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Artikel mit ‘Mobilfunk’ getagged

Neue Base-Tarife: Flexibel, aber teilweise teurer als vorher

Dienstag, 26. Januar 2010

Base, die bekannte Flatrate-Marke des Mobilfunkanbieters E-Plus, startet ab Februar mit einem komplett neuen Tarif-Konzept - auch wenn die von E-Plus angekündigte Revolution ausbleibt. Das Urteil von Martin Müller, Geschäftsführer des Onlinemagazins www.teltarif.de, fällt durchwachsen aus:

“Vorteil der neuen Base-Tarife ist die Flexibilität. Der Kunde muss keinen starren, über 24 Monate gleichbleibenden Tarif buchen, sondern kann einzelne Optionen auswählen und diese auch kurzfristig wieder kündigen. Allerdings werden Verbraucher, die nicht in der Materie stecken, durch die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten schnell überfordert sein.”

Hinzu kommt, dass bei den neuen Base-Optionen eine feste monatliche Grundgebühr anfällt - egal, wie hoch die tatsächliche Nutzung ist. Müllers Einschätzung:

“Für den Verbraucher wäre die Festsetzung eines monatlichen Maximalbetrages und eine ansonsten nutzungsabhängige Abrechnung einfacher und fairer gewesen. Er zahlt dann nur, was er verbraucht, muss sich keine Gedanken um die Gestaltung seines Tarifs machen und hat trotzdem eine Kostenkontrolle.”

Ein Nachteil liegt laut Martin Müller auch in der zukünftigen Trennung des E-Plus- und Base-Netzes:

“Während zuvor mit einem Flatrate-Tarif sowohl Gespräche zu Base als auch ins komplette E-Plus-Netz abgedeckt waren, kosten Anrufe ins E-Plus-Netz nun extra.”

Ein Vergleich mit anderen Tarifen am Markt zeige: Vielnutzer, die eine Flatrate für alle Netze sowie SMS und die Internetnutzung am Handy suchen, liegen mit Base nun preislich auf gleichem Niveau wie mit dem derzeit günstigsten Modell von o2 - vorausgesetzt, man lässt den Online-Preisvorteil von o2 außer acht, den es bei Base derzeit noch nicht gibt. Allerdings erhalten o2-Kunden das flexiblere Abrechnungsmodell.

Interessant ist das neue Konzept für SMS-Vielnutzer:

“Zum neuen Base-Tarif kann eine SMS-Flatrate für den Versand in alle Netze für 10 Euro im Monat dazu gebucht werden. Das ist im Moment das beste Angebot am Markt”, sagt Müller.

Tarif-Details: www.teltarif.de/vorstellung-mein-base

Einschätzung: www.teltarif.de/analyse-mein-base

(tok)

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Defizite bei der Freundlichkeit, aber gute Kompetenz

Donnerstag, 26. November 2009

Das Mobiltelefon ermöglicht heute viel mehr als nur das Telefonieren: Es gilt als Multifunktionsgerät, das aus dem Alltag vieler Deutscher nicht mehr wegzudenken ist. Häufig ersetzt es die Digitalkamera oder den MP3-Player und empfängt auch E-Mails. Welcher Hersteller berät am kompetentesten und wen erreicht man am schnellsten? Auf welchen Hersteller ist Verlass, wenn konkrete Fragen zu den Produkten zu klären sind oder technische Probleme auftreten?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität analysierte jetzt die wichtigsten 10 Handyhersteller. Im Rahmen eines umfassenden Servicetests wurde die telefonische Kontaktqualität sowie die Beantwortung von E-Mail-Anfragen verdeckt überprüft. Außerdem erfolgte die detaillierte Analyse der Internetseiten der Mobiltelefonhersteller. Insgesamt wurden 270 verdeckte Kontakte analysiert.

Zum Gesamtsieger der Studie wurde Samsung gekürt. Das Unternehmen überzeugte mit der besten telefonischen Beratung. Der zweite Platz ging an Nokia, das Unternehmen beantwortete E-Mails am besten. Sony Ericsson positionierte sich knapp dahinter mit einer ausgewogenen Leistung auf Platz drei. Im Durchschnitt war der Service der Handyhersteller nur “befriedigend”, lediglich die drei Top-Platzierten lieferten eine “gute” Leistung ab.

