« zurück zur Startseite

Artikel mit ‘Umfrage’ getagged

Internet etabliert sich als Recherchewerkzeug vor dem Einkauf

Mittwoch, 13. Januar 2010

Immer mehr Bundesbürger kaufen ihre Produkte on- wie offline erst nach einer ausführlichen Recherche im Internet. Der Stellenwert, dem die Onlinesuche eingeräumt wird, variiert dabei je nach Kategorie in der gesucht wird. Rund 70 Prozent der befragten Internetnutzer nutzen „häufig“ oder „regelmäßig“ das Internet als Recherchehilfe für Informationen über Bücher, CDs und DVDs. In der Kategorie Unterhaltungselektronik sind es 66 Prozent, die das Internet zu Rate ziehen. Dies ergab die TNS-Studie „Kaufentscheidung: Überzeugungskraft kommt aus dem Internet“, für die insgesamt 6.048 Personen zwischen 18 und 59 Jahren in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien befragt wurden.

Für Urlaubs- und Fernreisen oder andere touristische Belange wird das Internet zu 56 Prozent als Informationsquelle genutzt. Eine Kategorie über die sich hierzulande eher seltener online informiert wird als im europäischen Durchschnitt (69 Prozent). 41 Prozent der befragten deutschen Internetnutzer informieren sich „oft“ oder „immer“ im Internet über „Mode“. Damit liegt Deutschland in dieser Produktkategorie direkt hinter Großbritannien auf Platz zwei und deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 34 Prozent.

„Offline-Erlebnisse, wie beispielsweise ein Schaufensterbummel, haben beim Thema Mode sicherlich eine große Bedeutung. Ebenso ist die Suche der Käufer nach der richtigen Größe häufig Grund für einen direkten Besuch im Modegeschäft“, sagt Franz Kilzer, Director TNS Infratest Retail & Shopper Insights.

Das Interesse an Online-Informationen zum Thema „Mode“ liegt Deutschland deutlich höher als in Frankreich, Italien, den Niederlanden oder Spanien.

Bei der Frage nach den Gründen für eine Internetrecherche sind insgesamt fünf Hauptmotive für die Online-Produktsuche auszumachen. Das wichtigste Motiv der Deutschen ist mit 72 Prozent eine wirtschaftliche und effiziente Kaufentscheidung treffen zu wollen. Die Suche nach dem preiswertesten Angebot oder besten Preis-Leistungs-Verhältnis und die Zeitersparnis spielt ebenso eine große Rolle. Schlussendlich möchte der deutsche Käufer das beste Produkt finden.

Zweitwichtigstes Motiv für die Online-Recherche ist den Deutschen eine detaillierte Produktinformation (67 Prozent) zu einzelnen Produkten zu erhalten. Diese beinhaltet die Suche nach Vor- und Nachteilen im Sinne eines bequemen Überblicks über die verfügbaren Produkte. 58 Prozent der Befragten gaben an, bei der Internetrecherche Eindrücke vom aktuellen Geschehen bekommen zu wollen. Durch Herumstöbern unter den verschiedenen Online-Angeboten wollen sich die Befragten auf den aktuellsten Stand zum jeweiligen Thema oder Produkt bringen.

Um Offline-Einkäufe vorzubereiten, nutzen 51 Prozent der Internetnutzer in Deutschland das Internet. Dafür wird nach Anbietern in der Nähe gesucht und sich bereits online ein Bild vom Produkt gemacht. 43 Prozent der befragten Deutschen nutzen das Internet interaktiv für den Austausch über Produkte oder Themen mit anderen. Neben der Suche nach neutralen Informationen und den Erfahrungen anderer Nutzer geht es auch darum, unterschiedliche Meinungen über ein Produkt zu finden.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Sicherheit statt Prüderie

Dienstag, 12. Januar 2010

Manche Meldungen können einen wahlweise an der Art und Weise, wie so manche Umfrage erstellt wird oder am Zustand, sprich der mangelnden Weitsichtigkeit seiner Mitmenschen zweifeln lassen.

