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Artikel mit ‘MacBook’ getagged

Oops, they did it again

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Apple hat mal wieder zugeschlagen und eine ganze Reihe neuer Rechner vorgestellt. Es gibt jetzt neue iMacs, neue Mac Minis und ein neues MacBook. Als kleine „Zugabe“ auch noch eine neue Maus, die nun auf den Namen „Magic Mouse“ hört.

Die neuen iMacs gibt es in 21,5 und 27 Zoll, jeweils mit farbkräftigender LED-Hintergrundbeleuchtung. Der 27-Zoll-iMac kann nun auch mit einem „Intel Core i5 QuadCore“-Prozessor geordert werden. Optional soll es sogar einen „Intel Core i7“ geben. Damit soll gut die doppelte Leistung der alten 24-Zöller erreicht werden.

Auch das Design der iMacs wurde überarbeitet – die Vorderseite erscheint nun als voll verglastes Display.

Die neuen iMacs sollen in der „Core2Duo“-Ausführung in dieser Woche lieferbar sein, die stärkeren „Intel Core i5/i7“-Modelle werden wohl noch bis November auf sich warten lassen.

Das neue Einstiegs-MacBook kommt wieder in der beliebte weißen Polycarbonat-Schale und hat einen neuen Akku spendiert bekommen, der bis zu 7 Stunden durchhalten soll. Hinzu kommt ein 2,26GHz-Prozessor und ein Multitouch-Trackpad.

Der Mac Mini ist nicht tot – er verfügt nun über eine 2,26GHz- oder 2,53GHz-Prozessor, hat mehr Arbeitsspeicher und größere Festplatten erhalten.

Mit der Magic Mouse bringt Apple der Maus Multitouch bei: Sie lässt sich mit Gesten steuern und ist die erste Multi-Touch-Maus der Welt.

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Teure Muster in der Butter

Mittwoch, 23. September 2009

Manchmal beschleicht mich so ein Gefühl, als würden einige Hersteller von PC-Zubehör ihre Rolle ein kleinwenig missverstehen und nicht mehr so recht wissen, dass es eigentlich ihre Aufgabe ist, funktionierende Produkte auszuliefern.

So wollte ich beispielsweise gern meine Fotos etwas schneller von der Speicherkarte auf den Rechner transportieren können und habe mir kürzlich eine ExpressCard (die PC-Nutzer unter Ihnen kennen so etwas als PCMCIA-Karte) für meinen Mac-Laptop gekauft. Eine ganz spezialisierte Karte also, dazu noch von einem Anbieter, der in diesem Markt keinen schlechten Ruf genießt.

Auf der Verpackung: Eine Betriebsanleitung, die sich im Wesentlichen darin erschöpft, mir in drei oder vier Sprachen mitzuteilen, diese Karte einfach in meinen Rechner zu stecken. Nun ja, was sollte ich auch sonst mit dem Ding tun wollen?

Mein Laptop, der eigentlich sonst nicht wirklich aus der Ruhe zu bringen ist, reagierte auf das Einschieben der Karte gänzlich wider Erwarten mit einer heftigen Panik – hätte er Füße, wäre er sicherlich weggerannt und vom Tisch gesprungen. So aber hat er stattdessen jede Arbeit sofort eingestellt und mir bedeutet, ihn nur noch mit beherztem Abnabeln vom Strom wieder zum Leben erwecken zu können. Das verblüffte mich dann schon ein wenig.

Ich schaute mir die Sache näher an: Die Karte ist vollständig kompatibel, der Hersteller baut solcherart Zubehör schon seit geraumer Zeit, man sollte erwarten können, dass er weiß, was er tut.

Mein Rechner ist ein ausgereiftes Produkt, gut ein Jahr alt und ohne seltsame Knoten und Zusätze im Betriebssystem – auch hier sollte es doch kein Problem geben.

Also wurde der Laptop jetzt mit der eingeschobenen Karte gestartet. Ha, und tatsächlich, da war mein Speicherkärtchen zu sehen, die Daten ließen sich sogar kopieren. Aber es kann doch keine Lösung sein, den Rechner erst herunterfahren zu müssen, um so ein Zubehör nutzen zu können. Müsste da nicht wenigstens ein Warnhinweis auf die Verpackung?

