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Fast schon magisch

Freitag, 29. Januar 2010

Lang wurde darüber spekuliert, nun ist es endlich da – das Apple-Tablet. Apple hat gestern in einer Präsentation das iPad vorgestellt, ein flaches und handliches Gerät mit 9,7″ Display für das Surfen im Web, Lesen und Senden von E-Mails, Genießen von Bildern, Betrachten von Videos, Musikhören, Spielen, Lesen von E-Books und vielem mehr.

Das lang erwartete Tablet ähnelt dabei einem großem iPod touch und verfügt über ein hochauflösendes Multi-Touch Display, das es dem Anwender erlaubt, ganz intutiv durch Tippen oder schieben auf der Oberfläche mit Programmen und Inhalten umzugehen.

Dads iPad ist gerade einmal 13,4 Millimeter dünn und wiegt 680 Gramm - es ist damit schlanker und leichter als jeder Laptop oder wohl auch jedes Netbook.

12 Multi-Touch-Anwendungen, die speziell für iPad entwickelt wurden, sind bereits im Gerät vorhanden, doch so richtig spannend wird es erst dadurch, dass fast alle der über 140.000 Programme aus dem App Store darauf laufen sollen. Das iPad wird Ende März ab 499 US-Dollar im Handel sein.

“iPad schafft und definiert eine völlig neue Gerätekategorie, welche die Nutzer mit den Anwendungen und Inhalten auf eine viel intimere, intuitivere und spaßigere Art und Weise miteinander in Verbindung treten lässt als jemals zuvor,” so Steve Jobs, CEO von Apple.

Jede Anwendung unterstützt sowohl die Hoch- als auch Querformat-Ansicht und animiert diese entsprechend der Richtung in die der Nutzer das iPad dreht. Die Multi-Touch-Oberfläche soll das Surfen im Internet zu einer völlig neuen Erfahrung machen, deutlich interaktiver und privater als auf einem Computer sein.

Man kann Fotos von einem Mac, PC oder einer Digitalkamera importieren, diese organisiert in Form von Alben betrachten sowie in Slideshows mit anderen teilen; Filme, TV-Sendungen und Youtube-Videos in HD ansehen; durch Seiten eines E-Books blättern, welches aus Apples neuem iBookstore heruntergeladen wurde und dabei der Musiksammlung lauschen.

Apple hat auch die neue iBooks App für iPad vorgestellt, welche den neuen iBookstore beinhaltet, um auf dem iPad nach Büchern zu suchen, sie zu kaufen und zu lesen. Der iBookstore wird Bücher von großen wie auch unabhängigen Verlagen führen.

Apple hat ebenfalls eine neue Version von iWork für iPad vorgestellt, die erste Desktop-artige Softwaresuite, die speziell für Multi-Touch entwickelt wurde. Mit Pages, Keynote und Numbers können Dokumente, Präsentationen mit Animationen und Übergängen, wie auch Tabellen mit Diagrammen, Funktionen und Formeln kreiert werden. Diese drei Anwendungen werden separat im App Store für 9,99 US-Dollar angeboten.

Der iPad synchronisiert sich mit iTunes - genau wie das iPhone und der iPod touch - mittels des standardmäßigen USB-Verbindungskabels. So können alle Kontakte, Fotos, Musik, Filme, TV-Sendungen, Anwendungen und mehr mit einem Mac oder PC abgeglichen werden. Alle Anwendungen und Inhalte, die mit iPad aus dem App Store, dem iTunes Store und dem iBookstore geladen wurden, werden automatisch mit der iTunes-Bibliothek synchronisiert, sobald iPad das nächste Mal mit dem Computer verbunden wird.

Das 9,7″ Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung des iPad nutzt IPS-Technologie, um frische, klare Bilder und konsistente Farben über einen nahezu maximalen Betrachtungswinkel von 178 Grad zu liefern. Die “Soft”-Tastatur, erstmals mit dem iPhone eingeführt, macht sich das größere Display des iPad zunutze, um eine Tastatur im Maßstab von nahezu 1:1 zu bieten. Das iPad lässt sich außerdem mit dem neuen „iPad Keyboard Dock“ mit einer traditionellen Tastatur in Normalgröße verbinden.

Die Batterielaufzeit soll dabei bis zu zehn Stunden betragen und der Akku soll bis zu 1.000 Ladezyklen ohne signifikante Einbußen der Batteriekapazität über eine typische Lebensdauer von fünf Jahren erlauben.

iPad gibt es in zwei Varianten - eine Version mit WLAN und eine sowohl mit WLAN als auch 3G. iPad integriert neueste 802.11n-WLAN-Technologie und die 3G-Modelle unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbps in HSDPA Netzwerken.

iPad soll weltweit ab Ende März als 16GB-Modell für einen Preis von 499 US-Dollar, als 32GB-Modell für 599 US-Dollar und als 64GB-Modell für 699 US-Dollar erhältlich sein.