Zu eben dieser Kategorie von verstörenden Nachrichten gehört der Bericht des Verbandes Bitkom, der eine klare Mehrheit für den Einsatz von Körperscannern verkündet. Nun gut, vielleicht sollte es einen nicht übermäßig wundern, wenn ein Hightech-Verband auf einen Gebiet, in dem es um nicht eben billige Highttech-Geräte geht, eine eher wenig differenzierte Position mit einer ebenso wenig differenzierten Umfrage untermauert. Aber urteilen Sie selbst:

Zwei Drittel (67 Prozent) der Deutschen sind der Ansicht, der Einsatz von Körperscannern an Flughäfen sorge für mehr Sicherheit beim Fliegen. Drei von vier Deutschen befürworten den Einsatz, wenn die Personen schemenhaft dargestellt werden - die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Geräte vorausgesetzt. Lediglich 12 Prozent lehnen Körperscanner generell ab. Frauen sind dabei grundsätzlich skeptischer als Männer, Ostdeutsche sind kritischer als Westdeutsche. Das gab der Hightech-Verband BITKOM in Berlin bekannt. Basis ist eine repräsentative Umfrage, für die das Meinungsforschungsinstituts Forsa im Bitkom-Auftrag 1.000 Personen über 14 Jahre befragte.

“Für ein Mehr an Sicherheit nehmen die Deutschen auch Eingriffe in ihre Persönlichkeitsrechte hin”, sagte Prof. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des Bitkom. (Anm. d. Red.: Ein Satz, der sicherlich so unkommentiert eigentlich nicht erscheinen dürfte. Man kann sich da so seine Gedanken machen, ebenso auch zu einigen der nachfolgenden Formulierungen.)

Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung plädiert zudem für den verstärkten Einsatz von Videoüberwachung (85 Prozent) sowie intensivere Gepäckkontrollen (91 Prozent). Eine Mehrheit spricht sich zudem für neue biometrische Sicherheitssysteme wie Stimmerkennung und das Scannen des Auges (je 57 Prozent) oder das Scannen des Gesichts aus (61 Prozent). Auch das Abnehmen von Fingerabdrücken wird von 68 Prozent der Deutschen befürwortet. Mehrheitlich abgelehnt wird hingegen die Erfassung und Auswertung von Daten der Reisenden.

Kempf: “Eine klare Mehrheit der Bürger ist für den Einsatz zusätzlicher Sicherheitstechnologien an Flughäfen. Mehr Technik und mehr Datenschutz - das wünschen sich die Deutschen.”

Die Kritiker von Körperscannern geben v.a. ein “ungutes Gefühl” für ihre kritische oder ablehnende Haltung an (54 Prozent). In dieser Personengruppe werden außerdem eine Verletzung der Intimsphäre (51 Prozent), mangelndes eigenes Verständnis für die Technik (44 Prozent), Angst vor der Verbreitung im der Bilder im Internet (41 Prozent) bzw. vor Strahlung (33 Prozent) kritisch angemerkt.

Kempf: “Viele Menschen haben diffuse Ängste vor der Technologie. Mit einer transparenten Kommunikation und einer offenen Information der Bevölkerung wird sich die Zustimmung für moderne Sicherheitstechnologien weiter steigern lassen.”

Bildern von Kindern steht allgemein jeder Zweite besonders kritisch gegenüber. Bei den Geschlechtern scheiden sich dann die Geister. So sehen Männer beim Einsatz von Körperscannern bei ihren Geschlechtsgenossen so gut wie keine Probleme. Lediglich 15 Prozent halten dies für besonders kritisch. Bei den Frauen ist dieser Anteil mehr als doppelt so hoch: 37 Prozent der weiblichen Befragten sehen das Scannen von Frauen besonders kritisch.

