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Artikel mit ‘Google’ getagged

Bings “Prüderie-Filter” in der Kritik

Montag, 23. November 2009

Bei den deutschen Verbrauchern hat es offensichtlich noch nicht “Bing” gemacht. Das hat jetzt eine Analyse von 1.000 Social-Media-Quellen ergeben. Die Performance-Marketing-Agentur eprofessional hatte die Agentur Liquid Campaign beauftragt, ein Meinungsbild über Bing im Internet zu erstellen. Dazu wurden im September über 3.000 Artikel auf über 1.000 Social-Media-Quellen, von Basicthinking.de bis Twitter, ausgewertet. Das zentrale Ergebnis: Die Qualität der Suchergebnisse bei Bing ist noch verbesserungswürdig, das Design und die Bilder-/Video-Suche sind aber besser als bei Google.

Die Social-Media-Auswertung zeigt: Die meisten Beiträge (43 Prozent) beschäftigen sich mit einem Vergleich von Bing mit dem Platzhirschen Google: Es herrscht die Meinung, dass die Qualität der Suchergebnisse von Bing noch verbesserungswürdig sei. Ein Kritikpunkt ist geringere Auswahl an Suchergebnissen. Die Ergebnisse seien zwar quasi spamfrei, aber sucht man etwa nach aktuellen politischen Themen, sind kaum News zu finden. 20 Prozent der Beiträge befassen sich mit der Bilder-/Video-Suche von Bing, deren Qualität als sehr gut empfunden wird.

Ein drittes zentrales Thema ist die Zensur von Suchergebnissen beziehungsweise das Sperren von Suchanfragen an. Diese als “Prüderie-Filter” bezeichnete Zensur ist in der Wahrnehmung der deutschen Benutzer einer der größten Schwachpunkte von Bing. Dabei ist es egal, dass sich dieser Filter leicht über die Ländereinstellungen deaktivieren lässt.

Trotz aller Kritik wird in den Äußerungen deutlich, dass sich insbesondere die Google-Kritiker eine alternative Suchmaschine wünschen, ergab die qualitative Auswertung der Beiträge.

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Komprimiert, verdunkelt und in Bambus verpackt

Sonntag, 22. November 2009

Erinnern Sie sich noch daran, als Ihnen jeder, der auch nur einigermaßen Wert auf eine ordentliche Musikwiedergabe gelegt hat, von der CD abgeraten hat? Und etwas später, als sich das CD-Problem mangels größerer Verbreitung von Vinyl erledigt hatte, wurde vor der eher gruseligen Qualität von Musik im MP3-Format gewarnt – nicht zu unrecht, denn eine Vielzahl von Aufnahmen war qualitativ eher dünn und wurde im Zusammenspiel mit billig zusammengestoppelten Playern und Plastikboxen zu einem Ausflug in die musikalische Geisterbahn.

In einer Meldung war nun zu lesen, dass sich auch dieses Problem geklärt haben könnte, denn die Audioqualität von komprimierten Formaten wie MP3 bzw. AAC wird, so heißt es, selbst von geschulten Hörern oft besser oder zumindest gleichwertig empfunden als sogenannte Lossless-Formate oder Audio-CDs. Zu diesem Schluss soll die Testplattform TrustedReview in einem Blindversuch mit mehreren Personen gekommen sein.

Allerdings weist die TrustedReview auch darauf hin, dass es sich keinesfalls um keinen Versuch auf wissenschaftlicher Grundlage handele. Es sei aber bemerkenswert, dass gerade die HiFi-Liebhaber unter den Testpersonen bei der Erkennung des unkomprimierten Musikstückes daneben lagen.

Dieser Eindruck wird auch von Bernhard Grill, einem MP3-Experten des Fraunhofer-Institus bestätigt. Die Codierungstechnologien seien mittlerweile so ausgefeilt, dass viele Leute selbst bei Komprimierungen mit geringerer Datenrate keinen Unterschied mehr wahrnehmen würden.

Spielen mit der Speicherkarte

Die meisten Anwender kennen Speicherkarten wahlweise aus ihrem Mobiltelefon oder aus der digitalen Kamera. Doch nun scheit es ein völlig neues Anwendungsgebiet für die kleinen Datenspeicher zu geben: Spielekonsolen.

Jedenfalls hat der Speicherkartenhersteller Lexar vor einiger Zeit eine Gaming-Serie vorgestellt und diese aktuell um einen „Gaming Memory Stick Micro“ und eine „Gaming Secure Digital High Capacity“-Karte in den Größen 4 GB und 8 GB erweitert.

Die Karten mit den furchtbar umständlichen Name sollen für ein völlig neuartiges Spielerlebnis sorgen und das sichere Speichern von Spieldaten und multimedialen Inhalten auf gängigen Spielkonsolen ermöglichen. Angeblich verbessert Lexar so das gesamte Spielerlebnis für die wachsende Anzahl an Verbrauchern, die auf gängigen Konsolen Spiele und Wettkämpfe austragen. Nun ja, ich dachte bisher immer, das Spieleerlebnis hinge vom Spiel ab …

„Die gespeicherten Spieldaten sind für Spieler enorm wichtig, und von Gelegenheits- bis zu Hardcore-Spielern verlassen sich alle darauf, dass diese Informationen verfügbar sind, sobald sie ihre Konsolen einschalten“, sagte Manisha Sharma, Leiterin des weltweiten Produktmarketings von Speicherkarten bei Lexar Media.

Kontaktlinsen als Sonnenbrille

Wissenschaftler aus Singapur haben ein flexibles Material entwickelt, das sich durch UV-Licht verfärbt. So kann das Prinzip der Brillengläser, die sich bei Sonneneinstrahlung verdunkeln, auf Kontaktlinsen übertragen werden, schreibt die Zeitschrift Technology Review in ihrer Dezemberausgabe.

Die sich selbsttönende Kontaktlinse besteht aus einem mit Poren durchsetzten Polymer. Die UV-empfindlichen Farbstoffmoleküle sind direkt in die Linse eingebettet. Weil sich auf diese Weise viel mehr Farbstoff unterbringen lässt als auf dem glatten Brillenglas, verdunkeln und erhellen sich die neuen Kontaktlinsen viel schneller als herkömmliche selbsttönende Sonnenbrillen, sagt Jackie Ying, Direktorin des Institute for Bioengineering and Nanotechnology (IBN) in Singapur. Statt Minuten brauchen sie für den Farbwechsel lediglich 10 bis 20 Sekunden. Insbesondere bei schlagartigem Wechsel von Hell zu Dunkel wie bei Tunnelfahrten ist diese schnelle Reaktion von Vorteil.

Die Verträglichkeit des Polymers ohne Farbstoff haben die Forscher bereits in Versuchen mit Kaninchen nachgewiesen, demnächst prüfen sie auch das getönte Material. Mit der Gründung eines Spinoff namens “iNano Pte” wollen die Wissenschaftler des IBN die Marktreife der Linsen vorantreiben. Schon im nächsten Jahr sollen sie auf den Markt kommen - vorerst allerdings nur in Japan und Korea.

