« zurück zur Startseite

Artikel mit ‘Viren’ getagged

Michael Jackson und die Schweinegrippe

Mittwoch, 27. Januar 2010

Webbasierende E-Threat-Attacken und ein erhöhtes Spam- und Phishing-Aufkommen waren auch in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Hauptgefahrenquellen für PC-Anwender. Dieses Fazit zieht der Sicherheitsexperte BitDefender in seiner aktuellen Spam- und Malware-Studie. Hinsichtlich der Verbreitungsmethoden für schädliche Mails und Software zeigen die Ergebnisse für die Zeit von Juli bis Dezember einen klaren Trend. Demnach nutzen Angreifer insbesondere populäre Nachrichten in der nationalen und internationalen Presse aus, um E-Threats erfolgreich zu streuen. Zudem bieten Social Networks weiterhin ein hohes Angriffspotenzial.

In den vergangenen sechs Monaten lag das Hauptaugenmerk der Malware-Autoren darin, ihre Angriffe noch effizienter zu gestalten. Ziel war der schnelle finanzielle Profit oder die vollständige Kontrolle über infizierte PCs. Ein Beispiel ist der Trojaner Clicker. Im BitDefender-Ranking belegt der Schädling Platz eins unter den gefährlichsten E-Threats des zweiten Halbjahrs 2009. Clicker wird vor allem dazu verwendet, Werbeanzeigen innerhalb des Browsers aufzurufen, insbesondere während des Besuchs so genannter Grauzonen-Websites (Pornoseiten, Seiten für illegale Anwendungen). Seine alarmierende Infektionsrate zeigt, dass derartige Pay-Per-Click-Betrügereien zunehmend Erfolg haben.

Neben dieser “klassischen” Methode der Malware-Verbreitung übers Internet zählten vor allem “Autorun-Infektionen” zu den beliebtesten Angriffstaktiken der Cyberkriminellen. Threats dieser Art streuen sich über tragbare Speichermedien wie Flash-Laufwerke, Speicherkarten, USB-Sticks oder externe Festplatten. Denn standardmäßig verfügen alle Wechseldatenträger über ein autorun.ini-Skript, über das eine bestimmte Datei nach dem Anschluss des Datenträgers an den PC über Windows automatisch ausgeführt wird. Auch der berühmte Conficker-Wurm verbreitete sich anfangs über diese Sicherheitslücke. Der BitDefender-Report zeigt, dass er weiterhin eine hohe Infektionsrate aufweist, die gegen Ende des Jahres noch einmal anstieg.

Hinsichtlich der Spam-Verbreitung registrierten die BitDefender-Forscher einen neuen Trend im Jahr 2009. Hier nutzten Cyberkriminelle vor allem Nachrichten in internationalen oder nationalen Medien aus, um ihr Opfer zum Öffnen der Nachrichten zu bewegen. Eine der schädlichsten Spam-Kampagnen wurde nach dem mysteriösen Tod des Pop-Stars Michael Jackson gestartet. Bereits im Juli registrierte BitDefender mehrere Spam-Wellen, deren Nachrichten mit angeblichen Informationen über den unbekannten Killer von Michael Jackson aufwarteten. Stattdessen enthielten sie bösartige Malware.

Vlad Vâlceanu, Leiter des BitDefender Antispam Research Lab, erläutert: “Auffällig ist, dass Malware-Autoren vermehrt internationale Ereignisse, beispielsweise den Ausbruch der Schweinegrippe, ausnutzen, um ihre Schadsoftware zu verbreiten. Dies macht eines sehr deutlich: Cyberkriminelle suchen stets nach neuen und intelligenteren Möglichkeiten zur Verbreitung ihrer E-Threats. PC-Anwender sollten daher eine Security-Lösung einsetzen, die einen fortschrittlichen, proaktiven Schutz bietet.”