Zum Glück gab es ein Upgrade meines Betriebssystems – das wird das Problem ja wohl beheben, schließlich haben ja alle Entwickler seit Monaten das neue Betriebssystem vorliegen. Und bei einem Kartenleser geht es ja auch nur um einen Treiber.

Also habe ich die Karte wieder in den Rechner geschoben. Mein treuer Mac schüttelt sich, verfällt in eine Art katatonische Starre und möchte per Power-Knopf wiederbelebt werden. Nach dem Neustart sehe ich dann die Karte – bis zum Versuch, sie zu dem zu benutzen, wozu sie gebaut und erworben wurde. Beim Kopieren der Bilder von der CF-Karte stürzt mein Rechner erneut massiv ab.

Der Besuch der Support-Seite des Herstellers führt dann dem etwas verborgener untergebrachten Hinweis, dass das neueste OS X nicht unterstützt wird und es wohl vor November auch keine Unterstützung geben wird.

Also, wie ist das? Unter dem bislang gewohnten Betriebssystem bringt die Karte den Rechner, für den sie ausdrücklich als Zubehör gedacht ist, zum Absturz. Das neue Betriebssystem wird aber vor November – wenn überhaupt jemals - auch nicht unterstützt. Auf der Verpackung gibt es weder Hinweise auf Treiber noch auf Inkompatibilitäten. Und ich habe jetzt einen rund 90 Euro teuren Designer-Butterportionierer – immerhin, es lassen sich tolle Muster damit machen …

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Der Turbo für Notebooks: Zehn Flash-Festplatten im Vergleichstest

Montag, 11. Mai 2009

Wer sein Notebook schneller machen will, für den sind Flash-Speicher-Festplatten, so genannte Solid State Drives (SSD), trotz höherer Preise eine interessante Alternative zu herkömmlichen magnetischen Festplatten, denn durch extrem kurze Zugriffszeiten und hohe Datenraten bringen Flash-Laufwerke gegenüber magnetischen Festplatten in den meisten Fällen spürbare Geschwindigkeitsvorteile. Zu diesem Ergebnis kommt ein Vergleichstest der “Macwelt” (Ausgabe 6/2009), die zehn SSD-Notebook-Festplatten auf den Prüfstand gestellt hat.

Auf einem mit einem Flash-Laufwerk ausgerüsteten Rechner öffnen sich Programme schneller und die Reaktion auf Mausbewegungen oder Klicks erfolgt meist ohne die sonst spürbare Verzögerung.

Laut “Macwelt”-Test liegen die Zugriffszeiten zwischen 0,1 und 0,5 Millisekunden - das ist deutlich schneller als bei magnetischen Festplatten. Ebenso erweisen sich SSD-Festplatten gegenüber herkömmlichen 2,5-Zoll-Geräten als deutlich robuster.

Uneinheitlich ist das Bild dagegen in punkto Stromverbrauch. Während einige Flash-Laufwerke sehr sparsam arbeiten, entpuppten sich andere Test-Kandidaten als regelrechte Stromfresser. Insgesamt erreichten die besonders sparsamen Modelle gegenüber der Konkurrenz rund 40 Minuten mehr Batterielaufzeit im zum Test genutzten Macbook Pro.

Ein sehr großer Nachteil im Alltagsbetrieb ist bei Flash-Laufwerken allerdings ein fehlender Pufferspeicher. Dieses Manko sorgt beispielsweise beim Schreiben von Daten für massive Leistungseinbrüche. Deshalb sollten Verbraucher beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Flash-Festplatte über genügend Cache-Speicher verfügt.

“Macwelt”-Testsieger ist das Flash-Laufwerk STT_FT-M28GX25H von Super Talent für rund 290 Euro. Das Modell mit einer Kapazität von 128 Gigabyte liefert dank großem Cache sehr hohe und konstante Datenraten und überzeugt mit einem niedrigen Stromverbrauch. Wer mit 32 Gigabyte auskommt, für den ist der “Macwelt”-Preistipp Patriot Memory 32 GB SSD (etwa 80 Euro) eine günstige und dennoch - im Vergleich zu magnetischen Festplatten - schnelle Alternative.

