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Artikel mit ‘Telefon’ getagged

Neue Base-Tarife: Flexibel, aber teilweise teurer als vorher

Dienstag, 26. Januar 2010

Base, die bekannte Flatrate-Marke des Mobilfunkanbieters E-Plus, startet ab Februar mit einem komplett neuen Tarif-Konzept - auch wenn die von E-Plus angekündigte Revolution ausbleibt. Das Urteil von Martin Müller, Geschäftsführer des Onlinemagazins www.teltarif.de, fällt durchwachsen aus:

“Vorteil der neuen Base-Tarife ist die Flexibilität. Der Kunde muss keinen starren, über 24 Monate gleichbleibenden Tarif buchen, sondern kann einzelne Optionen auswählen und diese auch kurzfristig wieder kündigen. Allerdings werden Verbraucher, die nicht in der Materie stecken, durch die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten schnell überfordert sein.”

Hinzu kommt, dass bei den neuen Base-Optionen eine feste monatliche Grundgebühr anfällt - egal, wie hoch die tatsächliche Nutzung ist. Müllers Einschätzung:

“Für den Verbraucher wäre die Festsetzung eines monatlichen Maximalbetrages und eine ansonsten nutzungsabhängige Abrechnung einfacher und fairer gewesen. Er zahlt dann nur, was er verbraucht, muss sich keine Gedanken um die Gestaltung seines Tarifs machen und hat trotzdem eine Kostenkontrolle.”

Ein Nachteil liegt laut Martin Müller auch in der zukünftigen Trennung des E-Plus- und Base-Netzes:

“Während zuvor mit einem Flatrate-Tarif sowohl Gespräche zu Base als auch ins komplette E-Plus-Netz abgedeckt waren, kosten Anrufe ins E-Plus-Netz nun extra.”

Ein Vergleich mit anderen Tarifen am Markt zeige: Vielnutzer, die eine Flatrate für alle Netze sowie SMS und die Internetnutzung am Handy suchen, liegen mit Base nun preislich auf gleichem Niveau wie mit dem derzeit günstigsten Modell von o2 - vorausgesetzt, man lässt den Online-Preisvorteil von o2 außer acht, den es bei Base derzeit noch nicht gibt. Allerdings erhalten o2-Kunden das flexiblere Abrechnungsmodell.

Interessant ist das neue Konzept für SMS-Vielnutzer:

“Zum neuen Base-Tarif kann eine SMS-Flatrate für den Versand in alle Netze für 10 Euro im Monat dazu gebucht werden. Das ist im Moment das beste Angebot am Markt”, sagt Müller.

Tarif-Details: www.teltarif.de/vorstellung-mein-base

Einschätzung: www.teltarif.de/analyse-mein-base

(tok)

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Versteckte Kosten bei Telefonanbietern

Freitag, 22. Januar 2010

Die Preise für Telefonate ins Ausland sind extrem unterschiedlich. Im Extremfall verlangt ein Anbieter von DSL und Telefonie für ein Gespräch mehr als zweihundert Mal so viel wie der günstigste Call-by-Call-Anbieter, berichtet das Computermagazin c’t in seiner Ausgabe 3/10.

Der Preiskampf bei Komplettanbietern für DSL und Telefonie läuft über immer niedrigere Grundpreise. Im Gegenzug sparen viele Anbieter nicht nur am Service, sondern verlangen teils absurd hohe Gebühren für Telefonate ins Ausland. Bei Anrufen in die Ukraine oder nach Russland beispielsweise liegt die Spanne zwischen 9 und 50 Cent pro Minute. Telefonate nach Brasilien gibt es bei der Telekom für günstige 4,9 Cent pro Minute, Vodafone verlangt im Standardtarif hingegen 1,50 Euro.

Extreme findet man bei Telefonaten in exotische Länder: Gegenüber den günstigsten Angeboten verlangt Vodafone bei Anrufen zu Festnetzanschlüssen in Thailand einen um den Faktor 214 höheren Preis.

Telekom-Kunden können jederzeit auf günstige Call-by-Call-Angebote ausweichen. Kunden anderer Anbieter haben diese Möglichkeit nicht.

