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Artikel mit ‘Online’ getagged

Internet etabliert sich als Recherchewerkzeug vor dem Einkauf

Mittwoch, 13. Januar 2010

Immer mehr Bundesbürger kaufen ihre Produkte on- wie offline erst nach einer ausführlichen Recherche im Internet. Der Stellenwert, dem die Onlinesuche eingeräumt wird, variiert dabei je nach Kategorie in der gesucht wird. Rund 70 Prozent der befragten Internetnutzer nutzen „häufig“ oder „regelmäßig“ das Internet als Recherchehilfe für Informationen über Bücher, CDs und DVDs. In der Kategorie Unterhaltungselektronik sind es 66 Prozent, die das Internet zu Rate ziehen. Dies ergab die TNS-Studie „Kaufentscheidung: Überzeugungskraft kommt aus dem Internet“, für die insgesamt 6.048 Personen zwischen 18 und 59 Jahren in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien befragt wurden.

Für Urlaubs- und Fernreisen oder andere touristische Belange wird das Internet zu 56 Prozent als Informationsquelle genutzt. Eine Kategorie über die sich hierzulande eher seltener online informiert wird als im europäischen Durchschnitt (69 Prozent). 41 Prozent der befragten deutschen Internetnutzer informieren sich „oft“ oder „immer“ im Internet über „Mode“. Damit liegt Deutschland in dieser Produktkategorie direkt hinter Großbritannien auf Platz zwei und deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 34 Prozent.

„Offline-Erlebnisse, wie beispielsweise ein Schaufensterbummel, haben beim Thema Mode sicherlich eine große Bedeutung. Ebenso ist die Suche der Käufer nach der richtigen Größe häufig Grund für einen direkten Besuch im Modegeschäft“, sagt Franz Kilzer, Director TNS Infratest Retail & Shopper Insights.

Das Interesse an Online-Informationen zum Thema „Mode“ liegt Deutschland deutlich höher als in Frankreich, Italien, den Niederlanden oder Spanien.

Bei der Frage nach den Gründen für eine Internetrecherche sind insgesamt fünf Hauptmotive für die Online-Produktsuche auszumachen. Das wichtigste Motiv der Deutschen ist mit 72 Prozent eine wirtschaftliche und effiziente Kaufentscheidung treffen zu wollen. Die Suche nach dem preiswertesten Angebot oder besten Preis-Leistungs-Verhältnis und die Zeitersparnis spielt ebenso eine große Rolle. Schlussendlich möchte der deutsche Käufer das beste Produkt finden.

Zweitwichtigstes Motiv für die Online-Recherche ist den Deutschen eine detaillierte Produktinformation (67 Prozent) zu einzelnen Produkten zu erhalten. Diese beinhaltet die Suche nach Vor- und Nachteilen im Sinne eines bequemen Überblicks über die verfügbaren Produkte. 58 Prozent der Befragten gaben an, bei der Internetrecherche Eindrücke vom aktuellen Geschehen bekommen zu wollen. Durch Herumstöbern unter den verschiedenen Online-Angeboten wollen sich die Befragten auf den aktuellsten Stand zum jeweiligen Thema oder Produkt bringen.

Um Offline-Einkäufe vorzubereiten, nutzen 51 Prozent der Internetnutzer in Deutschland das Internet. Dafür wird nach Anbietern in der Nähe gesucht und sich bereits online ein Bild vom Produkt gemacht. 43 Prozent der befragten Deutschen nutzen das Internet interaktiv für den Austausch über Produkte oder Themen mit anderen. Neben der Suche nach neutralen Informationen und den Erfahrungen anderer Nutzer geht es auch darum, unterschiedliche Meinungen über ein Produkt zu finden.

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Rückgaberecht nach Online-Shopping

Montag, 11. Januar 2010

Videospiele, Handys, PCs, Flachbildfernseher oder Digitalkameras sind auch in diesem Jahr wieder beliebte Weihnachtsgeschenke. Die Preise sind im Laufe des Jahres teils stark gefallen, bei DVD-Spielern um rund 30 Prozent, bei Flachbildfernsehern und Notebooks um 17 Prozent. Das geht aus einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK und des BITKOM hervor. Doch was ist, wenn ein Präsent die Erwartungen nicht erfüllt?