Weltweit wurde auch im zweiten Halbjahr am häufigsten medizinischer bzw. pharmazeutischer Spam verbreitet. Die meisten dieser Spam-Mails bewarben sexuelle “Wundermittel”, beispielsweise günstige Alternativen zu Cialis, Viagra und Levitra. Der Kauf dieser Produkte über die beworbenen Online-Shops erwies sich insbesondere auf Grund der zugesicherten Anonymität des Bestellers als beliebt. Die Betrüger hatten es jedoch auch hier auf die Kreditkarten- und Kontonummern ihrer “Opfer” abgesehen.

Top 10: Inhalte der Spamnachrichten im zweiten Halbjahr 2009

  1. Medizinischer Spam
  2. Phishing-Links
  3. Produkt-Spam
  4. Malware-Anhänge
  5. Software/OEM
  6. Kredite/Versicherungen
  7. Erwerbstätigkeiten
  8. Ausbildung
  9. Pornografie
  10. Partnervermittlung

Spam ist auch für Nutzer von Social Networks zu einer akuten Bedrohung avanciert. Während Twitter und Facebook strenge Maßnahmen zur Spam-Abwehr entwickelten, haben viele andere soziale Netzwerke diese Möglichkeit bislang kaum berücksichtigt. Spam- und Phishing-Attacken machen nahezu 80 Prozent der Bedrohungen für Social Networks aus; aber auch die Anzahl der Würmer, die diese Plattformen infizieren, hat in den vergangenen Monaten rasch zugenommen. Zahlreiche Threats befielen die großen Netzwerke wie Twitter, Facebook und MySpace. Hier ist vor allem der erstmals im August 2008 aufgetretene Koobface-Wurm zu nennen. Die Cyberkriminellen, die hinter dem Wurm steckten, luden mit Hilfe kompromittierter Accounts die jeweiligen Kontakte des Inhabers ein, Links zu infizierten Webseiten anzuklicken. Auf diese Weise gelangten die Angreifer an sensible Daten wie Passwörter, Konto- und Kreditkartennummern etc.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 blieb die Zahl der Phishing-Angriffe relativ unverändert. Während die meisten Web-2.0-Phishing-Versuche zunächst jedoch noch auf die Naivität der Benutzer spekulierten, liegt der Fokus der Angreifer mittlerweile vermehrt auf diversen Zahlungsdienstleistern. Primäre Ziele waren hier PayPal, Visa und eBay, gefolgt von HSBC, American Express und Abbey Bank. Angreifer versprechen sich so einen hohen Profit in kurzer Zeit.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Welche Internet Security Suite 2010 ist die beste?

Mittwoch, 23. Dezember 2009

ProtectStar hat bereits im vergangenen Jahr die Internet-Security-Suiten der bekannten Anbieter einem äußerst strengen und umfangreichen Test unterzogen. Das unabhängige Unternehmen wiederholte den Test in diesem Dezember mit elf aktuellen Versionen von der „Avira Premium Security Suite 2010“ bis hin zur „McAfee Internet Security Suite 2010“. Das 24-seitige Testergebnis bescheinigt allen Teilnehmern eine durch die Bank bessere Performance, auch wenn gerade im Bereich der aktiven Schutzmodule noch einiges getan werden muss.

Welche Internet-Security-Suite 2010 ist die beste? Diese Frage ist essenziell für die Anwender. Schließlich vertrauen sie einer solchen Software die Unversehrtheit ihres eigenen Rechners und ihrer Daten an. Eine Schutz-Software muss den PC vor An- und Übergriffen aller Art beschützen, wobei an eine Suite natürlich besondere Ansprüche gestellt werden. Schließlich soll sie Virenscanner, Malware-Schutz und Firewall in einem sein und alle Funktionen unter einem Dach vereinen.

Das ProtectStar Testcenter hat es sich zur Aufgabe gemacht, sehr umfangreiche und strenge Tests durchzuführen. Da ProtectStar nach eigenen Angabenn völlig unabhängig arbeitet und sich zum großen Teil aus Spenden finanziert, soll es keine offenen oder verborgenen Abhängigkeiten zu den Herstellern der Security-Suites geben.

