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Artikel mit ‘Qualität’ getagged

tagesschau.de steht für Qualitätsjournalismus und Seriosität

Mittwoch, 24. Juni 2009

Das Internet-Angebot tagesschau.de wird von der überwältigenden Mehrheit seiner Nutzer als glaubwürdig, seriös, sachlich und politisch ausgewogen wahrgenommen.

In einer aktuellen Online-repräsentativen Studie des in Hannover ansässigen Kommunikationsforschungsinstituts aserto im Auftrag des NDR zu Nachrichtenangeboten im Internet kam tagesschau.de auf Zustimmungswerte zwischen 92 und 98 Prozent. Damit schneidet das Online-Nachrichtenangebot der ARD hinsichtlich journalistischer Qualitätskriterien aus Nutzersicht insgesamt besser ab als alle in der Untersuchung besonders detailliert abgefragten Mitbewerber.

Für die Studie hat aserto 1200 Onliner in ganz Deutschland befragt. Sie wurde anlässlich der Erarbeitung des Telemedienkonzepts für tagesschau.de erstellt. Darin geht es u. a. um den Beitrag von tagesschau.de zum publizistischen Wettbewerb in qualitativer Hinsicht.

Neben der Nutzerbefragung haben die Wissenschaftler von aserto außerdem eine Inhaltsanalyse von tagesschau.de und mehreren anderen Online-Nachrichtenangeboten durchgeführt.

“Hier wurden keine Nutzer befragt, sondern die Internetseiten nach einer einheitlichen, standardisierten Vorgehensweise untersucht, um zusätzlich zu der Wahrnehmung der Nutzer eine unverzerrte Sicht auf die Online-Nachrichtenangebote zu erhalten”, so Prof. Dr. Lars Harden zur Vorgehensweise bei der Studie. Harden ist einer der Geschäftsführer von aserto.

Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse zeigen, dass sich tagesschau.de mit einem auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen zugeschnittenen Profil deutlich von den privaten Wettbewerbern unterscheidet. Die Schlagzeilen sind bei tagesschau.de stärker als bei konkurrierenden Angeboten auf Politik, Ausland und Wirtschaft fokussiert. Bei der privaten Konkurrenz hingegen nehmen vermischte und boulevardeske Themen einen großen Anteil ein. Auch ist die Bildsprache von tagesschau.de nach den Ergebnissen der Analyse im Vergleich zum Wettbewerb weniger emotional aufgeladen.

Interessierte Nutzer können die Ergebnisse der Studie unter http://intern.tagesschau.de abrufen - dort auf “tagesschau.de” klicken und den Einleitungstext bis zum letzten Absatz herunterscrollen.

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Service der DSL-Anbieter lässt oftmals zu wünschen übrig

Dienstag, 09. Juni 2009

Wer bei Problemen mit seinem DSL-Anschluss den Kundenservice seines Anbieters in Anspruch nimmt, dem wird oft nur unzureichend geholfen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn man sich per E-Mail an seinen Anbieter wendet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage von PC-Welt.de unter 1.560 Nutzern.

Nur 40 Prozent der Befragten, die sich schon mindestens einmal per E-Mail an den DSL-Service ihres Providers gewandt haben, hatten nach durchschnittlich 12 Stunden eine Antwort im Postfach. Auch die Qualität der E-Mail-Antworten lässt oft zu wünschen übrig. Fast jeder Dritte (30 Prozent) sagt, dass ihm die Antwort “gar nicht” weitergeholfen hat. Weniger als die Hälfte der Teilnehmer (42 Prozent) bewerteten die Antworten als “sehr gut” oder “gut”.

Etwas besser schneiden die Telefonhotlines ab. Die Wartezeiten sind hier der Umfrage zufolge moderat: Über zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) müssen im Durchschnitt nur bis zu vier Minuten Geduld in der DSL-Servicehotline ihres Anbieters aufbringen. Aber gerade einmal jeder Zweite (53 Prozent) gab an, dass die Kundenberater ihm “sehr gut” oder “gut” weiterhelfen konnten.

Betrachtet man die Ergebnisse für jeden Anbieter einzeln, stellt man extreme Unterschiede fest: Während einige Provider offenbar einen ganz ordentlichen Job machen, indem sie Kundenanfragen schnell und kompetent beantworten, sieht es bei manch anderem Anbieter bei diesem Thema düster aus. Den Spitzenplatz in der PC-Welt.de-Umfrage belegt mit einer Schulnote von 2,2 T-Home. Das Unternehmen schnitt sowohl bei der telefonischen Beratung wie auch beim E-Mail-Service in punkto Wartezeit und Zufriedenheit am besten ab. Auf Rang zwei folgt der DSL-Anbieter Alice (Gesamtnote 2,9), dicht dahinter auf dem dritten Platz landet Arcor/Vodafone mit einer Gesamtnote von 3,0.

Mehr Geld für mehr Service kommt für eine große Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer übrigens nicht in Frage: Über zwei Drittel (71 Prozent) wären nicht bereit, für einen besseren DSL-Service eine Zusatzgebühr zu entrichten.