Das Chrome OS rückt näher

Google hat erstmals Einblick auf das für Juli angekündigte Netbook-Betriebssystem Chrome OS gewährt. Das Chrome OS soll sich deutlich von bisherigen Betriebssystemen unterscheiden: Man setzt komplett auf Web-Applikationen – auf der Festplatte installierte Anwendungen wird der Anwender vergeblich suchen. So läutet Google nicht nur ein neues Betriebssystem ein, sondern propagiert ganz nebenbei auch das langsame Aussterben der Festplatte. Letztere ist bei Google sowieso nicht gern gesehen – die zukünftigen Chrome-OS-Netbooks werden mit Flash-basierten Solid State Drives (SSDs) ausgerüstet sein.

Der bisherige Browser Chrome wird zum zentralen Element von Chrome OS. Das System verfügt zwar über einen Linux-Kernel, für den Anwender ist der Browser jedoch die zentrale Zugriffsinstanz.

Die geplanten Web-Applikationen werden von Google natürlich sehr positiv bewertet. So heißt es im Google-Blog:

„Das bedeutet, dass User sich nicht mit Installation, Verwaltung und Updates von Programmen auseinandersetzen müssen”.

Chrome OS ist in erster Linie für Geräte geplant, die speziell für den Einsatz mit dem neuen OS optimiert sind. Diese sollen durch eine deutlich gesteigerte Geschwindigkeit auffallen. Google spricht hier beispielsweise von Boot-Zeiten von sieben Sekunden.

Mit diesem Konzept kann Chrome OS allerdings kaum als Konkurrenz für etablierte Betriebssysteme angesehen werden – weder Spieler noch Multimedia-Nutzer werden mit Chrome sinnvoll arbeiten können. Letztlich bleibt der eher begrenzte Markt der Netbooks übrig.

Google strebt an, dass erste Geräte vor Weihnachten 2010 auf den Markt kommen sollen. Lassen wir uns überraschen.

Office 2010 steht vor der Tür

Microsoft auf der PDC (Professional Developers Conference) 2009 bekanntgegeben, dass die öffentlichen Beta-Version von Microsoft Office 2010 zur Verfügung steht. Damit rückt die nächste Generation des Office-Pakets in greifbare Nähe. Die neue Office-Version lässt sich unter http://www.microsoft.com/2010 herunterladen.

Öko-Netbook von Dell?

Als erster IT-Hersteller verwendet Dell Bambus-Material für die Verpackung von Computern. Der nachhaltig bewirtschaftete Rohstoff Bambus stellt eine Alternative zu herkömmlichem Verpackungsmaterial aus Papier oder Schaumstoff dar.

Dell verpackt seine Netbooks Dell Inspiron Mini 10 und Mini 10v mit Verpackungen, die aus Bambus gefertigt sind. Dieses Material besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff und ist biologisch abbaubar. Es stellt eine gute Alternative zu geformtem Papierzellstoff, Schaumstoffen oder Wellpappe dar, die häufig für Verpackungen eingesetzt werden.

Dell verwendet das Bambus-Material für die Polsterung des Inspiron Mini, der sich in einem Umkarton befindet, der wiederum zu 25 Prozent aus Recycling-Material gefertigt ist. Dell wird die Verwendung von Bambus-Verpackungen im Frühjahr 2010 auch auf andere Produkte erweitern. Mit dieser Innovation unterstreicht Dell seine Verpflichtung, umweltbewusster zu agieren.

Bambus wächst sehr schnell: Er ist das am schnellsten wachsende Holzgewächs und wächst bis zu 60 cm pro Tag. Bambus kann nach drei bis sieben Jahren geerntet werden, also deutlich früher als Harthölzer.

Die Zugfestigkeit von Bambus ist vergleichbar mit der von Stahl; Bambus ist daher ein zuverlässiges Material für den Schutz der technischen Güter beim Transport.

Bambus ist umweltfreundlich und fördert die Entwicklung gesunder Böden. Die Pflanze wurzelt tief und dient damit als Schutz vor Bodenerosion.

Um sicherzustellen, dass alle Prozesse den höchsten Umweltstandards entsprechen, arbeitet Dell mit dem Bambus-Verpackungshersteller Unisource Global Solutions (UGS) zusammen. Das Unternehmen bezieht seinen Bambus aus einem Forst, der nach den Grundsätzen und Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) bewirtschaftet wird. Dieser Bambus-Wald befindet sich in der chinesischen Provinz Jiangxi und ist von den Lebensräumen der Panda-Bären weit entfernt. Dell kooperiert mit UGS, um die FSC-Zertifizierung für die gesamte Kette der Bambus-Verarbeitung vom Wald bis zur Produktion sicherzustellen

Im Dezember 2008 hat Dell angekündigt, die Verpackung von Computern auf eine neue Basis zu stellen. Bis 2012 will Dell das Verpackungsvolumen um 10 Prozent senken; der Anteil von recyceltem Material an Verpackungen soll um 40 Prozent steigen. Der Anteil der Verpackungsmaterialien, die mit dem Gelben Sack entsorgt (curbside recycling) werden können, soll auf 75 Prozent steigen.

(tok)

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Digitalisierung von Büchern bietet Chancen

Dienstag, 10. November 2009

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., Bitkom, hat angeregt, die Pläne zur Digitalisierung von Büchern sachlicher zu diskutieren.

“Sowohl das Buch-Projekt von Google als auch europäische Initiativen bieten Chancen, Kulturgüter über das Internet besser zugänglich zu machen und Verlagen neue Einnahmequellen zu eröffnen”, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer in Berlin.

Die Buchbranche steht der Online-Publikation sogenannter “verwaister Werke” überwiegend kritisch gegenüber. Als verwaiste Werke bezeichnet man Bücher, die nicht mehr in Papierform verlegt werden und deren Rechteinhaber kaum noch ausfindig gemacht werden können.

“Damit werden Werke einer breiten Öffentlichkeit neu zugänglich gemacht, die zurzeit im Verborgenen schlummern”, kommentiert Scheer.

Zudem werden sogenannte “gemeinfreie Werke” digitalisiert, deren Urheberrecht abgelaufen ist, etwa Klassiker wie Goethe. Bücher beider Kategorien werden derzeit elektronisch erfasst und publiziert. Bisher wurden 10 Millionen Bücher eingescannt, bis 2015 sollen es 15 Millionen sein.

In den USA stehen Google und die amerikanischen Verlage kurz vor einer Einigung und präsentieren heute vor Gericht einen neuen Einigungsvorschlag. Das Verfahren läuft unter dem Stichwort “Book Settlement”. Nach amerikanischem Recht muss im konkreten Fall ein Gericht entscheiden, ob der Vorschlag für einen Interessenausgleich angemessen ist.