Der große Vergleichstest im letzten Jahr hat bereits für eine große Aufmerksamkeit in den Medien gesorgt. Nun war es an der Zeit für eine Neuauflage. In den letzten Wochen hat ProtectStar die neuen Internet-Security-Suiten 2010 von elf bekannten Herstellern unter die Lupe genommen.

Das erste Ergebnis: Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich alle Programme verbessert. ProtectStar sieht die Security-Suites aber noch lange nicht am Ziel angekommen. Es besteht noch Bedarf zur Nachbesserung.

Die elf Security-Suites wurden unter Laborbedingungen und unter realen Bedingungen geprüft. Dabei wurden die jeweiligen Programme jeweils mit den werksseitigen Einstellungen getestet - also genau in dem Zustand, in dem die Programme sich nach der Installation befinden.

Alle Programme konnten Punkte gleich in mehreren Disziplinen einsammeln. Das Hauptaugenmerk des Tests lag natürlich auf den verschiedenen Sicherheitsaspekten. Aber auch die Benutzerfreundlichkeit spielte eine Rolle, was die Installation, die Deinstallation, die Verständlichkeit der Meldungen und die individuellen Einstellungs- und Konfigurationsmöglichkeiten anbelangt. Weitere Punkte gab es für das Handbuch, die Online-Hilfe und die FAQs. Die Tester prüften auch die Beeinflussung der System-Performance auf verschiedenen Rechnern. Wichtig war den Prüfern hier auch, ob die Herstellerangaben in Bezug auf die Systemmindestvoraussetzungen auch tatsächlich stimmen. Last but not least gab es auch Punkte für den Preis und die Ausstattung. Zur Ausstattung gehören u.a. die Anzahl der enthaltenen Lizenzen und zusätzliche Software-Module etwa fürs Tuning oder für einen Backup.

Von maximal 200 Punkten erreichten die Suites diese Punktzahl:

  • Avira Premium Security Suite 2010: 187,8
  • G DATA Internet Security 2010: 186,4
  • Eset Smart Security 4.0: 183,2
  • Symantec Norton Internet Security 2010: 183,0
  • BitDefender Internet Security 2010: 182,1
  • Kaspersky Internet Security 2010: 181,1
  • F-Secure Internet Security 2010: 179,5
  • McAfee Internet Security 2010: 175,4
  • BullGuard Internet Security 8.7: 174,1
  • AVG Internet Security 9.0: 166,9
  • Norman Security Suite: 164,0

Die „Avira Premium Security Suite 2010“ konnte in diesem Jahr den ersten Platz beim “Großen Vergleichstest - Internet Security Suiten 2010″ erobern - mit 187,8 Punkten. Dicht darauf folgte die „G DATA Internet Security 2010“. Auch die „Eset Smart Security 4.0“ - ausgestattet mit dem Virenscanner Node32 - konnte sich gut schlagen.

Der 24-seitige Testbericht steht im Internet zum Download bereit, so dass sich das genaue Ergebnis auch in den einzelnen Teilbereichen des Tests nachlesen lässt.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Das Internet mit Punkten und andere Ausblicke

Sonntag, 13. Dezember 2009

Seit ein paar Tagen erlaubt die Europäische Registrierungsstelle für Internet-Domains, EURid, internationale Namen für die Top-Level-Domain .eu. Damit können ab sofort .eu-Domains mit Sonderzeichen wie etwa den Umlauten ä, ü und ö, akzentuierten Vokalen wie “à” oder “é” und Buchstaben wie “ñ” oder “ç” gebucht werden. Entsprechende Angebote zu diesen „Sonderzeichen-Domains“ finden sich bereits bei den üblichen Internet-Komplettanbietern.

Fragen sollte man sich als Anwender allerdings, ob eine Webseite mit einer ungewöhnlichen Schreibweise auch immer gut gefunden werden kann. Hierzulande hat beispielsweise keine Tastatur ein “ñ” oder “ç”, auf englischen Tastaturen fehlen unsere gewohnten Umlaute.

