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Artikel mit ‘Reporter ohne Grenzen’ getagged

Google widersetzt sich Zensur in China

Donnerstag, 14. Januar 2010

Verbände wie Reporter ohne Grenzen (ROG) haben die Entscheidung von Google vom 12. Januar 2010, eine Zensur der chinesischen Version seiner Suchmaschine nicht länger hinzunehmen, begrüßt.

“Wir können die Unternehmensführung von Google zu ihrem Mut nur beglückwünschen: Ein ausländisches Unternehmen der Internetbranche übernimmt damit gegenüber seinen chinesischen Nutzern Verantwortung und widersetzt sich mit großer Deutlichkeit den Forderungen von Behörden, die mit immer strikteren repressiven Maßnahmen das Internet überwachen”, so der ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard.

“Angesichts zunehmender Angriffe und Demütigungen durch chinesische Behörden - Google wurde wiederholt beschuldigt, nicht genug dafür zu tun, sensible Informationen zu sperren - hat das Unternehmen seine Stimme erhoben, um eigene Bedingungen für ein weiteres Engagement in China zu stellen. Wir fordern auch andere Unternehmen der Branche auf, sich nicht länger mit den chinesischen Behörden gemein zu machen und ihre Haltung gegenüber der Zensurpolitik in der Volksrepublik zu überdenken”, erklärt Julliard weiter.

Der Internetkonzern hatte am 12. Januar erklärt, nicht länger bereit zu sein, die Ergebnisse seiner chinesischen Suchmaschine Google.cn zu zensieren. In den kommenden Wochen will das Unternehmen mit der chinesischen Regierung darüber sprechen, ob und auf welcher Grundlage eine ungefilterte Suchmaschine innerhalb des chinesischen Gesetzes betrieben werden kann.

Die Konsequenz könnte eine Schließung von Google.cn sein und den Rückzug des Unternehmens aus seinem Chinageschäft bedeuten. Nach Verkündung des Beschlusses am Dienstag fiel die Aktie des Unternehmens um mehr als ein Prozent.

ROG begrüßt ebenfalls, dass Google Hacker-Angriffe gegen das Unternehmen transparent gemacht hat:

“Indem diese Attacken öffentlich gemacht werden, zeigt das Unternehmen deutlich, dass es eine Priorität auf den Schutz persönlicher Daten von Kunden setzt. Google lehnt es ab, Komplize von chinesischen Behörden bei der Verfolgung von Dissidenten im Netz zu sein.”

Der Rückzug des Aktienunternehmens aus der Kooperation mit den chinesischen Behörden erfolgte nach Angriffen gegen Mail-Konten von mehreren Dutzend Menschenrechtsaktivisten. Rund 20 weitere Unternehmen aus dem Medien-, Technologie und Finanzsektor sowie Chemiefirmen waren offenbar ebenfalls von solchen Angriffen und Diebstählen geistigen Eigentums betroffen.

David Drummond, Chef der Rechtsabteilung des Internet-Konzerns, hat am 12. Januar im offiziellen Blog des Unternehmens folgende Erklärung abgegeben:

“Wir haben diese ungewöhnliche Entscheidung, die Informationen über diese Attacken mit einem großen Publikum zu teilen, nicht nur wegen der Konsequenzen für Sicherheit und Menschenrechte getroffen, sondern auch weil diese Informationen den Kern einer wesentlich größeren globalen Debatte über die Meinungsfreiheit betreffen.”

Google und Yahoo haben seit Jahren ihre chinesischen Suchmaschinen zensiert. Suchergebnisse zu Themen, die chinesische Behörden als sensibel einstufen, werden blockiert. Auch Microsoft zensiert seine Blog-Plattform “Windows Live Spaces”. Die Zensur unterdrückt nicht nur Kritik an der Regierung sondern auch Informationen über Themen wie Demokratie, Menschenrechte, den Dalai Lama, die spirituelle Falun-Gong-Bewegung und das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens.

Die Ankündigung von Google kommt zu einer Zeit, in der das Internet als Informationsquelle in China zunehmend beschränkt und reguliert wird. Neue Bestimmungen zur Verschärfung von Internetkontrollen hat die Regierung Ende Dezember angekündigt. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie will sämtliche Websitebetreiber zwingen, sich registrieren zu lassen, um auf eine “weiße Liste” zu gelangen. Andernfalls werden die Websites auf eine “schwarze Liste” gesetzt und sind damit chinesischen Nutzern nicht mehr zugänglich. Zudem stehen chinesische Domains mit der Endung .cn nur noch Unternehmen und Organisationen zur Verfügung - nicht mehr jedoch Einzelpersonen.