“Wichtig ist, dass es Rechtsklarheit für die Digitalisierung gibt - dies gilt für private wie öffentliche Projekte”, so Scheer.

Der Bitkom weist darauf hin, dass das in Deutschland zugängliche Google-Angebot nur Bücher umfasst, für die Google eine Lizenz hat oder deren Urheberrecht abgelaufen ist.

“Es überwiegen klar die Chancen, wenn Privatunternehmen sich bei der Digitalisierung von Kulturgütern engagieren - aus kultureller und wirtschaftlicher Perspektive”, betont Scheer. “Nicht nur Unternehmen wie Google, sondern auch Autoren und Verlage können sich hier neue Einnahmen erschließen.”

Unter anderem für Verfasser wissenschaftlicher Texte sei die Online-Publikation verwaister Werke besonders attraktiv. Google etwa kooperiert bei seinem Buch-Angebot weltweit mit 20.000 Autoren und Verlagen.

Aus Bitkom-Sicht gibt es berechtigte Zweifel, ob staatliche Stellen die notwendige Digitalisierung alleine stemmen können. Private und öffentliche Projekte wie das von der EU-Kommission geförderte “Europeana” müssten sich ergänzen.

“Dass mit Google aktuell ein amerikanisches Unternehmen in Führung geht, sollte kein Anlass zu Protesten sein, sondern ein Ansporn für Europa.”

Es sei Aufgabe der Europäer, sicherzustellen, dass das eigene Kulturerbe in angemessenem Umfang und mehrsprachig im Internet präsent sei.

Bei der derzeit in den USA angestrebten Einigung geht es unter anderem um die Frage, wie die Rechteinhaber im Detail an den Erlösen des Google-Buchangebots beteiligt werden. Da die Kooperation für Autoren und Verlage freiwillig sein soll, wird außerdem diskutiert, wie europäische Autoren und Verlage ihre Rechte geltend machen können.

Scheer: “Eine der größten Herausforderungen im Urheberrecht ist, nationale Bestimmungen mit dem weltweiten Internet in Einklang zu bringen. Das ist eine Herkulesaufgabe für Wirtschaft und Politik.”

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Mauerfall und Meinungsfreiheit

Donnerstag, 05. November 2009

Google hat am 3. November 2009 in Berlin gemeinsam mit führenden Vertretern aus Politik, Kultur und Medien den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren zum Anlass genommen, um die Bedeutung von Meinungsfreiheit für Demokratie und politischen Wandel im Internetzeitalter zu diskutieren.

Vor mehr als 120 geladenen Gästen sprachen Thorbjørn Jagland (Generalsekretär des Europarates), Jean-Francois Juillard (Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen), Dean Wright (Direktor Ethik und Innovation von Thomson Reuters) sowie Rachel Whetstone (Vice President Communications und Public Affairs von Google). Die ehemalige Bundestagspräsidentin Professor Rita Süssmuth, Andrew Puddephatt (Direktor des Beratungsunternehmens Global Partners & Associates) und Sami Ben Gharbia (Direktor Global Voices) diskutierten im Anschluss über Meinungsfreiheit im Netzzeitalter.

Zu den zentralen Forderungen der vertretenen Organisationen gehören der weltweite Schutz des Internet und der Aufbau geeigneter Rahmenbedingungen für eine freie Netzkultur. Zwei Jahrzehnte, nachdem sich die Menschen in Ostdeutschland vor Kirchen und mit Plakaten Gehör verschafften und erfolgreich ihre Bürgerrechte einforderten, sei das Internet zu einer tragenden aber umkämpften Kraft im weltweiten Ringen um Freiheit und das Recht auf freie Rede geworden.

Rachel Whetstone, Vice President Communications und Public Policy bei Google, sagte in Ihrer Rede: “Freie Gesellschaften sind unabdingbar mit einer freien Meinungsäußerung verknüpft. Am Vorabend des 20. Jahrestages des Mauerfalls ist es daher umso wichtiger, dass wir uns dieses vor Augen halten und dass wir uns vehement für alle Formen der Meinungsfreiheit einsetzen.”

Thorbjørn Jagland forderte die Staaten und nicht-staatliche Akteure zur Zusammenarbeit auf, um sicherzustellen, dass die Nutzung des Internets ein echter Beitrag zur Demokratie wird: “Das Internet bietet enorme Möglichkeiten und ungeheure Freiheit, ist zugleich jedoch auch eine Bedrohung für die Ausübung ebendieser Freiheit.”

Um die Meinungsfreiheit rund um den Globus zu unterstützen, hat Google zudem auf der Onlinevideoplattform YouTube den Kanal “Freedom of Expression” gestartet. Darüber hinaus schreibt Google zusammen mit “Global Voices” erstmalig den “Breaking Borders Award” für besondere Verdienste um die freie Meinungsäußerung mit Mitteln des Internet aus. Der Preis wird in drei Kategorien ausgeschrieben und ist mit insgesamt 30.000 Dollar dotiert. Unter www.breakingborders.de können weitere Informationen über die Veranstaltung “Breaking Borders” in Berlin eingesehen werden.

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Verirrt im Netz

Montag, 12. Oktober 2009

Wie zu lesen war, verirren sich viele Computernutzer im Internet. Man kann es fast schon vor sich sehen: Anwender, die über Netzwerkknoten stolpern oder sich tastend durch ein Dickicht von Webseiten kämpfen, auf der Datenautobahn die falsche Ausfahrt nehmen und nun auf einer 8-Bit-Landstraße gelandet sind. Aber natürlich geht es um etwas weit offensichtlicheres, nämlich um Probleme bei der Suche nach Informationen und unklaren Navigationsmöglichkeiten auf Webseiten. Das jedenfalls sagt eine Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM, nach der 31 Prozent der Internetnutzer angeben, dass sie sich häufig oder sehr häufig in der Navigation von Webseiten nicht zurechtfinden.

Gründe dafür, dass die Anwender im Internet „vom Weg abkommen“ sollen vor allem eine unklare Benutzerführung sein oder auch eine mangelnde Übersichtlichkeit der Webseiten. Ein Drittel der Befragten soll bei der Internetnutzung häufig von Bannern, Pop-ups oder blinkenden Bildern so stark abgelenkt werden, dass sie ihr eigentliches Ziel aus den Augen verlieren.

Der BITKOM fordert daher von Betreibern und Gestaltern von Webseiten, deutlich mehr auf die Benutzerfreundlichkeit Rücksicht zu nehmen und verstärkt auf eine klare Benutzerführung zu achten. Diesbezüglich sei weniger häufig mehr, so der Verband, der zum sparsamen Einsatz von Bildern und Animationen rät.