Um eine breitere Gruppe von Internetnutzern ansprechen zu können, sollte man daher vielleicht auch in Zukunft doch lieber den kleinsten gemeinsamen Nenner wählen, um das Eingeben der Web-Adresse möglichst unkompliziert zu gestalten.

Weihnachtsgeschenke von Apple

Nach dem die Aktion „12 Tage. 12 Downloads.“ Im letzten Jahr sehr erfolgreich war, bietet Apples Online-Musikhandel iTunes auch in diesem Jahr wieder kostenlose Songs, Musikvideos, Apps, TV-Sendungen oder Filme zum kostenlosen Download an.

Jeder dieser kostenlosen Downloads kann nur jeweils an einem speziellen Tag heruntergeladen werden. Für 24 Stunden steht zwischen dem 26. Dezember und dem 6. Januar jeweils ein besonderes Angebot zum kostenlosen Herunterladen bereit.

Unter http://www.itunes12tagegeschenke.de/ kann man sich für eine Erinnerungsmail eintragen, die einem jeden Tag das aktuelle Geschenk mitteilt.

Kommt das Apple-Tablet?

Nach wie vor heiß diskutiert wird die Möglichkeit eines Tablet-Computers von Apple. Gerüchten zufolge, die sich auf Analystenmeldungen und angebliche Hardwarebestellungen von Apple berufen, soll im Februar 2010 die Produktion eines 10-Zoll-Tablet-PCs starten, der spätestens im März offiziell angekündigt werden soll.

Als Zielmarkt könnten hier, sollte das Gerät tatsächlich kommen, auch die eBook-Käufer angepeilt werden. In der Tat wäre ein solcher Gerät mit einem handlichen 10,1-Zoll-Touchscreen eine echte Kokurrenz für Kindle und Co. – vorausgesetzt, Stromverbrauch, Bildqualität und Preis stimmen.

Apple soll sich, so die Berichte weiter, bereitmachen, um rund eine Million Geräte pro Monat produzieren zu können. Das Apple-Tablet soll dieselbe LCD-Technologie wie das iPhone nutzen. Als Preis werden etwa 1.000 US-Dollar erwartet.

Neue Betrugsserie per Online-Shops

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit klingeln wieder die Kassen vieler Online-Shops - und immer öfter auch die von Betrügern. Denn derzeit betreiben besonders dreiste Gauner im Internet zahlreiche Abzockeshops.

Die Computerbild berichtet: Mit professionell gestalteten Angeboten und gut gemachter Werbung bringen sie zahlreiche Interneteinkäufer mit vermeintlichen Super-Schnäppchen um ihr Geld.

Die Abzocke funktioniert immer gleich: Die meist in China beheimateten Online-Betrüger bieten begehrte Produkte wie Lego-Spielwaren, das iPhone oder die Spielekonsole PlayStation 3 zu verführerisch günstigen Preisen an.

Weil vor allem Lego auf vielen Wunschzetteln steht, benutzen es die Betrüger derzeit besonders oft als Köder. Auf Internetseiten mit Namen wie lego-fabrik.com oder lego-discount.com errichten die Kriminellen deutschsprachige, seriös wirkende Online-Shops. Der Shop ist jedoch eine hohle Fassade, Firmenname und -anschrift sind frei erfunden, Produktfotos, Allgemeine Geschäftsbedingungen und sogar Gütesiegel von echten Online-Shops geklaut.

Mittels Werbeanzeigen, etwa bei der Internetgemeinschaft Facebook, locken die Betrüger dann Schnäppchenjäger in die Falle. Wer auf einer der seriös wirkenden Shop-Seiten landet, freut sich über unschlagbar günstige Preise: So kostet beispielsweise das große Lego-Piratenschiff nur 34,90 Euro statt 79,99 Euro. Selbst der Bestellvorgang sieht aus wie bei bekannten Online-Shops. Der Kunde muss aber per Vorkasse zahlen - die bestellte Ware kommt jedoch nie. Das deutsche Konto, auf das der Käufer Geld überweist, ist echt: Es gehört einem weiteren Opfer, das zuvor per E-Mail geködert wurde und sein Konto unwissentlich für den Betrug zur Verfügung stellt.