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Endlich auch in Deutschland

Donnerstag, 19. März 2009

ModBook
ModBook

Erinnern Sie sich noch? Im letzten Sommer habe ich mir das geniale ModBook aus den USA besorgt und nutze seitdem mit wachsender Begeisterung diesen Tablett-Rechner zur Bildbearbeitung (http://www.kieslichdaily.de/auf-dem-apple-zeichnen/).

Seit dem Sommer hat sich einiges getan: Axiotron hat die Ausstattung der Geräte verbessert und sogar schon ein

ModBook Pro
ModBook Pro

ModBook auf Basis des neuen MacBook Pro angekündigt – das ModBook Pro, das in diesem Sommer erscheinen soll.

Viel spannender ist aber, dass es nun endlich einen deutschen Vertrieb für das tolle Gerät gibt. Damit kann nun endlich auch der deutsche Kunde Geräte mit vollem Service und einem Ansprechpartner im Inland kaufen.

ModBook

ModBook

Das ModBook von Axiotron ist nach wie vor der einzige Macintosh-basierte Tablet PC. Ab Ende März gibt es die geniale Kombination aus Apple-Rechner und Graphiktablett in allen 15 Standorten des mStore und natürlich auch via Internet bei M&M:Trading!.

Das ModBook basiert auf einem modifizierten MacBook, nutzt das Betriebssystem Mac OS X, lässt sich per Stift direkt auf dem Bildschirm steuern und beinhaltet eine deutsche Handschriftenerkennung. Der deutsche Händler baut dazu existierende MacBooks mit einem speziellen Umrüstkit von Axiotron um. Entsprechend können Sie als Kunde nicht nur ein fertiges ModBook erwerben, sondern auch Ihr existierendes MacBook umrüsten lassen. Die Umrüstung eines vorhandenen MacBooks kostet rund 1.298 Euro.

Wie ein solcher Umbau vor sich geht, können Sie in diesem Video von OWC sehen:

ModBook

ModBook

Als Basis des ModBook dient ein MacBook mit einem NVIDIA-GeForce-9400-M-Grafikprozessor, dessen direkt auf die Gehäuseoberseite eingelassener berührungsempfindlicher 13-Zoll Monitor mit der Wacom Penabled-Technolgie ausgestattet ist. Im Gegensatz zu den Geräten der ersten Generation lässt sich das Display nun sowohl im klassischen Horizontal- als auch im Portraitmodus verwenden. Das ModBook wiegt nur 2,4 kg und verfügt über ein kratzfestes Gehäuse.

Das schöne an der Bauweise des ModBook: Das Gerät ist nicht nur ausnehmend stabil, sondern es bleiben auch alle Anschlüsse unverändert erhalten. Selbst die iSight-Kamera ist nach wie vor in den Rahmen integriert.

Auf die Geräte gibt es ein Jahr Garantie, die sich mit optionaler Garantieverlängerung auf drei Jahre ausweiten lässt. Alle Fragen zu Garantie- und Reparaturleistungen werden direkt von M&M:Trading geklärt.

Das in Deutschland erhältliche ModBook kostet rund 2.246 Euro und bietet die folgende Ausstattung:

  • 2.0GHz Intel Core 2 Duo
  • 2GB 667MHz DDR2 SDRAM (2x 1GB)
  • NVIDIA GeForce 9400M Grafik
  • 120GB Serial ATA @ 5400 rpm
  • SuperDrive 8x (DVD+R DL/DVD+RW/CD-RW)
  • inkl. Mac OS X Leopard und dem neuen iLife ‘09, Autodesk Sketchbook Express 2009

Ich kann Ihnen nur empfehlen, einmal einen solchen Tablett-Mac auszuprobieren. Die Bildbearbeitung gelingt wesentlich intuitiver und präziser und so ein Gerät macht einfach Spaß.