Ein weiteres Problem sei zudem das Auffinden von Informationen. Viele der Befragten (rund 30 Prozent) finden Informationen nicht, obwohl sie sicher sind, dass diese verfügbar sind. Hier sind allerdings weniger die Webseitenbetreiber gefragt als die Nutzer selbst. Hier kann das Netz Hilfe bieten, wenn man beispielsweise Googles “Erweiterte Suche” oder Bings “Hilfe” nutzt, um auf erweitere Suchhilfen zugreifen zu können.

Wenn man mit dem PC in Schwierigkeiten gerät, führt dies, wie wir vermutlich alle schon einmal erlebt haben, zu Frustration und Wut. In der Umfrage sagten 17 Prozent der PC-Nutzer, dass sie sich so stark ärgerten, dass sie ihren Computer am liebsten aus dem Fenster werfen würden. Bei diesem Punkt gibt es erstaunliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie Jung und Alt. Während 23 Prozent der befragten Frauen ihren Computer regelmäßig aus dem Fenster werfen wollen, sind es bei den Männern nur halb so viele. Deutlich gelassener sind auch die Älteren. Nur 10 Prozent der Internetnutzer ab 60 Jahre ärgern sich häufig sehr stark über ihren Computer. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es dagegen 29 Prozent. Ich tippe ja darauf, dass die Zahlen in Wirklichkeit noch wesentlich höher liegen.

Der Bitkom rät in diesem Fall: “Wir empfehlen allen Nutzern dringend, von PC-Fensterwürfen Abstand zu nehmen, um Dritte nicht zu gefährden.”

Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des BITKOM unter 1005 Personen durchgeführt hat.

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Ein Leben ohne Web ist unvorstellbar

Sonntag, 11. Oktober 2009

Wie ein Bericht der „European Interactive Advertising Association“ (EIAA) feststellt, ist das Internet ist aus dem Lebensalltag der Jugend nicht mehr wegzudenken. Demnach können sich 89 Prozent der 16- bis 24-jährigen Europäer kein Leben mehr ohne Web vorstellen, in Deutschland sollen es sogar 97 Prozent sein.

Diese Zahlen sind nicht nur interessant, es kommt sicherlich dem Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter vermutlich auch entgegen, dass neue Medien und Kommunikationstechnologien heute bei der jüngeren Generation höher im Kurs stehen. Was, so sagt der Verband, auch durch die Zuwächse bei den Nutzungsraten bestätigt wird. So gaben in den insgesamt zehn untersuchten europäischen Ländern 90 Prozent der Befragten (33,2 Mio. Menschen) an, jede Woche regelmäßig ins Netz einzusteigen. Versuchen Sie jetzt aber bitte nicht, sich bildlich vorzustellen, wie das wohl aussehen mag. Ich vermute, es ähnelt dem Einstieg in eine Badewanne. Dieses wöchentliche „Bad im Internet“ einem Wachstum von 27 Prozent gegenüber dem Vergleichswert aus 2004 entsprechen, wobei man sich fragen mag, wozu der Vergleich mit 2004 (und nicht etwa 2003, 2006 oder 2008) tatsächlich dienen soll. Aber die Zahl klingt schon gut.

Im Zuge der Meldung, die uns diese wirklich erstaunlichen Nutzungsraten mitteilt, erfahren wir aus berufenen Munde dann noch ein selbstverständliche Allgemeinplätze, wie etwa die Feststellung, dass es für junge Menschen (also wohl alle unterhalb 50) selbstverständlich geworden ist, im Internet Informationen zu suchen, Unterhaltungsangebote zu nutzen oder zu kommunizieren. Und, klar, solche Aktivitäten setzen einen Bandbreitanschluss voraus und machen nicht erschlossene, zumeist ländliche Regionen zu „digitalen Ausgestoßenen“.

Doch, wie uns die europäischen Internet-Werber wissen lassen, ist der durchschnittliche Deutsche im Alter zwischen 16 und 24 Jahren inzwischen 15,9 Stunden pro Woche online (ich erspare uns jetzt die 62 Prozent Zuwachsrate gegenüber 2004). Damit hat, und das ist der vielleicht einzig relevante Wert in der ganzen schönen Statistik, das Web die TV-Nutzung (11,4 Stunden pro Woche) überholt.

Was wir auch noch erfahren, ist, dass die digitale Jugend Entertainment- und E-Mail-Dienste (84 Prozent) schätzt, in sozialen Netzwerken kommuniziert (67 Prozent), Instant-Messaging nutzt (61 Prozent) und sich Video-Clips anschaut (52 Prozent).

Bevor Sie mir jetzt mit einer Altersgrenze kommen: auch oberhalb der 40 wird ganz selbstverständlich gesurft. Das „Pew Internet and American Life Projects“ ermittelte in einer Untersuchung, dass etwa 45 Prozent der 70- bis 75-jährigen Online sind.

Im Vordergrund soll für diese Zielgruppe vorwiegend die Suche nach bestimmten Informationen, E-Mail-Verkehr und das Einkaufen auf Online-Shopping-Portalen stehen.

So, nun aber zu den anderen Neuheiten dieser Woche.

Werbefinanzierte Light-Version von Office

Kurz vor dem Start von Windows 7 wird Microsoft auch in Sachen Office 2010 aktiv. So soll das Office-Paket erstmals auch in einer abgespeckten „Starter“-Version auf den Markt kommen – kostenlos.

Das wohl auch als Lockmittel zum Umstieg auf das „richtige“ Office 2010 gedachte Produkt bietet reduzierte Word- und Excel-Funktionen. Allerdings soll dieses Starter-Office mit Werbeeinblendungen finanziert werden – für Microsoft kein schlechter Schachzug, da dieses „Werbe-Office“ als OEM-Version mit neuen PCs vertrieben werden soll.

Mit dem Office Starter will sich Microsoft wohl gegen die steigende Zahl von kostenfrei erhältlichen Produkten wie OpenOffice oder Google Docs positionieren. Ob dieser Schuss nicht nach hinten losgeht und die Anwender durch die Werbung schlicht zu sehr genervt werden, wird sich zeigen müssen.

Mehr Apple zu Weihnachten

Von einer Wirtschaftskrise kann bei Apple keine Rede sein, wenn man der Investmentbank Caris & Company glauben will. Die Banker erwarten einen Absatzboom in der Weihnachtssaison und gehen davon aus, dass sich die Zahl der verkauften iPhones gegenüber 2008 um 94 Prozent steigern wird. Es wird damit gerechnet, dass Apple 2010 36,6 Mio. Handys absetzen wird. Langfristig gesehen soll das iPhone im Jahr 2011 die Umsätze der Mac-Rechner übertreffen.

HD-fähige Minicamcorder für kleines Geld

Die Zeiten verpixelter und verwackelter Webvideos sind passé: Bereits mit günstigen Minicamcordern kann man Filme in High Definition drehen und ohne große Umwege ins Netz stellen, schreibt das Computermagazin c’t.

