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Artikel mit ‘Telekom’ getagged

Deutsche Telekom trickst bei Aufklärung der neuen Datenaffäre

Freitag, 23. Oktober 2009

Die Deutsche Telekom trickst offenbar bei der Aufklärung der jüngsten Datenaffäre. Anders als behauptet, hat die Sicherheitsabteilung des Bonner Konzerns seit geraumer Zeit deutliche Hinweise darauf, dass Telekom-Datensätze in dunkle Kanäle gelangt sind. Das berichtet das Hamburger Magazin Stern in seiner aktuellen Ausgabe.

Zu den jüngst bekannt gewordenen Datenschiebereien bei Callcentern hatte die Telekom bislang angegeben: Ob und in welchem Umfang tatsächlich Telekom-Daten für unseriöse Zwecke verwendet worden seien, stehe noch nicht fest. In Wahrheit hatte die Kriminalpolizei bereits Ende April 2008 rund 100.000 bei Scheinkäufen erworbene Datensätze zur Prüfung an die Telekom weitergeleitet. Die interne Auswertung ergab nach Stern-Information, dass davon ein Großteil aus den Kundendatenbeständen des Bonner Konzerns stammte. Allein bei 52.000 Datensätzen handele es sich um “Datenbestände aus dem Bereich T-Online”, heißt es in dem internen Telekom-Papier.

Wie der Stern vergangene Woche berichtete, hatte die Kripo Ende Juli auf eine Anzeige der Telekom hin 28 Büros und Wohnungen mutmaßlicher Datenhändler durchsucht. Dabei waren Millionen Datensätze beschlagnahmt worden, viele davon mit Vertragsangaben und Bankverbindungen der Kunden.

Auch auf Warnungen reagierte der Konzern nach Stern-Informationen zögerlicher als er es heute darstellt. So fiel ein Callcenter-Betreiber Anfang 2009 Telekom-intern dadurch auf, dass von der Firma aus in den Monaten zuvor rund vier Millionen Mal auf die Kundendatenbank der Telekom zugegriffen worden war. Trotz des Verdachts auf unzulässige “Vorratsdatenbeschaffung”, so ein internes Papier, lief die Vertriebskooperation zunächst weiter. Sie wurde erst Ende August vollständig beendet. Dies sei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft so geschehen, gibt die Telekom heute dazu an. Laut Ermittlungsakte lag die Sache anders: Die Kripo hakte mehrfach bei der Telekom nach, bis die Konzernsicherheit Anfang Juni endlich Angaben zu dem Vertrag mit der umstrittenen Firma machte. Gelöst wurde der Vertrag auch offenbar nicht wegen Datenklaus: Es habe zu viele Kundenbeschwerden gegeben, gab ein Telekom-Sicherheitsmann zu Protokoll.

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Alles im Netz

Sonntag, 13. September 2009

Letzte Woche habe ich Ihnen über die „neue“ Telekom (www.die-neue-telekom.com) berichtet, doch in dieser Woche Schlage ich mich mit einem ganz typischen Problem der alten Telekom herum – dem immer wieder auftretenden spontanen Abbruch der DSL-Leitung. Da fällt einem doch gleich die Frage ein, wann es wohl gelingen wird, dass wir Breitbandanschlüsse ohne obskure Fehlerquellennutzen können. Ob VDSL die Lösung ist? Oder Internet über den Kabelanschluss? An dieser Stelle traue ich mir allerdings keine Prognose zu und muss mich, ebenso wie Sie, überraschen lassen.

Die Wartezeit auf problemfreie Installationen können wir mit einem neuen Gadget überbrücken. Hier bietet sich als Highlight der gerade vorgestellte iPod nano an, der mit einem Radio und einer Videofunktion glänzt und es sogar erlaubt, die selbstgedrehten Clips mit einem Klick in Youtube hochzuladen. Oder Sie greifen zum „Zune HD“, der vermutlich am Dienstag vorgestellt wird.

Microsoft versucht sich mit diesem Gerät wieder einmal an der Aufholjagd zum iPod und bietet zum „Zune HD“ unter anderem ein Dock fürs Auto, ein eingebautes Radio, eine Xbox-Integration und ein AV-Dock., das Videosignale mit 720p liefert.

Wenn Ihnen der Sinn mehr nach neuer Software steht, schauen Sie doch einmal bei Ashampoo vorbei – das Unternehmen bietet noch bis Mittwoch 60 Prozent Rabatt auf alle Produkte.

So, nun aber zu den anderen Neuheiten dieser Woche.

Neue Akkus von HP

Als besonders langlebig preist Hewlett-Packard seine „Long Life Battery“ für Notebooks an. Erst nach ungefähr 1.000 Ladevorgängen soll bei diesen neuen Akkus eine Leistungsminderung auftreten. Doch auch die Ladezeit soll sich deutlich gegenüber normalen Lithium-Ionen-Akkus verbessert haben: HP verspricht, dass mit einer speziellen „Fast Charge Technologie“ bereits nach 90 Minuten einen Ladestand von 90 Prozent erreicht wird.

