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Artikel mit ‘IBM’ getagged

Von PCs und Toastern - der digitale Aha-Effekt

Sonntag, 15. November 2009

Moshe Rappoport, Technologieforscher und „Executive Technology Briefer“ bei IBM Research Zürich stellt fest, dass die IT endlich, rund 60 Jahre nach dem Beginn des Computerzeitalters, in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Nun seien wir Zeuge eines umfassenden digitalen Aha-Effekts, der nicht zuletzt auch von der Smartphone-Entwicklung beeinflusst wird, so Rappoport in einem Pressetext-Interview.

“In Wahrheit muss der PC der Zukunft so einfach wie ein Toaster zu bedienen sein. IT sollte so zugänglich sein, dass ältere und jüngere Bevölkerungsschichten die Technologie gleichsam nutzen können und Spaß daran haben. In der aktuellen Smartphone-Begeisterung über alle Alters- und sozialen Grenzen hinweg ist diese Entwicklung bereits vorweggenommen”.

Die Innovationsprozesse der IT-Branche seien dabei heute oft schon gänzlich anders als in der Frühzeit der IT. Seien Entwicklungen früher aus den Labors über Nutzer in Gewerbe und Industrie schließlich zum Verbraucher gelangt, so werden heute oft Entwicklungen vom Verbraucher gefordert und dann auf diese Bedürfnisse hin in den Labors umgesetzt.

Post will Zeitschriftenverlegern beim Kassieren im Netz helfen

Derzeit herrscht in der Verlagswelt große Verunsicherung: Man weiß nicht recht, wie man mit dem Internet umgehen soll, sieht Umsätze gefährdet und prinzipiell den Untergang des Abendlandes näher rücken.

Wie der Branchendienst kressreport berichtet, will die Deutsche Post nun den Zeitschriftenverlagen dabei helfen, Bezahlmodelle im Internet zu entwickeln. Geplant sei, ein Zustell- und Abrechnungssystem über das Projekt “Online-Brief” zu etablieren.

Dieses Projekt soll, so wird berichtet, ist für beide Seiten, Post wie Verlage, von höchster Priorität sein. Die Verlage suchen im Netz nach neuen Erlösquellen, denn die Werbeeinnahmen scheinen ihre Investitionen nicht zu decken. Von Bezahlinhalten versprechen sie sich eine Chance, doch noch im Netz Geld zu verdienen.

Für die Post ist das Projekt ein Prüfstein für den “Online-Brief”. Hinter dem Namen verbirgt sich ein neues System zum Versand von rechtsverbindlichen E-Mails. Sowohl Post wie ein Konsortium, in dem u.a. die Deutsche Telekom und United Internet sitzen, arbeiten an sogenannten De-Mail-Portalen. Sie sollen den papierlosen Versand von Dokumenten, Verträgen und Rechnungen sicher möglich machen und die Abwicklung der Abrechnung gewährleisten. Verlage sollen über den “Online-Brief” ihre Bezahlmodelle einfach managen können.

Die Planspiele der Post sollen aber, so der kressreport, noch weiter gehen: So soll das Unternehmen den Verlagen in einem zweiten Schritt den Aufbau eines elektronischen Kiosks anbieten wollen, der das gesamte gedruckte und elektronische Inventar der Zeitschriften für zahlende Nutzer verfügbar machen könnte.

Auch Gangster twittern

Inzwischen sind die typischen Online-Betrugsversuche, die wir schon von E-Mails kennen, auch im sozialen Netzwerk Twitter angekommen. Der Sicherheitsanbieter Trend Micro warnt vor einem gefälschten Intelligenz-Test, der derzeit unter Twitter-Nutzern die Runde macht.

Dahinter stehen Cyberkriminelle, die an die Handynummern der Anwender herankommen wollen. Die Nummern könnten zum Beispiel für den Versand von SMS-Nachrichten verwendet werden, für die dann die ahnungslosen Twitter-Nutzer die Rechnung bezahlen müssten.

Die Attacke ist nur schwer zu erkennen, weil die Cyberkriminellen legitime Twitter-Konten manipulieren, über die dann so genannte „Direct Messages“ an Freunde des jeweiligen Kontoinhabers verschickt werden. Diese Nachrichten enthalten den Link zu der gefälschten IQ-Testseite.

