« zurück zur Startseite

Artikel mit ‘Google’ getagged

Wird YouTube kostenpflichtig?

Montag, 07. September 2009

Der Google-Ableger YouTube hat sich längst als das führende Portal für alle Arten von Heimvideos etabliert. Entsprechend ist die Nutzung von YouTube kostenlos – das Angebot wird über Werbung finanziert.

Aber prinzipiell stecken in der Idee Youtube noch viel mehr Möglichkeiten. Die Nutzer haben das schon in großer Zahl erkannt und nutzen die Plattform längst nicht mehr dazu, um selbstgedrehte Filme anzuschauen, sondern auch, um beispielsweise Ausschnitte und sogar ganze Folgen beliebter TV-Serien anzusehen.

Offenbar hat diese Leidenschaft für Filme auch den Strategen von Youtube zu denken gegeben – wie gemeldet wird, soll Youtube an der Einführung eines Online-Videoverleihs arbeiten. Angeblich befindet sich das Portal bereits in Verhandlungen mit großen Hollywoodstudios, um deren Filme schon bald in voller Länge und natürlich gegen Bezahlung anbieten zu können. Google selbst bezeichnet diese Angaben als Gerüchte, die man nicht näher kommentieren wolle.

Mit einem solchen Verleih-Modell – so es denn kommen sollte - würde sich die Marktposition von Youtube deutlich ändern, ginge man doch in den Wettbewerb mit Unternehmen wie Apple oder Amazon.

Gleichzeitig Sollten sich die Filmstudios und Youtube tatsächlich einigen, könnte sich einiges für die Plattform ändern. Fraglich ist, ob das Publikum, dass sich derzeit auf die „Gratis-Kultur“ von Youtube stützt, von einem kostenpflichtigen Verleih überzeugen lässt. Ebenso müsste Youtube im Falle von Urheberrechtsverletzungen deutlich drastischer auftreten als bisher, schon, um die eigenen Verleih-Einnahmen zu sichern.

Nicht nur aus dem letztgenannten Grund scheinen die Filmstudios schon länger mit einer gewissen Begehrlichkeit auf Youtube zu schauen und so könnte eine Verleih-Kooperation durchaus im gemeinsamen Interesse liegen.

Ein Erfolg könnte der Online-Verleih schon werden, wenn die Preisgestaltung unterhalb einer Mal-eben-kaufen-Schwelle angesiedelt ist und die Kunden ein breites Angebot aktueller Filme vorfinden.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Deutsche Anwender sind ohne Google hilflos

Montag, 27. Juli 2009

Ohne Google & Co wäre die Mehrheit der deutschen Anwender im Internet aufgeschmissen, so das Ergebnis einer Online-Umfrage.* Demnach würden knapp 60 Prozent der deutschen Internetnutzer Suchmaschinen sehr vermissen. 16 Prozent davon gaben an, ohne Suchmaschinen im Internet orientierungslos zu sein. Die restlichen 43 Prozent würden ihren Surfhorizont ziemlich eingeschränkt sehen, wenn sie Google nicht mehr für die Internetsuche benutzen könnten. Ein Drittel der deutschen Internetnutzer behauptet, auch ohne Suchmaschinen im Internet einigermaßen zurechtzukommen. Nur zwei Prozent sehen auch ohne Google keine Auswirkungen auf ihre Orientierungsfähigkeit im Netz.

Offensichtlich sind Frauen noch abhängiger von Google als Männer. Nahezu jede fünfte Frau gab zu, ohne Suchmaschine im Internet hilflos zu sein, bei den Männern ist es nur jeder siebte.

In Deutschland werden pro Tag mehr als 123 Millionen Suchanfragen an Suchmaschinen gestellt. Damit entfallen auf jeden deutschen Internetnutzer etwa 85 Suchanfragen im Monat - Tendenz steigend. Suche ist damit die häufigste Tätigkeit im Internet.

* 28. WWW-Benutzeranalyse W3B, Erhebungszeitraum April bis Mai, Online-Umfrage von Fittkau & Maaß im Auftrag der Performance-Marketing-Agentur eprofessional unter WWW-Nutzern im April und Mai.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Monderforschung am PC

Donnerstag, 23. Juli 2009

Es ist kaum zu glauben, dass schon 40 Jahre seit der Mondlandung vergangen sind. Anlässlich dieses Jubiläums hat Google nun seinen Online-Kartendienst Google Earth um neues Bild- und Videomaterial unseres Trabanten erweitert.