So weit also der Bitkom mit einer Reihe von Aussagen, die zumindest bei mir das Gefühl hinterlassen, dass wieder einmal jedem Kritiker an latent zweifelhafter Sicherheitstechnik eins mit der Keule „diffuse Technikangst“ übergebraten werden soll. Und aus einer solchen Umfrage gleich eine Pauschalaussage über jeden Bürger „hochzusterilisieren“, um es mal im Fußballerdeutsch zu sagen, das halte ich doch für ein wenig dünn.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Wem die Deutschen im Internet vertrauen

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Sicherheit im Internet - ein aktuell lebhaft diskutiertes Thema. Phishing-Angriffe, Virenbefall, Datenbetrug, die Liste der Ängste der deutschen Internetnutzer ist lang. Aber wo herrscht die meiste Skepsis - und wo fühlen sich die Anwender sicher? Eine neue, bevölkerungsrepräsentative Trendbefragung von Scout24 geht dieser Thematik auf den Grund.

Als größte Gefahren identifiziert die deutsche Internetgemeinde den Virenbefall des eigenen Rechners (69 Prozent der Befragten) sowie Identitätsdiebstahl (62 Prozent). Gegen Viren schützen sich 90 Prozent mit einem gängigen Virenprogramm, aber was tun gegen andere Unsicherheiten wie Abofallen oder Datendiebstahl?

Die Befragung zeigt: Die deutschen Onliner vertrauen starken Marken. Über die Hälfte der Internetnutzer (53 Prozent) surft ausschließlich auf bekannten Online-Marktplätzen, da sie diese Angebote für sicher hält.

Die Trendbefragung zeigt zudem: Für die Vertrauensbildung im Netz ist die Meinung anderer Nutzer wichtig. 77 Prozent der Befragten verlassen sich auf digitale Bewertungen und Erfahrungsberichte. Plattformen wie “AutoWissen24″, auf denen die Nutzer Erfahrungsberichte über ihre Fahrzeuge schreiben und lesen können, und “meineNachbarschaft”, bei denen die Nutzer ihre Nachbarn und Wohngegend bewerten können, helfen bei der richtigen Entscheidung in wichtigen Lebensbereichen.

An der aktuellen Trendbefragung von Scout24 und dem Marktforschungsinstitut Innofact nahm im September 2009 eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Internetnutzern teil.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Neue Medien sind gut für die Schriftkultur

Dienstag, 20. Oktober 2009

Das Vorurteil, die junge Generation werde immer unfähiger, sich schriftlich auszudrücken, ist nach einer Studie an der Stanford-Universität, Kalifornien, falsch. Wie das Magazin Geo in seiner November-Ausgabe berichtet, hat die Literaturwissenschaftlerin Andrea Lunsford 14.672 Texte gesammelt, die von ihren Studenten verfasst worden waren. Darunter unterschiedliche Genres von Aufsätzen bis zu Chat-Beiträgen.

Ergebnis: Offenbar zerstören die modernen Medien die Schriftkultur nicht, sondern erfüllen sie mit neuem Leben. Denn die heutige Generation schreibt mehr als jede andere vor ihr. So finden auch soziale Kontakte immer mehr online statt, was den Umgang mit der Schrift voraussetzt.

38 Prozent des Schreib-Outputs der Stanford-Studenten entfallen auf Texte, die sie außerhalb des Hörsaals verfasst haben. Als es das Internet noch nicht gab, war der Anteil privater Texte vernachlässigbar klein.

Auch die Qualität der Texte sei viel besser als ihr Ruf, sagt die Professorin. Die Studenten seien sich bewusst, dass sie für eine breite Leserschaft schrieben, und wendeten rhetorische Tricks gekonnt an. Diese Fähigkeit sei lange Zeit in Gefahr gewesen, durch gespreizten Kanzleistil zu verkümmern.

Den Eindruck, Texte seien heute generell schlechter verfasst als früher, führt Lunsford darauf zurück, dass durch die neuen Medien auch immer breitere Schichten an Lesen und Schreiben herangeführt werden, einschließlich bislang bildungsferner Personen.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Die Alternative zum Buch?