“Dann sollte man bei häufigen Telefonaten ins Ausland nach speziellen Tarifen seines Providers Ausschau halten”, rät c’t-Redakteur Urs Mansmann. “Gegen eine Zusatzgebühr gibt es oftmals günstigere Minutenpreise oder gar eine Flatrate.”

Falls der jeweilige Anbieter keine günstigen Angebote bereithält, kann man dennoch sparen. Mit einer Software wie Skype und einem Headset mit Mikrofon lässt sich über die vorhandene DSL-Leitung ganz ohne Zusatzkosten telefonieren - vorausgesetzt, der Gesprächspartner verfügt über dieselbe Technik und verwendet dieselbe Software. Allerdings muss man sich dafür verabreden, den Computer einschalten und sich ins Internet einwählen.

Flexibler ist eine Hardware-Lösung: An einen Voice-over-IP-Router kann man das ganz normale Telefon anschließen. Darüber ist man dann ohne Vorbereitung stets erreichbar und kann bei abgehenden Gesprächen kräftig sparen. Auch bei dieser Lösung sind netzinterne Gratis-Gespräche möglich. Wer viel telefoniert, hat die Kosten für Hardware und Installation bald wieder hereingeholt.

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Festnetz ist nicht gleich Festnetz

Freitag, 15. Januar 2010

Nicht jedem Verbraucher ist es bewusst, doch ein neuer Festnetzanschluss muss nicht mehr unbedingt über die altbekannte Telefonleitung zu Stande kommen. Diese klassische Variante existiert nach wie vor, doch gibt es heute immer öfter die Möglichkeit, über die Internetleitung zu telefonieren.

“Aus den Werbeangeboten geht nur selten hervor, dass der Telefonanschluss über das Internet realisiert wird. Abgesehen von der Deutschen Telekom bieten zwar noch einige weitere Unternehmen einen klassischen analogen Festnetzanschluss an - allerdings nicht überall”, so Ralf Trautmann vom Onlinemagazin www.teltarif.de.

Jedoch kann auch das Telefonieren via Internetleitung mit Vorteilen punkten. Zum einen ist hier der Preis zu nennen, der oftmals niedriger ist als der von Angeboten mit klassischen Anschlüssen. Zum anderen gibt es eine größere Angebotsvielfalt. Allerdings steht die Sprachqualität der Internettelefonie oft in der Kritik.

“Eigentlich kann die Internettelefonie inzwischen mit dem klassischen Festnetz qualitativ mithalten, trotzdem treten in der Praxis teilweise deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern auf. Deswegen sollte man sich vorab bei Bekannten oder anhand von Testberichten über die Sprachqualität des jeweiligen Anbieters informieren”, so Trautmann.

Mittlerweile gibt es zwei Arten von Internettelefonie: VoIP und NGN. Eine bessere Sprachqualität ermöglicht in der Regel die NGN-Variante.

Verbraucher, die einen Internet-basierten Telefonanschluss aus Angst vor eventuell komplizierter Technik meiden, kann Trautmann beruhigen:

“Für die Internettelefonie wird kein besonderes Telefon oder gar ein Computer benötigt.”

Des Weiteren ist es möglich, einen Festnetzanschluss über TV-Kabel oder eine Festnetznummer mittels Mobilfunk zu erhalten.

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Defizite bei der Freundlichkeit, aber gute Kompetenz

Donnerstag, 26. November 2009

Das Mobiltelefon ermöglicht heute viel mehr als nur das Telefonieren: Es gilt als Multifunktionsgerät, das aus dem Alltag vieler Deutscher nicht mehr wegzudenken ist. Häufig ersetzt es die Digitalkamera oder den MP3-Player und empfängt auch E-Mails. Welcher Hersteller berät am kompetentesten und wen erreicht man am schnellsten? Auf welchen Hersteller ist Verlass, wenn konkrete Fragen zu den Produkten zu klären sind oder technische Probleme auftreten?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität analysierte jetzt die wichtigsten 10 Handyhersteller. Im Rahmen eines umfassenden Servicetests wurde die telefonische Kontaktqualität sowie die Beantwortung von E-Mail-Anfragen verdeckt überprüft. Außerdem erfolgte die detaillierte Analyse der Internetseiten der Mobiltelefonhersteller. Insgesamt wurden 270 verdeckte Kontakte analysiert.