Mit einem Ladevorgang pro Tag soll der Akku über drei Anwendungsjahre hinweg nahezu seine volle Leistung behalten - oder vier Jahre, wenn er nur werktags in Betrieb ist.

Wer ein HP-Notebook wie etwa das HP EliteBook 6930p oder einen HP Compaq 6730b, 6530b oder 6735b nutzt, kann die „Long Life Battery“ (mit drei Jahren Garantie) als Zubehör zu einem Preis von 139 Euro kaufen.

Netbook von Nokia

Wie Endgaget meldet, kann das neue Netbook von Nokia, das „Booklet 3G“, inzwischen vorbestellt werden – allerdings zunächst nur in Italien. Aber die Chancen stehen damit nicht schlecht, dass auch wir bald in den Genuss des neuen Prestige-Gerätes kommen werden.

Nokias Netbook verfügt, den Berichten zufolge, über einen Atom-Prozessor und erfreut das Auge mit einem 10-inch-Display. Natürlich nutzt das Gerät neben WLAN auch UMTS zur Verbindung mit der Außenwelt und soll auch sonst einige nette Features bieten, etwa einem HDMI-Anschluss und satte 12 Stunden Batterielaufzeit. Als Betriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz.

So weit, so schön, aber die Flunder aus Flugzeugaluminium scheint nicht nur optisch, sondern auch preislich in die Oberliga zu gehören – gemunkelt wird von Preisen zwischen 570 und 699 Euro.

Verbesserter 100-Dollar-Laptop

Vielleicht ist statt eines 600 – 700 Euro teuren Netbooks ja auch ein völlig entgegengesetzt aufgestelltes Modell sinnvoll, wie etwa der “100-Dollar-Laptop” des Entwicklungshilfeprojekts „Laptop per Child“ (OLPC).

Für dieses in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Projekt, das eher als Bildungs- und nicht als Laptop-Projekt betrachtet werden will, wurde nun ein Hardware-Update abgeschlossen, das Gerät hört nun auf den Namen XO 1.5. Das neue Gerät soll mit seiner variabel mit bis zu einem Gigahertz getakteten CPU eine deutlich höhere Leistung bringen. Details dazu wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben, auch Verfügbarkeit Preis stehen noch nicht fest.

Wann ist ein Hit ein Hit?

Eine der Fragen, die sich wohl alle Musikschaffenden stellen, ist, ob ihr neuer Song wohl ein Hit werden könnte. Früher hat man sich da auf sein Bauchgefühl und die Erfahrung von Produzenten verlassen. Heute, in Zeiten von iTunes und Co., gibt es aber auch andere Wege, um festzustellen, ob man einen kommerziellen Erfolg in den Verkaufscharts landen kann – beispielsweise Internetdienste wie uPlaya.

Dieser Dienst des US-amerikanischen Unternehmens „Music Intelligence Solutions“ will es ermöglichen, mit seiner Software “Hit Song Science” die Erfolgsaussichten eines neuen Songs zu analysieren.

“Erfolgreiche Songs tendieren dazu, eine bestimmte vergleichbare Charakteristik aufzuweisen. Wir haben die Konstellationen entschlüsselt, die gute Songs ausmachen”, erklärte Music-Intelligence-CEO David Meredith gegenüber dem San Francisco Chronicle.

Über eine Datenbank mit Hit-Titeln aus den letzten 60 Jahren will man tausende von Kriterien identifiziert haben, die einen Hit ausmachen. Entsprechend untersucht der Webdienst Aspekte wie Rhythmus, Harmonien, Text, Sprache oder Stimmung eines hochgeladenen Songs und beurteilt seine Erfolgsaussichten.

Für die Internetausdrucker

Auf den ersten Blick mutet es schon etwas merkwürdig an, was uns HP da mit dem „HP Photosmart Premium TouchSmart Web“ präsentiert: Ein Drucker mit Internetanschluss.

Das in den USA bereits erhältliche, knapp 400 Dollar teure Gerät ist Teil von HPs „Print 2.0“-Strategie und soll ein echter Alleskönner sein. Im Kern handelt es sich um ein typisches Multifunktionsgerät, das Drucken, Faxen, Kopieren und Scannen in einem „Brotkasten“ vereint.

Spannend an dem vermutlich 2010 in Deutschland erscheinenden Gerät sind die Touchscreen-Bedienung und der Internetanschluss. So soll der Anwender ganz bequem Internet-Inhalte ausdrucken können.

Dafür wurde diese „Politiker-Edition“ eines Druckers mit speziellen „Print-Apps“ ausgestattet, kleinen Anwendungen, die Inhalte von Websites zusammenstellen und drucken können. HP kooperiert dazu beispielsweise mit Disney Online, CNET.com, CBS News und Flickr.

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Von unbelehrbaren Nichtverstehern

Freitag, 10. Juli 2009

Vielleicht erinnern Sie sich: vor einigen Tagen versuchte ich, bei der Telekom eine ganz einfache Frage beantwortet zu bekommen: Was bedeuten die lustigen rosa Markierungen auf der Karte mit dem Ausbaustatus von DSL16+ und VDSL? Und was meint Ausbaustatus eigentlich?