“Vor 40 Jahren, am 20. Juli 1969, verfolgten Menschen in aller Welt, wie mit der Besatzung der Apollo 11 die ersten Menschen den Mond betraten. Google würdigt dieses historische Ereignis mit ‘Google Moon’, einem interaktiven 3D-Atlas des Mondes, den Nutzer ab sofort in Google Earth 5.0 virtuell bereisen können”, erklärt der Suchmaschinenbetreiber.

Die neuen Inhalte bieten den Nutzern die Möglichkeit, eine virtuelle Mondoberfläche zu erkunden und geführte Touren auf den Spuren der Astronauten Buzz Aldrin (Apollo 11) und Jack Schmitt (Apollo 17) zu unternehmen. Zudem können hoch aufgelöste Panoramabilder und noch nie veröffentlichte Filmaufnahmen der Mondoberfläche betrachtet und innovative Mondfahrzeuge in Augenschein genommen werden.

Den Anwendern stehen ausgewählte Satellitenbilder und detaillierte Beschreibungen bestimmter Mondregionen zur Verfügung. Es werden Bilder von Raumfahrzeugen und geführte Mond-Rundgänge angeboten, ergänzt um geologische und topografische Karten und Informationen über jene Forschungsgeräte, die Raumfahrer auf dem Mond zurückgelassen haben. Natürlich lassen sich auch die Apollo-Missionen nachvollziehen, die Landeplätze von Apollo 11 bis 17 besichtigen sowie Panoramabilder à la Street View und bislang unveröffentlichte Raumfahrzeug-Aufnahmen betrachten.

Google Moon ist das Ergebnis des sogenannten “Space Act Agreements” zwischen Google und der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, dessen Ziel es ist, Nutzern auf der ganzen Welt dreidimensionale Informationen über den Mond zugänglich zu machen. Eine Video-Präsentation des neuesten Google Earth finden Sie bei YouTube.


Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Google überall - Was kommt da auf uns zu?

Sonntag, 12. Juli 2009

Heute beschäftigt uns unter anderem Google, denn von dem Suchmaschinen-Riesen gibt es einiges zu berichten, das uns wohl auch noch in Zukunft beschäftigen wird. Das Unternehmen, das sich schon längst angeschickt hat, auch in anderen Bereiche als nur der reinen Internetsuche präsent zu sein, hat nun, nach langer Zeit, die Beta-Phase seiner Internet-Programme, der so genannten „Google Apps“, beendet.

Ab sofort sind also Google Mail, Google Kalender, Google Text & Tabellen und Google Talk nach zum Teil mehreren Jahren Beta-Status offiziell zu „vollwertigen“ Programmen „ernannt“ worden. Durch das Verschwinden der Beta-Markierung sollen die Google-Programme u.a. für Unternehmen und Anwender interessanter werden, die oft keine Beta-Software verwenden wollen. Dabei bedeutete „Beta“ bei Google mitnichten, dass es sich um unfertige Software gehandelt hat – auch hier gab es bereits einen Rund-um-die-Uhr-Support.

Weitere Neuigkeiten rund um die „Google Apps“ gibt es übrigens unter http://googleapps.blogspot.com/.

Windows oder Chrome?

Der Schritt, die Präsenz webbasierter Anwendungen zu verstärken und dem Platzhirschen Microsoft ein paar Stiche zu versetzen, ist für Google noch nicht genug. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einem Frontalangriff auf das Kerngebiet von Microsoft – das Betriebssystem.

Nach ersten Erfahrungen mit dem Handy-Betriebssystem Android plant Google nun, ein spezielles Betriebssystem für Netbooks nachzuschieben. Das soll, in Anlehnung an den hauseigenen Browser, Chrome heißen.

Bereits 2010 möchte Google damit erhebliche Marktanteile gewinnen und, wie das Unternehmen sagt, erste Betriebssystem präsentieren, dass auf das Internet zugeschnitten ist. Man wolle, so das Unternehmen, Betriebssysteme neu definieren und auf heutige Anforderungen maßschneidern. Alle bisherigen Betriebssystem stammten aus einer Zeit, in der es noch kein Web gab, lässt man in einem Blog verlauten.