Zum Gesamtsieger der Studie wurde Samsung gekürt. Das Unternehmen überzeugte mit der besten telefonischen Beratung. Der zweite Platz ging an Nokia, das Unternehmen beantwortete E-Mails am besten. Sony Ericsson positionierte sich knapp dahinter mit einer ausgewogenen Leistung auf Platz drei. Im Durchschnitt war der Service der Handyhersteller nur “befriedigend”, lediglich die drei Top-Platzierten lieferten eine “gute” Leistung ab.

Große Defizite gab es bei der Freundlichkeit am Telefon, die Kommunikationsqualität war lediglich ausreichend. Positiv anzumerken ist, dass die Gespräche schnell angenommen wurden und die Mitarbeiter mit Kompetenz punkteten. “Alle gestellten Fachfragen wurden von den Kundenberatern am Telefon richtig beantwortet. Die gute Kompetenz gibt es aber nicht umsonst - lediglich Apple bot eine kostenfreie Servicehotline”, kommentiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Instituts.

Zwei der analysierten Anbieter schafften es nicht, mehr als 50 Prozent der E-Mails innerhalb einer Woche zu beantworten. Apple brauchte dafür sogar über drei Wochen. Die weiteren Hersteller antworteten jedoch meistens innerhalb von 15 Stunden.

Die Internetauftritte der Unternehmen wurden im Durchschnitt mit “befriedigend” bewertet, drei der Hersteller waren “gut”. Die optische Aufbereitung der Internetseiten wurde von fast der Hälfte der Fälle bemängelt. Die Inhalte waren in etwa einem Drittel der Betrachtungen nicht gut strukturiert und nicht ausreichend verständlich.

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Warum das 1-Euro-Handy kein gutes Weihnachtsgeschenk ist

Dienstag, 17. November 2009

Bald steht Weihnachten vor der Tür und wie jedes Jahr heißt es wieder: Geschenke shoppen. Handys oder Netbooks stehen dabei oft ganz vorn auf den Einkaufs- und Wunschlisten.

Häufig stellt sich hier für den Schenkenden die Frage, ob man statt eines mehrere hundert Euro teuren Gerätes nicht einfach zum 1-Euro-Handy oder -Netbook greifen sollte.

Martin Müller vom Onlinemagazin www.teltarif.de rät davon aber ab: “Wer ein Handy oder Netbook zu Weihnachten verschenkt, sollte nur das Gerät kaufen - ohne Vertrag. Nur so lassen sich unerwünschte Folgekosten vermeiden.”

Zwar erscheinen die Geräte in Kombination mit einem 24-Monats-Vertrag auf den ersten Blick preiswert, doch die Folgekosten für den Schenkenden übersteigen häufig den Kaufpreis der Gerätes ohne Vertrag um ein Vielfaches.

Wer trotzdem ein Vertragsmodell verschenken will, sollte beim Kauf darauf achten, dass das Gerät keinen SIM-Lock hat, beziehungsweise ohne große Hürden auch mit anderen Mobilfunkanbietern genutzt werden kann. Nur so hat der Beschenkte die freie Anbieter- und Netzwahl.

“Besonders ärgerlich sind Einschränkungen in der Anbieterwahl, wenn der Beschenkte mit seinem Handy oder Netbook das mobile Internet nutzen möchte: Hier schwanken Empfang und Übertragungsgeschwindigkeit deutlich von Anbieter zu Anbieter”, so Müller.

Daher empfiehlt es sich immer, vor dem Kauf beispielsweise mit dem Handy eines Bekannten zu testen, welcher Netzbetreiber an den Orten, an denen das mobile Internet hauptsächlich genutzt werden soll, die beste Abdeckung bietet.

Für Verbraucher, die sich zum Kauf eines Einzelgerätes entschieden haben, hat Martin Müller noch folgenden Tipp:

“Günstige Handys und Netbooks finden sich oft im Internet. Bei der Schnäppchensuche helfen Preisvergleicher wie etwa guenstiger.de oder schottenland.de”.

Damit das Geschenk auch ankommt, sollten sich Verbraucher vor der Bestellung von der Seriosität des Onlinehändlers überzeugen.