Solche Anfragen unterliegen anscheinend einer besonderen Sicherheitsstufe, die nur von einem speziell ausgebildeten Kundenverhinderungskommando bearbeitet werden darf – jedenfalls gab es auf diese schlichten Fragen vom 18. Juni bislang keine Antwort.

Als ich den Beitrag „Von Koberern und Kartenlesern“ schrieb, fragte ich natürlich noch einmal bei den sachdienlichen Bearbeitern kundenseitiger Störeinflüsse nach. Und – man mag es glauben oder nicht – ich erhielt Antwort. Nur 11 Tage nach der ersten Anfrage zeigte die Kundenverwirreinheit der Telekom eine erste menschliche Regung. Man schrieb mir:

„Sie haben bisher noch keine Antwort von uns erhalten - bitte entschuldigen Sie. Ihr Anliegen ist bereits in Arbeit, jedoch benötigen wir noch etwas Zeit. Wir melden uns bei Ihnen, sobald Ihr Anliegen erledigt ist.“

Immerhin – das schwingt doch so etwas wie die Erkenntnis mit, dass man mit dem Anliegen, das man dergestalt erledigt, auch gleich das Kundenvertrauen mit abserviert. Aber ich würde mich ja freuen, wenn es denn möglich wäre, mein Anliegen zu erledigen. Gern auch möglichst schmerzfrei.

Heute habe ich dann aufgegeben. Der Form halber habe ich noch eine Nachfrage abgeschickt, um zu erfahren, ob man denn vielleicht doch noch jemanden finden könne, der wisse, was die in Echtzeit gepflegten rosa Flecken zu bedeuten hätten und ob der Erfinder der Begriffe Verfügbarkeit und Ausbaustatus nicht doch in einem geheimen Wandschrank eine Haftnotiz mit der Erklärung hinterlassen hat. Sowas wird ja auch schon mal unter die Tastatur geklebt …

Aber insgeheim habe ich schon nicht mehr mit einer offiziellen Antwort gerechnet. Der verantwortliche Telekom-Anarchist, der seine armen Kollegen mit diesem kaum lösbaren Rätsel zurückgelassen hat, ist entweder längst undercover in einem anderen Unternehmen tätig oder hat sich in irgendein Land abgesetzt, das weder mit der Bundesrepublik noch der Telekom ein Auslieferungsabkommen hat.

Sie können sich kaum vorstellen, wie überrascht ich war, plötzlich in der Post einen Brief – ja, wirklich, auf echtem Papier und mit Unterschrift – von „Ihnen“ fand. Ich eilte an meinen Schreibtisch, öffnete hastig das Schreiben, dessen Worte mir die Antwort auf die allentscheidenden Fragen geben sollte, die, schaut man auch die Bearbeitungszeit, mindestens so schwer herauszufinden gewesen sein müssen wie die ultimative Antwort „42“.

Ich möchte Sie nun im Originalton teilhaben lassen an der Erläuterung der Telekom zur Frage, was es mit all den interessanten Angaben auf der Seite http://entertain.eki.t-home.de/service/dslcheck/ auf sich hat:

„Sehr geehrter Herr Kieslich,

vielen Dank, dass Sie sich an uns gewandt haben.

Leider ist derzeit an Ihrem Wohnort eine VDSL-Leitung nicht verfügbar. Somit können Sie die Pakete Entertain Comfort VDSL sowie Entertain Comfort Plus VDSL und Entertain Premium VDSL nicht nutzen.

Auch wenn wir dieses Mal Ihren Wunsch nicht erfüllen können, hoffen wir doch, Sie bald wieder zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen.“

Liebe Telekom, man soll ja bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben …

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Von Koberern und Kartenlesern

Mittwoch, 01. Juli 2009

Die Telekom wird ja nicht müde, ihre neuen DSL16plus- und VDSL-Produkte namens „Entertain“ von Call-Centern vermarkten zu lassen. Auch mich hat der Anruf eines solchen Koberers erreicht, der mir mitteilte, dass bei mir „Entertain“ möglich sei – man würde schließlich nur die Kunden anrufen, die im Schaltungsgebiet liegen.

Nach einiger Überlegung – ich bin schon länger Kunde bei der Telekom und weiß, was da so passieren kann – entschloss ich mich zum Kauf und war doch etwas erstaunt, als man mir mitteilte, dass bei mir ein Anschluss nicht möglich sei.

Ich verglich aus Interesse meinen Wohnort mit der Karte der Telekom, auf der man, so die Telekom, Verfügbarkeit und Ausbaustatus sehen kann. Auf dieser Karte sind Gegenden, wo es DSL16plus gibt, in einem leichten Rosa (oh, müsste ich jetzt Magenta sagen?) gekennzeichnet, Bereiche mit VDSL sind in dunklerem Rosa dargestellt.