Große Defizite gab es bei der Freundlichkeit am Telefon, die Kommunikationsqualität war lediglich ausreichend. Positiv anzumerken ist, dass die Gespräche schnell angenommen wurden und die Mitarbeiter mit Kompetenz punkteten. “Alle gestellten Fachfragen wurden von den Kundenberatern am Telefon richtig beantwortet. Die gute Kompetenz gibt es aber nicht umsonst - lediglich Apple bot eine kostenfreie Servicehotline”, kommentiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Instituts.

Zwei der analysierten Anbieter schafften es nicht, mehr als 50 Prozent der E-Mails innerhalb einer Woche zu beantworten. Apple brauchte dafür sogar über drei Wochen. Die weiteren Hersteller antworteten jedoch meistens innerhalb von 15 Stunden.

Die Internetauftritte der Unternehmen wurden im Durchschnitt mit “befriedigend” bewertet, drei der Hersteller waren “gut”. Die optische Aufbereitung der Internetseiten wurde von fast der Hälfte der Fälle bemängelt. Die Inhalte waren in etwa einem Drittel der Betrachtungen nicht gut strukturiert und nicht ausreichend verständlich.

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Warum das 1-Euro-Handy kein gutes Weihnachtsgeschenk ist

Dienstag, 17. November 2009

Bald steht Weihnachten vor der Tür und wie jedes Jahr heißt es wieder: Geschenke shoppen. Handys oder Netbooks stehen dabei oft ganz vorn auf den Einkaufs- und Wunschlisten.

Häufig stellt sich hier für den Schenkenden die Frage, ob man statt eines mehrere hundert Euro teuren Gerätes nicht einfach zum 1-Euro-Handy oder -Netbook greifen sollte.

Martin Müller vom Onlinemagazin www.teltarif.de rät davon aber ab: “Wer ein Handy oder Netbook zu Weihnachten verschenkt, sollte nur das Gerät kaufen - ohne Vertrag. Nur so lassen sich unerwünschte Folgekosten vermeiden.”

Zwar erscheinen die Geräte in Kombination mit einem 24-Monats-Vertrag auf den ersten Blick preiswert, doch die Folgekosten für den Schenkenden übersteigen häufig den Kaufpreis der Gerätes ohne Vertrag um ein Vielfaches.

Wer trotzdem ein Vertragsmodell verschenken will, sollte beim Kauf darauf achten, dass das Gerät keinen SIM-Lock hat, beziehungsweise ohne große Hürden auch mit anderen Mobilfunkanbietern genutzt werden kann. Nur so hat der Beschenkte die freie Anbieter- und Netzwahl.

“Besonders ärgerlich sind Einschränkungen in der Anbieterwahl, wenn der Beschenkte mit seinem Handy oder Netbook das mobile Internet nutzen möchte: Hier schwanken Empfang und Übertragungsgeschwindigkeit deutlich von Anbieter zu Anbieter”, so Müller.

Daher empfiehlt es sich immer, vor dem Kauf beispielsweise mit dem Handy eines Bekannten zu testen, welcher Netzbetreiber an den Orten, an denen das mobile Internet hauptsächlich genutzt werden soll, die beste Abdeckung bietet.

Für Verbraucher, die sich zum Kauf eines Einzelgerätes entschieden haben, hat Martin Müller noch folgenden Tipp:

“Günstige Handys und Netbooks finden sich oft im Internet. Bei der Schnäppchensuche helfen Preisvergleicher wie etwa guenstiger.de oder schottenland.de”.

Damit das Geschenk auch ankommt, sollten sich Verbraucher vor der Bestellung von der Seriosität des Onlinehändlers überzeugen.

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UMTS-Surfsticks im Praxistest

Freitag, 13. November 2009

Neben den Netzanbietern stellen auch zahlreiche Mobilfunk-Discounter Zugang zum Internet über UMTS-Sticks bereit. Das unabhängige Verbraucherportal online-tarife.de hat verschiedene Internet-Sticks von Netzanbietern und Discountern in der Praxis getestet.

Die Inbetriebnahme der UMTS-Sticks gestaltet sich immer ähnlich: Die benötigte Software liegt auf den Sticks bereit und installiert sich beim ersten Andocken an den PC oder den Laptop selbst. Kurz nach dem Auspacken und der Eingabe der PIN konnten alle Surf-Sticks in das Internet verbinden.

Kein HSDPA bei E-Plus

Der Praxistest von online-tarife.de verdeutlichte, dass sich die Anbieter bei der Übertragungsgeschwindigkeit kaum unterscheiden. Lediglich E-Plus und die Discounter, die das E-Plus-Netz nutzen, funken ohne den UMTS-Turbo HSDPA.