China, das auf der ROG-Liste der “Feinde des Internets” steht, betreibt seit Jahren das umfassendste System von Online-Zensur und -Überwachung. Das Land ist mit derzeit 69 inhaftierten Bloggern und Internet-Dissidenten zudem das weltgrößte “Gefängnis für Internet-Nutzer”.

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ROG: Festnahmen von Bloggern und Internetnutzern fast verdreifacht

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Es gibt Fakten, die gleichermaßen furchtbar und unverstehbar sind – und unbedingt ausgesprochen werden müssen. Zu diesen Fakten gehört die alljährliche Bilanz von Reporter ohne Grenzen (ROG), die die schrecklichen Auswüchse von Gewalt und Repressionen auflistet, derer sich Staaten bedienen, denen Menschenwürde und Meinungsfreiheit nur wenig bedeuten.

Auch im Jahr 2009 haben Repressionen und Gewalt gegen Journalisten und vor allem auch gegen Internetnutzer und Blogger zugenommen.

So sind mindestens 76 Journalisten in den vergangenen zwölf Monaten während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 16 mehr als im Jahr 2008. Eine größere Zahl von Journalisten wurde in diesem Jahr auch körperlich angegriffen oder bedroht. 1456 Medienmitarbeiter wurden in diesem Jahr Opfer dieser Form von Gewalt, im Vorjahr waren es noch 929. Ebenfalls deutlich erhöht hat sich die Zahl der zensierten Medien (2008: 353, 2009: 570). 33 Medienmitarbeiter wurden in diesem Jahr entführt (2008: 29).

Die um fast 27 Prozent erhöhte Todesrate unter Journalisten ist vor allem eine Folge des Mordes an 30 Journalisten auf der philippinischen Insel Mindanao im November 2009. Es ist das größte von Reporter ohne Grenzen (ROG) jemals dokumentierte Massaker an Medienmitarbeitern an einem Tag. Besonders gefährliche Länder für Journalisten waren außerdem Somalia (9 Todesfälle), Pakistan (5) und Russland (5).

In Kriegen und im Umfeld von Wahlen waren Journalisten im Jahr 2009 besonderen Bedrohungen ausgesetzt.

“Über einen bewaffneten Konflikt zu schreiben erweist sich als immer gefährlicher für Journalisten: Sie geraten in die Schusslinie, werden gezielt ermordet oder entführt. Aber auch die Berichterstattung während Wahlperioden ist in einigen Ländern eine riskante Arbeit, die im Gefängnis oder im Krankenhaus enden kann”, sagt ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard anlässlich der Veröffentlichung der Jahresbilanz 2009.

Die 30 Journalisten auf der philippinischen Insel Mindanao wurden im November ermordet, weil sie über die Wahlkampagne eines Kandidaten für das Gouverneursamt berichten wollten. In Tunesien wurde der Journalist Taouflik Ben Brik einige Tage nach der Wiederwahl von Präsident Ben Ali verhaftet. Im Iran werden viele Journalisten bis heute für ihre kritischen Berichte vor und nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Juni mit Verhören, Gefängnisstrafen, Schikanen und schweren Misshandlungen bestraft.

Die weltweite Zahl der Festnahmen von Journalisten ist um etwa ein Siebtel zurückgegangen. Dafür hat sich die Zahl der Festnahmen von Bloggern und Internetnutzern fast verdreifacht. Viele autoritäre Regierungen wie die chinesische, die iranische oder aserbaidschanische befürworten harte Strafen für Internetnutzer, weil sich das World Wide Web zu einem Motor demokratischer Proteste entwickelt hat.

Zum ersten Mal veröffentlicht ROG in seiner Jahresbilanz die Zahl von Journalisten, die in den vergangenen zwölf Monaten gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen: 2009 sind 157 Medienmitarbeiter ins Exil gegangen, weil ihr Leben oder ihre Freiheit bedroht wurde.

“Unsere größte Sorge ist in diesem Jahr der massive Exodus von Journalisten aus repressiven Staaten wie dem Iran oder Sri Lanka. Die Behörden in diesen Ländern fördern häufig bewusst eine Flucht von Journalisten und Bloggern, um damit den Pluralismus der Meinungen und Kritik zu unterdrücken”, sagt Jean-François Julliard.