Das Chrome OS soll genau auf die geplante Zielgruppe, die Netbook-Käufer, abgestimmt sein. Diese Rechner müssen sich derzeit mit Windows XP oder diversen Linux-Varianten begnügen. Das neue Chrome OS soll das betagte XP endgültig ablösen und auf Intel- und ARM-Prozessoren laufen, also praktisch für jedes Netbook geeignet sein. Es soll ein schlankes und schnelles Open-Source-Betriebssystem werden, das auf Basis des bekannten Chrome-Browsers konstruiert wird. Damit soll die Idee des Internets als integralem Betriebssystem-Bestandteil verwirklicht werden und der Ballast bisheriger Betriebssysteme über Bord geworfen werden.

Wir dürfen gespannt sein, wie Microsoft auf diese Breitseite reagieren wird, denn dass Google Chrome langfristig nicht auf Netbooks beschränkt bleiben wird, liegt auf der Hand. Der Kampf um die Neuverteilung der Marktanteile ist damit ab 2010 wieder eröffnet.

Vodafone mit VDSL

Der Markt für Breitband-Netze hat bislang immer einen Haken – die Netze gehören im nahezu ausschließlich der Telekom. Auch das neu verlegte VDSL-Netz macht da keine Ausnahme und die Telekom sträubte sich in bewährter Manier so gut es geht gegen die Öffnung des Netzes für Mitbewerber.

Doch nun wurde geöffnet was geöffnet werden musste und so wird Vodafone als erster Provider ab September die VDSL-Anschlüsse der Telekom vermarkten. Wie zu lesen war, hat man sich über die Nutzungsmodalitäten geeinigt und nun wird es bei VDSL ähnlich aussehen wie auch schon bei anderen Breitbandangeboten: Vodafone tritt als Marke auf, die Telekom liefert die dahinter liegende Infrastruktur.

Starten will Vodafone in 50 deutschen Städten, wo VDSL mit einer Leistung von 50 Megabit angeboten werden soll. Vodafone erklärte, der Großhandelspreis liege bei „unter 30 Euro pro Anschluss“ für die Nutzung. Ähnliche Regelungen werden für 1&1 und O2 erwartet.

Nicht ohne mein Kabel

Etliche Anbieter haben schon ihre Erfahrungen über Freud und Leid bei der Nutzung der Telekom-Leitungen gemacht. Dem einen oder anderen dürfte dabei die Zornesröte ins Gesicht getreten sein und man möchte wohl nur ungern bei VDSL dieselben Erfahrungen machen.

So hat Vodafone in dieser Woche, ungeachtet dessen, dass man zunächst die Telekom-VDSL-Infrastruktur nutzen wird, angekündigt, in ein eigenes Glasfasernetz investieren zu wollen.

Mit einem umfangreichen Investitionsprogramm wolle man in die nächste Technologiegeneration für Hochgeschwindigkeits-Internet einsteigen und ein eigenes Glasfasernetz in Deutschland aufbauen. In Heilbronn wird der Konzern in einem Pilotprojekt erstmals ein eigenes VDSL-Netz bauen und betreiben.

Der Bau selbst erfolgt allerdings in Kooperation mit der Deutschen Telekom, eine Fortsetzung oder Ausweitung auf andere Städte ist auch zunächst nicht geplant.

Laut Vodafone liegt dies an einer bislang fehlenden Einigung mit der Telekom über die flächendeckende Nutzung von Leerrohren, Zuleitungen für Glasfaserkabel und den Zugang zu Verteilerkästen.

Vodafone betonte im Hinblick auf das Heilbronner Projekt, das Zugangsmonopol der Deutschen Telekom müsse fallen. Der geschlossene Vertrag über den Wiederverkauf von VDSL-Produkten der Telekom wird nur als erster Schritt gewertet, da damit langfristig das Monopol der Telekom gestärkt würde.

Das Internet ist nichts ohne Suche

Inzwischen wissen wir als Anwender, dass ohne eine gescheite Suche im Internet nichts geht. Neben dem Platzhirschen Google möchte nun Yahoo mit seinem neuen Dienst “Search Pad” punkten.

„Search Pad“ steht ab dieser Woche in einer Vorabversion zur Verfügung. Das neue Tool soll dabei helfen, gezielt im Internet zu recherchieren und Hilfe bei zusammenhängenden Suchbegriffen und Suchanfragen bieten.