Für alle Bilder: Photo courtesy of Axiotron Corp. and www.axiotron.com

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Macworld-Revolution: Das MacBook Wheel

Mittwoch, 07. Januar 2009


Apple Introduces Revolutionary New Laptop With No Keyboard

Wenn es etwas wirklich geniales im Umfeld der Macworld Expo gab, dann diese Nachricht von Onion News Network. Achten Sie auf die Zitate (”everything is just a few hundred mouseclicks away”). Sehr schön ist auch der Ticker, der unter der Sendung durchläuft: “Study finds horseback riding just an expensive form of sitting”. 

Alles in allem ein liebevoll gestalteter Beitrag.

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Alles neu macht der Phil

Mittwoch, 07. Januar 2009

Neuschnee und Glätte führten am 5. Januar 2009 zu vielen Verkehrsbehinderungen und langen Wartenzeiten auf deutschen Straßen. Die Staus erreichten eine Gesamtlänge von 3.132,4 KM und auf der A46 mussten die Autofahrer bis zu fünf Stunden und 56 Minuten Verzögerung einkalkulieren.

Zur gleichen Zeit (na ja, fast) bereitete sich das sonnige San Francisco auf einen Event der besonderen Art vor: die erste Macworld Expo-Keynote ohne Steve Jobs.

Statt seiner stellte Apple-Marketingchef Phil Schiller die Neuigkeiten vor. Und hier gab es einiges zu vermelden: Die Softwarepakete iLife und iWork wurden überarbeitet und liegen nun als Version ’09 vor. Das MacBook Pro in der 17- Zoll-Ausführung wurde ebenfalls runderneuert und auch der iTunes-Store glänzt mit der lange erwarteten Aufhebung des Rechtemanagements.

Die Keynote brachte keine wirklichen Überraschungen, aber einen sinnvollen Ausbau der Produktpalette.

MacBook Pro

Das größte MacBook Pro wurde komplett überarbeitet. Damit entspricht der Nachzügler der MacBook-Pro-Famile nun auch dem aktuellen Design im Alu-Gehäuse. Der 17-Zöller ist nun mit nur knapp 2,5 Zentimeter Dicke das vermutlich dünnste Gerät dieser Klasse. Es gibt dabei einige Unterschied zu den Modellen mit 13 und 15 Zoll. So wurde etwa der Akku, wie auch im MacBook Air, fest eingebaut, soll dafür aber bis zu acht Stunden Laufzeit bieten. Der Prozessor glänzt mit einer Geschwindigkeit von 2,93 GHz, der Arbeitsspeicher kann auf 8 GB ausgebaut werden. Als Festplatte kommt wahlweise ein 320 GB großes Laufwerk oder ein SSD-Speicher mit 256 Gigabyte Kapazität zum Einsatz. Das neue 17-Zoll-MacBook Pro hat ein hochauflösendes und hintergrundbeleuchtetes LED-Display und dasselbe, große Multi-Touch-Trackpad aus Glas, welches mit der neuen MacBook-Familie bereits im Oktober präsentiert wurde. Zusätzlich verfügt das neue MacBook Pro über NVIDIA-Grafik-Prozessoren und einen Intel Core 2 Duo Prozessor. Kosten soll das Gerät rund 2799 US-Dollar.

iLife ‘09

Das Apple-Softwarepaket iLife erscheint nun in der Version 09 und wird unverändert für gut 79 Dollar zu haben sein. Spannend ist hier vor allem die neue Gesichterkennung in iPhoto, mit der man Bilder nach Personen sortieren können soll.

Ein direkter Link zu FaceBook erlaubt die schnelle Anbindung an das populäre soziale Netzwerk. Auch eine direkte Upload-Möglichkeit zu Flickr ist enthalten sowie eine Option, GPS-Daten aus Bildern auszulesen und sie direkt auf Google Maps anzuzeigen.

iMovie ‘09 bietet neue, dynamische Themen und einen Bildstabilisator, der verwackelte Aufnahmen aufpolieren soll.