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Mehr Sicherheit durch Senioren-Handy

Dienstag, 15. September 2009

MP3-Spieler, Megapixel-Kamera, Internet- oder E-Mail-Programm - was für junge Leute unverzichtbare Handyfunktionen sind, schreckt ältere Menschen eher ab. Schlimmer noch: Die Bedienung hoch gezüchteter Multimedia-Protze überfordert immer mehr Menschen - im Notfall lassen sich die Geräte nicht einfach bedienen und sind somit keine Hilfe.

Sogenannte “Einfach-Handys” oder “Senioren-Handys” versprechen Abhilfe: Statt vieler Extras bieten sie vor allem große Tasten, laute Klingeltöne, gut ablesbare Texte im Display und in Summe eine leichte Bedienung. Die Computerbild hat acht solcher Einfach-Handys bis 199 Euro in Ausgabe 20/2009 getestet.

Auffälligkeiten gab es bereits bei der Auswahl des Testfelds: Keiner der bekannten Handyhersteller hat ein entsprechendes Gerät im Programm. Unter der Hand heißt es, dass Einfach-Handys nicht zum Markenimage passen - eine sichere Handybedienung scheint noch kein Verkaufsargument zu sein.

Bei diesem Test waren vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend: Lassen sich die Geräte einfach bedienen und zeigen sie Schwächen beim Telefonieren? Ersteres ist bei allen garantiert: Alle Handys haben eine Tastatur mit großen, deutlich getrennten Tasten, die Menschen mit schlechterem Sehvermögen fehlerfrei bedienen können.

Von den acht getesteten Geräten erhielt jedoch nur das „Doro Phone Easy 338“ für 110 Euro die Note “gut”. Es punktet zusätzlich zur groß beschrifteten Tastatur mit einer übersichtlichen Menüstruktur, sehr guten Notruffunktionen und Extra-Tasten, mit denen sich wichtige Rufnummern mit nur einem Tastendruck wählen lassen. Alle anderen Testkandidaten schnitten im Endergebnis mit “befriedigend” ab.

Beim Telefonieren zeigten die einfach zu bedienenden Handys kaum Schwächen - mit zwei Ausnahmen: Ältere Menschen, die schlecht hören, brauchen Handys, die beim Anruf nicht nur klingeln, sondern sich auch optisch bemerkbar machen. Mit dem „Medion SP1200“ (89 Euro) und dem „Hagenuk Fono 3“ (100 Euro) funktioniert das nicht. Sie zeigen eingehende Anrufe - im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten - nicht optisch an, beispielsweise durch eine blinkende Leuchte am Bildschirm.

In den Läden der Mobilfunkbetreiber sind die besonderen Mobiltelefone noch Mangelware. Die getesteten Geräte sind vorwiegend in Internetläden erhältlich. Lediglich Geräte von Emporia gibt es bei T-Mobile, E-Plus und The Phonehouse mit Mobilfunk-Vertrag zu kaufen.

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Mobiles Internet im Ausland

Donnerstag, 16. Juli 2009

Immer wieder ist von horrenden Handyrechnungen zu hören, die aufgrund der mobilen Internetnutzung im Ausland entstanden sind. Um so etwas zu vermeiden, sollten Verbraucher sich vor der Reise unbedingt über die in ihrem Tarif anfallenden Datenkosten informieren.

“Die Preise für das mobile Internet im Ausland sind noch um ein Vielfaches höher als in Deutschland. In den Standardtarifen kostet ein Megabyte bis zu 20 Euro”, sagt Markus Weidner vom Onlinemagazin teltarif.de.

Wer ab und zu Nachrichten liest oder E-Mails abruft, zahlt so schnell mehrere 100 Euro.

“Sparen lässt sich bei der mobilen Internetnutzung im Ausland oft mit einer Prepaid-Karte aus dem Gastland. Reisende sollten sich vor dem Urlaub informieren, welche Anbieter es im jeweiligen Land gibt”, so Weidner.

In der Regel haben diese auch englischsprachige Internetseiten, auf denen Informationen zu den Datenpreisen zu finden sind. In Spanien beispielsweise kostet das Megabyte bei MASmovil mit rund 6 Cent weniger als in den günstigsten deutschen Prepaid-Datentarifen.