“Wer Geschenke online kauft, kann sie in der Regel mühelos zurückgeben”, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Mindestens 14 Millionen Deutsche haben laut einer Umfrage von BITKOM und Forsa in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke im Web bestellt. Der BITKOM erklärt, was bei einer Rückgabe zu beachten ist:

1. Frist einhalten

Ist die Ware geliefert, bleiben 14 Tage zur Rückgabe. In dieser Zeit darf der Besteller den Kaufvertrag widerrufen. Kommt die Ware aus anderen EU-Ländern, läuft die Frist mindestens eine Woche. In Deutschland müssen Händler ihre Kunden bei der Bestellung über das Widerrufsrecht informieren. Tun sie es nicht, verlängert sich die Frist. Es reicht, die Ware ohne Begründung zurückzuschicken. Ausgenommen vom Widerrufsrecht sind Musik, Videos und Software, wenn der Kunde die Datenträger schon aus der versiegelten Hülle ausgepackt hat. Weitere Ausnahmen gelten unter anderem für verderbliche Waren wie Schnittblumen.

2. Frankieren nicht vergessen

Die meisten Händler verlangen, dass die Rücksendung frankiert ist. Das Porto bekommt der Absender erstattet, wenn der Artikel mehr als 40 Euro gekostet hat. Ausnahme: Ist die Ware noch nicht bezahlt, kann der Kunde auf den Portokosten sitzen bleiben. Wenn der Shop nicht nur ein Widerrufsrecht gewährt, sondern ein ausdrückliches “Rückgaberecht”, muss er immer die Kosten übernehmen. Tipp: Nicht am Porto sparen. Lieber ein versichertes Paket als ein unversichertes Päckchen - so lässt sich Ärger vermeiden, falls die Sendung nicht oder beschädigt beim Shop ankommt.

3. Schwere Waren abholen lassen

Einen großen Fernseher, ein Fahrrad oder Möbel muss niemand selbst zur Post tragen. Als Faustregel gilt: Was nicht als normales Paket kam, sondern mit der Spedition, kann der Käufer vom Händler abholen lassen. Tipp: Die Abholung schriftlich verlangen - am besten per Einschreiben. So gibt es kein Missverständnis, ob die Widerrufsfrist eingehalten wurde.

4. Kleingedrucktes lesen

In den Geschäftsbedingungen (AGB) der Händler steht oft mehr als die gesetzlichen Standards. So bieten einzelne Shops auch eine unfreie Rücksendung oder kostenlose Abholung an. Andere bitten um eine kurze Benachrichtigung per Mail vor der Rücksendung. Deshalb lohnt es sich, das Kleingedruckte in den Bestell-Unterlagen zu lesen - die Regelungen fallen nicht selten zum Vorteil der Kunden aus.

5. Alternative: Geschenke selbst im Netz anbieten

Sollte keine Rückgabe mehr möglich sein, lassen sich Geschenke auch im Internet verkaufen - etwa per Online-Auktion. Private Verkäufer müssen kein Widerrufs- oder Rückgaberecht einräumen. Nur Händler sind dazu verpflichtet. Privatpersonen können auch die gesetzliche Gewährleistung ausschließen. Es reicht der Hinweis “Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft”. Der Verkäufer darf aber keinen Mangel verschweigen oder bewusst falsche Angaben machen. Wichtig ist auch, Urheberrechte zu beachten. Wer ein Gerät anbietet, sollte keine Bilder des Herstellers kopieren, sondern selbst fotografieren.

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World Wide Videorecorder

Mittwoch, 06. Januar 2010

Einen digitalen Videorecorder können sich viele TV-Fans sparen: Online-Dienste schneiden Fernsehsendungen bequem auf Knopfdruck mit und stellen sie weltweit über das Internet zum Abruf bereit. Da sie sich in Senderauswahl und Qualität des Videobildes jedoch stark unterscheiden, rät das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 2/10 davon ab, blind ein Abo abzuschließen.