Montag, 05. Oktober 2009

Die elektronischen Bücher, die so genannten eBooks, sorgen noch immer für zahlreiche Diskussionen. Für die einen ist es Teufelszeug, das die sowieso schon schwindende Zahl der Leser noch weiter dezimieren wird, für die anderen eine Möglichkeit, leseferne Gruppen doch noch zum Buch zu bringen.

Kein Wunder also, dass die Zukunft des Buches im Mittelpunkt einer Studie eines österreichischen Markt- und Meinungs-Forschungsinstituts stand. Die Marktforscher haben 500 Österreicher im Alter zwischen 14 und 59 Jahren nach ihrer Meinung zu eBooks befragt.

Das Ergebnis klingt zunächst ermutigend, denn gerade für die Männer und Jugendlichen, die in der Studie recht freundlich als weniger lese-affine Gruppen bezeichnet werden, scheint das eBook eine interessante Form der Unterhaltung zu sein. 30 Prozent der Nicht-Leser können sich vorstellen, zu einem elektronischen Buch zu greifen. Nun ist das „sich vorstellen können“ bei weitem noch keine reale Aktivität. Da aber kaum die Buchpreise (die sich auch bei eBooks kaum ändern) der Grund für das Leseverhalten sind, wird wohl eher die Technologie der Anreiz sein.

Es ist grundsätzlich tragisch, zu lesen, dass immerhin jeder vierte Mann und jeder fünfte Jugendliche gar kein Buch liest – da offenbaren sich katastrophale Abgründe. Nun eilt also das eBook zur Rettung? Ich befürchte eher, dass es sich hier nur um ein Strohfeuer handelt. Für Menschen, die den Sinn für Texte nicht aufbringen, wird sich, wenn die Sensation der technologischen Novität abgeklungen ist, auch ein eBook wieder als das präsentieren, was es ist – ein Text auf einem Trägermedium. Ob dieses Trägermedium nun Papier, Plastik oder sonst irgendetwas ist, dürfte dabei keine so große Rolle spielen (Papierallergiker vielleicht ausgenommen).

Für jeden vierten der restlichen, sprich lesenden Bevölkerung Österreichs stellt sich das eBook hingegen als Alternative zum gedruckten Buch dar, wenn auch nur 12,2 Prozent an eine langfristige Verdrängung glauben mögen.

Der Studie kann man aber auf jeden Fall entnehmen, dass das eBook grundsätzlich positiv gesehen wird und möglicherweise das Zeug hat, die schwindende Zahl der Leser etwas einzudämmen. Denn das ist tatsächlich das Hauptproblem – wie die Marktforscher mitteilen, lesen 44,6 Prozent der Österreicher heute weniger Bücher als noch vor ein paar Jahren.

Um eBooks grundsätzlich zu etablieren, sind nun die Hersteller gefragt, die den Wirrwarr der Formate eindämmen müssen und die Verlage und Online-Händler, die ihr Angebot an downloadbaren Büchern deutlich erweitern müssen.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Deutschland ist Mittelmaß

Montag, 05. Oktober 2009

Zumindest im Bereich des Breitband-Internet ist Deutschland nun ausgewiesenermaßen da, wo einige Mitmenschen es schon länger und durchaus auch grundsätzlicher vermutet haben – im Mittelmaß.

Wie zu lesen war, nimmt Südkorea in einem Vergleich von 66 Ländern die Weltspitze ein und im europäischen Raum setzt sich Schweden an die Spitze, während Deutschland sich auf einem gepflegt langweiligen Platz 27 räkelt, noch unter Großbritannien mit Platz 25. Österreich konnte sich auf Platz 35 etablieren, während es die rührige Schweiz, allen Bergen zum Trotz, geschafft hat, ins Spitzenfeld zu gelangen.