Schnell soll es gehen, sofort, auf Kopfdruck. So spontan wie die Szene entsteht, soll sie in High Definition (HD) gefilmt, gespeichert und ohne große Umwege auf Videoplattformen wie Youtube, facebook oder sevenload eingestellt werden.

Dazu bieten sich handliche, taschengeldkompatible Ein-Knopf-Geräte an, mit denen man ohne langes Gefummel an Menüs und Drehrädchen sofort loslegen kann. Vier der sieben Minicamcorder in der Preisklasse bis 200 Euro, die c’t auf den Prüfstand stellte, verfügen über einen Bildstabilisator und eine HDMI-Buchse zum Anschließen eines HD-Displays. Ein ordentliches Zoom-Objektiv bekommt man hingegen erst in den höheren Preisregionen.

Am unteren Ende der Preisskala schnitt der PenCam Trio HD von Aiptek überraschend gut ab. Der Camcorder kommt mit schmaler Silhouette und schlankem Design wie ein Diktiergerät daher. Die Bedienung erfolgt über wenige, sinnvoll arrangierte Knöpfe. Die Aufnahmen machen einen brauchbaren Eindruck; allerdings ruckt es beim Zoomen im aufgezeichneten Video deutlich und das Display taugt nur zur recht ungenauen Kontrolle des Kamera-Blickwinkels.

“Die 110 Euro, die man für dieses Gerät bezahlen muss, rechtfertigen aber die gebotene technische Leistung allemal”, resümiert c’t-Redakteur Ulrich Hilgefort. “Wer vor allem Wert auf Aufzeichnungsqualität legt, für den kommt der Camcorder CG10 von Sanyo in Betracht, der mit einem 5-fach optischen Zoomobjektiv und guter Ausstattung punktete. Er ist im Internet schon ab etwa 170 Euro zu haben.”

“Vor dem Kauf eines Internet-Camcorders lohnt es sich aber nachzuschauen, ob die Digitalkamera im Wohnzimmerschrank solche Videos nicht schon in ausreichender Qualität liefert; aktuelle Modelle wie etwa die Canon Ixus 200 IS haben hier allerhand zu bieten”, rät c’t-Experte Ulrich Hilgefort.

Das kollektive Unbewusste im Internet

Mit einer neuen Online-Forschungsmethode macht das Bremer Marktforschungsunternehmen „Konkret“ auf sich aufmerksam. Mit einem speziellen Tool wollen die Marktforscher eine neue Befragungstechnik ins Internet bringen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Tests werden hier bei Befragungen keine Antworten vorgegeben, aus denen dann eine passende ausgewählt werden muss. Stattdessen werden offene Fragen gestellt, die der Teilnehmer intuitiv beantworten soll. Trotz dieser Offenheit erlaubt die spezielle, mit der Methode einher gehende Interview-Prozedur den Einsatz statistischer Verfahren bei der Datenauswertung.

Bisher adaptieren Marktforschungsinstitute lediglich klassische Vorgehensweisen für die Anwendung im Internet. Einerseits werden auf quantitative und deshalb leicht für die Onlinenutzung umsetzbare Verfahren gesetzt, wie z.B. standardisierte Fragebögen. Das Problem dabei besteht allerdings darin, dass die Befragten ihre Meinung nur mittels bereits vorformulierter Antwortkategorien abgeben können.

Besonders bei tiefenpsychologischen Fragestellungen, in denen auch unterschwellige Entscheidungsgrundlagen ermittelt werden sollen, stößt diese Online-Forschung aber oft auf ihre Grenzen.

“Die Methode ermöglicht detaillierte Einblicke in Markenimages und präzise Positionierungsanalysen, die aufzeigen, wie die untersuchten Marken im Wettbewerbsumfeld dastehen”, bemerkt André Scharf, Geschäftsführer der Marktforscher.

Handysteuerung über Augen

Forscher des japanischen Mobilfunkkonzerns NTT Docomo haben Kopfhörer entwickelt, die eine Steuerung von Handys oder MP3-Player über die Augen ermöglichen. Dabei machen sich die Kopfhörer die elektrischen Ladezustände des Augapfels zunutze, die an den Rändern und in der Mitte unterschiedlich ausfallen. Bewegen sich die Augäpfel in eine bestimmte Richtung, kann der veränderte Ladezustand von Sensoren am Kopfhörer erfasst werden. Festgelegte Augenbewegungen, wie nach oben oder rechts zu schauen, können folglich bestimmten Bedienfunktionen von Handys oder anderen mobilen Geräten zugeordnet werden.

In einer Demonstration zeigte NTT Docomo, dass mit einer Augenbewegung von rechts nach links ein MP3-Player auf dem Handy eingeschaltet werden kann. Zwei kurz nacheinander folgende Augenbewegungen nach rechts führten dazu, dass der Player zum nächsten Lied weitersprang. Eine kreisende Augenbewegung im Uhrzeigersinn hebt die Lautstärke an, die Bewegung entgegen des Uhrzeigersinns sorgt für ein klangliches Abdimmen.

Docomo arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits seit drei Jahren an der Entwicklung des Systems, bis zur Marktreife werde aber noch einige Zeit vergehen. Zum einen müssten die verwendeten Elektroden noch verfeinert werden. Gleichzeitig sollten zur Steuerung nur Augenbewegungen berücksichtigt werden, die im Alltag normalerweise nicht zur Anwendung gelangen. Ein Video, das zeigt, wie Docomos Steuerung funktioniert, findet sich auf YouTube.

Google erkennt Grippe-Trends

Vor ein paar Jahren weckte eine große Grippewelle das Interesse einiger Google-Techniker: Schlägt sich eine solche Epidemie in den Mustern der Suchmaschinenanfragen nieder? Lassen sich die Suchanfragen auf Google zur Erkennung von Grippetrends nutzen?

Im November 2008 wurde Google Grippe-Trends in den USA eingeführt und erwies sich, so Google, als leistungsstarkes Tool. Auf Grundlage aktueller Suchanfragen, die Internetnutzer beim Auftreten einer Grippeerkrankungen typischerweise in den Suchschlitz der Suchmaschine eingeben, ließ sich die aktuelle Verbreitung der Krankheit ablesen. Google Grippe-Trends soll so nahezu in Echtzeit über die Anzahl der Grippeerkrankungen eines Landes informieren.

Seit dem 8. Oktober 2009 steht Google Grippe-Trends in 20 weiteren Ländern zur Prognose und Bekämpfung von Grippewellen zur Verfügung. Auf Grundlage der Muster früherer Suchanfragen wurde in Zusammenarbeit mit dem „Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten“ und nationalen Gesundheitsorganisationen ein Modell geschaffen, mit dem sich die Grippeaktivität in diesen Ländern genau abbilden lässt.

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Die perfekte Welle?