“Sie erzielten mit rund 0,3 MBit/s die langsamste Bandbreite im Test”, erklärt Markus Tillmann, Redakteur des Internetportals online-tarife.de.

Die anderen getesteten Surfsticks erreichten eine Upload-Geschwindigkeit von rund 1 MBit/s bei theoretisch erreichbaren 7,2 MBit/s. Da sich sämtliche Teilnehmer einer Mobilfunkzelle diese Geschwindigkeit teilen, wird sie in der Praxis nicht erreicht. Zum Vergleich: Mit einem Einsteiger-DSL-Anschluss ist man ähnlich schnell im Internet unterwegs.

Discounter lohnt oft

Es gilt, die Konditionen der Anbieter zu vergleichen:

“Für jedes Netz gibt es Discounter, die bei identischer Leistung günstiger sind”, so Tillmann. “Dort verbirgt sich das größte Sparpotential”.

Für Wenignutzer empfiehlt der Tarifexperte so genannte Tagesflatrates, die eine flexible Nutzung bei geringen Kosten ermöglichen.

Für alle Kunden gilt: Bevor man sich für ein Netz entscheidet, sollte bei den Anbietern ein Verfügbarkeits-Check gemacht werden, um Überraschungen vorzubeugen.

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Neuer Film gegen “Happy Slapping” auf YouTube

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Zuerst beschimpfen sie ihn, dann verfolgen sie ihn auf dem Nachhauseweg. Sie schlagen auf den Jungen ein und nehmen das Ganze mit der Handykamera auf, um es ins Internet zu stellen. Der Kurzfilm “Handygewalt” zeigt exemplarisch einen Übergriff unter Jugendlichen und gibt Hinweise, wie sich Opfer gegen das sogenannte “Happy Slapping” wehren können.

Jetzt ist der vom Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes gemeinsam produzierte Filmbeitrag auf dem Videoportal YouTube verfügbar. Der fünfminütige Videoclip steht in einem eigenen Kanal unter www.youtube.com/infozentrummobilfunk. Hier finden Interessierte auch Informationen zum Schulprojekt Mobilfunk, mit dem das IZMF den Ausbau von Medienkompetenz an Schulen stärkt.

“Mit der zunehmenden Nutzung von Handy und Internet nimmt leider auch der Missbrauch zu”, erklärt Dagmar Wiebusch, IZMF-Geschäftsführerin.

Sie verweist auf eine aktuelle Studie der Universität Koblenz-Landau, wonach in Deutschland bis zu 1,9 Millionen Schülerinnen und Schüler mit Hilfe neuer Medien gemobbt werden. Der Kurzfilm “Handygewalt” soll für die Schwere dieser Übergriffe sensibilisieren und ein Unrechtsbewusstsein schaffen. Er ist Teil des Medienpakets “Abseits?!” der Polizeilichen Kriminalprävention, das speziell für die Aufklärung von Schülerinnen und Schülern konzipiert ist und an Schulen im gesamten Bundesgebiet verteilt wird.

“Um den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu lernen, müssen Kinder und Jugendliche frühzeitig eine adäquate Medienerziehung erhalten”, so Wiebusch.

Das Informationszentrum Mobilfunk setzt sich mit dem Schulprojekt Mobilfunk dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Die Materialien des Schulprojekts unterstützen Lehrkräfte dabei, ihren Schülern einen mündigen Umgang mit dem Handy beizubringen. Zudem bietet das IZMF gemeinsam mit Medienpädagogen kostenfreie Lehrerfortbildungen zu verschiedenen Mobilfunkthemen an.

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Mehr Sicherheit durch Senioren-Handy

Dienstag, 15. September 2009

MP3-Spieler, Megapixel-Kamera, Internet- oder E-Mail-Programm - was für junge Leute unverzichtbare Handyfunktionen sind, schreckt ältere Menschen eher ab. Schlimmer noch: Die Bedienung hoch gezüchteter Multimedia-Protze überfordert immer mehr Menschen - im Notfall lassen sich die Geräte nicht einfach bedienen und sind somit keine Hilfe.

Sogenannte “Einfach-Handys” oder “Senioren-Handys” versprechen Abhilfe: Statt vieler Extras bieten sie vor allem große Tasten, laute Klingeltöne, gut ablesbare Texte im Display und in Summe eine leichte Bedienung. Die Computerbild hat acht solcher Einfach-Handys bis 199 Euro in Ausgabe 20/2009 getestet.