Eine Alternative zum mobilen Surfen über das Mobilfunknetz ist die Nutzung von kostengünstigen WLAN-Hotspots, wie sie oft an Flughäfen, in Hotels oder ähnlichen öffentlichen Plätzen zur Verfügung stehen. Sie bieten häufig hohe Bandbreiten und der Urlauber muss sich nicht extra eine andere SIM-Karte besorgen. Sinnvoll ist es, sich vor der Reise über günstige Hotspots vor Ort zu informieren - etwa unter www.hotspot-locations.de. Auch in Internetcafes gibt es oft eine kostengünstige Surfmöglichkeit.

Ein abschließender Tipp von Markus Weidner lautet: “Wer ein Handy besitzt, das sich automatisch in bestimmten Abständen ins Internet einwählt - etwa um E-Mails abzurufen -, sollte diese Funktion vor einer Auslandsreise deaktivieren.” So wird verhindert, dass unbemerkt Kosten entstehen.

Auswahl ausländischer Prepaid-Karten: www.teltarif.de/ausland-prepaid-surfen

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iPhone 3G S im Test

Dienstag, 23. Juni 2009

Seit ein paar Tagen ist nun das neue iPhone 3G S im Handel. Hersteller Apple verspricht mit der neuesten iPhone-Generation schnelleres Internet, mehr Akku-Ausdauer, Videos und bessere Fotos.

Ob das stimmt, klärte die Computerbild in einem Labortest: Einer der Hauptkritikpunkte von Besitzern der zwei ersten iPhone-Modelle ist  der schwache Akku. Das neue Gerät hält nun bis zu 21 Prozent länger durch: Bei intensiver Dauernutzung kommt es auf 29 Stunden Betriebszeit, in Bereitschaft schafft es maximal 340 Stunden. Und die maximale Gesprächszeit pro Akkuladung wurde sogar um bis zu 60 Prozent verlängert (bis zu 8 Stunden Dauertelefonie).

Das iPhone ist wie geschaffen für die mobile Nutzung des Internets - je schneller also die Verbindung, desto besser. Apple hat beim neuen Modell an der Temposchraube gedreht: Im Test schaffte das Handy im T-Mobile-Netz Datenraten von durchschnittlich 6,8 Megabit pro Sekunde und Spitzenwerte von mehr als 7 Mbps - schneller als mancher DSL-Anschluss. Und auch der renovierte Internet-Browser überzeugt mit Geschwindigkeit und guter Seitendarstellung: Er konnte drei Viertel der Test-Internetseiten darstellen.

Für den Schnappschuss unterwegs gibt es jetzt eine eingebaute 3-Megapixel-Kamera, bislang waren es nur 2 Megapixel. Doch das Ergebnis ist mittelmäßig: Die Bilder sind zwar detailreicher, teils aber wesentlich dunkler als zuvor. Außerdem stören Farbverfälschungen und Bildrauschen. An die Qualität bewährter Fotohandys wie das Nokia N96 kommt das Apple-Handy nicht ran. Immerhin: Das neue iPhone kann jetzt Videos aufzeichnen.

Gut für Musikfans: Endlich funktionieren auch Stereo-Bluetooth-Kopfhörer mit einem iPhone. Allerdings reagierte das Handy im Test bei verschiedenen Kopfhörern nicht auf die Bedientasten für den Titelsprung. Auch sind die Bluetooth-Funktionen nicht ganz auf dem neusten Stand der Technik. So lassen sich etwa Fotos oder Videos nicht auf andere Handys übertragen.

Ungewöhnliche Neuerung: Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich mit einem auf dem Bildschirm eingeblendeten, magnetischen Kompass orientieren. Weitere neue Funktionen des iPhone 3G S wie MMS, eine Schreibtastatur im Querformat und eine Diktierfunktion sind dagegen nicht dem Gerät selbst, sondern der neuen Software iPhone OS 3.0 zu verdanken. Davon profitieren auch Nutzer der Vorgängerversionen: Mit Hilfe von iTunes lässt sich das Software-Update gratis auf allen älteren iPhone-Modellen installieren.

Wer sich das neue iPhone 3G S zulegen will, muss weiterhin tief in die Tasche greifen: Es ist in Deutschland vorerst nur mit einem 2-Jahres-Vertrag von T-Mobile erhältlich und kostet je nach Tarif zwischen 1 und 250 Euro. Dazu kommen je nach Freiminuten und Internetpaketen monatliche Kosten zwischen 24,95 und 119,95 Euro.

