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Artikel mit ‘Roboter’ getagged

Bewaffnete Roboter im Krieg der Menschen

Freitag, 20. März 2009

Im Irak und in Afghanistan operieren zurzeit zwischen vier- und sechstausend militärisch eingesetzte Roboter, schätzt der britische Roboter-Experte Noel Sharkey. Noch werden sie von Menschen gesteuert - das aber könnte sich schon bald ändern.

Sharkey weist darauf hin, dass in derartigen Konflikten autonome Roboter Zivilisten nicht von Kombattanten unterscheiden könnten.

“Ihnen die Entscheidung zu überlassen, wen zu töten und wen nicht, würde mit den wesentlichen ethischen Grundsätzen eines ‘gerechten Krieges’ in Konflikt geraten, die in der Haager Landkriegsordnung und der Genfer Konvention und anderen Richtlinien zum Schutz von Zivilisten, verwundeten Soldaten, Kranken, geistig Behinderten und Gefangenen festgelegt worden sind. Es gibt keine Systeme, die optisch oder sensorisch fähig sind, diese Herausforderung zu meistern”, so der Professor an der Universität Sheffield.

Deshalb könne die weitere Verbreitung von bewaffneten Robotern das Wesen von Konflikten entscheidend verändern. Zugleich zeige diese Entwicklung den dringenden Bedarf an internationalen Richtlinien und Normen zum Schutz von Unbeteiligten.

Diese und andere Aspekte im ethischen Umgang mit Robotern und den Auswirkungen für die öffentliche Sicherheit und die Menschenrechte wird Sharkey beim Deutsche Welle Global Media Forum (www.dw-world.de/globalmediaforum) vom 3. bis 5. Juni thematisieren. Sein Workshop “Ethische Aspekte der modernen Kriegsführung” wird den Schwerpunkt auf den Einsatz autonomer Kampfroboter in der Kriegsführung und damit zusammenhängende ethische Fragen legen.

Das Deutsche Welle Global Media Forum vom 3.-5. Juni in Bonn steht in diesem Jahr unter dem Thema “Konfliktprävention im Multimedia-Zeitalter”. Zahlreiche international renommierte Experten der Internetszene haben bereits ihre Teilnahme bestätigt.

Sharkey, Professor für Computerwissenschaften an der Universität Sheffield, hat sich besonders der Erforschung künstlicher Intelligenz und der Robotertechnik verschrieben. Er forschte und lehrte bereits an Universitäten in England und in den USA in so unterschiedlichen Fachrichtungen wie Ingenieurwesen, Philosophie, Kognitionswissenschaft, Linguistik, Künstliche Intelligenz und Informatik.

Das Deutsche Welle Global Media Forum ist ein Medienkongress mit internationaler und interdisziplinärer Ausrichtung. Er bietet Podiumsdiskussionen und Workshops, interaktive Präsentationen und Ausstellungen, Begegnungsinseln und ein attraktives Rahmenprogramm, das mit Unterstützung renommierter Partner gestaltet wird. Schauplatz ist das World Conference Center Bonn in direkter Nachbarschaft zum Sitz der Deutschen Welle.

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Roboter reagiert auf Gesten

Freitag, 13. März 2009

US-Forscher haben einen Roboter gebaut, der auf nichtverbale Kommandos wie Gesten reagiert. Außerdem kann er einem Menschen in gleich bleibendem Abstand folgen und das ohne großen Aufwand.

“Man braucht keine spezielle Kleidung, muss sich nicht in einer speziellen Umgebung befinden und braucht sich nicht nach dem Roboter umdrehen”, erklärt Chad Jenkins, Informatik-Assistenzprofessor an der Brown University und Projektleiter.

Um das zu ermöglichen, wurde ein “PackBot” des Roboter-Herstellers iRobot, an sich ein kommerzielles Produkt für militärische und Sicherheitsanwendungen, hard- und softwareseitig geeignet nachgerüstet.

Der Forschungs-PackBot wurde von den Wissenschaftlern mit einer kommerziell verfügbaren 3D-Kamera vom Typ “Swiss Ranger” ausgestattet, die am Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique entwickelt wurde. Erst mit ihrer Hilfe bekommt der Roboter die nötige Tiefenwahrnehmung, um einen gleich bleibenden Abstand zum Menschen halten zu können. Damit Personen überhaupt erst als solche erkannt werden können, hat das Team außerdem eine spezielle Software entwickelt. Sie ermöglicht es dem Roboter, Menschen durch Extrahieren einer Silhouette zu erkennen. Dadurch kann er sich ohne Ablenkung durch die Umgebung auf etwaige Kommandos konzentrieren.

Wie der Roboter dem Menschen folgen kann, haben die Forscher bereits demonstriert. So können sie mit einer Reihe von Hand- und Armzeichen Anweisungen geben, wie beispielsweise “folgen”, “stehen bleiben” oder “warten”. Außerdem haben sie Gesten mit verbalen Kommandos kombiniert, um auch komplexere Aktionen durch den Roboter auszulösen - beispielsweise, durch einen Durchgang zu gehen, sich umzudrehen und wieder an den Ausgangspunkt zurückzukehren.

Wenn der Roboter einem Menschen folgt, hält er ganz von selbst einen Abstand von rund 90 Zentimetern und weicht nötigenfalls zurück, wenn der Mensch sich umdreht. All das funktioniere sowohl in Innenräumen als auch im Freien und das, ohne dass Anpassungen an die Lichtverhältnisse nötig sind, heißt es von der Brown University.

Insgesamt erfordert der Roboter damit keine Fernbedienung oder ständige Aufmerksamkeit und das sieht das Team als wichtigen Schritt auf dem Weg zu wirklich nützlichen robotischen Helfern.

“Man will ja nicht ihr Puppenspieler sein, sondern Robotern einfach sagen: ‘Das ist deine Aufgabe. Jetzt erledige sie’”, sagt Jenkins.

Die Möglichkeit, dass Roboter Gesten erkennen und als Kommandos verstehen, ist auch nach Ansicht anderer Forscher wichtig. Im Rahmen des EU-Projekts “Cooperative Human Robot Interaction Systems” beispielsweise setzen Forscher auf Gesten als ein Kommunikationsmittel, das einen sicheren Umgang mit den Maschinen ermöglichen soll.

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