Auffälligkeiten gab es bereits bei der Auswahl des Testfelds: Keiner der bekannten Handyhersteller hat ein entsprechendes Gerät im Programm. Unter der Hand heißt es, dass Einfach-Handys nicht zum Markenimage passen - eine sichere Handybedienung scheint noch kein Verkaufsargument zu sein.

Bei diesem Test waren vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend: Lassen sich die Geräte einfach bedienen und zeigen sie Schwächen beim Telefonieren? Ersteres ist bei allen garantiert: Alle Handys haben eine Tastatur mit großen, deutlich getrennten Tasten, die Menschen mit schlechterem Sehvermögen fehlerfrei bedienen können.

Von den acht getesteten Geräten erhielt jedoch nur das „Doro Phone Easy 338“ für 110 Euro die Note “gut”. Es punktet zusätzlich zur groß beschrifteten Tastatur mit einer übersichtlichen Menüstruktur, sehr guten Notruffunktionen und Extra-Tasten, mit denen sich wichtige Rufnummern mit nur einem Tastendruck wählen lassen. Alle anderen Testkandidaten schnitten im Endergebnis mit “befriedigend” ab.

Beim Telefonieren zeigten die einfach zu bedienenden Handys kaum Schwächen - mit zwei Ausnahmen: Ältere Menschen, die schlecht hören, brauchen Handys, die beim Anruf nicht nur klingeln, sondern sich auch optisch bemerkbar machen. Mit dem „Medion SP1200“ (89 Euro) und dem „Hagenuk Fono 3“ (100 Euro) funktioniert das nicht. Sie zeigen eingehende Anrufe - im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten - nicht optisch an, beispielsweise durch eine blinkende Leuchte am Bildschirm.

In den Läden der Mobilfunkbetreiber sind die besonderen Mobiltelefone noch Mangelware. Die getesteten Geräte sind vorwiegend in Internetläden erhältlich. Lediglich Geräte von Emporia gibt es bei T-Mobile, E-Plus und The Phonehouse mit Mobilfunk-Vertrag zu kaufen.

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Mobiles Internet wird zuhause genutzt

Dienstag, 08. September 2009

Wer Internetangebote mit dem Handy nutzt, tut es vor allem in den eigenen vier Wänden. Für bestimmte Situationen etablieren sich so genannte Smartphones als der einfache Weg ins Netz – so das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Accenture, für die 3.063 Internetnutzer in Deutschland befragt wurden.

Folgt man der Umfrage, haben 62 Prozent der Befragten zum Beispiel E-Mails und Nachrichten über ihr Mobiltelefon von zuhause abgerufen (2008: 41 Prozent). Nur 55 Prozent sind ins mobile Netz gegangen, während sie unterwegs waren (2008: 64 Prozent).

Mit Internethandys können Anwender E-Mails und andere Informationen aus dem Internet oft einfacher und schneller abrufen, als wenn sie dafür ihren Computer starten würden, folgert Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture.

Diese Entwicklung hat laut Nikolaus Mohr mehrere Gründe. Zum einen haben Internethandys in letzter Zeit einen Sprung gemacht, was die Bedienbarkeit und die Benutzerfreundlichkeit angeht. Das kurbelt die Nutzung an.

Insgesamt verwendet heute jeder dritte befragte Mobile-Web-Nutzer sein Handy täglich, um online zu sein (33 Prozent). 2008 waren es 22 Prozent. Besonders intensiv surfen Befragte, die ein Touchscreen-Handy besitzen. 41 Prozent davon gehen täglich ins Netz.

Außerdem schalten Mobilfunkangebote mit Flatrate Kostenängste aus. So gehen heute 35 Prozent der befragten Mobil-Surfer mit einer Daten-Flatrate ins Netz.

Die Entwicklung hin zu mobilen und weg von stationären Geräten spiegelt auch der PC-Markt wieder. Während der Absatz von Personal Computern und Laptops sinkt, steigt der Absatz der kleinen und leichteren Netbooks.

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Bessere Bedingungen für Handynutzer

Freitag, 04. September 2009

Zahlreiche Mobilfunkanbieter müssen auf Druck des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) rechtswidrige Klauseln aus ihren Verträgen streichen. Fast 200 Bestimmungen hielten einer rechtlichen Bewertung nicht stand. Die Vertragsbedingungen für Handynutzer werden sich dadurch verbessern, etwa bei Kündigungsfristen oder dem Datenschutz.