Trend Micro rät daher Twitter-Nutzern dringend, auf keinen Fall auf Links in „Direct Messages“ zu klicken, die zum Intelligenztest auffordern, auch wenn der Absender der Nachricht ihnen bekannt ist. Diejenigen Nutzer, die befürchten, ihre Konten könnten von den Cyberkriminellen infiziert worden sein, sollten so schnell wie möglich ihr Twitter-Kennwort ändern.

Drahtloser Papageien-Sprecher

Kabel sind furchtbar lästig. Sie stören optisch, sie stören beim Staubsaugen, sind zu kurz und permanent verknotet. Das hat scheinbar auch Hersteller Parrot gestört, denn die Parrot Zikmu lässt sich über vier Quellen mit Musik versorgen, zwei davon drahtlos; und sie sollen einen erstaunlich guten Klang in alle Richtungen liefern.

Von außen sieht die tischhohe schwarze Röhre mit dem breiten Fuß sehr elegant und unscheinbar aus. Sie besticht durch nüchterne Eleganz. Das Innenleben ist dagegen Hightech pur, denn das “Distributed Mode System (DML)” sorgt für eine gleichmäßige Klangstrahlung in alle Richtungen und damit für ein neues Stereogefühl.

Im Hörtest des Magazins stereoplay zeigt das Aktivboxenpaar, dass der Klang für 1.300 Euro sehr gelungen ist. Doch das größte Pfund ist die Anbindung. Die Box kann man per Bluetooth vom Handy oder iPhone, über WLAN vom Notebook oder auch direkt per iPod-Dock oder Cinch mit Musik versorgen. Im Test klappte die Funkanbindung in wenigen Sekunden und funktioniert sogar noch aus dem Nachbarraum.

Chefredakteur Holger Biermann ist begeistert: “Der Komfort ist gigantisch: Der Anwender zückt seinen Player, meldet sich kurz an und kann Sekunden später raumfüllend Musik hören - ohne ein Kabel.”

E-Mail vom Aussterben bedroht?

Statt per E-Mail wird immer mehr über Instant Messenger in Social-Networking-Plattformen kommuniziert. Dieser Trend hat weitreichende Auswirkungen auf die IT-Sicherheit, warnt F-Secure. Cyber-Kriminelle haben bereits auf diesen Wandel reagiert und ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken erhöht. Dem Kommunikationswandel muss eine Sensibilisierung für die Inhalte folgen, fordert der finnische Sicherheitsexperte.

Immer mehr Menschen sind rund um die Uhr mit ihrem Computer oder Smartphone online, anstatt sich regelmäßig ein- und auszuloggen, um eine E-Mail zu versenden.

Der rasche Wachstum von Facebook und Twitter ist genau darauf zurückzuführen, denn der permanente Online-Status ermöglicht den Anwendern per Chat eine noch schnellere Kommunikation als per E-Mail. Laut einer Statistik von Nielson Co. hat sich die Zahl der Nutzer von sozialen Netzwerken und Communities von August 2008 bis August 2009 um 31% erhöht - der allgemeine E-Mail-Verkehr nahm der Studie zu Folge nur um 21% zu. Es mag zu früh erscheinen, den Tod der E-Mail zu verkünden, die Zahlen sind allerdings deutlich.

Blu-ray-Player als Mediazentrale

Allen Alltagsproblemen zum Trotz: In den vergangenen Monaten haben die Hersteller von Blu-ray-Playern die Fähigkeiten ihrer Geräte massiv ausgebaut. Selbst günstige Player beherrschen unterschiedliche Film- und Bildformate, schreibt das Computermagazin c’t im Sonderheft “Home Entertainment”.

“Im Vergleich zu den ersten Generationen von Blu-ray-Playern stellen sich die Hersteller der neuen Geräte weitaus besser auf die Bedürfnisse der Anwender ein”, erklärt c’t-Redakteur Nico Jurran.

Verschiedene Player konnten schon vorher MP3-Musik abspielen und JPEG-Bilder wiedergeben. Einige beherrschen jetzt aber auch die HD-Video-Wiedergabe von USB-Wechselmedien in verschiedensten Formaten. Genauso kann man Videos (AVCHD), die mit HD-Camcordern aufgenommen wurden, in der Regel abspielen.

Viele Blu-ray-Player haben auch eine Ethernet-Buchse, also einen Netzwerkanschluss für eine Verbindung zum PC und ins Internet. Bislang wurde sie vor allem für Firmware-Updates und “BD-Live” genutzt, bei dem Inhalte passend zum eingelegten Film vom Server des betreffenden Hollywood-Studios nachgeladen werden. Nun können die ersten Player auch auf Videos, Fotos, und Musik im heimischen Netz zugreifen. Allerdings müssen die meisten Hersteller diese Funktion noch deutlich nachjustieren, wie der c’t-Test zeigt.