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Google trumpft wieder einmal mit einem neuen Dienst auf – Google Wave. Wie es in der Computerwelt so üblich ist, wird der Dienst, den bisher kaum jemand richtig ausprobieren konnte – den Zugang gab es nur in limitierter Zahl auf „Einladung“ – als Revolution angekündigt.

Übersetzt man diese Vokabel aus dem Verständnis der IT-Industrie in die normale Welt, kann das so ziemlich alles heißen von „haben wir jetzt auch“ über „ist ganz nützlich“ bis hin zu, eben, „revolutionär“.

Was sich auch immer unter dem Deckel der heißgekochten Formulierungen nun tatsächlich verbirgt, fest steht, dass Google mit diesem Kollaborationsdienst, der jetzt zeigt, wie wichtig zukünftig die webbasierte Zusammenarbeit werden wird. Immerhin hat Google bislang noch kein Projekt gänzlich aus Spaß an der Freud durchgeführt – selbst der teure Kauf von YouTube dient dem Geldverdienen.

Das, was man bislang über „Wave“ erfahren konnte, klingt auf jeden Fall spannend. Die Bedienung soll sehr intuitiv sein, allerdings nutzt Wave eine gänzlich andere Form zur Organisation und versucht, Kommunikation in einem Baum mit Substrängen, den Wavelets, und Blibs, das sind die einzelnen Nachrichten, aufzubauen. Das klingt zunächst einmal sehr kompliziert und wird einige Anwender wohl vor eine gewisse Gewöhnungsherausforderung stellen. Immerhin – man soll die Unterhaltungsstränge mittels einer “Playback”-Funktion in chronologischer Form nachlesen können.

Das wirklich innovative an Wave ist, dass hier unterschiedliche Kommunikationswelten wie E-Mail, Instant Messaging und Social Neworking zur Echtzeit-Kommunikation zusammengeführt werden. Es soll daher nicht als Ersatz für eines dieser bekannten Kommunikationsmittel dienen, sondern eine zusätzliche Form der browserbasierten Zusammenarbeit ermöglichen. So soll man Dateien vom Desktop einfach in eine Kommunikations-„Wave“ hineinziehen können und sie so anderen zur Verfügung stellen können. Auch sind alle Beiträge von allen Teilnehmern an der jeweiligen Wave editierbar, was einerseits eine ungeheuer schnelle Form des Austausches ermöglicht, andererseits aber auch ein gepflegtes Chaos erwarten lässt.

Ich muss zugeben, dass ich mir noch kein rechtes Bild von Google Wave machen kann. In der Video-Präsentation von Google sieht es enorm innovativ und spannend aus. So beschreibt Google den Ansatz im Vergleich zur E-Mail, die faktisch den klassischen Brief imitiert, als eine Gesprächsrunde. Hier wird keine Mitteilung an bestimmte Empfänger geschickt, sondern, um im Bild zu bleiben, in die Runde gesprochen. Das Gesprochene bleibt gewissermaßen auf dem virtuellen Konferenztisch, an dem die Teilnehmer platznehmen. Entsprechend können auch später hinzukommende Teilnehmer sehen, was da „auf dem Tisch“ liegt.

Ob Wave damit aber das Zeug zu einem wirklich breit genutzten Kommunikationstool hat, wird die Zeit zeigen müssen. Hier hängt auch viel davon ab, ob und wo die Anwender – hier vor allem auch unternehmen – einen deutlichen Vorteil gegenüber den bisher genutzten Werkzeugen sehen.

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Roddenberry oder Houdini?

Sonntag, 20. September 2009

Was kauft man eigentlich, wenn man schon alles hat? Tja, das kommt beispielsweise darauf an, ob Sie ein Fan von „Raumschiff Enterprise“ sind. Falls Sie nun heftig nicken, dann könnte ich Ihnen einiges vorschlagen. Warum, zum Beispiel, ersteigern Sie nicht die Hose von Captain James T. Kirk? Oder einen Tribble? Und wie wäre es mit den Schuhen von Dr. McCoy?

Ein echtes Sammlerstück ist auch der erste Apple Macintosh Plus. Dieses Gerät mit der Seriennummer 0001 gehörte seinerzeit immerhin dem Enterprise-Erfinder Gene Roddenberry.

Natürlich können Sie auch einen Friedensvertrag zwischen Thomas Jefferson und den Irokesen erwerben, wenn Ihnen diese Art der Historie mehr liegt. Oder, vielleicht etwas spannender, einen Brief von Harry Houdini an Sir Arthur Conan Doyle.

Zu finden gibt es derlei spannende und leider auch nicht ganz günstige Memorabilia bei profilesinhistory.com, einem Auktionshaus, das sich auf historische Dokumente und „Hollywood-Artefakte“ spezialisiert hat.

Es ist wirklich erstaunlich, was sich da so alles finden lässt. Einiges ist so alt, dass es schon wieder auf eine ganz eigene Art unwirklich wirkt, bei anderen Dingen komme ich dann auch etwas ins grübeln, etwa, wenn ich dort eine „funktionsfähige“ Strahlenwaffe finde. Vielleicht ist Hollywood ja in einigen Bereichen weiter, als wir gemeinhin glauben …

So, nun aber zu den anderen Neuheiten dieser Woche.

Microsoft Office 2010 geht in die Wolke

Microsoft testet die Möglichkeiten des „Cloud Computing“ für seine Office-Produkte. Derzeit werden die Web-Anwendungen von Word, Excel und PowerPoint im Rahmen des „Technical Preview Program“ getestet. Eine begrenzte Zahl von Teilnehmern aus den USA und Japan wurde bereits über „Windows Live SkyDrive“ eingeladen, an diesem Test teilzunehmen.

Leider steht in Deutschland die „Technical Preview“ nicht zur Verfügung, doch wir dürfen gespannt sein, was wir in naher Zukunft unter dem Namen „Microsoft Office Web Apps“ sehen werden. Derzeit gibt es bereits die „Word Web App“, „Excel Web App“, „PowerPoint Web App“ und „OneNote Web App“.

Die „Office Web Apps“ zeigen Microsofts Strategie in Richtung Office 2010: Die Anwender sollen Dokumente überall, auf unterschiedlichsten Geräten und in verschiedenen Browsern ansehen, erstellen, bearbeiten und austauschen können.

Google mit „Fast Flip“

Google hat sein Internetsuchportfolio um ein weiteres Angebot erweitert. „Google Fast Flip“, so der Name des neuen Services, stellt dabei eine Art experimentelle Präsentationsplattform für Nachrichteninhalte dar, die es den Nutzern erlauben soll, schnell und einfach die interessantesten aktuellen Neuigkeiten zu überblicken. Das Layout ist so gestaltet, dass es dem Betrachter wie beim gedruckte Pendant einer herkömmlichen Zeitung möglich ist, gewissermaßen durch die einzelnen Seiten mit News-Beiträgen zu blättern.