Online-Videorecorder sind fraglos praktisch: Man kann sie von jedem internetfähigen Rechner aus bequem programmieren, sie zeichnen auch mehrere Sendungen parallel auf, und den Mitschnitt kann man am PC oder auf dem Fernseher schauen. Mit Einschränkungen etwa bei der Anzahl der Aufnahmen und dem Speicherplatz kann man sie in der Regel sogar eine Zeitlang kostenlos testen. Den vollen Service liefern die Anbieter nur gegen Bezahlung, üblicherweise gleich für ein Jahres-Abo.

Sollte sich die Rechtslage in den kommenden Monaten ändern, könnten einzelne Online-Videorecorder aber von heute auf morgen ihren Dienst einstellen, weshalb man sich nicht allzu lange vertraglich binden sollte.

Die Sendergruppen RTL und ProSiebenSAT.1 gehen gerichtlich gegen mehrere Dienstleister vor, weshalb ihre Programme schon jetzt nicht mehr von allen Online-Recordern aufgezeichnet werden.

Positiv fiel der Newcomer Bong.TV im c’t-Test auf: Die Bildqualität der Mitschnitte brilliert mit der vollen digitalen PAL-Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten. Allerdings ist die Senderauswahl recht klein. Da bietet Save.TV mehr, fällt aber bei der Bildqualität ab und nervte im Test des Öfteren mit Server-Ausfällen. OTR überzeugt mit niedrigen Preisen und einer großen Senderauswahl, blendet allerdings viel Werbung ein und schneidet nicht zuverlässig alle programmierten Sendungen mit. Shift.TV konnte in keiner Hinsicht überzeugen.

“Die Online-Lösungen sind eine tolle Alternative zu digitalen Videorecordern im Wohnzimmer. Wer allerdings Wert auf Dolby-Digital-Ton, Pay-TV oder alternative Sprachspuren etwa bei Arte legt, braucht ein eigenes Gerät”, erläutert c’t-Redakteur Nico Jurran. “Aber die Entwicklung geht weiter; gerade hat ein Dienst damit begonnen, HDTV-Sendungen mitzuschneiden.”

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Weihnachten 2009: Cyberbanden in den Startlöchern

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Viele Käufer schätzen den Onlinehandel vor allem wegen des schnellen Preisvergleichs und der Möglichkeit, rund um die Uhr Waren bequem von der Couch aus zu bestellen. Gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit wissen viele diese Vorzüge zu schätzen und ersparen sich so das lästige Gedränge in den Innenstädten.

Einer aktuellen Studie des Branchenverbands BITKOM zufolge, beabsichtigen in diesem Jahr allein in Deutschland mehr als 14 Millionen Menschen ihre Weihnachtseinkäufe online zu erledigen. Von diesem Trend werden auch Weihnachten 2009 Cyberkriminelle versuchen zu profitieren und ihrerseits wieder verstärkt Jagd auf Benutzerdaten, Kreditkarteninformationen oder PayPal-Accounts machen. G Data rechnet daher in den kommenden Wochen mit einer Zunahme von Phishing- und Abzocker-Kampagnen.

Damit aus der Shopping-Lust kein Shopping-Frust wird, gibt G Data in seinem Whitepaper „Sicheres Onlineshopping: Weihnachtsgeschenke aus dem Web“ detaillierte Einblicke in die Maschen der Täter und gibt Tipps, wie sich Käufer schützen können.

Die häufigste Masche, um an die Daten der Nutzer zu gelangen, ist der Versand von Phishing E-Mails, die in ihrem Design sehr häufig an das großer, seriöser Unternehmen angepasst sind oder dieses sogar komplett kopieren. Waren Phishing E-Mails in der Vergangenheit häufig sofort durch eklatante Rechtschreibfehler oder fehlende Umlaute zu entlarven, sind sie heute in Form und Sprache oft tadellos und somit nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen. Renommierte Banken, Versandservices mit Packstationen und Computerspielehersteller sind dabei sehr beliebte Vorlagen für diese E-Mails.