Aber was bedeuten diese Farbflächen, in deren Mitte ich laut Karte wohne, eigentlich? Die Webseite der Telekom teilt uns mit, dass wir in der Karte den Ausbaustatus an unserem Wohnort prüfen können. Aha. Ausbaustatus. Als Normalbürger würde ich jetzt vermuten, dass ein Ausbaustatus anzeigt, wie weit man etwas bereits ausgebaut oder fertig gestellt hat. Aber ist das auch das Verständnis der Telekom?

Nun ist die Telekom vermutlich dass einzige Unternehmen, das es schafft, schon den Titel einer Seite mit Fußnoten zu versehen. Da gibt es dann gleich nach ein bisschen Auf- und Abrollen auf der Seite eine tolle Erklärung des Verfügbarkeitsstatus:

„DSL ist in vielen und VDSL ist in einigen Anschlussbereichen verfügbar“. Ja nee, is klar. Und nachts ist kälter als draußen. Für diesen Blödsinn setzten die tatsächlich eine Fußnote in die Überschrift?

Auch die Fußnote 26 hilft nicht weiter, wenn wir herausfinden möchten, was uns die Telekom auf der tollen Karte eigentlich tatsächlich zeigt:

„Aus technischen Gründen zeigt die Karte lediglich den Ausbaustand, nicht die tatsächliche Verfügbarkeit. Sie dient der Veranschaulichung und ist nicht verbindlich.“

Aha, der Ausbaustand hat mit der Verfügbarkeit nicht zu tun. Warum steht dann über der Seite mit dem Ausbaustand Verfügbarkeit steht, weiß nur die Telekom. Und immerhin sagen sie uns auch:

„Prüfen Sie gleich in der Karte den Ausbaustatus an Ihrem Wohnort. Die Karte wird aktualisiert, sobald der Ausbau in weiteren Gebieten abgeschlossen wurde.“

Also, hier wird auf einer Karte tagesaktuell dargestellt, wenn etwas ausgebaut wird. Aber eigentlich hat das nichts zu sagen, denn es dient nur der Veranschaulichung. Und da, wo tagesaktuell ausgebaut wurde, weiß man nicht, ob man es auch bekommt. Wenn das Ganze aber doch sowieso nur so etwas wie eine illustrative Skizze ist, auf der im Prinzip auch ganz Alaska rosa getüncht sein könnte, warum dann die Mühe mit der angeblichen tagesaktuellen Aktualisierung?

Aber wer sollte das besser wissen als die Macher der Karte selbst, die tagesaktuell das Rosa nachmalenden Könige des Ausbaustatus, die Prinzen der Verfügbarkeit: die Telekom.

Also fragte ich kurzerhand die Leute, die es wissen müssen. Unter anderem stellte ich in meiner Mail die folgenden Fragen: Was bedeutet der hier dargestellte Status? Sind diese Gebiete bereits mit DSL 16+/VDSL versorgt oder werden sie definitiv in Zukunft versorgt? Falls eine zukünftige Versorgung geplant ist, welcher Zeitraum ist in Planung?

Es sollte ja ein leichtes für die Fachleute der Telekom sein, rasch einmal nachzuschlagen, was ihre Karten eigentlich darstellen. Bestimmt gibt es ein internes Handbuch, wo man unter „Ausbaustatus“, Verweis „Kunden und Verkaspern“ nachlesen kann, was der ganze Spöks eigentlich darstellen soll.

Und – ich wollte es kaum glauben – kaum zwei Stunden später hatte ich schon die Antwortmail in Händen. „Sehr geehrter Herr Kieslich“, teilte mir da die Telekom mit, „vielen Dank für Ihre E-Mail.“ Ich wusste es ja, soviel Interesse wird die Telekom beeindrucken. „Zur eindeutigen Identifizierung und genauen Recherche senden Sie uns bitte noch folgende Angaben…“

Moment, um mir zu erklären, was die lustigen rosa Karten tatsächlich darstellen, benötigen die Telekomiker meinen Namen (der fröhlich über meiner Anfrage steht – immerhin haben sie mir ja sogar mit Anrede geantwortet), meine Adresse (die unter meinem Namen steht), dann noch meine Telefonnummer (raten Sie, wo die zu finden ist)? Und damit sie wirklich sicher sein können, dass sie ihre wertvolle Karteninfo nicht einem Spion einer feindlichen Großmacht anvertrauen, brauchen die Telekasper auch noch mein Geburtsdatum, mein Buchungskonto und meine Kundennummer. Und da hab ich noch Glück gehabt – hätte ich nach dem Rezept für den hochgeheimen Magenta-Farbton gefragt, hätte ich vermutlich noch ein Zahnschema und die Größe meiner Unterhose mit abgeben müssen. Apropos: Warum hat die Telekom eigentlich elektronische Kundenkonten, bei denen all diese Daten sowieso vorliegen und übertragen werden?

Also, seid mir nicht böse, liebe Telewichtel, aber das nennt man Verzögerungstaktik – und ziemlich plump ist es auch noch.