Die Musik-Software GarageBand hat eine komplett neue Benutzeroberfläche erhalten und kann nun auch als Musiklernprogramm genutzt werden, indem man spezielle Unterrichtseinheiten kauft. Mit 18 Grundkursen und optionalen Unterrichtsstunden von Spitzenmusikern wie Sara Bareilles, John Fogerty, Norah Jones und Sting eine neue Möglichkeit, Gitarre oder Klavier spielen zu.

Die Webseitengestaltung wird mit iWeb ‘09 noch etwas vielseitiger dank neuer Widgets wie etwa einer YouTube-Integration.

iWork ‘09

Auch die Office-Suite iWork, die nun zwingend Leopard als Betriebssystem voraussetzt, wurde überarbeitet. Auch sie bleibt in der Version 09 in der 79-Dollar-Preisklasse.

Das Präsentationsprogramm Keynote bietet mit Magic Moves neue automatische Animationen. Außerdem kann das Programm nun via iPhone oder iPod touch fernsteuern.

Die Textverarbeitung Pages wurde im Bereich Inhaltsverzeichnisse sowie der Fuß- und Endnoten verbessert. Außerdem sind 40 neue Design-Vorlagen hinzugekommen.

Die Tabellenkalkulation Numbers kann nun vorgefertigte mathematische Formeln direkt aus einem Funktionen-Browser nutzen. 3D Charts bietet nun Zylinderformen, abgeschrägte Kuchendiagramme, neue Oberflächenstrukturen sowie vier neue 3D Gestaltungseffekte.

Als spannendes Extra gibt es zukünftig auch eine browserbasierte Version des Office-Paketes unter der Adresse iWork.com, die sich aber bisher noch in der Beta-Phase befindet. Der Dienst ermöglicht es, iWork ‘09-Dokumente im Internet auszutauschen. Unter Verwendung der Apple-ID klickt man das iWork.com-Symbol in der Menüleiste eines Keynote-, Pages, oder Numbers-Dokuments, um dieses hochzuladen und andere dazu einzuladen, es online zu betrachten.

iTunes

Die vielleicht wichtigste Ankündigung der Keynote war jedoch der Wegfall des Kopierschutzes im iTunes-Store. Außerdem ändert sich auch das Preismodell der Musiktitel. Statt der bisher durchgängig üblichen 99 Cent pro Titel wird es eine Staffelung auf 0,69, 0,99 oder 1,29 US-Dollar geben. iPhone-Nutzer können Musik nun nicht mehr nur via WLAN laden, sondern auch die UMTS-Verbindung nutzen.

 

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Auf dem Apple zeichnen

Dienstag, 08. Juli 2008

Zur Digitalfotografie gehört heute untrennbar auch die Bildbearbeitung. Dabei schwören einige Anwender auf die Mausbedienung, andere bevorzugen Grafiktabletts. Alles das empfinde ich aber immer noch etwas wenig intuitiv – mein Wunsch ist es, direkt auf dem Bild arbeiten zu können, ganz so, wie man es auch mit einem Stift oder Pinsel auf Papier machen würde. Dabei sollte der notwendige elektronische Unterbau noch möglichst mobil sein und nicht durch umständliche Kabel stören.

ModBook

ModBookPhoto courtesy of Axiotron Corp. and www.axiotron.com

Seit einigen Tagen ist mein Wunsch nun in Erfüllung gehangen – ich habe mir ein ModBook besorgt. Dabei handelt es sich um ein Produkt des amerikanischen Unternehmens Axiotron, das schlicht hingegangen ist und ein MacBook von Apple mit einem per Stift bedienbaren Bildschirm gekoppelt hat. Dieser „Tablett-Mac“ bietet nun alle Funktionen eines normalen 13-Zoll-Laptops, lässt mich aber per drucksensitivem Stift direkt auf der Bildschirmoberfläche arbeiten. So spannend habe ich Photoshop & Co. noch nie erlebt.