Lesen Sie hier die ausführliche ROG-Jahresbilanz 2009: www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2009/Bila2009.pdf

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Marokko: Reporter ohne Grenzen kritisiert Verfolgung von Internetaktivisten

Freitag, 25. Dezember 2009

Mit scharfer Kritik reagiert Reporter ohne Grenzen (ROG) auf die gerichtliche Verfolgung von Bloggern durch die marokkanische Regierung seit Anfang Dezember im Südwesten des Landes. Zwei Internetaktivisten wurden zu Haftstrafen verurteilt, weil Sie Informationen über die Niederschlagung von Studentenprotesten am 1. Dezember in dem Ort Taghjijt, 200 Kilometer südlich von Agadir, verbreitet hatten. Aus dem gleichen Grund suchen Sicherheitskräfte derzeit nach einem dritten Blogger.

Ein Gericht erster Instanz in Guelmim hat am 15. Dezember den Blogger El Bachir Hazzam zu vier Monaten Gefängnis und den Besitzer eines Internetcafés, Abdullah Boukfou, zu einem Jahr Haft verurteilt.

Hazzam wurde der “Verbreitung von falschen Informationen, die das Bild des Königreichs bezüglich der Menschenrechte schädigen” für schuldig befunden. Boukfou wurde wegen der Verbreitung von Informationen zu den Studentendemonstrationen sowie wegen des “Besitzes von Veröffentlichungen, die zum Rassenhass anstiften” verurteilt.

“Erst im vergangenen Oktober hatte die marokkanische Regierung einen Maßnahmekatalog vorgelegt, um den Zugang zum Internet im Land auszubauen, das Königreich besser in die Informationsgesellschaft zu integrieren und die digitale Wirtschaft zu fördern. Die neuen Verurteilungen stellen einen Rückschritt dar und zeigen, dass die Meinungsfreiheit im Internet nicht die Kritik an den Behörden miteinschließt”, kritisiert ROG.

Bei ihren Protesten in Taghjijt forderten die Studierenden unter anderem bessere Transport- und Wohnmöglichkeiten. Nachdem der Ortsvorsteher die Verhaftung von drei Teilnehmern der Demonstrationen angeordnet hatte, weiteten sich die Proteste aus. Schließlich wurde die Versammlung von Ordnungsskräften gewalttätig niedergeschlagen. In den Folgetagen wurden weitere Teilnehmer verhaftet. Unter ihnen auch der Blogger und Mitglied des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac, Abdelaziz Salami. Wegen seiner Teilnahme an den Protesten wurde er zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Behörden fahnden außerdem noch nach dem Internetdissidenten Boubaker al-Yadib, der über die Proteste berichtet hat.

Aus Sicht von ROG haben El Bachir Hazzam und Abdullah Boukhou nichts Unrechtes getan. Hazzam hatte lediglich ein bereits veröffentlichtes Kommuniqué der Studierenden zu den Repressionen von Sicherheitskräften während der Demonstrationen im Internet verbreitet. Boukfou wird beschuldigt, Informationen und Bilder über die Ereignisse verschickt zu haben. Für den Anklagepunkt “Anstiftung zum Rassenhass” liegen keine Beweise vor.

“Anstatt Unschuldige ins Gefängnis zu werfen, sollten die Behörden lieber zu missbräuchlichem und unverhältnismäßigem Verhalten der lokalen Sicherheitseinheiten ermitteln sowie zur Rolle des Ortsvorstehers während der Proteste”, fordert ROG.

Hazzam wurde am 7. Dezember 2009 verhaftet - drei Tage, nachdem er in seinem Blog das Kommuniqué zu den Demonstrationen am 1. Dezember in Taghjijt veröffentlicht hatte. Die Studierenden hatten darin eine unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt der örtlichen Polizeikräfte kritisiert.

Nach Angaben des “Arabic Network for Human Rights Information” (ANHRI) wurde Hazzam nach seiner Verhaftung auch zu einem Artikel verhört, den er im September 2007 veröffentlicht hatte. Der Artikel mit dem Titel “Wahlversprechen: Wahrheit oder Fiktion” behandelte die damals in Marokko abgehaltenen Parlamentswahlen. Hazzam kündigte an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Boukfou wurde einige Tage nach den Demonstrationen in seinem Internetcafé verhaftet. Laut ANHRI wurden inzwischen einige Internetcafés geschlossen, während andere unter strenge Überwachung gestellt wurden, um die weitere Verbreitung von Informationen und Fotos der Proteste zu verhindern.

Nach Einschätzung des Präsidenten der “Vereinigung marokkanischer Blogger”, Said Benjabli, sind die Gefängnisstrafen vor dem Hintergrund einer aktuellen Verschärfung der Kontrolle unabhängiger Medien zu sehen, die über Gesetzesverstöße von Sicherheitskräften und Regierungsbeamten berichten.