„In der vorweihnachtlichen Zeit rechnen wir wieder mit einer verstärkten Aktivität von Onlinekriminellen, die gezielt Jagd auf Kreditkarten oder Benutzerdaten machen. Eine der beliebtesten Maschen sind fingierte Rechnungen oder Zahlungsaufforderungen. Hierdurch versuchen die Kriminellen, potentielle Opfer auf gefälschte Webseiten zu locken und diese so zur Eingabe ihrer Zugangsdaten zu verleiten“, warnt Ralf Benzmüller, Leiter der G Data Security Labs.

„Ein weiterer Trick sind infizierte Dateianhänge, die angeblich der Zahlungsbearbeitung dienen. Wir können nur allen Empfängern raten, auf derartige E-Mails weder zu antworten, denn dadurch verifizieren sie ihre E-Mail-Adresse für kommende Attacken, noch die Dateianhänge zu öffnen. Im letzteren Fall wird der PC mit Schadcode infiziert, der alle Zugangsdaten des Anwenders an die Täter weiterleitet.“

Der Diebstahl und Missbrauch persönlicher Daten hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Besonders lukrativ ist für Onlinekriminelle der Verkauf von Kreditkarteninformationen, Onlinebanking- und Treuhandservice-Accounts, wie z. B. PayPal. Die Ziele der Cyberkriminellen sind daher vor allem die Passwörter und Zugangsdaten zu Benutzerkonten, wie Onlinebanking, Bezahldiensten, Handelsplattformen, sozialen Netzwerken und Onlinespielen.

Die G Data Software AG empfiehlt folgende sechs Maßnahmen, um ein mögliches Risiko beim weihnachtlichen Onlineshopping zu minimieren:

  1. Benutzen Sie eine aktuelle Antivirenlösung, Firewall und einen HTTP-Filter.
  2. Halten Sie Sicherheitssoftware, das Betriebssystem und andere Software auf dem aktuellsten Stand.
  3. Seien Sie misstrauisch bei E-Mails von fremden Absendern – Klicken Sie keine Links an und laden oder öffnen Sie keine angehängten Dateien.
  4. Geben Sie Adressen von Webseiten mit Benutzeranmeldung manuell ein oder benutzen Sie die Lesezeichenfunktion Ihres Browsers.
  5. Achten Sie auf die Sicherheitsmerkmale im Browserfenster, wenn Sie online einkaufen - hier sind wichtig: Das Vorhängeschloss im Browser, die Abkürzung „https“ vor der eingegebenen Adresse, die grün hinterlegte Adresszeile in vielen modernen Browsern und die Anzeige der richtigen Top-Level Domain.
  6. Kontrollieren Sie, ob der Shop Ihrer Wahl über AGB, Impressum und übersichtliche Kostenaufstellungen verfügt (z. B. Versandkosten und evtl. Zusatzkosten).

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100 Online-Shops im Vergleich

Montag, 30. November 2009

Ein Ärgernis beim diesjährigen Online- Weihnachtseinkauf: häufig nicht nach- vollziehbare Versandkosten. Das offenbarte ein Check der Verbraucherzentrale NRW bei 100 Internetshops.

Versandkosten sind ein wichtiger Preis-Bestandteil bei Online-Bestellungen. Häufig als Pauschale oder nach Gewicht, bisweilen nach dem Warenwert berechnet, gelegentlich auch „geschenkt“, schlagen sie unterschiedlich zu Buche. Bei 100 Internet-Shops verglich die Verbraucherzentrale NRW die Kosten, wenn Kunden sich für Vorkasse entscheiden.

Gecheckt wurde jeweils 25-mal der Versand von Speicherkarten (wenige Gramm) und kleinen Tischrechnern, überprüft wurden die Lieferkosten für paketgroße Schlagbohrmaschinen und sperrige Flachbildfernseher (42 Zoll).

Das Ergebnis ist verwirrend. Beispiel Fernseher: Während viele Händler die sperrigen Geräte für rund 40 bis 65 Euro liefern wollten, begnügten sich fünf mit vergleichsweise geringen 5,90 Euro bis rund zehn Euro. Drei wollten kostenlos liefern: wobei einer unumwunden einräumte, dass die „Versandkosten im Preis enthalten“ seien. Im Schnitt lag der Preis für die Lieferung der Fernseher bei 28,28 Euro.