Einen Tag später erhielt ich dann doch noch eine Antwort von der Entertain-Spezialkombo der Telekom: „Bitte geben Sie uns etwas Zeit, um Ihre Anfrage zu bearbeiten. Sie erhalten so schnell wie möglich eine Antwort. Bis dahin bitten wir Sie um etwas Geduld.“

Das war vor 13 Tagen – offenbar wollten noch nicht allzu viel Menschen wissen, was das Rosa auf den Karten eigentlich darstellt. Oder vielleicht wissen es auch nicht allzu viele Menschen bei der Telekom.

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Manche Dinge ändern sich nie

Freitag, 12. Juni 2009

Heutzutage ist ja alles so schnell geworden und wir leben mit dauernden Veränderungen. Natürlich sind Veränderungen auch positiv – so erinnere ich mich noch mit Grausen daran, wie kompliziert es war, bei der Telekom auf meinen jetzigen Anschluss umzusteigen. Da wurde die falsche Geschwindigkeit geschaltet, ich habe endlose Zeiten in der Hotline verbracht und es waren einige Nervenzusammenbrüche notwendig, um endlich das zu erreichen, was seinerzeit beworben wurde: den Umstieg auf eine Flatrate mit DSL 16.000. Aber das war ja im Jahr 2006, seitdem hat sich einiges getan.

Zwar geriet auch der Kauf des iPhone zu einer nicht ganz unproblematischen Aktion, aber immerhin wurde T-Home sogar für einen relativ guten Service gelobt.

Ich bin also nominell Nutzer einer DSL 16000-Leitung, die, seitdem sie geschaltet wurde, maximal die Hälfte, meist aber noch wesentlich weniger der potentiellen Bandbreite liefert. Schuld daran sind die üblichen Infrastrukturprobleme. Das ist das, was man im Volksmund wohl veraltete Leitungen und zuviel Nutzer pro Leitung nennen kann.

Nun nerven mich beflissene Telekom-Mitarbeiter seit einiger Zeit mit einem neuen Angebot, das mich natürlich weniger kosten soll, dafür aber mit Internet-Fernsehen glänzt. Das Killer-Argument für dieses „Entertain“ ist aber, dass hier ein neues Leitungsnetz zum Einsatz kommen soll, das mir eine deutlich höhere Bandbreite bescheren soll.

Nach dem dritten Werbeanruf – man möchte mich wohl unbedingt als Kunde haben – habe ich mir die Sache einmal näher angesehen. Am Telefon sagte mir die nette Call-Center-Dame noch, dass es etwa drei bis vier Wochen dauern würde, bis man meine Leitung schalten könne. Und den Receiver für das Internet-Fernsehen, den würde ich schon eher bekommen. Der würde natürlich eine Zusatzgebühr kosten.

„Aber so einen Receiver brauche ich nicht“, wagte ich einzuwenden. „Das macht nichts, den bekommen Sie automatisch. Schicken sie ihn dann einfach zurück.“ Eine seltsame Praxis, aber offenbar hat das Unternehmen Geld genug …

Da ich das Angebot nicht am Telefon abschließen wollte, schaute ich mir alle Eckdaten noch einmal an und überprüfte anhand der Karte auf der Webseite die Verfügbarkeit des Angebots für meine Adresse. Alles stimmte und ich füllte dann Online die Bestellung aus. „Alles klar“, sagte die Webseite, „danke für den Auftrag“.

Das war Ende letzten Monats und seit etwa drei Wochen habe ich weder eine Auftragsbestätigung noch die mir aufgenötigte Hardware erhalten. Das Online-Kundencenter weigert sich seit über einer Woche ebenso beständig, meine Daten zu laden. Also schrieb ich mal wieder eine E-Mail an die freundliche Hotline, die mir mitteilte, dass ich drei Wochen umsonst gewartet habe, weil man keinen Auftrag im System finden könne.

Nach einer Rückfrage, ob man denn dann wohl in der Lage sei, immer noch zum Monatswechsel zu schalten und es sich für mich noch lohnen würde, den ganzen Bestellzirkus noch einmal zu durchlaufen erhielt ich nur einen Tag später einen Anruf. Doch, wirklich! Man wolle sich darum kümmern und nun meine Bestellung in Gang setzen. Wie man das machen wollte, wo ich doch nicht mehr erwähnte, als dass ich „Entertain“ buchen wolle, verriet man mir nicht, doch die nette Dame versprach einen weiteren Rückruf.

Der kam auch prompt: Man könne meinem Auftrag nicht annehmen, denn ich wäre im Ausbaugebiet. Da ginge das nicht. Vielleicht in drei Wochen. Oder auch nicht. Jedenfalls ginge es nicht. Und warum die Kollegen das gesagt haben, wisse man nicht. Warum die Webseite auch sagte, es ginge, wisse man auch nicht. Aber immerhin, man könnte mir meinen jetzigen Tarif mit einer deutlichen Preisreduzierung anbieten.

Manche Dinge ändern sich eben nie …

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Belämmertes Schweigen

Mittwoch, 22. April 2009

Die Telekom hat etwas geschafft, das selbst Elke Heidenreich nicht gelungen ist: bundesweit schwiegen am Dienstag die iPhones. Und nicht nur die iPhones – sämtliche Mobilfunkverbindungen schienen ausgefallen zu sein.