In den vergangenen zwei Jahren wurden in Marokko mehrere Internetaktivisten festgenommen, weil Sie Ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrgenommen hatten. Darunter zum Beispiel der Online-Journalist Hassan Barhoum, der einen Staatsanwalt der Korruption beschuldigte, oder der Internetdissident Mohammed Erraji, dem “Respektlosigkeit gegenüber dem König” vorgeworfen wurde. “Majestätsbeleidigung” ist ein gängiger Vorwurf in dem nordafrikanischen Land zur Strafverfolgung von Journalisten, Autoren und Online-Aktivisten.

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Die besten Blogs für die Meinungsfreiheit

Dienstag, 08. Dezember 2009

Zum fünften Mal zeichnen die Deutsche Welle (DW) und Reporter ohne Grenzen (ROG) Blogger und Blogs aus, die sich in herausragender Weise für freie Meinungsäußerung einsetzen. Der “Reporter ohne Grenzen Award” für Meinungsfreiheit wird im Rahmen des “BOBs - Best Of The Blogs”-Wettbewerbs der DW vergeben, bei dem in insgesamt 17 Kategorien herausragende Weblogs gekürt werden. Der Startschuss zu den sechsten BOBs ist gestern, am 7. Dezember, gefallen: Internetnutzer weltweit sind aufgerufen, ab sofort bis zum 14. Februar 2010 Vorschläge für die Auszeichnungen einzureichen.

“Wir freuen uns sehr, diesen prestigeträchtigen Wettbewerb der Deutschen Welle ein weiteres Mal unterstützen zu können”, sagte die Leiterin des Internet-Referates von Reporter ohne Grenzen, Lucie Morillon.

“Wenn Blogs von besonderer Qualität prämiert und der Öffentlichkeit präsentiert werden, wird das große Potential von Online-Nachrichten und –Informationen verdeutlicht und das Recht der freien Meinungsäußerung im Internet gestärkt”, so Morillon weiter.

Der “BOBs - Best Of The Blogs” - ist ein internationaler Wettbewerb für originelle Blogs, die darauf abzielen die Öffentlichkeit regelmäßig mit verlässlichen Informationen zu versorgen. Neben dem “Reporter ohne Grenzen Award” werden unter anderem Preise in den Kategorien “Best Videoblog”, “Best Podcast” oder in der Rubrik “Blogwurst Award” für das schrägste und ausgefallenste Blog vergeben. Zusätzlich gibt es in diesem Jahr eine spezielle Auszeichnung für das beste Blog zum Thema Klimawandel. Bis zum 14. Februar können Weblog-Fans auf der ganzen Welt ihre Favoriten als Kandidaten unter http://www.thebobs.com benennen.

Vorgeschlagen werden können Blogs in elf Sprachen: Arabisch, Bengalisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Indonesisch, Persisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch.

Anschließend wird eine internationale Jury in jeder Wettbewerbskategorie elf Nominierungen vornehmen. In der Zeit vom 15. März bis 14. April werden die Gewinner in einem kombinierten Verfahren von Online-Wahl und Jury-Entscheidung ermittelt. Die Namen der Gewinner werden bei der Internet-Konferenz “re:publica 2010″ in Berlin am 15. April verkündet. Die Preisverleihung findet am 22. Juni 2010 im Rahmen des “Global Media Forums” der Deutschen Welle in Bonn statt.

Die Jury besteht aus Journalisten, Weblog-Experten sowie einem ROG-Vertreter. Ehrenmitglied der Jury ist dieses Mal der chinesische Künstler und Blogger Ai Weiwei.

“Blogs sind das wirksamste Instrument für die demokratische Bewegung in China”, sagte Ai Weiwei. Sie böten eine Art von “virtueller Demokratie” für Länder an, in denen das Recht auf Meinungsfreiheit beschränkt sei, so Ai Weiwei weiter.

Im vergangenen Jahr ging der “Reporter ohne Grenzen Award” für Meinungsfreiheit an die chinesische Dissidentin Zeng Jinyan sowie an das iranische “4equality project”. Zeng Jinyan, die Frau des inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Hu Jia, beschreibt in ihrem Blog das Leben unter der ständigen Überwachung durch die chinesischen Behörden. Die 50 Autorinnen und Autoren des 4equality-Blogs kämpfen gegen frauenfeindliche Gesetze im Iran.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier: http://www.thebobs.com

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Mauerfall und Meinungsfreiheit

Donnerstag, 05. November 2009

Google hat am 3. November 2009 in Berlin gemeinsam mit führenden Vertretern aus Politik, Kultur und Medien den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren zum Anlass genommen, um die Bedeutung von Meinungsfreiheit für Demokratie und politischen Wandel im Internetzeitalter zu diskutieren.