Zum Vergleich: Bei Paketdiensten kostet der Versand eines Flachbildfernsehers mit gleichem Ausmaß und Gewicht zwischen 25,90 (Hermes) und 49,90 Euro (Iloxx).

Zum Teil drastische Unterschiede mussten die Tester auch bei den anderen Warengruppen notieren. Für die federleichten Speicherkarten wollten Online-Shops bis zu 8,95 Euro für die Verschickung kassieren. Im Schnitt waren es 5,44 Euro. Drei Internet-Shops versprachen, ihre Speicherkarten zum Nulltarif zu verschicken.

Verblüffend fiel dabei der Vergleich zu den fast 1000mal schwereren Schlagbohrmaschinen aus. Im Durchschnitt (4,26 Euro) wie in der Spitze (7,95 Euro) wurde die Heimwerker-Ware preisgünstiger versendet als die Speicherkarten. Gleich siebenmal sollten die Kilo schweren Geräte ohne Aufschlag geliefert werden. Paketdienste verlangen dafür zwischen 3,65 (Hermes) und 6,90 Euro (DHL).

Wieder anders wurde die Verschickung der Tischrechner kalkuliert. Kein Händler im Test mochte hier auf Erstattung der Paket-Auslagen verzichten. Bei Versandkosten zwischen 3,56 Euro und 8,95 Euro lag der Schnitt bei fast sechs Euro. Bisweilen überstieg das den Produktpreis.

Apropos Produktpreis. Mehr als jeder vierte Shop (28 von 100) verzichtete ab einem festgelegten Warenwert auf Versandkosten. Heftige Unterschiede gab’s allerdings auch in diesem Punkt: Mal lag die Frei-Grenze bei 20, mal bei 2000 Euro.

Ärgerlich: Nicht jeder Shop, der mit Versandkostenfreiheit wirbt, verschickt wirklich gratis. Zweimal wurden stattdessen Verpackungskosten, einmal ein Sperrgutzuschlag in Rechnung gestellt. Ein Shop wollte bei Bestellungen ab 150 Euro auf Versandkosten verzichten, kassierte aber weiterhin einen prozentualen Anteil an den Verpackungskosten.

Doch solche Kreativität hat ihre Grenzen. Iwona Gromek, Juristin von der Verbraucherzentrale NRW weiß, welche Kosten die Online-Shops ihren Kunden überhaupt in Rechnung stellen dürfen.

Dazu zählen die Portokosten inklusive eventueller Versandversicherungen, dazu gehören die Kosten für Verpackungsmaterial sowie „in angemessenem Rahmen“ der Aufwand für die Verpackungsarbeit.

Verboten sei es dagegen, die Versandkosten in den AGB zu verstecken, sie nur vage oder als undurchschaubare „Klassen“ anzugeben. Rechtliche Fouls, die die Verbraucherzentrale NRW bei ihrem Vergleich fand.

Teuer kann es werden, wenn, wie im Test, ein Anbieter Versand- und Verpackungskosten prozentual anhand des Produktpreises berechnet. Dabei bestehe die Gefahr, so Gromek, „dass bei hochpreisigen Waren ein Vielfaches des üblichen Versandpreises auf- geschlagen wird“.

Besonders tricky: Einmal beeindruckte eine Schlagbohrmaschine durch rapide Gewichtszunahme. Während in Konkurrenz- Shops das Gerät mit einheitlich 2,2 Kilo ausgezeichnet war, legte es bei einem Versender um mehr als die Hälfte an Gewicht zu. Die Folge: Der Händler gedachte statt üblicher 5,40 nun 6,90 Euro Versandkosten zu kassieren.

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Vorweihnachtsgeschäft: Handys und Flachbildfernseher am beliebtesten

Freitag, 27. November 2009

Handys und Flachbildfernseher stehen im Vorweihnachtsgeschäft offenbar ganz oben auf dem Wunschzettel vieler Verbraucher, gefolgt von Digitalkameras. Damit hat sich bei den drei beliebtesten Produktgruppen im Vergleich zum Vorjahr nichts verändert. Deutlich weniger beliebt als 2008 sind MP3-Player. Für HDTV-Receiver dagegen interessieren sich mehr Käufer als im Vorjahr und auch Navigationssysteme erfreuen sich gestiegener Beliebtheit. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Auswertung des Online-Preisvergleichs guenstiger.de.