Beim Kauf sollte man deshalb darauf achten, dass die Blu-ray-Player möglichst Standards wie UPnP AV für Audio- und Video-Streaming folgen. Andere Hersteller setzen vermehrt auf den Zugang zu Webdiensten wie YouTube.

Trotz aller Fortschritte können die Blu-ray-Player mit den Multimedia-Fähigkeiten der Playstation 3 Slim noch nicht mithalten - die Spielkonsole bringt einen Blu-ray-Player ab Werk mit. Die Bildqualität ist bei allen getesteten Geräten hervorragend, die Unterschiede sind minimal.

Virtuelle Reise durch den menschlichen Körper

Ist der Schatten auf der Computertomographie wirklich ein Tumor? Wenn Ärzte bei schwierigen Fragen ihre Kollegen um Rat fragen, können sie das jetzt vom heimischen Computer aus tun. Medizinische Untersuchungsbilder mit riesigen Datensätzen lassen sich dort mit dem Programm ImageVis3D darstellen, das von dem Saarbrücker Informatiker Jens Krüger im Team an der Universität von Utah entwickelt wurde. Mit ihren besonderen Funktionen ist die Software bisher weltweit einzigartig. Auch an kleineren Rechnern lassen sich damit blitzschnell umfangreiche 3-D-Daten darstellen und verändern. Seit kurzem ist dies sogar mit Hilfe einer kostenlosen Anwendung auf dem iPhone möglich.

Das Programm ImageVis3D wird bisher vor allem in der Medizin eingesetzt, um wissenschaftliche 3-D-Bilder zum Beispiel aus der Computer- oder Magnetresonanztomographie aufzurufen und zu verändern. An jedem gewöhnlichen Computer können damit Wissenschaftler und Ärzte den menschlichen Körper genauer studieren und medizinische Probleme bewerten. Aber auch hochauflösende geografische Bilder, wie die Satellitenbilder von Google Earth, können damit verändert werden. Bisher war die Bearbeitung solcher riesigen Datenmengen nur an leistungsstarken Computern möglich.

Seit kurzem kann sogar der vergleichsweise kleine Rechner eines iPhones dafür eingesetzt werden, um Bilder des menschlichen Körpers zu visualisieren. ImageVis3D Mobile heißt die Anwendung, die im App Store der Firma Apple kostenfrei heruntergeladen werden kann. In den ersten Tagen machten davon schon mehrere tausend Nutzer Gebrauch. Das Programm ImagelVis3D lässt sich auch in andere Softwareumgebungen leicht integrieren und ist durch seinen modularen Aufbau flexibel einsetzbar. Es basiert auf einer Software, die am Institut Science Computing and Imaging (SCI) der Universität von Utah entwickelt wurde.

Etwa ein Jahr lang hat Jens Krüger in Salt Lake City an dem Programm gearbeitet, unterstützt von dem Software-Entwickler Tom Fogal, der an der Universität von Utah forscht. Als Teil eines biomedizinischen Projekts wurde ImageVis3D vom amerikanischen Gesundheits- und Energieministerium finanziert. Seit kurzem leitet Jens Krüger eine Forschergruppe im Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ (MMCI) der Universität des Saarlandes. Die Forschergruppe ist am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken angesiedelt. Dort wird Jens Krüger sich noch intensiver damit beschäftigen, wie man ganze 3-D-Welten auf kleine Rechner bringen kann.

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Die digitalen Immigranten

Montag, 27. April 2009

Gehören Sie zur Altersgruppe zwischen 44 und 60? Dann darf ich Sie herzlich im Kreis der digitalen Immigranten willkommen heißen. Als solche definiert der Forscher Moshe Rappoport von IBM Research die Gruppe der vor 1970 Geborenen. Sein Fazit lautet:

“Die Kluft zwischen den vor 1970 und nach 1980 Geborenen hinsichtlich der IT- und Computernutzung ist enorm. Erstere werden Zeit ihres Lebens digitale Immigranten bleiben.”

Rappoport konstatiert, dass “die meisten Jugendlichen (…) bis zu ihrem 20. Lebensjahr Tausende Computerspiel-Stunden hinter sich [haben] und (…) sich dadurch Fähigkeiten und Denkmuster an[eignen], die der älteren Generation völlig fremd sind.”

