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Was bei der E-Mail-Kommunikation am meisten nervt

Dienstag, 22. September 2009

Jeder tut es nahezu täglich - E-Mails schreiben. Beruflich wie privat ist die elektronische Post heute eines der meist genutzten Kommunikationsmittel. Knapp 300 Millionen Menschen weltweit nutzen allein Yahoo-Mail, in Deutschland sind es 4,5 Millionen, so das Unternehmen.

Milliarden von E-Mails werden hier täglich verschickt und empfangen. Doch freut man sich immer über neue Nachrichten im Posteingang? Yahoo wollte wissen, welche schlechten Angewohnheiten in der E-Mail-Kommunikation die Anwender am meisten stören: Beruflich wie im Alltag sind das vor allem Ketten-E-Mails, falsche Rechtschreibung oder auch unverständliche Abkürzungen aus der SMS-Sprache, auch Akronyme genannt.

Den höchsten Nervfaktor weisen eindeutig Rund- und Ketten-E-Mails auf. Knapp 64 Prozent der Befragten reagieren bei ihren privaten E-Mails fast allergisch darauf, im beruflichen Leben macht diese Art von Post circa 45 Prozent das Leben schwer. An zweiter Stelle werden sowohl persönlich (40 Prozent) als auch im Berufsleben (34 Prozent) unverständliche Abkürzungen wie LOL oder ROFL genannt.

Wirft man einen Blick auf die Umfrageergebnisse in Großbritannien, ergibt sich ein ähnliches Bild. Auch hier sind die E-Mail-Nutzer von Abkürzungen (22 Prozent) und Massen-E-Mails (16 Prozent) genervt. Darüber hinaus wollen 15 Prozent der Engländer nicht von Großbuchstaben “angeschrien” werden.

An die eigene Nase fassen, wollen sich aber die wenigsten Nutzer: In Deutschland geben 62 Prozent der Befragten an, sich im Arbeitsleben keine der genannten Schnitzer zu erlauben, im Privatleben sind es immerhin 46 Prozent.

Auf die Frage “Haben Sie schon einmal private E-Mails von anderen Personen gelesen?” antwortet mit 81 Prozent doch die große Mehrheit mit einem klaren “Nein”. Die Privatsphäre ist für die Nutzer also ein hohes Gut. Nur 16 Prozent geben zu, schon einmal im Posteingang des Partners oder von Familienmitgliedern gestöbert zu haben. Bei anderen Kommunikationsmitteln sind die Anwender weniger befangen: 41 Prozent der Befragten haben am wenigsten Hemmungen, einen Blick auf eine nicht an sie adressierte Postkarte zu werfen, eine SMS würden 31 Prozent lesen.

Top 5 der nervigsten E-Mail-Angewohnheiten:

E-Mail-Gewohnheit

Privat

Beruflich

Rund-/Ketten-E-Mails

64 Prozent

45 Prozent

Unverständliche Abkürzungen

40 Prozent

34 Prozent

Endlose E-Mails, bei denen sich Antwort an Antwort reiht

36 Prozent

30 Prozent

E-Mails ungefragt weiterleiten

35 Prozent

28 Prozent

Falsche Rechtschreibung

32 Prozent

32 Prozent

“Im Umgang mit elektronischer Post sollten wie in der realen Kommunikation gewisse Standards und Regeln eingehalten werden”, betont Andreas Krawczyk, Chefredakteur von Yahoo Deutschland. “Eine der großen Gefahren ist auch, zu schnell auf den Senden-Button zu drücken, deswegen sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass E-Mails zwar schnell getippt sind, aber auch sehr lange gespeichert werden können.”

Übrigens: Knapp ein Viertel der Befragten nutzt seit mehr als zehn Jahren die Möglichkeiten der E-Mail-Kommunikation. Rund die Hälfte der Nutzer besitzt einen privaten (47 Prozent) und einen beruflichen E-Mail-Account (45 Prozent), wobei diese von fast zwei Dritteln der Nutzer getrennt voneinander genutzt werden.

Ein Viertel der Befragten gibt an, dass ihre Verwendung von elektronischer Post in den nächsten 12 Monaten ansteigen wird, der Großteil (70 Prozent) meint jedoch, sie bleibe gleich. Ob viele E-Mails oder nicht - wichtig ist, auch in der Online-Kommunikation die Form zu wahren, und nervige und unhöfliche Angewohnheiten zu vermeiden. Denn die versendeten Nachrichten sollen gerne gelesen werden und nicht direkt im Mülleimer landen.

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Kann es denn so schwer sein?

Montag, 08. September 2008

In schöner Regelmäßigkeit erhalte ich von Ihnen Mails, über die ich mich für gewöhnlich sehr freue. Manchmal ist etwas zum Nachdenken dabei, manchmal versetzen Sie mich in Erstaunen oder stellen mir spannende Fragen. Ab und an ist aber auch eine Mail dabei, die mir, gelinde gesagt, das Entsetzen in die Augen treibt – wie etwa der Einzeiler, den ich heute erhielt.

Da schreibt mir ein Leser ohne Betreff, ohne Anrede und Grußformel und bar jeder Zeichensetzung oder anderer Feinheiten der Rechtschreibung. Bei gutmütiger Betrachtung rund sieben Fehler in 12 kurzen Worten. Sein in diesen wenigen Worten vorgebrachtes Anliegen war so nur noch vage zu erraten.

Ich kann hier nur hoffen, dass dieser gute Mann im Umgang mit Freunden, Bekannten oder – ich mag es mir gar nicht ausmalen – Kunden und Kollegen nicht eine ähnlich elaborierte Art der Kommunikation praktiziert. Nicht auszudenken, welch üblen Ruf er sonst, womöglich aus schierer Nachlässigkeit, dort genießen mag.

Lieber betroffener Leser, auch wenn es ein schnelles und unkompliziertes Medium ist: Behandeln Sie E-Mails bitte so, als würden Sie einen Brief schreiben. Nutzen Sie den Vorteil der Betreffzeile, schon um nicht im Spam-Filter des Empfänger hängenzubleiben. Auch die althergebrachten Höflichkeitsfloskeln wie eine Anrede oder ein abschließender Gruß sind nie unangebracht, speziell dann, wenn Sie mit Ihnen unbekannten Empfängern korrespondieren. Oder würden Sie Ihrer Bank einen Brief mit dem formlosen Inhalt „Ey, gib mal die Kohle“ schreiben? Sicher nicht.

Sollten Sie nicht sicher sein, ob der Empfänger Ihrer Mail telepathisch veranlagt ist, krönen Sie Ihr Werk doch mit Ihrem Namen. Das erleichtert den Umgang miteinander ungemein. Ach ja, und rudimentäre Kenntnisse der Rechtschreibung helfen gelegentlich dabei, Ihr Anliegen zu dechiffrieren – zumindest ich tue mich deutlich leichter, wenn Kommas und Punkte einen Satz strukturieren und womöglich gar Groß- und Kleinschreibung bekannt sind. So vermeiden Sie einen, möglicherweise ganz und gar unbeabsichtigten falschen Eindruck Ihrer Person.

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