Seit dem Nachmittag des 21. April rührte sich bei der Telekom-Tochter T-Mobile nichts mehr. Die Geräte zeigten „Kein Netz“ an, weder ein- noch ausgehende Anrufe waren möglich.

Medien sprachen von rund 39 Millionen Mobilfunkkunden, die von dem GAU betroffen waren. Nicht nur die T-Mobile-Kunden waren hier die Gelackmeierten, auch alle, die eine SIM-Karte eines D1-Wiederverkäufers besitzen, durften dem Schweigen des Netzes lauschen. Interessanterweise gab es am Nachmittag ebenfalls in Teilen von Wien und Niederösterreich einen größeren Netzausfall.

T-Mobile selbst hatte dazu nicht wirklich viel zu sagen und sprach auf seiner Webseite nur von einer Störung, ohne jedoch Gründe zu nennen. Während T-Mobile-Sprecherin Marion Kessing “Spiegel Online am Nachmittag noch mitteilte, es seien nur” Sprach- und SMS-Dienste von dem Ausfall betroffen, berichten zahlreiche Kunden auf Blogs auch vom Totalausfall der mobilen Datendienste.

Die Wirtschaftswoche erklärte den Netzausfall mit dem Absturz des Hauptservers mit den Kundendaten. Man habe keine Abrechnungsdaten mehr zuweisen können und daher gewissermaßen die Leitung gekappt.

Sollte das wirklich so sein, müsste man T-Mobile doch einmal fragen, ob dort die Server wohl noch mit Artikeln aus der Kosmetikabteilung gespiegelt werden. Aber die Wiwo schränkte Ihre Aussage auch dahingehend ein, dass laut T-Mobile die Gründe für das größte Funkloch aller Zeiten noch nicht bekannt seien. Gegen 19 Uhr hat T-Mobile schließlich das System zurückgesetzt und neu gestartet.

Insgesamt hat sich das Unternehmen mit diesem bundesweiten Totalausfall, der kurz vor 16 Uhr begann und für viele Nutzer immerhin weit über 3 Stunden andauerte, nicht gerade als kompetenter Anbieter von Infrastruktur hervorgetan.

Noch im Januar hatte T-Mobile verkündet, das Unternehmen stehe für “beste Netzqualität”. Ob das Unternehmen nach diesem Ausfall das so schnell noch einmal sagen kann, ist zumindest fraglich …

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Datenskandale und kein Ende

Mittwoch, 08. April 2009

In letzter Zeit habe ich den Eindruck, als wäre ich in die digitale Steinzeit zurückversetzt worden. Seit etlichen Jahren haben Unternehmen und Anwender nun ein gerüttelt Maß an Erfahrung im Umgang mit E-Mail, Datenbeständen und Datenschutz sammeln können. Doch es scheint, als sei mit der zunehmenden Vertrautheit mit dem Medium in bestimmten Bereichen eine geradezu irrwitzige Lässigkeit hinzugekommen, die alle Sicherheitsbedenken mit einem achselzuckenden „Merkt doch keiner“ oder „Et is noch immer jot jegange“ vom Tisch fegt.

So wurde gerade durch das Unternehmen Resisto von einer neuerlichen Datenpanne der Telekom berichtet. Es sei davon auszugehen, so das Unternehmen, dass durch eine sehr simple Sicherheitslücke die gesamte Liste der Haupt-E-Mailadressen der T-Online-Kunden in die Hände von unbefugten Dritten (Spam-Versendern und Datenhändlern) gelangt sei.

Das Sicherheitsteam von Resisto habe das Auslesen dieser Daten unter Aufsicht von neutralen Sicherheitsexperten unter Beweis stellen können. Es seien möglicherweise viele Millionen Kunden von diesem neuen Datenleck betroffen.

Neben T-Online seien auch die Anbieter GMX und Web.de von dieser Lücke betroffen, jedoch benötige es hier mehr technischen Aufwand, da die Systeme der United Internet AG einen anderen Aufbau als die der Telekom haben. Mit einem größeren Zeitrahmen sei es jedoch auch hier möglich, die gesamte E-Mail-Liste herunterzuladen.

Die Resisto-Mitarbeiter machten sich die geforderte Bequemlichkeit der Kunden zu Nutze und ließen entweder - wie bei der Telekom - die Mailnamen aufgrund des alphanumerischen Aufbaus der E-Mail-Adresse hochzählen oder fragten die Datenbanken der anderen Anbieter mittels eines so genannten „Brute-Force“-Angriffs ab.

Laut Resisto-Geschäftsführer Tobias Huch reichen bei T-Online rein rechnerisch 100 Milliarden kurze Server-Anfragen, um alle Hauptadressen aus der Datenbank zu “stehlen”.