Daraus folgt für Rappoport die Notwendigkeit, sich auf den veränderten, natürlichen Umgang mit Technologie einzustellen. Galten Manager bisher als eine eher technologiekonservative Klientel, ist zu erwarten, dass es in den Unternehmensführungen zu einem radikalen Umdenken kommen wird, wenn die digital aufgewachsene Generation - die so genannten “Digital Natives” – nachrücken.

Dass dies nicht nur Zukunftsmusik ist und erst recht keine aus der Luft gegriffene Befürchtung, zeigt eine aktuelle Untersuchung von LexisNexis, die die Diskrepanzen im Verhalten dreier Altersgruppen aufzeigt. Dem Bericht zufolge wird die generationsbedingte Kluft im Umgang mit Informationstechnologien zunehmend zum Problem für die Manager.

“Die Ergebnisse legen nahe, dass Manager die sich auftuende Kluft zwischen der Babyboom-Generation und Mitarbeitern unter 29 akzeptieren müssen”, sagt Mike Walsh, CEO von LexisNexis. Verständnis sei schließlich eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine optimierte Organisation von Arbeitsabläufen.

Walsh weist auf Auffassungs- und Verhaltensunterschiede zwischen den Generationen hin: Zwei Drittel der Babyboomer, also der 44- bis 60-jährigen Angestellten, meinten, dass PDAs, Blackberrys und Mobiltelefone zur Erosion der Benimmregeln am Arbeitsplatz beitragen. Weniger als die Hälfte ihrer unter 29 Jahre alten Kollegen stimmte zu. Laptops während Arbeitsgesprächen waren erfahrenen Mitarbeitern meist ein Dorn im Auge. Im Gegensatz dazu, glaubte eine Mehrheit des befragten Nachwuchses, die Effektivität der Meetings durch den Einsatz von Laptops zu erhöhen.

Doch es sind nicht nur diese Unterschiede in der Auffassung, die entscheidend sind, sondern auch die unterschiedliche Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. So ergab die Berechnung der Nettobenutzungszeiten aller am Arbeitsplatz zur Verfügung stehenden Applikationen bei den Befragten interessante Werte. Die Durchschnittszeit überschritt mit 15,9 Stunden die täglich vorgesehene Arbeitszeit deutlich. Interessant ist hier jedoch die Verteilung, denn Angestellte unter 29 Jahren waren im Schnitt 22,9 Stunden pro Tag eingeloggt, während Senior Executives es gerade einmal auf 10,3 Stunden brachten.

Der Unterschied zwischen den „digitalen Immigranten“ und den „Digital Natives“ soll sogar neurologisch nachweisbar sein. Der Tagesspiegel berichtete unlängst über die Forschung des amerikanischen Neurowissenschaftler Gary Small, der mit den Worten zitiert wird:

„Der tägliche Umgang mit Hightech-Erfindungen führt dazu, dass Hirnzellen sich verändern und Neurotransmitter freigesetzt werden, wodurch allmählich neue neuronale Bahnen in unserem Gehirn gestärkt und alte geschwächt werden“.

Laut Small würden die Kinder und Jugendlichen heute mehr Zeit mit elektronischen Geräten verbringen und würden entsprechend weniger lesen, musizieren, Sport treiben oder Gespräche führen. Er erwartet entsprechend eine „Schwächung der neuronalen Schaltkreise, die für den zwischenmenschlichen Kontakt zuständig sind“. So seien die „Digital Natives“ beispielsweise schlechter in der Lage, körpersprachliche Signale ihres Gegenübers zu deuten. Auch hätten sie Schwierigkeiten, ihre volle Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten oder über längere Zeit zuzuhören. Sie würden zu „Stimulus-Junkies“ und zeigten vermehrt Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizitsstörung (ADHS).

Notwendig ist, wenn man diese Ergebnisse mal so stehen lässt, eine ganz neue Lernkultur, bei der die „digitalen Immigranten“ und die „Digital Natives“ voneinander lernen. Die einen könnten soziale Fähigkeiten und Verhaltensweisen erlernen, die anderen könnten medienaffines Verhalten und Multitasking erlernen.

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Moores Law hat ausgedient

Montag, 27. April 2009

Nahezu jeder Computerbenutzer kennt es, das 1965 formulierte Mooresche Gesetz, das sagt, dass die Halbleiterindustrie alle 18 Monate die Größe der Chips halbieren und gleichzeitig die Arbeitsgeschwindigkeit verdoppeln kann.