Vor mehr als 120 geladenen Gästen sprachen Thorbjørn Jagland (Generalsekretär des Europarates), Jean-Francois Juillard (Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen), Dean Wright (Direktor Ethik und Innovation von Thomson Reuters) sowie Rachel Whetstone (Vice President Communications und Public Affairs von Google). Die ehemalige Bundestagspräsidentin Professor Rita Süssmuth, Andrew Puddephatt (Direktor des Beratungsunternehmens Global Partners & Associates) und Sami Ben Gharbia (Direktor Global Voices) diskutierten im Anschluss über Meinungsfreiheit im Netzzeitalter.

Zu den zentralen Forderungen der vertretenen Organisationen gehören der weltweite Schutz des Internet und der Aufbau geeigneter Rahmenbedingungen für eine freie Netzkultur. Zwei Jahrzehnte, nachdem sich die Menschen in Ostdeutschland vor Kirchen und mit Plakaten Gehör verschafften und erfolgreich ihre Bürgerrechte einforderten, sei das Internet zu einer tragenden aber umkämpften Kraft im weltweiten Ringen um Freiheit und das Recht auf freie Rede geworden.

Rachel Whetstone, Vice President Communications und Public Policy bei Google, sagte in Ihrer Rede: “Freie Gesellschaften sind unabdingbar mit einer freien Meinungsäußerung verknüpft. Am Vorabend des 20. Jahrestages des Mauerfalls ist es daher umso wichtiger, dass wir uns dieses vor Augen halten und dass wir uns vehement für alle Formen der Meinungsfreiheit einsetzen.”

Thorbjørn Jagland forderte die Staaten und nicht-staatliche Akteure zur Zusammenarbeit auf, um sicherzustellen, dass die Nutzung des Internets ein echter Beitrag zur Demokratie wird: “Das Internet bietet enorme Möglichkeiten und ungeheure Freiheit, ist zugleich jedoch auch eine Bedrohung für die Ausübung ebendieser Freiheit.”

Um die Meinungsfreiheit rund um den Globus zu unterstützen, hat Google zudem auf der Onlinevideoplattform YouTube den Kanal “Freedom of Expression” gestartet. Darüber hinaus schreibt Google zusammen mit “Global Voices” erstmalig den “Breaking Borders Award” für besondere Verdienste um die freie Meinungsäußerung mit Mitteln des Internet aus. Der Preis wird in drei Kategorien ausgeschrieben und ist mit insgesamt 30.000 Dollar dotiert. Unter www.breakingborders.de können weitere Informationen über die Veranstaltung “Breaking Borders” in Berlin eingesehen werden.

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Chinesischer Wunschtraum: Presse- und Internetfreiheit

Freitag, 16. Oktober 2009

Gestern war ich auf der Buchmesse in Frankfurt und habe dort unter anderem an der Pressekonferenz von Reporter ohne Grenzen (ROG) teilgenommen. Dabei konnte man erfahren, was Internetzensur anrichten kann, wenn sie im großen Stil durchgeführt wird.

ROG appellierte im Rahmen der Pressekonferenz an die chinesische Regierung, ihren offiziellen Bekundungen Taten folgen zu lassen. Zuletzt hatte der chinesische Staatspräsident Hu Jintao vor wenigen Tagen beim Weltmediengipfel in Peking die große Bedeutung der Presse bei der Abbildung der gesellschaftlichen Realität betont.

“Die Rede ist eine Farce angesichts der anhaltenden scharfen staatlichen Zensur und der derzeit 87 Journalisten und Blogger in chinesischen Gefängnissen”, sagte Vincent Brossel, Leiter des Asien-Referates von ROG bei der Pressekonferenz in Frankfurt. “Wenn wir kommende Woche unsere Rangliste zur Lage der Pressefreiheit weltweit veröffentlichen, wird China wieder auf einem der hintersten Plätze stehen.”

An dieser Situation würde sich auch nichts ändern, solange Übergriffe gegen Pressevertreter nicht aufhören, die Lizenzvergabe an unabhängige, private Medien nicht erleichtert und die Internetkontrolle gelockert werde.