“Bei GMX und Web.de bräuchten wir mit Sicherheit ein paar Tage oder Wochen länger, um einen großen und wertvollen Datenbestand zusammenzuhaben, aber wir haben genügend Rechnerpower und eine 1000 MBit/s-Anbindung im Unternehmen, was für eine solche Unternehmung ausreichen dürfte. Professionelle Datendiebe und Spam-Versender haben nach unserem Stand der Erkenntnis sogar noch weit größere Ressourcen, um solch eine Lücke auszunutzen”, so Tobias Huch.

Resisto informierte pflichtgemäß den Landesbeauftragten für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz. Unter www.resisto.com stellt das Unternehmen eine kostenlose Software zur Verfügung, mit der jeder Internetnutzer überprüfen können soll, ob auch seine E-Mail-Adresse von der Lücke betroffen ist.

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Magenta-Aliens?

Mittwoch, 25. März 2009

Erinnern Sie sich noch so ein bisschen an die Telekom? Das war das Unternehmen, das sich unter anderem durch die Bespitzelung von Aufsichts-, Betriebs- und sonstigen Räten hervorgetan hat – natürlich nur, um Schlimmeres vom deutschen Volk und dem Staat abzuwenden. Oh, halt – das letzte gehört ja zu diesem anderen Laden. Vergessen Sie also bitte Volk und Staat – das gehört dem Innenministerium. Sprachlich gesehen. Natürlich.

Also, die Telekom – da muss irgendetwas passiert sein, so ganz schleichend. Erinnern Sie sich beispielsweise noch an diese Meldung (1) vom Januar:

heise

Ausriss aus http://www.heise.de. Hervorhebung und Ausriss von tok

Haben Sie’s bemerkt? Ausgerechnet unsere doch sonst so betulich und staatstragend auftretende Telekom plant – anscheinend mit Blick auf das BKA – einen beschlagnahmesicheren Server? Was ist da passiert?

Doch damit nicht genug – die Telekom verweigert der Familienschützerin Ursula von der Leyen die Gefolgschaft. (2) Doch, wirklich! Man mag es nicht für möglich halten: Was für Vodafone und Kabel kein Problem darstellt, ist für die Telekom nicht möglich. Der „rosa Riese“ will Webseiten tatsächlich erst dann filtern, wenn es auch eine gesetzliche Grundlage dafür gibt.

Was für ein seltsames Ansinnen. Als ob sich ein deutscher Politiker von gesetzlichen Grundlagen behindern ließe, wenn er sich eine Idee in den Kopf gesetzt hat. Dabei stören hierzulande in alter Tradition weder technische noch ethische Unmöglichkeiten beim Aufblasen von publikumswirksamen Ballons.

Das Verhalten der Telekom lässt sich eigentlich nur dadurch erklären, dass der Vorstand gekidnappt und durch Aliens ausgetauscht wurde – die sind mit unseren Gepflogenheiten noch nicht so vertraut und lassen dann manchmal so seltsam staatsbürgerliche Ideen vom Stapel.

Apropos Ballons: Im Rahmen der bewährten und gerade warmgelaufenen Argumentationsmaschine, die Menschen mit verfassungsrechtlichen Bedenken eine Blockadehaltung vorwirft, findet sich noch ein wunderbarer sprachlicher Nebelwurf von Wolfgang Bosbach, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Innen, Recht, Vertriebene, Flüchtlinge, Sport, Kunst, Kultur und Medien. Das ist viel, nicht? Ach ja, und gelernter Rechtsanwalt ist er auch noch. Der gute Mann teilt uns also mit: „Hinter jedem Bild steckt ein missbrauchtes Kind. Es wäre schlimm, wenn es darüber zu einer parteipolitischen Auseinandersetzung käme.“ (2)

Nee, das wäre überhaupt nicht schlimm. Das würde nämlich an den Mißbrauchsfällen ebenso wenig ändern wie die von der Leyensche Idee der Symptombehandlung nach dem Motto ‚was ich nicht sehe, existiert auch nicht’. Außerdem ist die Frage, wer wann wo und wie Informationen kontrolliert, etwas ganz anderes als eine parteipolitische Frage. Aber das weiß Herr Bosbach sicher.

Hoffentlich kommen bald ein paar von diesen Aliens auf die Idee, unsere Politiker auszutauschen.

(1) = http://www.heise.de/newsticker/Elektronische-Gesundheitskarte-Erste-Patientenakten-gehen-online–/meldung/121569

(2) = http://www.ksta.de/html/artikel/1233584159253.shtml

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Digitaler Lifestyle

Montag, 09. März 2009

Laptop und Mobiltelefon sind heutzutage nicht nur aus den Büros sondern auch aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Dabei spielt die Vernetzung der Nutzer untereinander eine immer größere Rolle. Das bestätigt die aktuelle Studie “LIFE - Digitales Leben” der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Auf der diesjährigen CeBIT präsentiert die Deutsche Telekom deshalb auch ihre Vision vom “Vernetzten Leben und Arbeiten” - mit allen technischen Neuerungen und Innovationen.