Das Tool ist bei Recherche mit der normalen Yahoo-Suche automatisch aktiv und braucht nur mehr die Bestätigung des Users, um seine Arbeit aufzunehmen. Allerdings funktioniert Search Pad bislang nur mit der Standardsuche, Spezialitäten wie Bilder- oder News-Suche werden noch nicht unterstützt.

Nutzt man „Search Pad“, so öffnet sich ein Pop-Up, in dem das Tool die besuchten Websites inklusive kleiner Thumbnails protokolliert. Der Anwender kann den Einträgen noch eigene Notizen hinzufügen. Interessant dabei: “Search Pad soll auch genutzt werden können, ohne dass der Nutzer eingeloggt ist.

Die Zielgruppe für den neuen Webservice von Yahoo sind Menschen, die ihre Suchergebnisse bisher mühsam in ein Textverarbeitungsprogramm kopiert oder gar handschriftlich auf Notizzettel geschrieben haben. Diese Arbeitsschritte fallen bei Verwendung von Search Pad weg.

Neues Silverlight 3 von Microsoft

Microsofts Flash-Konkurrenz Silverlight geht in die nächste Runde. Die Version 3 glänzt mit 3D-Effekten, H.264-Codec und weiteren Funktionen.

Das rund 4,5 MB große „Silverlight 3“-Browser-Plug-In für Windows und Mac OS wurde nun zum Download freigegeben.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Die Zukunft des Urheberrechts mit Google

Mittwoch, 13. Mai 2009

Seit einiger Zeit scannt der Suchmaschinenriese Google auf Teufel komm raus Bücher und macht sie im Internet zugänglich. An das Urheberrecht sieht sich das Unternehmen dabei nur in äußerst geringem Maße gebunden und nimmt Kollateralschäden an Autoren und Verlagen in Kauf – für den Ernstfall hat man eine gut gefüllte Kriegskasse, um sich aus der Verantwortung herauskaufen zu können.

So wundert es nicht, dass Google eines der spannenden Themen auf einer Konferenz über die Zukunft des Urheberrechts war, auf der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries mit 250 Teilnehmern aus über 19 Ländern diskutierte.

“Das digitale Zeitalter stellt die Rechtspolitik in allen Ländern vor neue Herausforderungen. Moderne Technologien und vor allem das Internet haben den Zugang aller zu Informationen und urheberrechtlich geschützten Inhalten deutlich vereinfacht. Sie haben Möglichkeiten der Vervielfältigung und der Verbreitung dieser Inhalte geschaffen, die noch vor kurzem völlig unvorstellbar waren. Leider wird im Internet auch täglich das geistige Eigentum verletzt. Viele fragen daher, ob wir eine stärkere Regulierung des Netzes brauchen”, sagte Zypries bei der Eröffnung.

Die Konferenz diente der Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation und sollte Denkanstöße für die weitere Entwicklung des Urheberrechts auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene geben. Dabei stand vor allem die künftige grundsätzliche, konzeptionelle Ausrichtung einer Weiterentwicklung des Urheberrechts im Mittelpunkt der Diskussion.

“Allein die Stichworte “Google Buchsuche”, “Digitale Bibliotheken”, “Open Access”, “Kulturflatrate” und “Musik- und Filmpiraterie” zeigen, dass wir für das Programm der Konferenz die Bereiche ausgewählt haben, in denen die rechtspolitische Diskussion am intensivsten geführt wird. Gerade diese Themen zeigen exemplarisch den Bedarf für eine Debatte darüber, welche Veränderungen des Urheberrechts langfristig notwendig sind”, sagte Zypries.

„Da werden ohne Einwilligung der Rechteinhaber im großen Stil Bücher digitalisiert und im Internet veröffentlicht. Erst anschließend fängt man an, mit den Autoren über eine Vergütung zu verhandeln“, bemängelte Zypries das Modell Google. Sie folgerte: „Um es ganz deutlich zu sagen: So geht es nicht! Das ist eine ganz erhebliche Verletzung des geistigen Eigentums. Ich teile die Kritik von deutschen Autoren und Verlagen an Google und unterstütze in so weit ihren “Heidelberger Appell”. Auch Google muss das geltende Urheberrecht respektieren“.

Zypries betonte, mit Google Gespräche geführt und klar gemacht zu haben, dass die Verstöße gegen das Urheberrecht nicht akzeptabel seien. Sie empfiehlt jedem deutschen Autor, zu prüfen, ob seine Bücher von der Scan-​Aktion bereits betroffen sind.