Letztendlich sollen auf diese Weise das Zeitungslesen im Web wesentlich bequemer und effizienter gestalten sowie insgesamt mehr Leser für Seiten von Nachrichtenverlagen generiert werden.

Bislang sei das Lesen von Nachrichten im Internet aufgrund längerer Ladezeiten oft sehr langsam und zeitaufwendig für den Nutzer gewesen. Mit dem neuen Dienst versuche Google die Vorteile von Print- und Online-Artikeln zu vereinen, um so eine neuartige Leseerfahrung für Nachrichteninhalte im Web zu ermöglichen.

Google will mit Fast Flip nicht nur das Lesen von Nachrichten im Web vereinfachen, sondern auch den Verlagen unterstützend zur Seite stehen, zu denen der Internetkonzern ein eher schwieriges Verhältnis hat. Diese sind vom Potenzial des neuen Dienstes offenbar auch überzeugt, wie die Kooperation von insgesamt drei Dutzend Branchenvertretern beweist.

Zu den Medienhäusern, die zugestimmt haben, dass ihr Content in Googles neues Präsentationsformat gepresst wird, gehören unter anderem so prominente Namen wie die New York Times, die Washington Post oder Newsweek. Als Gegenleistung für die Preisgabe ihrer Inhalte wird sie Google an den Werbeeinnahmen der Anzeigen beteiligen, die künftig bei Fast Flip eingeblendet werden sollen.

Notebook mit Multi-Touchscreen von Lenovo

Lenovo hat sein erstes Notebook mit Multi-Touchscreen-Technologie angekündigt. Das Modell ThinkPad T400s wird auf der Grundlage von Windows 7 betrieben und ab Mitte Oktober im Handel erhältlich sein. Neben der Touch-Funktionalität verfügt das Gerät, wie bei Laptops üblich, auch über eine vollwertige Tastatur. Dank eines Zusatzprogramms namens „Simple Tap“ sollen Nutzer des ThinkPad T400s nicht mehr so oft zwischen Tastatur- und Touch-Screen-Eingaben wechseln müssen, sondern das Gerät intuitiver und flexibel bedienen können.

Nutzer des T400s sollen sogar vier Finger einsetzen können, um eine Reihe von Gesten für Eingaben zu nutzen. So könnten sich Anwender ähnlich wie beim iPhone durch Webseiten und Dokumente navigieren oder in Multimedia-Dateien hinein und wieder herauszoomen. Objekte ließen sich auf diese Weise mit zwei Händen verschieben oder drehen, auch könne der Bildschirm von einer weiteren Person berührt werden, etwa um Dokumente gemeinsam zu editieren, verspricht der Hersteller. Ein spezieller Überzug soll das Display vor unliebsamen Fingerabdrücken schützen.

Lenovo zufolge sollte das Gerät im Schnitt per Akkubatterie fünf Stunden lang mit Strom versorgt werden können. Ein Intel Core 2 Duo SP 9600 Prozessor mit 2,53 Taktfrequenz sorgt dabei für die nötige Rechenleistung. Lenovos ThinkPad T400s wird aller Voraussicht nach ab 1.790 Euro im Fachhandel erhältlich sein.

Chrome 3.0 soll Marktanteil verdoppeln

Google hat den Kampf um den Browser-Markt noch nicht aufgegeben und nun die Version 3.0 seines Webbrowsers Chrome veröffentlicht. Durch eine verbesserte JavaScript-Engine soll Chrome 3.0 im Vergleich mit der Vorgängerversion um 25 Prozent schneller sein. Der Webbrowser wartet außerdem mit einer teilweise überarbeiteten Benutzeroberfläche auf.

Nachdem Chrome recht glücklos gestartet ist und in den ersten 12 Monaten seit dem Erscheinen nur drei Prozent der Anwender gewinnen konnte, strebt Google nun eine Verdoppelung dieses Marktanteils an.

Benutzer können den Chrome-Browser optisch nach Wunsch gestalten – dazu dienen derzeit rund 30 so genannten Themes, vorgefertigte „Schablonen“ für die Benutzeroberfläche.

Daten sicher aufbewahren

Nichts ist schlimmer als der Verlust wertvoller Daten. Und selbst ein einfaches Backup auf einer zweiten Festplatte schütz davor nicht, falls Einbruch, Feuer oder Überschwemmung für den Verlust der sicher geglaubten Kopie sorgen.

Carbonite Online PC-Backup“ ermöglicht es, so sagt uns der Anbieter, unbegrenzte Mengen an Daten automatisch, verschlüsselt und kostengünstig zu sichern.

Um die Leistung des verwendeten Systems zu steigern, beobachtet Carbonite kontinuierlich die Aktivität von Prozessor und Festplatte auf dem PC des Anwenders. Dies ermöglicht es der Software, immer dann aktiv zu werden und Daten zu sichern, wenn die Ressourcen nicht für andere Anwendungen benötigt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Carbonite manuell für einstellbare Zeiträume zu pausieren, wenn z. B. während eines ressourcenaufwendigen Spiels oder beim Video-Schnitt alle Reserven zur Verfügung stehen sollen.

Carbonite wurde als Online-Backup-Dienst für den Alltag entwickelt. Das Carbonite-Laufwerk kann beispielsweise bequem nach Dateiname, -typ und Erstellungsdatum durchsucht werden.

Neben den aktuellen, geänderten Versionen von Dateien und Dokumenten, bleiben ältere Fassungen jeweils bis zu 90 Tage parallel auf dem Backup-Server gespeichert. So haben Anwender die Möglichkeit, auf ältere Versionen der Dateien zuzugreifen oder diese wiederherzustellen. Nutzer sollen so davon profitieren, dass auch irrtümlich geänderte oder beschädigte Dateien abrufbar bleiben.

Für das Online-Backup mit Carbonite installiert der Benutzer eine Anwendung, die von der Carbonite-Webseite heruntergeladen werden kann. Zusätzlich benötigt er einen Internet-Zugang. Carbonite kann automatisch oder benutzerdefiniert eingerichtet werden. Nach der einmaligen Einrichtung wird das Backup kontinuierlich selbständig im Hintergrund ausgeführt.

Eine zweistufige Verschlüsselung, vor und während der Übertragung, soll dabei höchste Sicherheit gewährleisten. Die Daten werden anschließend verschlüsselt gespeichert, nur der Anwender selbst kann auf die Daten zugreifen.

Carbonite steht als 12- und 24-Monatsabo zur Verfügung. Der Preis für 12 Monate beträgt 49,95 Euro inkl. USt., das 24-Monats Abo kostet 89,95 Euro inkl. USt.. Läuft das Abonnement aus, erinnert Carbonite auf Wunsch rechtzeitig an eine Verlängerung.