Auch die Situation ausländischer Medien sei weiterhin schwierig, so Brossel. “Hu Jintao hat erklärt, in Zukunft stärker die Interessen ausländischer Medien sichern zu wollen. Die Regierung soll nun als Konsequenz die Verbreitung von mehr Informationen aus dem Ausland zulassen”, forderte der ROG-Asienexperte.

Webseiten ausländischer Medien müssten endlich dauerhaft freigeschaltet, internationale Nachrichtenprogramme wie die “BBC” oder “Voice of America” landesweit ungehindert zu empfangen sein, so Brossel. Zudem würden die im vergangenen Jahr erlassenen Arbeitserleichterungen für ausländische Korrespondenten in der Praxis immer noch nicht konsequent umgesetzt.

Vincent Brossel machte auch noch einmal auf die derzeit besonders strikte Überwachung der Medien in der Provinz Xinjiang, in der es im Juli zu Unruhen gekommen war, aufmerksam: “Die staatlichen Medien haben die Propagandamaßnahmen verstärkt. Außerdem sind rund 90 Prozent der uigurischsprachigen Internetseiten blockiert.”

Über anhaltende massive Zensur und Steuerung der Presse und des Internets berichtete auch Shi Ming, freier Journalist und Publizist. “Die politische Führung setzt weiter auf drakonische Repressalien wie Gefängnisstrafen, um Kritik zu unterbinden”, sagte der in Deutschland lebende Exilautor. “Gleichzeitig gibt es neue Strategien und Instrumente, um der zunehmenden Individualisierung der chinesischen Gesellschaft, die zum Beispiel Ausdruck in den Debatten im Internet findet, Rechnung zu tragen.”

Mit der gezielten Verbreitung staatlicher Propaganda würde die Regierung versuchen, diesen Meinungsaustausch zu lenken und zu beeinflussen. Um unberechenbare und komplett unliebsame Diskussionen zu vermeiden, würden in amtlichen Medien Teile der sozialen Wirklichkeit wie Streiks oder Tumulte in vielen Fällen nicht abgebildet werden. Auch in Portalen und Blogs verschwänden mittlerweile ganze Themen so wie neuerdings das Problem der Massenarbeitslosigkeit.

Grundlegende Reformen für mehr Presse- und Internetfreiheit sind nicht in Sicht, war ein Fazit bei der Pressekonferenz. Um so notwendiger ist es laut ROG, weiter über internationale Appelle und Petitionen sowie in Gesprächen und Verhandlungen mit chinesischen Offiziellen die Einhaltung des Menschenrechts auf Presse- und Meinungsfreiheit einzufordern. Nur internationaler Druck kann helfen, die Situation der inhaftierten Journalisten und Blogger zu verändern und weitere Kollegen vor Festnahmen schützen.

Für eine Reihe von Journalisten, Bloggern und Dissidenten, die vor oder während der Olympischen Spiele festgenommen wurden, hat ROG eine Petition gestartet: Die Unterschriften sollen am 12. Februar, dem offiziellen Beginn der Olympischen Winterspiele 2010 in Kanada, an die chinesische Regierung übergeben werden.

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Birma: ROG-Online-Petition für die Freilassung des Bloggers Zarganar

Freitag, 05. Juni 2009
Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Ein Jahr nach der Festnahme des birmanischen Bloggers Zarganar sammelt Reporter ohne Grenzen (ROG) weiter Unterschriften für eine Petition an die Behörden des Landes, um die Freilassung des Dissidenten zu erreichen.
Zarganar wurde am 5. Juni 2008 wegen “Störung der öffentlichen Ordnung” festgenommen. Im vergangenen November verurteilte ihn ein Sondergerichtshof im Gefängnis von Insein, in der Nähe der Stadt Rangun im Süden des Landes, zu 45 Jahren Haft. Wenige Tage später erhöhten die Richter die Strafe auf 59 Jahre. Am 16. Februar 2009 hat ein Gericht in Rangun die Haftdauer auf 35 Jahre reduziert.

“Das Urteil bleibt absurd”, kritisiert ROG. “35 Jahre Gefängnis für angebliche Störung der öffentlichen Ordnung? Die Gerichte haben Zarganar kein faires Verfahren zugestanden, weil er zu einer verlässlichen Informationsquelle geworden ist - in einem Staat, in dem Zensur und Repressionen Alltag sind”, so ROG.

Der in seiner Heimat auch als Komiker bekannte Zarganar hat in seinem Blog unter anderem über das schlechte Hilfsmanagement der birmanischen Regierung nach dem Zyklon Nargis im Frühjahr 2008 berichtet.