„Unternehmen sollten einen fairen Umgang mit ihren Kunden pflegen. Daran haben wir die Anbieter mit unseren Abmahnungen erinnert“, so Vorstand Gerd Billen.

Die Firmen müssen ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchsichtiger und konkreter formulieren. Außerdem müssen sie Verbraucher vorher über Kündigungen informieren oder ihnen ordnungsgemäße Fristen bei Zahlungsverzug setzen. Zudem dürfen sie die Daten der Kunden nur zu Werbezwecken nutzen, wenn diese zugestimmt haben.

Auch einer weiteren fragwürdigen Praxis schoben die Gerichte einen Riegel vor: Viele Unternehmen kündigten einseitig den Vertrag mit solchen Kunden, die gegen Vertragsänderungen Widerspruch einlegten. Die Richter entschieden, dass der Verbraucher nicht vor die Alternative gestellt werden darf, entweder die veränderten AGB zu akzeptieren oder ihm wird der Vertrag gekündigt.

„Damit wird deutlich, dass die in manchen Klauseln ersichtliche ‚Friss-oder-stirb-Haltung‘ im Gesetz keine Grundlage hat“, sagt Billen.

Das sogenannte Kleingedruckte von insgesamt 19 Mobilfunkanbietern stand in der im Sommer 2008 gestarteten Abmahnaktion auf dem Prüfstein. Darin legten die Anbieter beispielsweise Bedingungen zur Sperrung oder Kündigung des Anschlusses fest: Teilweise reichte ein Zahlungsrückstand von 15,50 Euro für eine vollständige Sperrung aus. In anderen Fällen drohte bei einer missbräuchlichen Anschlussnutzung die fristlose Kündigung – ohne dass der Vertrag geklärt hätte, was in diesem Zusammenhang missbräuchlich heißt. Für rund 100 Klauseln unterzeichneten Unternehmen bereits vorgerichtlich eine Unterlassungserklärung.

Wegen weiterer Klauseln zog der Verbraucherzentrale Bundesverband vor Gericht. Die Richter erklärten in der ersten Instanz nahezu alle Klauseln für rechtswidrig. Sie orientierten sich dabei auch an der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Diese schränkt die Spielräume für einseitige Vertragsänderungen deutlich ein. Verbraucher müssen demnach besser als bisher erkennen können, mit welchen und mit wie vielen Änderungen im bestehenden Vertragsverhältnis sie rechnen müssen. Wenn Unternehmen diese Vorgabe nicht berücksichtigen, sind die entsprechenden Klauseln unwirksam.

Auflistung einiger Klagen gegen Anbieter

  • Vodafone D2: LG Düsseldorf, Urteil vom 23.07.2009, Az. 12 O 460/08
  • T-Mobile: LG Köln, Urteil vom 17.06.2009, Az. 26 O 149/08
  • E-Plus: LG Potsdam, Urteil vom 02.07.2009, Az. 2 O 407/08
  • moconta: LG Dortmund, Urteil vom 28.05.2009, Az. 8 O 367/08
  • congstar: LG Köln, Urteil vom 17.06.2009, Az. 26 O 150/08

(Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig)

Unter diesem Link finden Sie eine Auflistung aller Verfahren des vzbv gegen Mobilfunkanbieter.

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Wer gibt den Ton an im Mobilfunkgeschäft?

Donnerstag, 02. Juli 2009

Mobilfunk ist schon längst weit mehr nur schnurloses Telefonieren – längst geht es auch um mobiles Internet, um Software, Spiele und die unterschiedlichsten Dienste.

Kein Wunder, dass da eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft, sich die interessante Frage stellte, wer denn in diesem Geschäft eigentlich den Ton angibt.

Eine Umfrage unter Branchenexperten brachte dem eco Klarheit: Mobilfunkbetreiber, IT/IP-Unternehmen und Endgerätehersteller mit ihren Inhalteplattformen werden in den nächsten Jahren das Geschäft dominieren.

“Die von vielen prognostizierten kurzfristigen Verschiebungen der Machtverhältnisse hin zu den Unternehmen ohne eigene Infrastruktur finden nicht statt”, kommentiert Dr. Bettina Horster, Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce bei eco.