Gleich vorweg: Ich bin von diesem umgebauten Apple MacBook nach wie vor extrem begeistert. Es mag nicht jedermanns Sache sein, aber mir kommt das intuitive Arbeiten direkt auf dem Bild sehr entgegen. Zudem macht das durchdachte Gerät einfach Spaß. Ich empfinde den Stift hier als ideale Verlängerung der Hand und wesentlich intuitiver als eine Maus oder ein Grafiktablett.

Auf meinem ModBook sind inzwischen Photoshop CS3, Aperture, Bibble, DxO Optics Pro und Lightroom installiert und arbeiten problemlos.

Das ModBook hat den Vorteil, komplett aus dem bereits bewährten Apple-Laptop aufgebaut zu sein. Entsprechend gibt es bei der Technik keine unliebsamen Überraschungen und man erhält das Gerät komplett konfektioniert mit OS X Leopard.

Endlich ein Mac-Tablett

Da das Gerät ein voll funktionsfähiges MacBook ist, verfügt es über alle Schnittstellen des MacBook und kann auch mit einer externen Tastatur betrieben werden. Im Kern wurde beim MacBook der Deckel mitsamt Bildschirm entfernt und durch ein neues 13“-Toshiba-Panel mitsamt einem druckempfindlichen Wacom-Pad mit 512 Druckstufen ersetzt. Diese Stiftbedienung macht das Gerät dann auch für Zeichner, Designer und Bildbearbeiter interessant, da man sich den Zwischenschritt eines Grafiktabletts und der damit verbundenen Koordinationseinbußen erspart. Als zusätzliche Ausstattung kommt ein serienmäßiges GPS-Modul hinzu.

Geliefert wird das ModBook in der Original-Apple-Verpackung des MacBook – auch das Zubehör von Apple wird mitgeliefert. Ergänzt wird das Ganze durch eine spezielle CD mit der Axiotron-Installationssoftware und zwei Stifte zur Bedienung des Rechners.

Dabei liegt das Gerät gut in der Hand, es ist trotz des solide wirkenden Umbaus – die (Bildschirm-)Oberfläche besteht aus speziell gehärtetem Glas – nicht deutlich schwerer als ein normales MacBook und bringt etwa 2,5 Kilo auf die Waage. Der Rahmen selbst ist aus Aluminium und macht einen äußerst robusten Eindruck.

Die Oberfläche der matten Glasfläche fühlt sich bei der Stiftbenutzung angenehm und leicht rau an, etwa so, als würde man auf Papier arbeiten. Die Farbwiedergabe ist etwas wärmer als bei Apple-Displays, aber im Zweifelsfall wird man sowieso eine Bildschirm-Kalibrierung durchführen, wenn man vorhat, mit dem ModBook Fotos zu bearbeiten.

Derzeit weist das ModBook eigentlich nur zwei Mängel auf: Die mitgelieferten Stifte wirken in ihrem weißen Plastik etwas billig und verkratzen leicht in der „Stiftgarage“ im Bildschirmrahmen. Das schränkt die Funktion zwar nicht ein und die magnetische Halterung der Stifte ist sogar sehr durchdacht, doch etwas hübscher wäre auch nett. Problem Nummer 2 ist der Bluetooth-Betrieb, der aufgrund einiger Software-Schwierigkeiten nur über einen externen Dongle möglich ist.

Eine Einschränkung, die man nicht dem ModBook vorwerfen kann, ist der Umstand, dass Apple seit OS X 10.5 das softwareseitige Drehen des Displays unterbunden hat. Damit ist der beliebte Portraitmodus nur zu nutzen, wenn man Windows in einer Emulation oder per BootCamp einsetzt.

Außer den äußeren Veränderungen fällt das ModBook durch seine Stifteingabe auf. Damit auch problemlos Texteingaben möglich sind, hat Axiotron die Software Quickclicks installiert, die eine kleine OnScreen-Tastatur auf dem Bildschirm erscheinen lässt. Diese Software stammt vom Hersteller AssistiveWare und bietet einige Optionen: Zum einen lassen sich Buchstabe für Buchstabe Zeichen antippen, zum anderen bietet Quickclicks aber auch einige spezielle Tastaturlayouts an, mit denen sich bestimmte Funktionen auslösen lassen. Benötigt man die Tastatur nicht, kann sie per Druck auf eine der Stift-Tasten ausgeblendet werden.