Mehr über den „Heidelberger Appell“ gibt es hier: http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Berlin von oben

Dienstag, 03. März 2009

Vor zwei Jahren war Berlin die erste Stadt Deutschlands, die über Google Earth als dreidimensionales und realitätsnahes Modell im Internet verfügbar war. Schritt für Schritt wurde das Modell mit Datenbanken zum Wirtschaftsstandort verknüpft.

Die dreidimensionale Darstellung von Geodaten ist ein Megatrend im Internet. Dem trägt der Relaunch des dreidimensionalen, virtuellen Stadtmodells Rechnung. Berlin ist nun wiederum die erste Stadt, die praktisch vollständig in Google Earth erforscht und erkundet werden kann.

Für das Modell wurden rund 500.000 Gebäude auf 890 km2 Stadtgebiet aus der Luft fotografiert und die Dächer mit Laser vermessen. Hinzu kommen rund 80 detailliert modellierte Sehenswürdigkeiten und fünf sogar von innen zu erkundende Gebäude (Olympiastadion, Sony Center, Reichstag, DZ-Bank und Hauptbahnhof).

Senator Harald Wolf: “Mit dieser Technologie und den Datenbeständen ergeben sich viele Möglichkeiten für Unternehmen, Dienstleister und Universitäten, neue Produkte und Verfahren zu erforschen und herzustellen. Die Möglichkeiten, die das neue 3D-Stadtmodell bietet, sind aber nicht nur für die Wirtschaft und die Forschung hoch interessant, sie versetzen auch die Berliner Verwaltung in die Lage, neue Verfahren und Methoden z.B. in der Stadtplanung und der Bürgerbeteiligung einzusetzen. In der Wirtschaftsförderung wird das Modell bereits erfolgreich eingesetzt.”

Das 3D-Stadtmodell ist nicht Bestandteil von Google Earth, somit auch nicht beim ersten Aufruf zu sehen. Es kann über http://www.3d-stadtmodell-berlin.de aufgerufen (download einer kmz-Datei) und dann als Link im Ordner “temporäre Orte” in Google Earth gespeichert werden.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Als das Internet böse wurde

Montag, 02. Februar 2009

In der letzten Zeit wird ungeheuer viel über die Möglichkeit gesprochen, Webseiten und Zugänge zu überwachen, zu kontrollieren oder zu sperren. Das mag in dem einen oder anderen Fall mehr oder weniger sinnvoll oder angeraten sein – wichtig ist aber, sicherzustellen, dass es dabei nicht zu Pannen kommt. Wie leicht selbst geübten Unternehmen im Internet eine Indizierung missglücken kann, hat am Samstag Google gezeigt.

Für einen kurzen Zeitraum wurden dort alle Suchergebnisse als potentiell gefährlich eingestuft und mit dem Hinweis versehen, dass der Seitenaufruf schädigende Inhalte übermitteln könne.

Was war passiert? Dazu muss man sich kurz ansehen, wie Google überhaupt Informationen über gefährliche Seiten erhält. Der Suchmaschinen-Riese nutzt dazu so genannte „Black Lists“, also Übersichten über gefährliche Seiten und Links, die Google von einer Organisation erhält, die auf das Herausfiltern dieser bösartigen Seiten spezialisiert ist. Diese Informationen bzw. Links werden dann von Hand – ein Automat wäre zu ungenau – geprüft und in die Google-Datenbank übernommen.

Am Samstag hat nun der „menschliche Faktor“ in Gestalt eines „/“-Zeichens zugeschlagen. Ein Mitarbeiter hat versehentlich in die Datenbank dieses Zeichen eingetragen – mit dem Ergebnis, dass für kurze Zeit das gesamte Internet, nämlich sinnbildlich alles, was sich hinter „http://“ befand, als Böse eingestuft wurde.

Nun hat eine entsprechende Kontrollinstanz von Google den Fehler schnell bemerkt und wieder beseitigt, aber es hat doch rund 40 Minuten gedauert, bis das Problem behoben war. Wenn man sich jetzt vorstellt, es hätte sich dabei nicht um Google gehandelt, wo das Ergebnis des Fehlers jedem Anwender sofort bei der Suche ins Auge gestochen ist, sondern um eine „Schwarze Liste“ eines Sperrfilters, womöglich im BKA oder einer ähnlichen Institution, kann schon ein mulmiges Gefühl auftreten.