Doch nun soll diese Faustformel der Computerindustrie nicht mehr gelten. Das sagt jedenfalls Carl Anderson, IBM-Verantwortlicher für Physical Design in der Servern-Division. Er prognostiziert, dass es der Chipbranche ähnlich ergehen werde, wie anderen Industriebereichen. Das rasante Wachstum gehe zurück und die Geschwindigkeit, mit der Innovationen entstehen, verringert sich. So sei es bereits der Eisenbahn-, Auto- oder Flugzeugindustrie gegangen.

Als Begründung führt Anderson an, dass die Halbleiterindustrie wie jede Boombranche ein Reifestadion erreichen wird, in dem die Innovationen automatisch langsamer werden.

“Die Eisenbahnbranche hat im 19. Jahrhundert ein exponentielles Wachstum erlebt. Die Automobilindustrie verzeichnete ihre Hochzeit in den 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts”, erläutert der IBM-Guru.

In der Flugzeugindustrie sei ähnliches zu beobachten gewesen.

“Die Geschwindigkeit der Flugzeuge hat sich solange erhöht, bis die ersten Piloten die Schallgeschwindigkeit erreichten”, so Anderson.

Dann war es vorbei mit dem exponentiellen Wachstum. In der Chipindustrie wird es sich ähnlich verhalten.

“Ein oder zwei Generationen wird die Entwicklung in den Spitzenbereichen noch weitergehen, beispielsweise bei Multicore-Prozessoren. Jedoch merken bereits jetzt Entwickler, dass für Standard-Applikationen nicht die neuesten Chipdesigns notwendig sind”, sagt Anderson.

Hinzu kommt, dass die Kosten für die Weiterentwicklung enorm steigen. Der Einstieg in eine neue Halbleitergeneration wird für einige Chiphersteller schlichtweg nicht mehr leistbar.

In Zukunft werden sich die Entwicklungen vor allem auf drei Technologien konzentrieren: Einerseits ist dies die optische Datenweiterleitung, andererseits CPU-Beschleuniger und 3D-Chips, bei denen die einzelnen Prozessorkomponenten übereinander gestapelt sind. Die Leistungsbeschleunigung ist hierbei im Moment das interessanteste Thema.

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Warum 1984 nicht wie 1984 wurde

Freitag, 23. Januar 2009

 

Apple Macintosh © mac-history.de

Apple Macintosh © mac-history.de

Morgen jährt er sich zum 25. Mal, der Geburtstag eines der wahrscheinlich bekanntesten Computerprodukte überhaupt – des Apple Macintosh.

Am 24.01.1984 wurde dieser in vieler Hinsicht innovative Computer auf den Markt gebracht als „dritter Meilenstein“ nach dem Apple II und dem IBM PC. Für knapp zweieinhalbtausend Dollar konnte nun ein kompakter Computer mit grafischer Benutzeroberfläche erworben werden – ein in diesen Tagen noch revolutionärer Ansatz. In jedem Fall war der Macintosh ein bahnbrechendes Produkt für das damals durchaus nicht übermäßig erfolgreiche Unternehmen Apple.

Beworben wurde der Macintosh mit einem der weltweit bekanntesten Werbespots, dem „1984“-Spot, der in der Pause des Superbowl ausgestrahlt wurde. Der Spot, der unter der Regie des britischen Regisseurs Ridley Scott entstand, der zuvor den Kultfilm „Blade Runner“ fertiggestellt hatte, gilt als Meisterwerk: Man sieht eine uniforme Masse grauer Menschen sich versammeln und apathisch den Worten von „Big Brother“ zuhören, der auf einem riesigen Bildschirm zu sehen ist. Zeitgleich wird eine junge Frau in Sportkleidung von einer bedrohlich wirkenden Polizeitruppe verfolgt wird. Sie läuft auf den Bildschirm zu und schleudert einen Vorschlaghammer auf „Big Brother“. Der Bildschirm zerplatzt und aus dem Off ist die Ankündigung „Am 24. Januar wird Apple Computer Macintosh einführen. Dann werden Sie sehen, warum 1984 nicht wie ‘1984’ sein wird.” zu hören.

Die Anklänge an Orwells „1984“ und die implizit vorhandene Fokussierung auf das damals marktbeherrschende Unternehmen IBM (Microsoft spielte noch keine so große Rolle) machen die besondere Wirkung dieses Spots aus.

Mehr über diesen Spot können Sie auf der hervorragend gemachten Seite mac-history.de finden, auf der es u.a. auch einen Making-of-Videoclip zu „1984“ zu sehen gibt.

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