Die Studie der Saïd Business School an der Universität Oxford und der Universität Oviedo, die im Auftrag des Unternehmens Cisco durchgeführt wurde, untersuchte die Breitbandverteilung ebenso wie die Qualität der Anbindung. Für die Qualitätsmessung wurde ein “Broadband Quality Score” (BQS) genutzt, in dem Übertragungsgeschwindigkeiten und Latenzzeiten ausgewertet wurden. Die Basis für die Bewertung waren weltweit über 24 Mio. Messungen von existierenden Anschlüsse über die Webseite Speedtest.

In dieser zweiten „Broadband Quality Study“ – die erste wurde 2008 durchgeführt – konnte Südkorea Japan als Spitzenreiter ablösen. Für Europa reichte es mit Schweden für den vierten Platz im Gesamtranking, gefolgt von der Schweiz.

Als so genannte Qualitätsaufsteiger wurden Bulgarien, Lettland und Litauen bewertet, da dort zwar die Breitbandverbreitung noch nicht so hoch ist, es aber Verbesserungen und Ausbauten am Kabelnetz gibt.

Für Österreich werten es die Forscher als interessant, dass die in der Studie ausgewiesene Breitbandpenetration von 55 Prozent deutlich unter den Angaben nationaler Stellen liegt. Als eine der Ursachen wird die in Österreich recht hohe Rate mobiler Internetanschlüsse vermutet, die letztlich nicht ganz an die geforderten Werte für Breitband-Verbindungen heranreichen.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Mehrheit der Onlineshopper orientiert sich an Kundenbewertungen

Montag, 28. September 2009

Internetnutzer machen ihre Entscheidung, in einem Onlineshop einzukaufen, mehrheitlich davon abhängig, wie dieser von anderen Kunden bewertet wurde. Das ergab eine vom Marktforschungsunternehmen GfK durchgeführte Befragung. Danach kaufen 57,1 Prozent eher in einem Onlineshop ein, wenn sie dort positive Meinungen anderer Nutzer lesen. Bei negativen Bewertungen hingegen überlegt sich über die Hälfte der Befragten (50,9 Prozent), den Kauf abzubrechen.

Die GfK-Marktforscher haben im September 2009 1102 repräsentativ ausgewählte Internetnutzer befragt. Auftraggeber war die Trusted Shops GmbH, die bisher über 6.000 Onlineshops zertifiziert hat.

Fast die Hälfte der Onlineshopper (46,4 Prozent) informiert sich vor einem Einkauf, welche Erfahrungen andere Kunden mit einem Anbieter gemacht haben. 44 Prozent gehen sogar gezielt auf die Suche nach einem gut bewerteten Onlineshop, wenn sie sich für ein bestimmtes Produkt entschieden haben. Dabei lassen sich Männer generell etwas stärker von Kundenmeinungen leiten. Lediglich bei 9,4 Prozent der Befragten spielen Shopbewertungen keine Rolle.

Quelle: GfK / Trusted Shops GmbH

Shopbewertungen sind besonders wichtig, wenn der Verbraucher den Onlineshop noch nicht kennt (75,4 Prozent) oder per Vorkasse bezahlt (68,5 Prozent). Auch besonders günstige Preise oder ein Unternehmenssitz im Ausland können Argwohn erwecken - der jedoch durch positive Shopbewertungen kompensiert werden kann (55,8 beziehungsweise 49 Prozent).

Quelle: GfK / Trusted Shops GmbH

Weiteres, sehr eindeutiges Ergebnis: Die meisten Onlineshopper möchten Shopbewertungen nicht lange suchen müssen, sondern direkt im Onlineshop vorfinden - für 80,8 Prozent ist dies “wichtig” oder “sehr wichtig”. Weit abgeschlagen erst folgen Meinungsportale wie etwa Ciao und Dooyoo (38,3 Prozent), Internetforen (37,8 Prozent) und Blogbeiträge (22,7 Prozent).

Quelle: GfK / Trusted Shops GmbH

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Deutsche misstrauen Unternehmen

Donnerstag, 06. August 2009

Eigentlich war es zu erwarten: die jüngsten Skandale rund um das Thema Datenmissbrauch zeigen Wirkung. Das jedenfalls sagt das Unternehmen Symantec mit Blick auf eine vom Unternehmen in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage.