Die WLAN + 3G-Modelle des iPad werden im April in den USA und ausgewählten Ländern als 16GB-Modell für einen Preis von 629 US-Dollar, als 32GB-Modell für 729 US-Dollar und als 64GB-Modell für 829 US-Dollar verfügbar sein.

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Gibt es einen Steve Jobs?

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Mit der Nachricht, dass Apple künftig die MacWorld nicht mehr besuchen werde, sprang – wieder einmal – der Deckel vom Topf der brodelnden Gerüchte, die Marktbeobachter und Analysten so gern um die Person des Apple-CEO Steve Jobs anheizen.

Die stets und bei jeder Geschäftsentscheidung des Unternehmens lauthals verkündeten aktienrelevanten Panikreaktionen spiegeln eine Fokussierung des Marktes auf eine als messianisch angesehene, strahlende Gestalt, die das Unternehmen selbst längst hinter sich gelassen hat.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass jeder CEO auch einmal seinen Stuhl räumen muss und es wirkt etwas befremdlich, dass die gerade im Falle von Apple als potentielles Katastrophe, gewissermaßen als ein widernatürliches Ereignis betrachtet wird.

Wenn also Apple am 6. Januar 2009 seine offiziell letzte Präsentation im Rahmen der MacWorld halten wird und erstmals nicht Jobs, sondern Phil Schiller die Bühne betreten wird, ist dies kein Zeichen des nahen Untergangs, sondern vielmehr ein Indiz für ein Unternehmen, dass längst über mehr als einen Kopf verfügt.

Jobs ist natürlich der große Ideenfilter, der dem Konzern seinen Stempel aufgedrückt hat und Apple kompromisslos aus einem Schlingerkurs auf die richtige Bahn gebracht hat. Doch es sind heute auch Köpfe wie beispielsweise Design-Chef Jonathan Ive oder der „iPhone-Macher“ Scott Forstall, die das Gesicht des Unternehmens prägen.

Insofern sei all den verzweifelten Jobs-Gläubigen hier eine kleine Geschichte angedient, die sich inhaltlich an dem populären Leitartikel der New York Sun „Is There a Santa Claus?” orientiert. Ich muss allerdings zugeben, mir die Anregung dazu hier abgeschaut zu haben. 

In diesen Tagen, wo uns allen wieder so sehr menschlich zumut wird und die Zeit einen Schritt langsamer zu gehen scheint, in allen Fenstern Lichter friedvoll glänzen und zum Eintreten auffordern, da gibt es, leider, leider, auch Menschen, die in tiefe Zweifel gestürzt werden, wie auch der Mac-Benutzer, der uns die folgenden Fragen schickte:

Was ist der Anlass des näher rückenden Festes? Ist das alles nicht nur schöner Schein? Was ist mit Ihm? Gibt es Ihn wirklich? Oder ist er schon längst tot?

Quälende Fragen, die durch Gerüchte böser Menschen angestachelt werden, die da sagen, es sei doch klar zu sehen, dass es Ihn gar nicht gäbe. Auch viele seiner Freunde behaupten das.

Doch sie haben unrecht und sind beeinflusst von Bill Gates und der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, nur weil Er nicht auf der Macworld sein wird, gibt es ihn nicht.

Sie glauben, dass nichts sein kann, das für ihre PCs unfassbar ist. Dabei schickt er uns doch Schiller, der seine Botschaft verkündet und sagt, dass die Gerüchte über Seinen Tod maßlos übertrieben sind.

Ja, es gibt einen Steve Jobs. Er existiert so zweifellos wie iMac und iPhone und iPod bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde, lieber verzweifelter Mac-Nutzer, wäre die Welt, wenn es keinen Steve Jobs gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Analysten gäbe, die über ihn spekulieren könnten, wenn er nur hustet. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch Jonathan Ives und Phil Schiller. Das ewige Licht, mit dem der Apfel die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

Nicht an Steve Jobs glauben! Du, lieber Anwender, könntest ebensogut nicht an Bill Gates glauben! Du könntest Menschen anzustellen, die vom 5. – 9. Januar auf alle Macs aufpassen, um Steve Jobs zu fangen; aber selbst wenn sie ihn nicht herunterladen sähen, was würde das beweisen? Niemand sieht Steve Jobs, weder die CeBIT, noch die NAB, die  Macworld New York, die Macworld Tokyo oder die Apple Expo in Paris, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es ihn nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene ohne Browser auf Apple.com sehen können. Sahst du jemals Bill Gates auf dem Desktop in Seattle tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass er nicht dort ist.

Du kannst das DVD-Laufwerk auseinander reißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt der Apple Retail Stores ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller 3,5 Millionen Besucher jede Woche, auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Liebe und eine Kreditkarte können diesen Vorhang beiseite schieben und die himmlische Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.

Kein Steve Jobs! Er lebt, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen. Oder zumindest der Apple Store …

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