Zugegeben, die Szene könnte aus einer Hollywood-Produktion stammen: ein gutaussehender Star flüchtet barfuss vor seiner Frau, die einen Golfschläger schwingt, in sein Auto. Da sie den Flüchtenden selbst nicht erwischt, erlegt sie stattdessen mit dem 9er-Eisen die Heckscheibe des Autos. Aber hat es sich wirklich so zugetragen?
Die Protagonisten schweigen und so brodelt im Web die Gerüchteküche rund um den rätselhaften Unfall: Tiger Woods mysteriöser Autounfall zu Beginn des vergangenen Wochenendes hat für reichlich Traffic und Suchanfragen im Internet geführt. Die Aufmerksamkeit rief aber auch zahlreiche Anbieter von gefälschter Software auf den Plan. Wie Sicherheitsexperte Symantec herausfand, nutzten sie sehr zügig den Hype im Web und durchzogen die Suchmaschinen mit ihren Angeboten.
Symantec stellte fest, dass einige Suchmaschinenergebnisse auf folgende schädliche Domains umgeleitet wurden:
- vir-curemypc-now.com
- egafuki.cn
- online-scanner-free.net
Diese Webseiten unterziehen den Nutzer einem vorgetäuschten Scan, bevor sie schließlich auf eine Vielzahl von Gefahren und Fehlermeldungen hinweisen. Diese sollten sofort beseitigt werden, so der Ratschlag im Anschluss des Scans.
Auch wenn die Gefahren nur vorgetäuscht sind, werden die Nutzer so dazu gebracht, gefälschte, illegale Antivirus Software zu kaufen. Der Gebrauch dieser Software kann letztlich wiederum zum Datenklau auf Seiten des Nutzers führen und spielt den Cyberkriminellen somit doppelt in die Hände.
Wie ein solcher gefälschter Virenscan abläuft zeigt ein (englischsprachiger) Symantec Videocast: http://www.youtube.com/watch?v=kMLYwfSy8YE.