“Zarganar muss dringend entlassen werden”, fordert ROG. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich aufgrund der prekären Haftbedingungen
stetig. Der Blogger leidet an Gelbsucht und Bluthochdruck. Im Gefängnis von Myintkyina im Bundesstaat Kachin im Norden Birmas, in das Zarganar im Dezember 2008 überführt wurde, erhält er keine angemessene medizinische Versorgung.

Unterzeichnen können Sie die Online-Petition für die Freilassung Zarganars hier:

www.rsf.org/en-petition30156-Nay_Phone_Latt_and_Zarganar.html

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ROG-Meldung: Reporter ohne Grenzen ruft zu Spenden für pakistanische Journalisten auf

Donnerstag, 28. Mai 2009
Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Seit Beginn der Offensive des pakistanischen Militärs gegen Taliban-Kämpfer im Swat-Tal Ende April 2009 sind Millionen Menschen aus der Region im Nordwesten Pakistans auf der Flucht. Auch Journalistinnen und Journalisten mit ihren Familien suchen Schutz in anderen Gebieten.

Nach Verhängung einer Ausgangssperre durch das Militär und Drohungen durch islamistische Gruppen ist das Risiko für Medien unkalkulierbar geworden. Sie haben ihre Arbeit eingestellt. Einige TV-Journalisten harrten zunächst noch länger aus, doch gaben auch sie wegen der Lebensgefahr schließlich auf. Seit Mitte Mai gibt es kaum mehr Nachrichten aus der Region.

Mehr als 100 Journalisten sind mit ihren Familien vor allem nach Peschawar geflüchtet. Dort versuchen sie unter schwierigen Bedingungen, ihren Alltag zu meistern und sich, so gut es geht, gegenseitig zu unterstützen. Sobald die Lage es erlaubt, wollen sie zurückkehren und ihre Arbeit wieder
aufnehmen. Damit dies gelingt und unabhängige Informationen wieder zur Verfügung stehen, sind die Journalisten auf unsere Hilfe angewiesen.

Reporter ohne Grenzen stellt in einer Eilaktion 5.000 Euro aus einem Nothilfefond zur Verfügung. Weitere Spenden werden benötigt, um für
Unterkünfte zu sorgen und das Überleben der Familien zu sichern.

Spenden Sie für die betroffenen Journalistinnen und Journalisten und ihre Familien unter dem Stichwort “Swat-Tal”.

Spenden Sie schnell und sicher per Kreditkarte oder per Lastschrift online:
https://secure.spendenbank.de/kreditkarten/karte.php?oid=4612198

Das ROG-Spendenkontofür Überweisungen
Reporter ohne Grenzen e.V.
Berliner Volksbank, BLZ 100 90000
Spendenkonto 566 7777 080

Reporter ohne Grenzen leitet Ihre Spende weiter mit einem kleinen Abzug für Verwaltungskosten (Ausstellen von Spendenbescheinigungen). Jeder Betrag hilft!

Ein ROG-Korrespondent hat betroffene Journalisten vor Ort interviewt. Sie schildern in einem Video ihre Lage und bitten um Ihre Unterstützung.

Zum Video: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?id=413

Gerade bei Konflikten und humanitären Krisen sind unabhängige und genaue Informationen für das Überleben von Menschen wichtig. Daher ruft Reporter ohne Grenzen die pakistanische Regierung auf, für die Sicherheit und den Schutz pakistanischer Journalisten zu sorgen.

Am 26. Mai hat Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit der Internationalen Journalistengewerkschaft (IFJ) an den pakistanischen Präsidenten appelliert, Journalisten zu schützen. Anlass war eine von Taliban-Gruppen erstellte Liste mit Namen unliebsamer Journalisten.

Lesen Sie den Appell (auf Englisch): http://www.rsf.org/article.php3?id_article=31423

Das Swat-Tal zählt heute zu den gefährlichsten Regionen für Journalisten weltweit. Lesen Sie den ausführlichen Bericht zur Lage der Medien im “Tal der Angst” (auf Englisch). www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2009/Swat.pdf

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Ein unwürdiges Schauspiel

Freitag, 15. Mai 2009

Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Es ist schon erstaunlich, wie individuell einige Staaten den Begriff der Meinungsfreiheit auslegen. So wird etwa das Internet-Videoportal YouTube in der Türkei seit dem Jahr 2007 bereits zum vierten Mal unter diversen Vorwänden gesperrt. Neben YouTube sollen, so eine dpa-Meldung, auch Seiten wie Dailymotion oder MySpace für Internetnutzer nicht erreichbar sein.