Die detaillierten Umfrage-Ergebnisse sind unter www.pcwelt.de/dslservice zu finden.

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Absage an Bezahlinhalte

Freitag, 15. Mai 2009

Bezahlte Inhalte, der so genannte „Paid Content“ ist kein wirksames Instrument, um im Internet Geld zu verdienen. Die deutschen Verlage sind weiter auf der Suche nach Finanzierungsmodellen und erteilen bezahlten Inhalten eine Absage. So lautet das Fazit einer Diskussionsveranstaltung von news aktuell in Frankfurt.

“Mit Paid Content Geld zu verdienen, war vor einigen Jahren ein schöner Traum. Jetzt stellen sich einige hin und sagen, wir wollen diesen Traum nochmal träumen. Auch die werden wieder aufwachen und merken, dass es nicht funktioniert”, prophezeite Chefredakteur Dr. Uwe Vorkötter von der Frankfurter Rundschau.

Er betonte dagegen, dass große Verlage stärker als bisher auf Synergieeffekte setzen müssen. “Da, wo sich die Identitäten verschiedener Titel nicht berühren, kann man Inhalte austauschen. Wir nutzen unsere Ressourcen so, dass wir nicht doppelt und dreifach arbeiten, wo es nicht nötig ist. Das ist der Schlüssel, um am Ende erfolgreich zu sein.”

Auch Frank Thomsen, Chefredakteur von stern.de, ist nicht der Meinung, dass Bezahlinhalte eine Möglichkeit sind, die Internetangebote der Verlage in Zukunft profitabel zu machen. “Ich glaube nicht, dass es in Deutschland ein Kartell für Paid Content geben wird. Und wir werden da auch nicht vorpreschen. Das wäre Selbstmord.” Thomson apellierte vielmehr an die Branche, mehr Augenmerk auf ihr Kernprodukt zu legen.

“Wir dürfen nicht ausschließlich über Geld reden. Nur wenn wir guten Journalismus machen, werden wir überhaupt die Chance haben, gekauft zu werden.”

Eine ähnliche Auffassung vertrat Christoph Amend, Redaktionsleiter des ZEITmagazins, das kürzlich erst zum „Lead Magazin“ des Jahres 2009 gekürt wurde. Er kritisierte, die Printtitel seien teilweise selbst verantwortlich dafür, dass sich Konsumenten von ihnen abwenden.

“Wenn man in den Tageszeitungen kaum Inhalte findet, die von eigenen Autoren stammen, dann liefern die Blätter selbst die beste Entschuldigung, warum die Leser sie nicht mehr lesen.”

Er forderte mehr Kreativität und ist überzeugt davon, dass das Konzept Zeitung weiterhin eine Zukunft hat. “Leser sind bereit, Geld für eine Zeitung auszugeben, wenn sie eigene tiefgründige Inhalte bietet. Wenn es Geschichten gibt, die sie woanders nicht bekommen.”

Etwas weniger Optimismus in Bezug auf die klassischen Medien zeigte Handelsblatt-Reporter und Blogger Thomas Knüwer. Er sieht weitere Abbauwellen in den Redaktionen kommen und bezeichnete auch die technische Basis vieler News-Angebote im Netz als Besorgnis erregend. “Die Redaktionskapazitäten sinken, die Ansprüche steigen”, resümierte der Autor des bekannten Blogs “Indiskretion Ehrensache”. Außerdem verwies der Medienexperte darauf hin, dass es den Verlagen bisher nicht gelungen sei, das Produkt Zeitung bei jungen Menschen erfolgreich zu positionieren. “Da werden Fehler im Marketing gemacht.”

Auch kritisierte Knüwer, dass viele Zeitungshäuser ihre wahren Abonnentenzahlen verschleiern, in dem sie die Leser mit hochwertigen Geschenken locken:

“Wir dürfen uns nicht in die Tasche lügen. Wenn es statt des iPods nur noch die Billig-Kaffeemaschine als Geschenk für neue Abonnenten gibt, dann erst sehen wir die tatsächliche Käuferstruktur.”

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Paralleles Arbeiten für Print, Web und mobile Anwendungen

Freitag, 19. Dezember 2008

Die nachfolgende Meldung fand ich doch recht interessant, zumal sich die spannenden Punkte so nett in Nebensätzen bzw. am Ende der Meldung verstecken. Ein Punkt wie der, dass das das Beherrschen des “journalistischen Handwerks” als weniger bedeutend gesehen wird, ist im Zeitalter der allerorten aufpoppenden Leservoyeure schon mal eine mehr als spannende Innensicht der Branche.

Fast schon ein Allgemeinplatz ist demgegenüber die Feststellung, die Qualität der klassischen Medien habe sich verschlechtert - allerdings nicht nur diese. Sowohl die etablierten und weniger etablierten Printmedien leiden an einem fast phobisch anmutenden Verhältnis zu Sprache und inhaltlicher Durchdringung, als auch die Online-Medien, die hier einen nicht minder desaströsen Eindruck hinterlassen. Die Anschlussfrage, woher diese Mängel denn stammen, wurde leider nicht gestellt. Man hätte vielleicht etwas über schlechte bis nicht vorhandene Ausbildung und das gefährliche Dreigestirn Unkenntnis, Bequemlichkeit und Zeitdruck erfahren. 