Als Apple-eigene Texteingabemethode bietet das ModBook (wie jeder Apple) das Programm Ink an, eine Handschrifterkennung, die sich aus der Zeit des Apple Newton in die neuen Betriebssysteme gerettet hat. Sie passt sich in Grenzen der Handschrift des Nutzers an und erlaubt bei einigermaßen lesbarer Handschrift eine gute Erkennungsrate.

Eine Erweiterung zu Ink bietet die Software InkBook, die als Notizbuch auf dem Bildschirm erscheint und bestens dazu geeignet ist, Notizen oder Skizzen zu machen, die erst später ‚dechiffriert’ werden sollen. Praktisch vor allem, um während eines Meetings Notizen zu machen.

Gebaut wird das ModBook vom Unternehmen Axiotron des früheren Apple-Mitarbeiters Andreas Haas. Das ModBok wurde erstmals 2007 auf der MacWorld Expo vorgestellt, letztlich hat sich die Auslieferung der ersten Geräte aber noch fast ein Jahr hingezogen. Axiotron selbst führt keine Umbauten an den MacBooks durch, sondern liefert ein so genanntes Conversion-Kit, mit dem ein MacBook modifiziert wird, an zertifizierte Vertriebspartner aus. Der Händler selbst – in diesem Falle Other World Computing (OWC) nimmt dann den Umbau an einem handelsüblichem MacBook vor und liefert auch das Gerät.

Die Wartezeit zwischen der Bestellung bei Other World Computing und der Auslieferung ist mit rund 6 bis 8 Wochen noch recht lang. Ich selbst habe am 23. April die Bestellung abgeschickt und das ModBook am 12. Juni erhalten. Dafür ist die eigentliche Lieferung via UPS oder FedEx rasend schnell und problemlos. Wann ein Vertrieb in Deutschland existieren wird, steht derzeit noch etwas in den Sternen. Andreas Haas teilte uns auf Anfrage mit, dass man derzeit Gespräche mit interessierten Handelspartnern in Deutschland, Frankreich, Italien, England, Irland und der Schweiz führen würde.

Keine Angst vor den USA

Angst vor der Bestellung in den USA muss man dabei nicht haben – OWC ist ein etabliertes Unternehmen, das auch per E-Mail zu erreichen ist. Außerdem wird der Kaufpreis erst von der Kreditkarte eingezogen, wenn das bestellte Gerät auch ausgeliefert wird. Um die Zollabwicklung des Gerätes kümmert sich dankenswerterweise das Versandunternehmen, so dass man das ModBook problemlos nach einigen Tagen an der Haustür in Empfang nehmen kann. Die Versandkosten selbst sind dabei erträglich und liegen mit Versicherung bei etwa 60 Dollar.

ModBooks gibt es in unterschiedlichen Konfigurationen ab 2.279 Dollar, dazu muss der deutsche Käufer aber noch die unumgängliche Einfuhrumsatzsteuer auf den aktuellen Euro-Preis rechnen. Derzeit erhältlich sind ModBooks mit einem 2.1GHz oder 2.4 GHz Core 2 Duo Prozessor erhältlich. Der Arbeitsspeicher beträgt standardmäßig 1 GB beim 2.1 GHz-Modell und 2 GB beim 2.4 GHz-Gerät und kann bis 4 GB erweitert werden. Als Festplatte kommt in der Basisversion eine 120 GB- bzw 160 GB-Platte zum Einsatz. Die Plattenkapazität kann auf Wunsch bis 500 GB ausgebaut werden. Außerdem ist ein CDRW/DVD-Rom Combo Drive (2.1 GHz-Version) bzw. Double-layer SuperDrive (2.4 GHz-Version) enthalten, das der Anwender aber auf Wunsch auch durch eine weitere Festplatte bis 250 GB ersetzen kann. Die WLAN-Verbindung ist bei beiden Modellen nach dem neuesten Standard 802.11b/g/n möglich.

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