Die Mobilfunkbetreiber werden am mobilen Markt nach wie vor die Pole Position innehaben: 65 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass diese in den nächsten zwei Jahren den mobilen Sektor anführen werden, mit Abstand gefolgt von Endgeräteherstellern und deren Inhalteplattformen, für die 44 Prozent stimmten. Auf dem dritten Platz sehen die Experten IT/IP-Unternehmen wie Microsoft, Google oder Yahoo; sie erhielten 35 Prozent der Stimmen.

Die Mobilfunker haben im Vergleich zum letzten Jahr viele Prozente eingebüßt. Klar ist aber, wer am Markt das Schlusslicht bildet. Die großen Inhalteanbieter wie Verlage und die Musikbranche konnten ihre relativ gute Startposition nicht nutzen.

Gleichzeitig konstatierte die Wirtschaftsberatung PricewaterhouseCoopers die große Tristesse in der übrigen Unterhaltungsindustrie - nur bei Downloads spiele die Musik, sagen die Berater.

Die weltweite Rezession lässt die globale Medien- und Unterhaltungsindustrie erstmals seit Beginn der Internet-Revolution schrumpfen. Im laufenden Jahr werden die weltweiten Branchenerlöse gegenüber 2008 um voraussichtlich 3,9 Prozent auf knapp 1,35 Billionen US-Dollar (952 Milliarden Euro) sinken. Für das Umsatzminus sei vor allem ein massiver Einbruch der Werbeeinnahmen verantwortlich. Diese dürften 2009 um 12,1 Prozent auf rund 421,1 Milliarden US-Dollar zurückgehen und sich in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung erst ab 2011 wieder allmählich erholen.

Die Verbreitung digitaler Inhalte über das Internet wird von den Wirtschaftsberatern als der entscheidende Wachstumstreiber der kommenden Jahre identifiziert. Allein für den stationären und mobilen Internet-Zugang werden die Konsumenten im Jahr 2013 rund 333,6 Milliarden US-Dollar ausgeben. Dies entspricht etwa 20 Prozent der gesamten Endverbraucherausgaben in der Medien- und Unterhaltungsbranche. Im Jahr 2008 lag dieser Anteil erst bei 15 Prozent.

Während CDs und andere Tonträger im Jahr 2008 immerhin noch einen Umsatz von annähernd 22 Milliarden US-Dollar brachten, dürften die Erlöse bis 2013 auf 11,3 Milliarden US-Dollar fallen. Demgegenüber wird der Umsatz mit Musik-Downloads zwischen 2009 und 2013 um voraussichtlich 14,2 Prozent pro Jahr auf rund 14,8 Milliarden US-Dollar zulegen.

Auch für die Filmindustrie gewinnt das Internet dank steigender Übertragungsbandbreiten an Bedeutung. Zwar ist der Umsatz mit Film-Downloads mit voraussichtlich knapp 390 Millionen US-Dollar im laufenden Jahr noch gering, bis 2013 ist jedoch ein rasanter Anstieg um jährlich 37,7 Prozent auf gut 1,4 Milliarden US-Dollar zu erwarten.

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iPhone für alle?

Donnerstag, 02. Juli 2009

Eine für ein Mobilfunkunternehmen recht originelle, wenn auch vermutlich wirkungslose Werbeidee hat sich der E-Plus-Ableger simyo ausgedacht: Parallel zum Start des neuen iPhone 3GS gründete das Unternehmen die Initiative “iPhonesfree.de”. Mit dieser Initiative möchte sich der Mobilfunker für den freien Verkauf aller iPhone-Modelle einsetzen, unabhängig von Anbietern, Tarifen und Netz. Das ist ein hehres Ziel, denn natürlich möchte auch simyo am iPhone-Boom teilhaben.

Unter www.iPhonesfree.de kann jeder Anwender bei der Initiative mitmachen. Gleichzeitig bietet simyo seinen Kunden den Kauf der älteren iPhone-Generation über ein Partnerangebot an. Aber es geht natürlich nicht darum, für diesen Verkauf Werbung zu machen- vielmehr mich die Initiative stark machen „für den freien Verkauf aller iPhone-Modelle“. Die Initiative – und das ist in der Tat ein lobenswerter Ansatz - ist gegen technische Sperren zur Nutzung des iPhones in nur einem bestimmten Netz oder Tarif.

Auf der von simyo eingerichteten Internetseite www.iphonesfree.de könen sich Anwender anmelden und ihre Stimme für eine Petition abgeben. Facebook-Nutzer können hier auch einen “Badge” herunterladen und die Initiative anderen weiterempfehlen.

(tok)

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