Die “Abkehr vom Qualitätsjournalismus” geht dabei Hand in Hand mit einer riesigen Menge von PR-Material, das aber in vielen Fällen mit grottenschlecht noch beschönigend umschrieben würde. Das wiederum ist auch kein Wunder, denn wer einmal gesehen hat, wie es in vielen Agenturen zugeht, weiß, dass man von Praktikanten, Volontären und einigen zu schnell beförderten Beratern nicht mehr erwarten kann. Wer unter hohem Druck in kurzer Zeit Ergebnisse produzieren muss, ohne dass er über das entsprechende Rüstzeug verfügt, kann nur noch Geschwafel abliefern - und ich rede hier weiß Gott nicht von irgendeiner Lieschen-Müller-Agentur.

Aber zurück zur Innensicht der schreibenden Zunft. Hier offenbarten sich nämlich auch langfristige Probleme, etwa dann, wenn in vielen Medien keine interne Blattkritik zur Qualitätsverbesserung stattfindet. Wenn dazu noch Gespräche mit Experten an die letzten Stelle in der Recherche-Hitliste treten, wird die Sache doch etwas befremdlich. 

So, genug der Vorrede, hier die Meldung:

Journalisten sind der Meinung, dass das parallele Arbeiten für verschiedene Medienbereiche in Zukunft die wichtigste Fähigkeit für ihren Beruf ist. Dies ist das Ergebnis des jüngsten Medien-Trendmonitors der dpa-Tochter news aktuell in Zusammenarbeit mit Faktenkontor. Insgesamt haben über 2.100 Journalisten an der Online-Umfrage teilgenommen.

Print, Web und mobile Anwendungen - die Mehrheit der befragten Redakteure (59 Prozent) geht davon aus, dass die Fähigkeit, für mehrere Bereiche gleichzeitig zu arbeiten, in Zukunft große Bedeutung haben wird. Auf Rang zwei folgt die Kommunikation mit den Rezipienten - also den Lesern, Hörern und Zuschauern. Rund jeder Dritte (37 Prozent) erachtet dies als relevant für die zukünftige Arbeit. Dass ein Journalist schnell arbeiten muss, finden gut 36 Prozent der Befragten in diesem Kontext wichtig. Faktoren wie “technisches Verständnis”, “Aufgeschlossenheit gegenüber Innovationen” oder das Beherrschen “journalistischen Handwerks” werden von den Redakteuren als weniger bedeutend für die Zukunft angesehen.

Mehr als die Hälfte der befragten Journalisten ist der Ansicht, dass sich die Qualität der klassischen Medien in den letzten Jahren verschlechtert hat. Diese Meinung vertreten vor allem Redakteure, die mehr als 20 Jahre Berufserfahrung haben. Dass das Niveau der Berichterstattung traditioneller Medien in den letzten Jahren sich nicht geändert hat, glaubt gut jeder vierte Befragte. Dagegen haben fast 15 Prozent der Journalisten eine qualitative Verbesserung von   Print, TV und Radio festgestellt. Gleichzeitig finden die meisten Befragten (49 Prozent), dass der Journalismus in klassischen Medien derzeit hochwertiger ist als im Online-Bereich.

Über zwei Drittel (69 Prozent) der Journalisten geben an, dass die Menge an Material und Informationen, auf die sie zugreifen können, in den letzten fünf Jahren merklich bis extrem gestiegen ist. Die meisten Redakteure (65 Prozent) nehmen den dadurch erzeugten Mehraufwand im Kauf, um die Informationen zu sichten, aber 42 Prozent behaupten, dass sie vieles davon ungelesen entsorgen. Lediglich fünf Prozent der Journalisten geben an, dass die Anzahl der Presseinformationen, die sie erhalten, etwa gleich geblieben ist.

Weitere Ergebnisse des Medien-Trendmonitores:

  • Für rund 43 Prozent der Redakteure ist die Abkehr vom Qualitätsjournalismus die größte Herausforderung. Gleichzeitig sieht jeder Fünfte in der Etablierung profitabler Erlösmodelle im Internet eine besondere Anforderung für seinen Berufsstand.
  • Gut jeder zweite Redakteur gibt an, von einem Unternehmenssprecher oder PR-Berater schon mal belogen worden zu sein. Mit steigender Berufserfahrung bestätigt sich diese Tendenz.
  • Suchmaschinen sind die wichtigsten Quellen bei der Recherche von Journalisten (93 Prozent der Befragten). Printmedien (90 Prozent) und Pressemitteilungen (79 Prozent) folgen an zweiter und dritter Stelle. Erst danach werden “Interviews mit externen Experten” oder “Datenbanken/Bibliotheken/Archive” genannt.
  • Das Gegenlesen von Beiträgen wird von einer großen Mehrheit der Redaktionen (über 80 Prozent) als Maßnahme zur Qualitätssicherung angesehen. Nur etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten hält Konferenzen zur internen Blattkritik ab, um den qualitativen Anspruch des Mediums sicherzustellen.

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