Die derzeitige Sperre von YouTube dauert bereits seit einem Jahr an und gefährdet mittlerweile nach Ansicht der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) den Ruf des Staates:

“Ein solches Verhalten ist eines Landes unwürdig, das behauptet, demokratisch zu sein”, kritisierte die Organisation.

Reporter ohne Grenzen forderte die sofortige Aufhebung der Gerichtsentscheidungen, die zu der Blockade führten.

“Wir müssen weg von dieser instinkthaften Tendenz zur Zensur, die das Internet als Raum für Meinungsäußerung gefährdet”, zitierte die Organisation den Chef der türkischen Gesellschaft für Internet- Technologien INETD, Mustafa Akgül.

YouTube wurde durch zwei Beschlüsse vom 24. Und 30. April 2008 von einem Gericht in Ankara ohne Angabe von Gründen gesperrt, meldet ROG. Ein weiteres Gericht in Ankara soll einen ähnlichen Beschluss am 5. Mai 2008 erlassen haben. Schon zuvor sei die Video-Plattform mehrfach blockiert gewesen - unter anderem, weil dort ein Video zu sehen gewesen sei, das den Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk als Affen gezeigt habe.

YouTube, das in der Türkei seit 2007 bereits zum vierten Mal gesperrt wurde, erklärte, dass die Videos, die augenscheinlich zu diesen Gerichtsentscheidungen geführt haben, entfernt worden seien, die Sperrung jedoch nicht aufgehoben wurde.

Die Türkei befindet sich auf Platz 102 von 173 in der Rangliste der Pressefreiheit 2008.

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ROG: “Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar”

Montag, 04. Mai 2009

Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Mit einer Protestaktion vor dem Brandenburger Tor lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) am 2. Mai, einen Tag vor dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, den Blick auf die Folgen unterdrückter Medienberichterstattung.

ROG hatte dazu am “Platz des 18. März” in Sichtweite des Reichstagsgebäudes gesichtslose, menschengroße Figuren aufgebaut, deren Körper nur von Kleidern angedeutet wurden. Sie waren umgeben von einem hohen Drahtzaun: Es sind Menschen in Notsituationen. Wir können ihnen nicht helfen. Wir wissen noch nicht einmal von ihnen und ihren Schicksalen, weil sie “Leerstellen” in der Berichterstattung bilden. “Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar” stand auf Schildern am Zaun vor der verstörenden Szenerie.

Einige Meter davon entfernt verteilten die ROG-Aktivisten Informationsmaterial über die Arbeit für die Pressefreiheit.

“Mit der Aktion sensibilisieren wir für das Thema Pressefreiheit, wir freuen uns, dass unsere Arbeit hier von so vielen Menschen interessiert wahrgenommen wird”, zog ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter ein erstes positives Fazit der Aktion.

Für Reporter ohne Grenzen steht fest:

“Korruption, Amtsmissbrauch, religiöse, ethnische oder sexuelle Verfolgung von Menschen – viele Verbrechen bleiben im Dunkeln, wenn niemand den Opfern ein Gesicht und eine Stimme gibt. In vielen Ländern setzen Reporterinnen und Reporter ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Missstände öffentlich machen. Mit unserer Aktion protestieren wir gegen Zensur und Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten. Wir fordern einen besseren Schutz von Medien und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern”, so ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter.

Die 40 größten “Feinde der Pressefreiheit” benennt ROG auf einer gleichnamigen, aktuell veröffentlichten Liste: Darunter sind nicht nur Regierungen, sondern auch paramilitärische und terroristische Gruppen, Rebellen und kriminelle Netzwerke. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr unter anderem Italien. Zehn Journalistinnen und Journalisten stehen in dem Land derzeit unter Polizeischutz, weil sie von mafiösen Gruppen bedroht werden.

“Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar” ist das Motto einer neuen Kampagne von Reporter ohne Grenzen zum 15-jährigen Jubiläum der Organisation in Deutschland. Das Thema geht uns alle an. Wenn Journalistinnen und Journalisten nicht berichten können, ist eine freie Meinungsbildung nicht mehr möglich, gibt es keinen friedlichen Austausch von Interessen, kann keine stabile demokratische Gesellschaft entstehen.

“Politik und Gesellschaft müssen sich gleichermaßen für das hohe Gut der Pressefreiheit einsetzen”, fordert ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.

ROG hat das Thema auch in einem Fernsehspot aufgegriffen, der derzeit bundesweit ausgestrahlt wird.

Die vollständige Liste der Feinde der Pressefreiheit (in englischer Sprache) ist hier abrufbar: www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/pics/Feinde/PF.pdf

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