Auf dem Weg zur Arbeit schnell einen Blick ins E-Mail-Konto werfen oder per MMS Fotos von der letzten Party verschicken - die digitale Revolution hat die meisten von uns längst erreicht. Dabei sind wir nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in unserer Freizeit immer stärker miteinander vernetzt. Diesen Trend bestätigt auch Professor Thomas Hess in einer aktuellen internetrepräsentativen Studie. Thomas Hess leitet das Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität München:

“Leute, die früher Technik, also Kommunikations- und Informationstechnik, nur in den Büros genutzt haben, nutzen so etwas auch in der Freizeit, bei der Kontaktbehaltung mit Freunden, mit der Familie oder auch zur Unterhaltung, also ganz neue Lebensbereiche werden erschlossen.”

Die meisten Anwender nutzen die digitalen Dienste, um zum Beispiel ihre persönlichen Kontakte zu pflegen. Ein wichtiger Trend sind dabei auch die sogenannten Communities. Dazu Christopher Schläffer, verantwortlich bei der deutschen Telekom für Produkte und Innovation:

“Wir haben heute im Mobiltelefon die Kontaktdaten des Menschen gespeichert. Dort verbergen sich die wichtigsten Communities: Meine Familienmitglieder, meine Freunde, meine Kollegen, und wir werden diese Kontaktdaten jetzt in einem netzwerkzentrischen Adressbuch vorhalten, das heißt aus dem Mobilfunk heraus ins Netz legen, und von dort aus können diese Kontaktdaten von überall her genutzt werden - vom PC, vom Fernsehgerät, vom Mobiltelefon, und innerhalb dieser Adressen kann ich auch meine Communities definieren.”

Wir nehmen digitale Medien und Inhalte längst nicht mehr nur als nützliche Arbeitsmittel war. Vielmehr verbinden wir beispielsweise mit dem digitalisierten Lieblingslied oder einem digitalen Foto persönliche Erinnerungen - man könnte fast meinen, der digitale Lifestyle bedeutet gewissermaßen auch ein Stück Lebensqualität.

Dazu Professor Thomas Hess: “Man kann jetzt nicht speziell sagen, dass genau das die Lebensqualität gesteigert hat. Man kann aber sagen, dass die, die besonders affin zu digitalen Techniken sind, also das sehr häufig einsetzen, dass die im Durchschnitt etwas zufriedener sind.”

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DSL immer noch zu lahm

Montag, 23. Februar 2009

Mal schnell im Internet die Vorschau des nächsten Kinofilms ansehen? Mit DSL 16.000 kein Problem, sollte man meinen. Doch vielfach ruckelt der Film, weil das Laden der Daten ewig dauert. Wer sich über die lahme Internetgeschwindigkeit beim DSL-Anbieter beschwert, wird allerdings oft abgespeist: Schuld seien der Computer, schlechter WLAN-Empfang oder die Hausverkabelung. Woran es wirklich liegt, zeigen nun die Ergebnisse aus mehr als 310.000 Messungen des neuen Computerbild-DSL-Tests (Ausgabe 5/2009).

Mit dem DSL-Test messen Internetnutzer seit Ausgabe 9/2008 das Maximaltempo, das der Anbieter ihrem Anschluss zuweist. Über diese DSL-Geschwindigkeit kommt der Nutzer selbst bei optimalen PC-, WLAN- und Netzwerk-Einstellungen nicht hinaus. Das kleine Spezial-Programm von Computerbild liest für die Messungen die exakten technischen Daten direkt im DSL-Router aus. Die Ergebnisse sind ärgerlich: DSL-Anbieter gehen weiterhin auf Kundenfang und versprechen höhere Geschwindigkeiten als sie maximal zuweisen - im Test lag die Mehrzahl der Anschlüsse weit unter dem im gewählten Tarif angegebenen Maximaltempo. Vor allem angeblich schnelle Verbindungen sind ihr Geld nur bedingt wert: Beim Test-Schlusslicht Alice waren DSL-Anschlüsse mit “maximal 16.000 kbps” im Durchschnitt aller Messungen nur rund halb so schnell wie es laut Tarif sein sollte. Am besten schnitt hier noch Arcor mit immerhin 80 Prozent der versprochenen Geschwindigkeit ab.

Der Test zeigte auch, dass hinter einer zu langsamen Internetverbindung manchmal System steckt: Die Telekom schaltet die meisten DSL-Anschlüsse bislang in starr festgelegten Tempostufen, beispielsweise 3.072 oder 6.016 Kilobit pro Sekunde (kbps). Selbst Kunden, deren Anschluss technisch über diesen Stufen liegt, werden ausgebremst und erhalten beispielsweise statt möglicher 5.000 kbps nur maximal 3.072 kbps. Wann die Telekom auf die fixen Tempostufen verzichtet und stufenlose DSL-Schaltungen ermöglicht, ist noch unklar.

Die Software “Computerbild-DSL-Test” auf der Heft-CD/-DVD ist die erweiterte Fassung des Internet-Tests unter dsl-speedtest.computerbild.de. Vorteil des Programms: Es kann bei den meisten in Deutschland verkauften DSL-Routern die von der Vermittlungsstelle zugewiesenen Daten auslesen.

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