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Weniger Netto, mehr Telefon

Montag, 22. Juni 2009

Nutzen Sie noch das Festnetz zum telefonieren? Dann sind Sie wahrscheinlich deutlich über 30 und verfügen über ein Nettoeinkommen von über 900 Euro im Monat.

Woher ich das wissen will? Ich habe gerade eine Meldung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gelesen. Dort hat man anlässlich des Welt-Telekommunikationstages mit einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe untersucht, wie die Verteilung von Haushalten mit Mobiltelefon aber ohne Festnetzanschluss aussieht. Ergebnis: In fast jedem zehnten Haushalt ersetzen Handys das Festnetz.

Rund 4 Millionen Privathaushalte in Deutschland waren Anfang 2008 nach den aktuellen Ergebnissen der Untersuchung mit Mobiltelefonen ausgestattet, ohne zusätzlich über Festnetzanschlüsse zu verfügen - mehr als 9% aller Haushalte. Im Jahr 2003 lag der Anteil der Haushalte mit Handy ohne Festnetztelefon noch bei 4%.

Bisher konnten Handys vor allem bei jüngeren Menschen den festen Telefonanschluss verdrängen. In jedem dritten Haushalt (35%) von unter 25-Jährigen gab es Anfang 2008 ausschließlich Mobiltelefone und keinen festen Telefonanschluss mehr. Der Anteil der ausschließlichen “Handy-Nutzer-Haushalte” nahm mit steigendem Alter der Haupteinkommensbezieher und -bezieherinnen ab. Bei den 25- bis 34-Jährigen waren es noch 19% der Haushalte, bei den 55- bis 64-Jährigen 6% und bei den über 70-Jährigen zwei von 100 Haushalten.

Bezogen auf das Haushaltsnettoeinkommen ist festzustellen, dass bei geringem monatlichem Nettoeinkommen der Anteil der Haushalte mit Handy ohne Festnetz am höchsten ist. In der untersten Einkommensklasse bis 900 Euro lag der Anteil bei 23% gegenüber 3% in den Einkommensklassen ab 2 600 Euro. Diese Struktur spiegelt sich auch bei der Betrachtung der sozialen Stellungen wider: 21% der Arbeitslosenhaushalte, 11% der Arbeitnehmerhaushalte sowie 6% der Selbstständigenhaushalte besaßen ausschließlich Mobiltelefone und keinen festen Telefonanschluss mehr.

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Showdown in Mobile City

Dienstag, 11. März 2008

Wann sind Sie eigentlich zum letzten Mal in einen Laden gegangen und konnten tatsächlich erfolgreich das mitnehmen, was Sie kaufen wollten? Mir gelingt das, wenn ich mal von Lebensmitteln und dergleichen absehe, nur noch sehr selten.

Heute war es mal wieder soweit, ich wollte etwas kaufen. In den Kopf gesetzt hatte ich mir ein Telefon, das ein bekannter Mobilfunkanbieter in seinen Shops aufwendig bewirbt. Leider ist das Gerät nicht ganz billig und so habe ich mich einige Tage mit dem Kaufgedanken getragen. Heute war es dann soweit, ich betrat das Ladenlokal, warf einen prüfenden Blick auf das Display mit dem ausgestellten Gerät und trat frohgemut an die Theke, zum äußersten bereit und willens, einige hundert Euro zum Umsatz beizutragen.

„Hallo, ich hätte gern Gerät XY“, eröffnete ich die erste Runde des Verkaufsgesprächs. „Aber gern“, tönte es mir entgegen. Gut, hier wäre der erfahrene Mobiltelefonkäufer schon misstrauisch geworden, aber ich war ganz zutraulich. „Mit welchem Vertrag“, lächelte mich der Verkäufer an. „Kein Vertrag, nur ein Telefon“, konterte ich und sein Lächeln schrumpfte deutlich zusammen. „Aber warum nicht?“ Ich erklärte, mit meinem jetzigen Angebot glücklich zu sein, aber vielleicht später auf das Angebot eines Vertrages zurückzukommen.

