Windows 7 erreicht erwartungsgemäß schon vor der Markteinführung eine hohe Popularität – leider nicht nur bei ehrlichen Käufern, sondern auch bei Systemknackern. So soll, Berichten zufolge, Windows 7 nur eine Woche, nachdem das Produkt in einer veröffentlichungsfertigen Version vorlag, geknackt worden sein. Es heißt, dass in chinesischen Foren gemeldet wurde, dass man die Echtheitsprüfung mit einem gestohlenen Schlüssel umgehen konnte und so das Betriebssystem ohne Online-Verbindung zu Microsoft aktiviert werden könne.
So scheint auch die Online-Aktivierung “Windows Activation Technologies” im Kampf gegen Software-Piraterie nur begrenzt wirkungsvoll zu sein. Der schwächste Faktor ist eben auch hier wieder der Mensch und wenn Cracker, wie gemeldet, an eine Image-Datei einer Lenovo-OEM-DVD gelagen, mit der Installationen ohne die normalerweise erforderliche Online-Validierung freigeschaltet werden können, hilft auch das beste Kontrollsystem nicht viel.
Grundsätzlich kann nicht deutlich genug vor den Gefahren eines illegalen Produkt-Downloads gewarnt werden. Wer, so er mit genügend krimineller Energie versehen ist, Downloads aus dubiosen Quellen nutzt, setzt sich einer nicht unerheblichen Malware-Gefahr aus. Warten Sie also lieber auf die offizielle Fassung von Windows 7 – wann immer es nun erscheinen wird.
Verhindert ein Bug den Verkaufsstart von Windows 7?
Der Start von Windows 7 steht unter keinem guten Stern – erst melden chinesische Cybergangster, bereits die Online-Aktivierung des Betriebssystems geknackt zu haben, dann erreicht uns die Meldung, dass sich im Dateisystem von Windows 7 ein so großer Fehler befindet soll, dass sich der Verkaufsstart des Betriebssystems möglicherweise verzögert.
Das Magazin InfoWorld beschreibt in einem Artikel einen Fehler, der dazu führen soll, dass ein Speicherleck entsteht, wenn das Dienstprogramm chkdsk.exe eine andere Festplatte als die, auf der Windows installiert ist, auf Fehler scannt. Dieses Speicherleck soll dann zum Absturz des Rechners führen.
Was für den Normalanwender nur teilweise von Belang ist, kann für Systemadministratoren zu einer heftigen Stolperfalle werden. Dummerweise soll sich dieser Fehler auch auf der eigentlich fertiggestellten RTM-Version (Release to Manufacturing) von Windows 7 befinden.
Update für Mac-Office-Update
Wer als Mac-Nutzer Office 2008 einsetzt, bekam mit dem kürzlich erschienenen Update auf das Service Pack 2 einen ziemlich unangenehmen Nebeneffekt mitgeliefert: einige Open-XML-Dateien, die von Windows-Versionen des Office-Paketes erstellt wurden, können nicht mehr geöffnet werden.
Mit einem Update des Updates will Microsoft diesen Fehler nun beheben. Die neue Version 12.2.1 von Office 2008 soll – zunächst nur für die englische und die japanische Version – das Problem beseitigen. Eine Lösung für weitere Sprachen soll folgen – als Zeitrahmen wird Microsoft-typisch „bald“ genannt.
Tastatur erkennt Druckstufen
Ab und an gibt es doch noch Weiterentwicklungen an anscheinend längst ausgereizten Technologien. So wird Microsoft im Oktober auf einer Technologie-Konferenz eine Tastatur vorstellen, die 256 unterschiedliche Druckstufen unterscheiden können soll.
Diese unterschiedlichen Druckstufen könnten dann etwa als unterschiedliche Befehle erkannt werden und es erlauben, beispielweise die Groß- und Kleinschreibung ohne Umschalttaste zu steuern. Wenn Sie dann mal so richtig sauer sind und in die Tasten hauen, um sich zu beschweren, kann man das dann auch gleich am so entstehende „Gebrüll“ erkennen. Oder es werden, je nach Heftigkeit des Tastendrucks einzelne Buchstaben oder ganze Wörter gelöscht. Aber vielleicht gibt es ja auch noch ein paar sinnvollere Anwendungen für die Technik, die von Teilnehmern am „Student Innovation-Contest“ der „User-Interface-Software-and-Technology“-Konferenz (UIST) entwickelt wurde. Ein gutes Einsatzgebiet könnten beispielsweise Spiele oder 3D-Umgebungen sein.
OpenOffice.org sieht ganz anders aus
Es muss nicht immer Microsoft sein – auch das populäre Office-Paket OpenOffice.org wird immer weiter entwickelt. Aktuell können im Internet erste Entwürfe der zukünftigen Benutzeroberfläche des Präsentationsprogrammes Impress, dem Pendant zu PowerPoint, besichtigt werden.
Die neue Oberfläche soll den Beschwerden von Anwendern Rechnung tragen, die sich durch übervolle Leisten und umständliche Menüs kämpfen müssen. Wie auch schon bei MS Office ist also hier eine sehr grundlegende Überarbeitung der Oberfläche zu erwarten, die es Anwendern dann hoffentlich ermöglicht, einfacher und schneller mit dem Office-Paket zu arbeiten.
Über den Download einer Java-Datei können interessierte Anwender den Prototypen der neuen Oberfläche selbst ausprobieren.
Mac: Letztes Update vor „Snow Leopard“
Seit dem letzten Donnerstag ist es erhältlich, das Mac OS X 10.5.8 und voraussichtlich letzte große Update von Mac OS X, bevor mit „Snow Leopard“ die nächste Version des Betriebssystems erscheinen wird.
Der Download ist allerdings nicht von Pappe und sollte mit einer schnellen Leitung durchgeführt werden. Immerhin wartet eine Datenmenge von 759 MB (in der Combo-Variante) auf den Anwender. In der „normalen“ Update-Fassung über die Softwareaktualisierung sind es dann immer noch rund 274 MB, die auf den Mac geschaufelt werden wollen.
Laut Apple werden mit diesem Update 18 Sicherheitslücken geschlossen und einige Verbesserungen geliefert.