll mehr als doppelt so hoch sein, wie gesetzlich erlaubt. Der FDP-Shop soll ein T-Shirt geliefert haben, das den Textilstandard Ökotex nicht einhielt. Außerdem soll der Shop der FDP keine simplen rechtlichen Regeln einhalten: So soll etwa ein Hinweis auf das Widerspruchsrecht gefehlt haben - insgesamt wurden die Geschäftsbedingungen (AGB) von der Redaktion als “mangelhaft” bewertet.

Endergebnis des Tests: Platz 1 ging an die Grünen, sie überzeugten die Redaktion der Computerbild sowohl mit vielen Infos auf ihrer Parteiwebseite als auch ausführlichen Antworten auf E-Mails.

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Online-Start: Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009

Sonntag, 06. September 2009

Seit dem 4. September 2009 ist die aktuelle Version des Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009 online. 24 Parteien und 38 Thesen: Der Wahl-O-Mat ermittelt, welche der zur Wahl zugelassenen Parteien der eigenen politischen Position am nächsten stehen.

„Der Wahl-O-Mat schafft einen super Anreiz, sich über Politik und die Wahlthemen zu informieren. Man bekommt eine Idee davon, welche Fragen einen persönlich besonders interessieren und kann sich damit dann ausführlich beschäftigen“, sagt Lisi Maier, Jugendredakteurin des Wahl-O-Mat.

Seit 2002 ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Einsatz, um besonders junge Wähler zu informieren und zu mobilisieren. Inzwischen hat er sich dabei als feste Größe für politische Information im Vorfeld von Wahlen etabliert. So wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2005 mehr als fünf Millionen Mal gespielt.

Zur Bundestagswahl 2009 haben insgesamt 24 der 27 zur Wahl stehenden Parteien und politischen Vereinigungen die Chance genutzt und die Wahl-O-Mat-Thesen beantwortet.

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Verbraucher entscheiden die Bundestagswahl

Montag, 24. August 2009

Welche Partei setzt sich wie für die Interessen der Verbraucher ein? Darüber sollten sich die Deutschen im Klaren sein, wenn sie am 27. September ihr Kreuz machen. Eine Entscheidungshilfe bietet die Webseite www.verbraucher-entscheiden.de: Übersichtlich und informativ stellt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die verbraucherpolitischen Konzepte der Parteien dar. Die Besucher der Seite können ihr Top-Verbraucherthema wählen und per Videobotschaft ihre Meinung äußern.

Digitale Rechte, Gesundheitspolitik, Finanzmarkt oder Verbraucherrechte – die Liste der drängenden Themen ist lang. Zehn Kernforderungen für die kommende Legislaturperiode hat der Verbraucherzentrale Bundesverband aufgestellt. Im Internet können nun alle Verbraucher darüber abstimmen, welches Thema ihnen ganz besonders unter den Nägeln brennt.

Außerdem können sie ihre Wünsche und Forderungen an die Politik formulieren, per Textkommentar oder Video-Botschaft.

„Am Thema Verbraucherpolitik kommt keine Regierung mehr vorbei. Das haben zuletzt die Finanzkrise und die Datenschutzskandale deutlich gezeigt“, so Vorstand Gerd Billen und ruft zum Mitmachen auf: „Jeder Besucher und jeder Teilnehmer signalisiert im Vorfeld der Bundestagswahl: Verbraucher entscheiden.“

Um den Verbrauchern ihre Entscheidung zu erleichtern, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband die Bundestagsparteien und deren Spitzenpolitiker befragt, was sie in der kommenden Legislaturperiode ganz konkret für die Verbraucher tun wollen. Außerdem hat der Verband die Wahlprogramme ausgewertet.

Welche Konzepte sind geeignet, die Folgen der Wirtschaftskrise für die Privathaushalte zu mildern, sie vor Übervorteilungen zu schützen oder die Energie- und Gesundheitsmärkte verbraucherfreundlich zu gestalten? Mit einem Klick werden die Unterschiede zwischen den Parteien sichtbar. Auch der Blick zurück kann bei der Entscheidung hilfreich sein. Eine verbraucherpolitische Bilanz der zurückliegenden vier Jahre komplettiert das Angebot der Webseite.

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