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Vom Kleben und Helfen

Dienstag, 04. August 2009

In der letzten Woche war ich in Hamburg, denn mein Firmenwagen benötigte dringend ein neues Aussehen. Da ich ungern den wirklich schönen Lack ruinieren wollte, habe ich zu einer innovativen Lösung gegriffen und das Auto bekleben lassen. Falls Sie sich dafür interessieren, schauen Sie sich doch einmal www.nato-oliv.com an.

Aber das ist eigentlich gar nicht das, was ich Ihnen heute erzählen möchte, sondern eigentlich nur die Vorgeschichte, denn während mein Auto bearbeitet wurde, konnte ich mit einem der Mitarbeiter der Agentur, Abrahim Naeim, plaudern und er erzählte mir von einer Aktion, die mich wirklich beeindruckt hat: Dieser Mann hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, Spielplätze in Krisengebieten anzulegen und so in seinem Urlaub jeweils direkt und unmittelbar Hilfe zu leisten.

Mit dem Verein alma terra e.V. war er im Frühjahr in Afghanistan und hat in Mazar-I-Sharif einen Spielplatz an einer öffentlichen Schule angelegt. Mazar-I-Sharif ist die wichtigste Handelsstadt im Norden Afghanistans, etwa 450 km von Kabul entfernt entfernt. Zudem plant alma terra in Kooperation mit anderen Organisationen auch Projekte in afrikanischen Ländern, so etwa Spielplätze in Ghana und Tansania.

Der Verein alma terra e.V. wurde ins Leben gerufen, um in unserer konfliktreichen Welt Räume und Möglichkeiten zu schaffen, in denen Menschen Hoffnung schöpfen und Freude erleben können – oder, wie Herr Naeim es nennt, Oasen des Glücks.

„Die Freude, das Glück und das Lachen der Kinder sind schwer in Worte zu fassen“, so Abrahim Naeim. „Stellen Sie sich vor, dass diese Kinder noch nie zuvor eine Schaukel oder dergleichen gesehen, geschweige denn ausprobiert haben.“

Nun können Sie getrost fragen, was dies alles mit Computern zu tun hat – außer, dass ich von diesem engagierten Verein natürlich erst über den Internet-Kontakt erfahren habe und Sie sich natürlich über eine Web-Seite informieren können. Und Sie haben recht, es hat ganz und gar nichts mit Computern, dem Internet oder ähnlich virtuellen Dingen zu tun.

Vielleicht war es gerade diese unmittelbare Hilfeleistung für Menschen, die mich beeindruckt hat, zumal ich natürlich im Zusammenhang meiner Autobeklebung nicht erwartet habe, auf einen Menschen zu treffen, der so gar nicht dem Klischee des Agentur-Mitarbeiters entsprach.

Vor jemandem, der beruflich voll eingespannt ist und dann hingeht und nicht etwa nach Kalifornien, Mallorca oder auf die Bahamas fliegt, um sich zu entspannen, sondern seine Kraft und Freizeit in ein Hilfsprojekt investiert, bei dem er selbst mit anfasst und auch direkt die Wirkung seiner Arbeit sehen kann, muss ich jedenfalls den Hut ziehen.

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