Wer also, ob berechtigt oder nicht, die Idee von nachhaltigen Zugangssperren hegt, müsste auch sicherstellen können, dass solche Fehler nicht auftreten. Der Schaden, der sonst angerichtet werden könnte, ist kaum auszumalen. Und Menschen neigen nun einmal dazu, Fehler zu machen – gerade dann, wenn es sich um tägliche Routinearbeiten wie etwa den Abgleich von Listen handelt …

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

T-Mobile G1 geht an den Start

Freitag, 23. Januar 2009

Ab dem 2. Februar 2009 präsentiert T-Mobile mit dem G1 das erste Android-basierte Handy auch in Deutschland. Nach dem Marktstart in den USA und in Großbritannien bringt T-Mobile nun das G1 nach Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen und die Niederlande.

Das T-Mobile G1 ist das weltweit erste Mobiltelefon mit dem Betriebssystem Android. Es bietet unter anderem eine intuitiv nutzbare Bedienoberfläche, einen direkten Zugang zur Google-Suche und zu zahlreichen Anwendungen von unabhängigen Anbietern über Android Market. Hinzu kommen zusätzliche Funktionen für die mobile Nutzung.

Das Gerät verfügt über einen eingebauten GPS-Sender, der es dem Nutzer ermöglicht, seinen Standort zu lokalisieren. Weitere Ausstattungsmerkmale des Handys sind HSDPA für mobile Bandbreiten von bis zu 7,2 Mbit/s, WLAN, ein eingebauter Kompass, eine fünfzeilige QWERTZ-Tastatur, ein Trackball und ein ausschiebbares Touchscreen-Display.

E-Mails, die über den Service Google Mail hereinkommen, werden automatisch und direkt auf das Gerät gepusht. Kunden können jedoch auch andere E-Mail-Dienste wie POP3 und IMAP mit dem G1 nutzen. Außerdem lassen sich Kontakte und Kalendereinträge automatisch synchronisieren; der Instant Messaging Service von Google Talk steht kostenlos zur Verfügung.

Das T-Mobile G1 bietet Zugang zum Android Market mit mehr als 700 Anwendungsprogrammen internationaler Entwickler. Über wenige Klicks können Kunden Spiele, Services zur sozialen Vernetzung bis hin zum mobilen Shopping herunterladen.

T-Mobile Deutschland bietet Privatkunden das T-Mobile G1 mit 24 Monaten Laufzeitvertrag in den Tarifen Combi Flat XS, S, M und L an. Diese enthalten neben unterschiedlich zugeschnittenen Telefon-Flatrates auch eine Flatrate für die mobile Datenübertragung (Combi Flat S, M und L) beziehungsweise ein Inklusivvolumen (Combi Flat XS mit 200 MB/Monat). In Verbindung mit Combi Flat M und L kostet das G1 jeweils nur 1 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.t-mobile.de/g1.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Konkurrenten-Attacken bei ebay, Amazon & Co.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Immer wieder berichten Mandanten, so die IT-Recht Kanzlei, von Internet-Attacken, die sie der Konkurrenz zuschreiben. Die Kanzlei hat die Angriffe nach der Häufigkeit ihres Einsatzes geordnet:

Platz 1: Die Negativbewertung

Der Klassiker ist ohne Zweifel die Rufschädigung durch Negativbewertungen bei eBay. Der Trick: Jemand bestellt beim Konkurrenten eine größere Anzahl von Waren, widerruft dann den Kaufvertrag und bewertet in jedem einzelnen Fall negativ. Schnell sind der gute Ruf und die wirtschaftlichen Vorteile des Konkurrenten in Gefahr. Und da eBay in solchen Fällen – wenn überhaupt – nur sehr zögerlich handelt, bedeutet es für den Betroffenen eine Menge Ärger, verlorene Zeit und Anwaltskosten, bis die Negativbewertungen hoffentlich wieder aus der Welt sind. Wenn dies überhaupt gelingt – denn in den seltensten Fällen startet ein Konkurrent diese Aktion im eigenen Namen.