Laut dieser Umfrage hegen die Deutschen ein erhebliches Misstrauen hinsichtlich des Schutzes ihrer persönlicher Daten. Diese Einstellung schlug sich in der Bewertung nieder, die 1.000 Bürger im Juli über die Industriezweige Einzelhandel, Finanzbranche, Online-Shops, Öffentlicher Sektor, Telekommunikationsdienstleister sowie Transport & Verkehr abgegeben haben.

So hagelte es verheerende Noten für Internet-Service-Provider und Telekommunikationsunternehmen. Mit einer Durchschnittsnote von 4,2 landen sie mit deutlichem Abstand auf dem fünften und vorletzten Platz. Lediglich Online-Shops schlossen mit der Gesamtnote 4,4 noch schlechter ab. 29 Prozent der Befragten straften die Händler im Internet gar mit der Note 6 ab, 18 Prozent trugen eine 5 in das Zeugnis der Online-Betreiber.

Klassenprimus ist der Öffentliche Sektor - wenngleich mit nur mittelmäßigen Leistungen. So reichte dort eine befriedigende Gesamtnote von 3,1 zu Platz 1. Auffallend: Insbesondere untere Bildungsschichten misstrauen dem Datenschutz bei Behörden. Immerhin 33 Prozent der Bundesdeutschen vergaben dem Öffentlichen Sektor ein ‘Gut’ oder ‘Sehr Gut’.

Der krisengeschüttelte Finanzsektor überrascht mit einem respektablen zweiten Platz auf der Vertrauensskala (Durchschnittsnote 3,2). Vor allem Schüler stellten den Banken und Versicherungen ein gutes Zeugnis aus. Knapp hinter den Finanzdienstleistern landen Eisenbahnunternehmen und der öffentliche Nahverkehr auf Rang 3. Im Mittelfeld rangiert der Einzelhandel mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,5 (Platz 4). Nur 8 Prozent haben vollstes Vertrauen, dass ihre gespeicherten Daten auf Kundenkarten in sicheren Händen sind.

Der Bayrische Landesbeauftragte für Datenschutz, Dr. Thomas Petri, sieht einen klaren Auftrag für den öffentlichen Sektor:

“Dass auch öffentliche Stellen im Durchschnitt lediglich ein befriedigendes Ergebnis erzielt haben, gibt zu denken. Es ist für mich nicht vorstellbar, dass Gemeinden und Ministerien generell tatsächlich nur knapp überdurchschnittlich vertrauenswürdig sein sollten. Ich würde mir deshalb wünschen, dass datenschutzfreundliche öffentliche Stellen sich künftig stärker und glaubwürdig um das Vertrauen der Bürger bemühen. Unter anderem gehört dazu, klar und leicht verständlich darüber zu informieren, wie man mit den personenbezogenen Daten der Bürger umgeht. Ein glaubwürdiger Datenschutz bildet Vertrauen.”

Symantec kommentiert das Ergebnis der Umfrage aus seinem Blickwinkel so:

“Das öffentliche Bild wird stark durch die schwarzen Schafe der Branche geprägt, deren Skandale medienwirksam ausgeschlachtet werden. Für deutsche Unternehmen hat der Schutz von Kundendaten seit jeher einen hohen Stellenwert. Und Unternehmen investieren auch bereits einiges in den Schutz vor Zugriff von außen. Die jüngsten Datenskandale haben aber gezeigt, dass auch der - bewusste oder unbewusste - Missbrauch von Daten durch eigene Mitarbeiter verheerende Auswirkungen haben kann. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass das Kundenvertrauen stark erschüttert ist - jetzt gilt es, dieses schnellstens wieder herzustellen.”

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Wer nutzt welche Nachrichtenportale?