Die Preise beinhalten die Sicherung unlimitierter Datenmengen, sowie alle in diesem Zeitraum erscheinenden neuen Software-Versionen von Carbonite. Carbonite ist als kostenlose Testversion in deutscher Sprache unter www.carbonite-backup.de verfügbar, sodass sich jeder Anwender vor dem Kauf ein eigenes Bild vom Leistungsumfang des Programms machen kann. Die Testversion hat eine Laufzeitbeschränkung von 15 Tagen.

Handy statt Säule

Mittlerweile steht es fest: auch die letzten Notrufsäulen werden aus Überalterungsgründen aus dem Stadtbild verschwinden. An die Stelle der oftmals gruselig verschmutzten und verständigungsunfreundlichen Säulen ist heute das Handy getreten. Es ist heute als mobile Notrufsäule ein wichtiger Begleiter.

Die Notrufnummer 112 ist inzwischen europaweit standardisiert und ein Anruf läuft automatisch bei der nächstgelegenen Rettungsleitstelle auf. Voraussetzung dafür ist ein Mobiltelefon mit eingesetzter Karte, der sogenannten SIM. War das Absetzen von Notrufen in der Vergangenheit auch ohne SIM möglich, so funktioniert dies seit 1. Juli 2009 nur noch mit aktiver Karte um Notrufmißbrauch zu verhindern.

Zusätzlich von Vorteil kann dabei die Handyortung sein. Noch bis Anfang 2009 mussten Handybesitzer einer Ortung zustimmen. Mit der seit März gültigen Notrufverordnung kann dagegen jede Rettungsleitstelle den Anrufer in Sekunden automatisch lokalisieren. Eine wichtige Neuerung bei Orientierungslosigkeit oder Schockzuständen.

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Erkenntnisquelle mit Zitierfalle

Freitag, 18. September 2009

Das Internet hat inzwischen als Wissensquelle den traditionellen Lexika längst den Rang abgelaufen – soll etwas nachgeschlagen werden, so hört man immer häufiger ‚das hab ich rasch gegoogelt’.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Lexikon ist das Internet aber bekanntermaßen ein dynamisches Medium, dessen Inhalte sich schnell ändern können. Längst ist die dort gewonnene Erkenntnis keine unverrückbare Weisheit mehr, sondern eher eine Momentaufnahme des aktuellen Wissensstandes.

Für uns Privatanwender fällt das kaum ins Gewicht, doch Google, Wikipedia und Co. werden natürlich auch im Berufsleben genutzt, oft auch gerade dort, wo es um genaue Angaben und eine nachvollziehbare Wiedergabe geht, so etwa vor Gericht.

Wie die Zeitschrift c’t sagt, verweisen deutsche Gerichte zu Themen, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen, immer häufiger auf Wikipedia-Artikel. Gerade hier geht es aber um die korrekte Zitierweise der nicht immer aktualisierten Beiträge. Hier gehören der Zeitpunkt des Abrufs und ein Permanentlink eigentlich zu den notwendigen Angaben, um nachvollziehen zu können, auf welchen Text der Autor sich eigentlich bezieht. Schließlich kann der Wikipedia-Artikel ja zwischenzeitlich längst inhaltlich überarbeitet worden sein.

Doch nicht nur für Juristen ist es durch die besondere Dynamik der Internet-Quellen wichtig, dass und wie man Internetquellen richtig zitiert. Hier muss man der Besonderheit Rechnung tragen, dass sich nicht nur der Inhalt ändern kann, sondern auch die Qualität von der Pflege der Beiträge abhängt. Ohne die Angabe des Abrufzeitpunktes und eines Links auf die zitierte Version kann das aber kaum nachvollzogen werden.

Einen Permanentlink kann man in den meisten Online-Quellen anlegen. Bei Wikipedia finden Sie etwa in der Leiste auf der Linken Seite einen Eintrag ‚Permanentlink’ in der Rubrik ‚Werkzeuge’. Wenn Sie hier klicken, erhalten Sie eine Webadresse, die auf genau diese Version des Artikels verweist – egal, ob später geänderte Fassungen hinzukommen.

Kaum bekannt ist, dass es mit der ISO-Norm 690-2 seit dem November 1997 eine Vorschrift für das Zitieren einer elektronischen Quelle gibt. Hier wird etwa festgelegt, dass die “vollständige URL” anzugeben ist, also einschließlich “http://”, auch wenn dies technisch bei den meisten Browsern heute nicht mehr erforderlich ist.

Ein korrektes Zitat, etwa aus dem Kieslichdaily.de, würde demnach so aussehen:

Kieslich, Torsten: Word-Verbot noch nicht vom Tisch [online], www.kieslichdaily.de, Stand vom 17. September 2009, Abrufbar unter http://www.kieslichdaily.de/word-verbot-noch-nicht-vom-tisch/

Ähnliche Regeln gibt es übriges auch für das richtige zitieren aus E-Mails. Hier würden Sie die folgenden Angaben machen: Verfasser der Nachricht, Betreff, Name des Empfängers (wahlweise mit einem vorangestellten ‚Nachricht an’), Versanddatum der Nachricht, ein Vermerk wie ‚Persönliche Nachricht’.

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Google spielt Monopoly

Donnerstag, 10. September 2009

Mit Hilfe von GoogleMaps ist seit gestern das weltweit größte virtuelle Monopoly-Spiel unter dem Namen “Monopoly City Streets” online. Unter der Internetadresse www.MonopolyCityStreets.com können Spieler dann global reale Straßen auf den bekannten GoogleMaps Karten kaufen, dort Wohngebäude, Wolkenkratzer und andere Gebäude platzieren.

In diesem Monopoly ist der gesamte Globus das Spielfeld und Spieler kassieren täglich Miete, wenn sie Gebäude auf den GoogleMaps Straßenkarten, etwa auf dem Berliner Ku`damm oder auf der Düsseldorfer Prachtmeile Kö platzieren. Diese städteplanerischen Neubaumaßnahmen werden in der Satelliten-Applikation GoogleEarth sogar in die Ansichten des realen Straßenbildes eingebettet.

Insgesamt stehen den virtuellen Baulöwen hier 27 verschiedene Gebäude vom hypermodernen Wolkenkratzer bis zum historischen Schlossturm zur Verfügung. Je teurer die Baukosten für das Objekt, umso höher fallen die täglichen Mieteinnahmen aus. Monopoly Online-Spekulanten können anderen internationalen Konkurrenten den Weg zum Immobilien-Mogul erschweren, indem sie so genannte “Stör-Gebäude” auf ihren Straßen platzieren und damit den Wert der umliegenden Gebäude reduzieren. Hier stehen den spielerischen Städteplanern Mülldeponien, Gefängnisse, und Kohlekraftwerke zur Verfügung.

In der Online-Variante des bekannten Brettspiels steht den Spielern ein üppiges Startgeld in Höhe von über 3 Millionen Monopoly-Dollar für das virtuelle Straßen-Shopping zur Verfügung.

Das Online-Spiel ist aktuell mit einer Laufzeit bis mindestens Ende Januar 2010 geplant.

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