Die Betrüger sind schnell. Wird ein Shop etwa von den Ermittlungsbehörden abgeschaltet, eröffnen die Gauner einfach ein neues Angebot unter einer neuen Adresse. Die Computerbild rät, bei Einkäufen im Internet grundsätzlich nie per Vorkasse zu bezahlen. Vor dem Onlinekauf hilft es außerdem, Angebote mit Preissuchmaschinen zu prüfen. Viel billiger als dort recherchiert, gibt es Produkte nicht.

So starten Anwender sicher ins neue Jahr

Eines ist gewiss: Auch im kommenden Jahr wird das Geschäft mit der Online-Kriminalität blühen. Umso wichtiger ist für Anwender deshalb ein wirksamer Schutz vor Schädlingen im Internet.

So reicht es heute nicht mehr, dass ein Antiviren-Programm lediglich eine bereits bekannte Drohung erkennt. Um in der Spitzengruppe mitzumischen, muss die Software auch vollkommen neue Schädlinge aufspüren - allein aufgrund des bösartigen Verhaltens.

Die dafür nötige Technik ist äußerst komplex, und ein Hersteller muss sie vollkommen beherrschen. In ihrer Ausgabe 1/2010 hat die PC-Welt elf Antiviren-Programme in den neuen 2010er-Versionen getestet.

Den ersten Platz im Test erobert „G-Data Antivirus 2010“ (rund 25 Euro). Das Programm überzeugte in punkto Neuerkennung von Schädlingen mittels Verhaltensanalyse mit der besten Trefferquote (87 Prozent) im Testfeld. Darüber hinaus bietet „G-Data Antivirus“ einen sehr schnellen Scanner. Kritik gibt es für eine nur befriedigende Reinigungsleistung sowie eine nicht optimale Reaktionszeit auf neue Viren.

Nur knapp hinter dem Testsieger folgt auf dem zweiten Rang „Norton Antivirus 2010“ für etwa 30 Euro. Die Leistung im Sicherheitstest ist bei diesem Programm absolut vergleichbar mit der von „G-Data Antivirus“. Zwar waren einige Scan-Ergebnisse minimal schlechter, dafür ist die Reinigungsleistung von Norton deutlich besser, und die Reaktionszeit auf neue Viren war im Test exzellent. Störend ist dagegen das Procedere bei einer Lizenzverlängerung, denn auf der entsprechenden Shop-Website werden Käufern recht massiv kostenpflichtige Zusatz-Tools aufgedrängt.

(tok)

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Nortons virtuelles Gruselkabinett

Mittwoch, 26. August 2009

Symantec, Anbieter von PC-Sicherheitslösungen, weist mit einer Sommerhitparade der besonderen Art auf die Bedrohung unserer PCs durch Schadsoftware hin und legt dem Anwender damit natürlich auch nahe, sich ein entsprechendes Sicherheitsprodukt zuzulegen:

Von infizierten und daher gefährlichen Webseiten hat jeder schon einmal gehört, viele haben sogar schon Kontakt mit einer solchen Seite gehabt. Mit üblen Konsequenzen: Der eigene Rechner wurde von Schädlingen befallen, persönliche Daten wurden ausspioniert. Wie aber sind solche Seiten zu erkennen? Symantec hat aktuell eine Hitparade der 100 schlimmsten Webseiten zusammengestellt.

Basis dieser Top 100 des Grauens sind die Internetseiten, die von „Norton Safe Web“ identifiziert wurden. Die Zusammenstellung der Top 100 findet sich auf einer eigens von Symantec eingerichteten Webseite.