Also verschwand ein Kollege im hinteren Teil des Ladens, der wohl das Lager beherbergte. „Keins mehr da“. Das hätte ich mir fast denken können, immerhin wird dieses 400-Euro-Gerät ja heftig beworben, wie kann man da erwarten, dass es auch verkauft wird?

„Aaaaber”, so schob der Verkaufsjüngling nach, „wir könnten Ihnen das Vorführgerät geben“. Eine tolle Idee von dem Mann, doch noch den Verkauf zu tätigen. „Billiger können wir es Ihnen aber nicht lassen.“ Da war er wieder, der Tiefschlag des Einzelhandels.

Die Diskussion darüber, dass es eigentlich üblich ist, benutzte Geräte mit einem gewissen Rabatt an den Kunden weiterzugeben, verpufften an der Wand, die da lautete, dass dieses spezielle Gerät ‚leider’ (warum konnte ich dieses Bedauern nicht so recht glauben?) nicht rabattierbar sei.

Unverrichteter Dinge verließ ich leicht frustriert das Ladenlokal, um 300 Meter weiter die nächste, ebenso rote Filiale anzusteuern. Zum Glück gibt es nämlich bei uns in der Innenstadt mehr Telefonläden als Mülleimer.

So langsam hatte ich das Gefühl, in einem alten Western gelandet zu sein – genau an der Stelle, wo es das große Duell zwischen Kunde und Verkäufer gibt.

Die Sonne flirrt vom Himmel, ich gehe langsam die staubige Hauptstraße entlang, den Blick auf mein Gegenüber gerichtet, der sich hinter der Theke auf den Schlagabtausch vorbereitet, als er mich kommen sieht. Von irgendwoher weht der Klang einer Mundharmonica zu mir herüber. Passanten fliehen in die nächsten Hauseingänge.

Ich schlage meinen Mantel zurück, meine Hand schwebt locker über der Geldbörse, bereit, im entscheidenden Moment zuzugreifen.

Ich fixiere den Händler, kein Zucken verrät meine Absicht, als wir die Tageszeit austauschen. Ich spüre, wie er auf meine Bewegung lauert. Jetzt schlage ich zu und setze ich meine Ich-brauche-jetzt-wirklich-ein-Telefon-Mine auf und fragte nach dem Gerät, das auch hier in aller Schönheit auf einem großen Verkaufsständer thronte.

„Ja, haben wir“, kontert er geistesgegenwärtig. Ich konnte es kaum fassen. Um ein Haar hätte er mich erwischt. „Gut“, presse ich zwischen den Lippen hervor, wachsam den zweiten Mann fixierend. Was hat er vor? Warum nähert er sich verdächtig langsam der Hintertür? „Nehme ich.“ Man kann eine Stecknadel fallen hören, so ruhig ist es in Mobile City plötzlich. Der zweite Mann stutzt – ich habe sie in der Zange, es gibt keinen Ausweg, er muss ins Lager.

Nach überraschend kurzer Zeit kehrte er zurück: „Komisch. Im System stehen noch zwei Geräte, es ist aber keins da.“ Die Mundharmonika verstummt, die Telefonladen-Cowboys habe aufgegeben - ein Versuch, mir etwas Vergleichbares zu präsentieren, wird gar nicht erst gemacht und der Abspann läuft. Moment, was steht da? Ein Film der Bestellservice.de, produziert von Internet Inc.

Muss man sich da eigentlich noch wundern, warum der Einkauf im Internet immer beliebter wird? Man stelle sich das einmal vor: Zwei Filialen desselben großen Anbieters, beide bewerben mit deutlichem Nachdruck ein durchaus hochpreisiges Gerät und in beiden Filialen ist man völlig überrascht davon, dass es Kunden gibt, die so ein Gerät tatsächlich mitnehmen wollen. Und das, obwohl geschätzte 6 weitere Mitbewerber in etwa 300 Metern Umkreis vorhanden sind. Kein Versuch, dem offenbar zahlungswilligen Kunden entgegenzukommen oder wenigstens ein vergleichbares Gerät anzubieten. Es muss dem Handel wohl doch noch recht gut gehen.

Ich werde jetzt ein anderes Gerät kaufen – natürlich im Internet, wo ich es noch etwas billiger bekomme als im Handel.

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