Platz 2: Der Bilderklau

Die Negativbewertungen liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den urheberrechtswidrig übernommenen Fotografien. Viele Verkäufer scheinen hier sehr praktisch zu denken: Warum selbst Fotografien anfertigen, wenn die Konkurrenz doch viel Fantasie und Zeit in werbewirksame Produktpräsentationen gesteckt hat? Wenn sich der Konkurrent dann verärgert meldet, tun die meisten überrascht und sind ganz groß im Finden von Ausreden und Erregen von Mitleid.

Bei Amazon scheint der „Bilderklau“ nun sogar legal zu sein. Denn in seinen AGB lässt sich Amazon ein Nutzungsrecht an allen urheberrechtlich geschützten Werken und anderen Datenbanken und Produktinformationen einräumen, die der Händler mit seinen Angeboten auf die Plattform einbringt. Ausnahmen gibt es nur bei Firmenzeichen, Markenrechten und anderen Brandings. Dieses umfassende Recht könnte nach dem Wortlaut der AGB auch die Befugnis enthalten, Unterlizenzen zu vergeben, also anderen zu erlauben, diese Fotografien und Texte für ihre eigene Werbung bei Amazon zu nutzen. Dass dies so ausgelegt wird, dafür spricht die aktuelle Praxis von Amazon, das den Verkäufern die Möglichkeit gibt, andere Produktfotos und –beschreibungen zu nutzen.

Ob die diesbezügliche AGB-Klausel tatsächlich zulässig ist und ob sie Amazon auch tatsächlich das Recht verschafft, Unterlizenzen zu vergeben, das ist eine ganz andere Frage, die die Gerichte klären müssen.

Platz 3: Die Google-AdWords-Falle

Ein fast unglaublicher Fall im Zusammenhang mit Google Ad-Words wurde diese Woche berichtet. Da wurde ein braver Internethändler aus heiterem Himmel von einer markenrechtlichen Abmahnung der Konkurrenz überrascht. Angeblich sollte er über Google Ad-Words eine dem Inhalt nach klar markenrechtsverletztende Werbeanzeige geschalten haben, die erschien, wann immer man nach dem Markeninhaber suche. Dem Kunden würde vorgespiegelt, er würde über diese Anzeige auf die Homepage des Markeninhabers gelangen. Stattdessen jedoch landete man über eine Weiterleitung auf der Homepage des nun abgemahnten Händlers.

Der besagte Händler war von der Abmahnung total überrascht, hatte er doch nie eine solche Anzeige geschaltet oder in Auftrag gegeben. Er probierte die Google-Suche natürlich aus und musste zu seiner größten Überraschung den Vorwurf des Abmahners voll bestätigen. Doch woher kam die Anzeige?

Inzwischen hat sich herausgestellt: Die Anzeige hatte ein ehemaliger Geschäftspartner geschaltet. Ob zufällig oder absichtlich – das ist bislang noch nicht geklärt. Für reichlich Aufregung im Weihnachtsgeschäft hat die ganze Geschichte jedenfalls schon gesorgt.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share

Plagiate in der Google-Gesellschaft

Montag, 19. Januar 2009

Vor ein paar Tagen habe ich „Das Google-Copy-Paste-Syndrom“ bereits angekündigt, nun hatte ich endlich Gelegenheit, etwas ausführlicher hineinzuschauen. Der Autor Stefan Weber, der gern auch mal als „Plagiatsjäger“ oder auch „Jäger des verborgenen Quatsches” bezeichnet wird, hat bereits mit der ersten Auflage seines Buches die Debatte über „Plagiarismus“ zumindest mit eingeleitet und setzt sich intensiv mit dem Thema Textklau und Content-Qualität auseinander, wobei er das Problem einer entstehenden Textkultur ohne Hirn konstatiert – getragen durch die Möglichkeiten des Internets und eine damit einhergehende Missinterpretation „freien Wissens“. 

Der Autor fordert bereits im Vorwort eine „Web literacy“ ein, die notwendigerweise Belegkultur und Quelltransparenz umfassen solle, um der Verwässerung der Wissenskultur im Netz entgegenzuwirken.

Dabei greift der Autor u.a. auf die Datenbasis von mittlerweile 67 Plagiatsfällen zurück, die er selbst verifiziert hat und deren Bandbreite von Seminar- und Bachelorarbeiten über Dissertationen bis zu Habilitationen reicht. Hinzu kommen in Medien erwähnte Fälle und eine Reihe von nicht verifizierbaren Verdachtsfällen.