Dienstag, 04. August 2009

Eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Kampagnen-Agentur wegewerk führte zu überraschenden Ergebnissen: Bei der Nutzung von Nachrichtenportalen im Internet finden sich viele namhafte Internetangebote eher auf den hinteren Plätzen.

Untersucht wurde, welche Internetangebote die politisch interessierte Öffentlichkeit nutzt, um sich über das aktuelle politische Geschehen zu informieren.

Dabei nannten nur 2 bis 3 Prozent der Befragten die bekannten Internetangebote von Financial Times Deutschland, Handelsblatt, Stern, Süddeutscher Zeitung oder Welt als häufig genutzte Quellen für aktuelle politische Nachrichten.

Als wichtigste Anlaufstelle für politische Nachrichten wurde von 19 Prozent der Befragten Spiegel Online (SPON) genannt. Nahezu gleichauf folgen mit jeweils 15 Prozent der Nennungen Google Deutschland sowie T-Online. Zu den bedeutenden Nachrichtenportalen zählen auch ARD.de/Tagesschau.de (9 Prozent) sowie ZDF.de/Heute.de (7 Prozent).

Mit jeweils 6 Prozent folgen N-TV.de, N24.de und WEB.de auf Platz fünf. Focus.de und Bild.de nehmen mit jeweils 5 Prozent Platz sechs ein, MSN.de, GMX.net, FAZ.net, AOL.de und RTL.de sind noch für jeweils 4 Prozent der Befragten von Interesse.

Die Ergebnisse der Umfrage können kostenlos unter www.wegewerk.com bezogen werden.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Jugendliche im Netz

Donnerstag, 30. Juli 2009

In einem Newsletter des Bürger-CERT gab es mal wieder einige Zahlen zum Nutzungsgrad des Internet bei Jugendlichen. Nicht, dass hier etwas überraschen Neues mitgeteilt wurde, aber es ist doch interessant, zu sehen, welchen Stellenwert das Internet mittlerweile als Meinungs- und Informationsmedium hat.

Das Bürger-CERT zitiert dabei eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom, aus der hervorgeht, dass bereits 71 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen zu Hause das Internet nutzen. Bei den 11- bis 14-Jährigen sind es 93 Prozent, bei den Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren sogar 99 Prozent.

Interessanter als diese Zahlen ist dabei der Umstand, dass Messaging-Dienste dabei besonders beliebt sind – diese werden von 90 Prozent der 10- bis 17-Jaehrigen verwendet. Jeder Zweite stellt zudem auch eigene Fotos ins Internet.

Laut der Studie haben viele Eltern die Internet-Nutzungszeiten ihrer Kinder im Blick - jeder Zweite Nutzer zwischen 7 und 17 Jahren darf nur zeitlich begrenzt im Netz surfen. Und immerhin 38 Prozent der Eltern sprechen mit ihren Kindern über deren Online-Erfahrungen. Jeder Sechste mischt sich allerdings überhaupt nicht in die Internetnutzung seiner Kinder ein.

Wem, wie 32 Prozent der Eltern sagt, dass ihnen Informationen zum Kinderschutz im Internet fehlen, findet Tipps zum Thema “Schutz von Kindern im Internet” auf www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm.

Und passend zur Frage, was Jugendlichen so alles im Internet widerfahren kann, fragt sich das Bürger-CERT: Was kann man gegen Cyberbullying tun? Wie reagiert man am besten, wenn man im Internet rassistisch beleidigt wird?

Antworten auf diese und andere Fragen gibt die Broschüre “Klickt’s? Geh Nazis nicht ins Netz!”, die von Jugendschutz.net in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung herausgegeben wurde.

Die Broschüre richtet sich an 12- bis 15-Jaehrige und soll die Jugendlichen für Internet-Propaganda von Rechtsextremen sensibilisieren. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wo die Gefahren im Netz lauern, wie die rechtliche Lage ist und was der Einzelne tun kann, um sich gegen Rechtsextremismus zu wehren.

Die Broschüre steht auf der Jugendschutz.net-Webseite als PDF zum kostenlosen Download bereit oder kann bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share