Bei den Handys sind es vor allen Dingen Smartphones, die das Interesse der Verbraucher auf sich ziehen. So ist das aktuell beliebteste Produkt überhaupt der multimediale Alleskönner Samsung S5230. Der nachgefragteste Flachbildfernseher kommt ebenfalls von Samsung und heißt UE40B6000. Auf Platz eins der Fernseher-Hitliste findet sich damit erstmals ein LED-TV. Bei den Digitalkameras steht die Panasonic Lumix DMC TZ7 besonders hoch im Kurs. Dass Digitalkameras weiterhin ganz vorne mit dabei sind, führen die Preisexperten von guenstiger.de unter anderem auf den hohen Preisverfall in diesem Produktsegment zurück, der inzwischen verstärkt auch digitale Spiegelreflexkameras ergreift.

Auch für die gesunkene Nachfrage nach MP3-Playern hat Philipp Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von guenstiger.de, eine Erklärung:

“Bei fast allen gängigen Mobiltelefonen gehört ein Media-Player und eine große Speicherkapazität inzwischen zum Standard”, so Hartmann.

Dies mache die Anschaffung eines separaten Geräts zur Musikwiedergabe überflüssig. Der Run auf TV-Receiver hänge dagegen mit der zunehmenden Verbreitung von HD-fähigen TV-Geräten zusammen.

“Im Bereich der TV-Receiver registrieren wir eine deutlich gestiegene Nachfrage, da mittlerweile viele Verbraucher einen HD-fähigen Fernseher besitzen und nun auch endlich Inhalte in hoher Auflösung empfangen wollen”, so Hartmann.

Auffällig, aber wenig überraschend ist, dass die nachgefragtesten Produkte in der Regel auch die mit den besten Testbewertungen sind. So erreicht das Samsung S5230 mit einer testeo.de-Gesamtnote von 1,3 eine sehr gute Bewertung. Der Samsung UE40B6000 erhält sogar die testeo.de-Bestnote 1,0. Die Panasonic Lumix DMC TZ7 steht mit einer Gesamtnote von 1,8 bei den Testern ebenfalls hoch im Kurs.

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Augen auf beim Online-Weihnachtseinkauf

Donnerstag, 26. November 2009

Weihnachten steht vor der Tür. Geschenke günstig, unkompliziert und schnell gibt es im Internet - so die Theorie. Doch die Realität sieht zu oft anders aus: Gute Preise gibt es zwar. Aber Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit kommen dabei allzu oft unter die Räder. Denn viele Shops machen ihre Hausaufgaben nicht: Gravierende Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zum Nachteil der Kunden, unzulässige Preisaufschläge oder geringere Erstattungen als gesetzlich vorgeschrieben bei Rücksendungen. Das ergab ein Computerbild-Test der 100 preiswertesten und beliebtesten Elektronik-Internetshops.

Die Redaktion prüfte je 25 Internetshops in den vier Kategorien Hardware, Telekommunikation, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik jeweils mit mehreren anonymen Bestellungen. Die Tester analysierten Preise und Zahlung, Bestellablauf, Lieferung und Rücknahme sowie Service, Kundenrechte und Sicherheit. Die Ergebnisse sind ernüchternd: 40 von 100 getesteten Internet-Shops sind “mangelhaft”.

Viele Internetshops lockten zwar mit extrem günstigen Produktpreisen. Doch hohe Gebühren für den Versand und die gewählte Zahlungsart ließen die Gesamtkosten am Ende in die Höhe schnellen - im Extremfall um 16 Euro für ein Handy oder um 73 Euro für einen Drucker. Solche Kostenfallen lauerten bei fast jedem zweiten Onlineshop im Test. Wenige Probleme dagegen bei der Lieferung: Die meisten “sofort verfügbaren” Produkte trafen nach ein bis vier Werktagen ein. Auch gebrauchte Produkte und Lieferungen ohne Verpackung oder offene Kartons waren die Ausnahme.