Nicht nur “Schmuddelseiten”

Kaum überraschend: Mit 48 Prozent entstammt fast die Hälfte der gefährlichsten Webseiten dem Sex- und Pornomilieu. Beunruhigender für die Nutzer ist die Tatsache, dass die übrigen “Horror”-Seiten aus den verschiedensten Bereichen kommen – von Jagd über Skating und Catering bis hin zu juristischen Angeboten und Unterhaltungselektronik.

Am häufigsten wird dabei Schadcode auf den Rechner des Opfers geladen, aber auch das Ausnutzen von Sicherheitsrisiken und Schwachstellen im Browser gehört zu den bevorzugten Angriffsarten. Im schlimmsten Fall reicht der einfache Besuch einer solchen Seite aus, so Symantec. Weder müsse der Anwender etwas herunterladen, noch irgendetwas anklicken. Trotzdem könne sich Schadcode auf den Computer einschleichen und im schlimmsten Fall sogar Daten auslesen.

Eine “normale”, infizierte Webseite enthält laut Analyse von Norton Safe Web etwa 23 Schädlinge beziehungsweise Gefahren. Dagegen bringen es die Gefährlichsten der Gefährlichen der Top 100 auf nicht weniger als 18.000 – einige der Top 40 sogar auf mehr als 20.000 Schädlinge pro Seite. Im Übrigen handelt es sich bei den meisten der identifizierten Seiten um alte Bekannte: Drei Viertel sind bereits seit über einem halben Jahr aktiv.

Natürlich werden solche Meldungen auch immer als Verkaufsförderung für die jeweilige Sicherheitsprodukte genutzt, doch ändert das zunächst nichts daran, dass man als Anwender im Internet einfach nicht vorsichtig genug sein kann. Wer heute noch ohne eine aktuelle Sicherheitslösung, ganz egal, von welchem Hersteller, im Web unterwegs ist, handelt schlicht fahrlässig.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Cloud-Sicherheit

Freitag, 21. August 2009

Im sogenannten „Cloud Computing“ werden Programme, Rechenleistung und Speicherplatz vom lokalen PC ins Internet verlagert. Jetzt gibt es die ersten Virenscanner für die “Wolken”.

Diese sparen PC-Ressourcen und verkürzen Reaktionszeiten auf neue Schädlinge. Sicherheitsanbieter bürden sich mit den Cloud-Technologien deutlich mehr Verantwortung auf als bisher. Ein Serverausfall führt zum blinden Scannen. Deswegen werden klassische Scanner noch eine Zeit lang neben den In-the-Cloud-Services existieren, schreibt das Magazin iX in seiner Ausgabe 9/09.

Beim Einsatz herkömmlicher Sicherheitsprodukte müssen Anwender auf allen Rechnern regelmäßig die Signaturdaten aktualisieren, auch wenn auf den Computern selbst keine neue Anwendung installiert wurde.

Der In-the-Cloud-Ansatz dagegen dreht dieses Prinzip um: Nur wenn der Scanner neue ausführbare und damit potenziell gefährliche Dateien findet, stellt er eine Online-Anfrage an den In-the-Cloud-Service. Die Überprüfung erfordert kaum Prozessor-Ressourcen, sodass diese Methode um einiges schneller ist als die Durchführung eines komplexen signaturbasierten Scans. Ein Nachteil dabei ist, dass der zu schützende Rechner praktisch permanent online sein muss.

Für Anti-Viren-Hersteller bergen die In-the-Cloud-Services allerdings auch Risiken: Ein Serverausfall führt zu einem nahezu blinden Scanner, da keine alten Signaturen für neue Programme existieren. In der Vor-Cloud-Ära war eine Verzögerung nur eine Marginalie. Die alten Signaturen funktionierten ja noch. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden klassische Signaturen noch eine Zeit lang in Koexistenz mit In-the-Cloud-Services in Anti-Viren-Produkten existieren.