Bei der Beschreibung des Sachverhaltes unterscheidet der Autor deutlich zwischen durch die von ihm als „Google-Copy-Paste“ (kurz: GCP) beschriebene Methode erstellten Zitaten und der Ummünzung fremder Texte zu eigener Arbeit.

Dabei konstatiert er die immer häufiger auftretende Situation, dass Texte nicht mehr selbst verfasst werden und auch tendenziell nur oberflächlich gelesen wird. Stattdessen sei ein dreistufiger Prozess anzutreffen: Zunächst wird das Thema ergoogelt, danach werden prägnante Textbausteine kopiert und schließlich werden diese Textbausteine „collagiert“, sprachlich und optisch angepasst.

In der Folge diskutiert der Autor anhand von Beispielen, ob bzw. wie das althergebrachte Referenzsystem durch den Einfluss des Internets verändert wird und beschreibt als Folge zwei Gruppen, die zum einen aus „prekären Kognitiven“, sprich „Hirnarbeitern mit wenig Kohle“, die den Rohstoff für die zweite Gruppe, die Plagiatoren, liefern, bestehen. Jene nutzen die Situation aus, dass es häufig ausreicht, Kompetenzen zu simulieren.

Das Phänomen Plagiarismus ist dabei, so Weber, der auch Zahlen für die Verbreitung von web-basierten Plagiaten liefert, nicht auf den akademischen Arbeitsbereich beschränkt. Vielmehr sei Copy/Paste eine neue Kulturtechnik, die das eigenständige Formulieren ablöse und er konstatiert, dass es für Teenager heute selbstverständlich geworden sei, Texte wie Klingeltöne aus dem Internet herunterzuladen.

Spannend ist dabei u.a. die aufgeworfene Frage, welche Kulturtechniken wohl von den Plagiatoren später weitervermittelt werden. Gerade bei Fragestellungen wie dieser, die unseren Umgang und unsere Auffassung vom Internet und dem gesammelten Wissen beleuchten, bietet der rund 170 Seiten starke Band Anregungen, die über die eigentliche Beschreibung von Plagiatsfällen hinausgehen.

Natürlich hat das Buch auch einen Unterhaltungswert, speziell im Bereich der Kuriositäten. So beschreibt er den Fall einer Politologin, die einen ihrer eigenen Texte als Hausarbeit eingereicht bekam oder einen Plagiator, der sich beim Autor selbst mit dem Hinweis auf einen „Druckfehler“ meldete. Und es gibt natürlich auch die Kandidaten, die die Frechheit haben, sich mit fremden Berichten bei Kongressen anzumelden.

Als (unbewiesene) These stellt Weber in den Raum, dass das, was als Web 2.0 bezeichnet wird, Blogs, Wikis etc,. zu einer Zunahme der Plagiatsfälle geführt haben, da dort das freie Mixen und Neu-Kombinieren von Inhalten zum Prinzip erhoben wurde und die Problemlage kaum erkannt wird. Auch sei der Ablauf vieler Web-2.0-Projekte so angelegt, dass der technische Rahmen eine höhere Wichtigkeit hat als der Inhalt, der dann schnell nachgeliefert wird.

Aber das Buch bietet mehr als einen Ansatz zur Kulturkritik der Google-Gesellschaft und eine Auflistung mehr oder minder raffinierter Abkupferungen. Vielmehr bietet es in 18 Punkten einen Ansatz zur Ursachenforschung - von der Frage, ob das Herunterladen und 1:1-Übernehmens eines Textes und das Herunterladen eines Klingeltons ein und derselbe Vorgang sind bis zur Diskussion der abnehmenden Konzentrationsfähigkeit und Lesekompetenz – und, im letzten Teil, auch einen recht breit aufgestellten Lösungsansatz, der sich glücklicherweise nicht nur aus technische Lösungen verlässt, sondern versucht, näher an die Wurzel des Übels zu kommen.

Das rund 16 Euro teure Buch bewegt sich zwar, was die Herkunft der Beispiele angeht, im akademischen Arbeitsfeld, bietet aber speziell mit der Diskussion über die persönliche Medienkultur, die Nutzung von „Weblisch“ und der „SMS-, Mail- und Chat-kontaminierten Lese- und Schreibkultur“ einen wesentlich breitbandigeren Ansatz, der durchaus auch zu ganz individuellen Wiedererkennungserlebnissen führen kann.

Per E-Mail versenden Per E-Mail versenden     Bookmark and Share