Der Test offenbarte außerdem, dass die AGB jedes zehnten Anbieters schwere Mängel und unzulässige Klauseln aufweisen. Außerdem übertrugen zahlreiche Shops persönliche Daten unverschlüsselt. Auch weiterer Ärger ist vorprogrammiert: Bei insgesamt 38 Retouren innerhalb der gesetzlichen Frist wurde zu wenig, bei 15 weiteren gar nichts erstattet - in einem Fall verweigerte der Shop sogar die Annahme der Rücksendung.

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Sicher online einkaufen

Dienstag, 17. November 2009

Pünktlich vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft veröffentlicht der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. einen Leitfaden für den sicheren Online-Einkauf.

Zusammen mit der Fachgruppe E-Commerce im BVDW wurden zehn Punkte definiert, die unter anderem auf die Seriosität von Online-Shops, aussagekräftige Zertifikate, sichere Zahlungsmethoden, den Schutz eigener Daten und guten Kundenservice eingehen. Der Leitfaden “Sicher online einkaufen” lässt sich ab sofort kostenlos auf der Website des BVDW unter www.bvdw.org herunterladen.

“Gerade in der Vorweihnachtszeit buhlen Online-Shops mit Specials und Geschenkfindern um die kaufwilligen Kunden. Vor dem Bestellvorgang sollten allerdings einige Punkte beachtet werden: So machen zu hohe Versandkosten ein Schnäppchen schnell zum teuren Vergnügen oder Kreditkartendaten werden ohne Verschlüsselung übermittelt”, sagt Achim Himmelreich (Mücke Sturm & Company), Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce und Mitautor des Leitfadens.

Der BVDW-Leitfaden “Sicher online einkaufen” in der Übersicht:

  • Seriöse Anbieter verstecken sich nicht
  • Wie bekannt ist der Online-Shop?
  • Zertifikate geben Sicherheit
  • Ausführliche Produktinformationen sind Pflicht
  • Achten Sie auf widersprüchliche Preisangaben
  • Sichere Zahlungsmethoden schützen vor Betrug
  • Meine Daten schützen
  • Wie kommt meine Ware bei mir an?
  • Und wenn die Ware nicht gefällt?
  • Guter Kundenservice zahlt sich aus

Neben schon fast selbstverständlichen Hinweisen wie „Anbieter mit Postfachadresse oder ohne Kontaktinformationen haben etwas zu verbergen“ finden sich in dem Leitfaden auch jede Menge weiterer nützlicher Hinweise, die das Einkaufen im Web sicherer gestalten. So übersieht man beispielsweise im Überschwang des günstigen Kaufs gern schon mal, dass es auch Anbieter gibt, die nachträglich versuchen, den günstigen Kaufpreis durch „Zusatzleistungen“ wie Versicherungen oder Zubehör im Bestellprozess aufzubessern.

Immer wieder hilfreich ist es, sich daran zu erinnern, dass für Online-Händler (nicht jedoch für private Auktionen, wie etwa auf eBay) das Fernabsatzgesetz gilt. Käufer können ungeöffnete Ware bis zu 14 Tage nach Erhalt an den Anbieter zurücksenden, falls sie Ihnen nicht gefällt. Die Kosten für die Rücksendung übernimmt allerdings nicht immer der Anbieter, so dass man auch diese Kosten im Auge behalten sollte.

Erhältlich ist der BVDW Leitfaden “Sicher online einkaufen” als Download im PDF-Format unter www.bvdw.org.

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Gebremste Reiselust bei den Internet-Nutzern

Donnerstag, 23. Juli 2009

Die Wirtschaftskrise macht offensichtlich auch vor den Reiseplänen der deutschsprachigen Internet-Nutzer nicht halt. Fittkau & Maaß untersuchte im Rahmen der aktuellen W3B-Studie das Reiseverhalten der Onliner - und fand dabei heraus, dass sich die Nutzer bei ihren Reise-Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückhaltender zeigen.

So gab im April/Mai 2009 fast jeder zweite befragte Internet-Nutzer an, dass er für Reisen in den kommenden zwölf Monaten entweder gar nichts oder zumindest weniger Geld ausgeben wird als im Vorjahr. Nur 16% der Befragten wollen in diesem Jahr mehr Geld in ihre Reisevorhaben investieren als im vorigen Jahr.