“Bis reine Cloud-Scanner in Verbindung mit heuristischen Mechanismen den Markt dominieren, werden sicher noch zwei bis drei Jahre vergehen”, so die Einschätzung von iX-Redakteurin Ute Roos.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Wolkiger Rechnerschutz

Dienstag, 28. Juli 2009

Seit ein paar Tagen steht die zweite Betaversion des kostenfreien Online-Desktop-Schutzes „Panda Cloud Antivirus“ zur Verfügung. Der Name des Produktes lässt kurz stutzen, denn tatsächlich verbirgt sich hinter dem Begriff „Cloud“ ein interessanter Ansatz für Sicherheitstechnologien.

Der Anbieter nutzt eine so genannte „Collective Intelligence“-Technologie, die deutlich mehr Malware entdecken soll als signaturbasierte Lösungen. Der maßgebliche Unterschied zwischen den klassischen lokal gespeicherten Sicherheits-Lösungen und der „Kollektiven Intelligenz-Wolke“ liegt darin, dass der Schutz des Rechners komplett ins Internet verlagert wird. Die Nutzergemeinschaft soll gewissermaßen mit ihrer Teilnahme die Effektivität des Virenscanners beständig verstärken. So soll nicht nur die Effizienz wesentlich höher sein, sondern der Computer soll auch in der Performance weniger beeinträchtigt werden. Lediglich fünf Prozent (wie auch immer das nun berechnet wurde) müssten der Schädlingsjagd geopfert werden.

Wie der Hersteller sagt, will man die Cyber-Kriminellen gewissermaßen direkt an der Quelle schlagen. Dort, im Web, sorge die größte Datenbank der Welt mit derzeit 24 Millionen Signaturen für automatische Dateianalysen und -Entfernungen in Echtzeit.

In nur sechs Minuten soll das Programm neue Schädlinge erkennen, analysieren und blockieren und damit deutlich schneller agieren als traditionelle Lösungen. Panda bezeichnet sein Produkt selbst als Weltneuheit – in jedem Fall ist es eine wegweisende Entwicklung, an der der verstärkte Trend zu internetbasierten Lösungen deutlich wird – mittlerweile scheinen neben den Datensicherungen, Fotoalben, Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen nun auch Antivirus-Produkte im Internet heimisch zu werden.

Wenn Sie diese Lösung selbst ausprobieren möchten, können Sie das entsprechende Programm für Windows XP und Vista kostenlos unter www.cloudantivirus.com herunterladen.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Witzig gegen Viren und Co.

Montag, 29. Juni 2009

Auf unterhaltsame Art und Weise wirbt der Schutzsoftware-Hersteller Symantec für seine Norton-Produkte: Er greift den Traum, sich selbst als Superheld zu sehen auf und hat unter www.nortonheroes.de eine virtuelle Stadt erschaffen, die in bester Comic-Manier irgendwo zwischen „Sin City“ und Batmans Metropolis angesiedelt ist.

In „Netropolis“ kämpfen die „Norton Heroes“ gegen allerhand schräges Gelichter aus dem Netz und sorgen so für ein sicheres Leben in den Straßen und Gassen der Online-Metropole.

In Netropolis kann jeder Anwender selbst als „Superheld“ mitmischen. Möglich macht’s der „Hero Generator“. Der Nutzer bestimmt, wie der Held aussieht und kann ihm sogar per Foto-Upload sein eigenes Gesicht geben. Das virtuelle Alter Ego kann dann zum Beispiel als Karte an Freunde versendet oder in Social Networks wie Facebook eingebunden werden.

Mit den „Norton Heroes“ will Symantec das Bewusstsein der Internetnutzer über die Online-Gefahren schärfen.

Symantec unterstützt die gemeinsame Initiative von Politik und Wirtschaft „Ein Netz für Kinder“. Diese Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Vertrauen von Kindern, Eltern und Pädagogen in das Internet zu stärken und so den Kindern das Medium Internet auf spielerische Weise sicher näher zu bringen.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share