Vor einem Jahr, im Frühjahr 2008, waren die Internet-Nutzer in punkto Reisen noch deutlich ausgabefreudiger: Damals wollte immerhin mehr als jeder fünfte Nutzer sein Reisebudget im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Lediglich gut 42% zählten zum Kreis derjenigen, die weniger oder gar nichts ausgeben wollen.

Mit der Ausgabebereitschaft ist auch das generelle Online-Buchungsinteresse rückläufig. So geben heute nur noch 42% der befragten deutschsprachigen Internet-Nutzer an, dass Sie gerne via Internet Reisen buchen möchten. Im vorigen Jahr waren dies noch 45%.

Dementsprechend stagniert auch der Anteil der Internet-Nutzer, die bis dato schon Reisen im Internet gebucht haben. Hier sind im Vergleich zum Vorjahr keine Zuwächse zu verzeichnen. Der Anteil der Nutzerschaft, die bereits Online-Reisebuchungserfahrung haben, liegt unverändert bei einem Drittel.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass aus Nutzersicht die wichtigste Anforderung an Reise-Web Sites »günstige Preise der Reisen« sind. Dieses Kriterium rangiert zur Zeit im Ranking der Nutzeranforderungen mit über 70% auf Platz eins, noch vor der Sicherheit von Daten und Zahlungsverkehr sowie detaillierten Informationen über die Reiseangebote (je 65% der Nennungen).

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Online-Abzocke mit Haustieren

Freitag, 03. Juli 2009

Vor ein paar Tagen erreichte mich eine Pressemeldung, in der eine Web-Community für Haustierbesitzer vor Betrügern im Internet warnt, die schamlos die Tierliebe mancher Menschen ausnutzen:

“Aus Berichten und Beschwerden wissen wir, dass in den letzten Monaten wieder vermehrt Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Opfer von entsprechenden Aktionen geworden sind, die sich ein Haustier zulegen wollen und nicht unterscheiden können, welche Angebote im Netz seriös sind und welche nicht”, merkt Armin Möller von Vivatier an. Besonders betroffen seien Hundeliebhaber, die treue Vierbeiner aus dem Ausland beziehen möchten.

Die Vorgehensweise der Kriminellen sei ganz unterschiedlich, herauskristallisiert hätten sich aber insbesondere zwei Maschen.

“In dem einen Fall wird an das Mitleid von Tierfreunden appelliert, die sich leidender Tiere annehmen sollen. Andererseits werden aber auch Rassehunde zu einem sehr günstigen Preis angeboten”, berichtet Armin Möller. Nach und nach kämen aber Kosten hinzu, so beispielsweise für vermeintliche Tierarztbesuche, Medikamente oder Versicherungen. “Mehr als Bilder von dem Tier und Vertröstungen bezüglich der Zeitverzögerung bei der Lieferung erhalten die Interessenten in der Regel nicht. Das Geld ist futsch und eine Strafverfolgung gestaltet sich wegen der Anonymität des Internets und dem Aufenthalt der Betrüger im Ausland äußerst schwierig.”

Das Haustierportal empfiehlt, sich bei einem Tierwunsch an die heimischen Tierheime zu wenden, deren Kapazitäten ohnehin aus allen Nähten platzen. Dort sind mittlerweile auch viele Rassehunde erhältlich, zudem bekommt der Interessent die Gelegenheit, sich das Tier selbst anzuschauen und mit den Pflegern über dessen Besonderheiten zu sprechen.

Auch Tieradoptionsforen von bekannten Anbietern sind eine gute Alternative. Hier suchen zahlreiche Tiere ein neues Zuhause, so zum Beispiel Jungtiere, die gerade erst auf die Welt gekommen sind. Andere müssen notgedrungen abgegeben werden, weil sich Herrchen oder Frauchen nicht mehr angemessen um ihren kleinen Freund kümmern können. “Wenn sich kein liebevoller Abnehmer findet, bleibt auch da nur der Gang in das Tierheim”, so Armin Möller. “Wer sich auf diesen beiden Wegen ein Tier beschafft, hat folglich auch das angenehme Gefühl, etwas Gutes zu tun und einer armen Tierseele zu helfen.”

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