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Artikel mit ‘Foren’ getagged

Anbieter von Internet-Foren haften für Einträge

Montag, 16. November 2009

Betreiber von Internet-Foren haften in bestimmten Grenzen für illegale Einträge ihrer Nutzer, wie der Hightech-Verband Bitkom betont.

“Forenbetreiber müssen illegale Kopien von Texten, Bildern und Musik auf Verlangen löschen”, erklärt hierzu Bitkom-Präsidiumsmitglied Volker Smid.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jetzt die bisherige Rechtsprechung höchstrichterlich bestätigt. Ein Forenbetreiber muss zweifelhafte Beiträge seiner Nutzer entfernen, wenn er von einer solchen Rechtsverletzung erfährt.

“Forenbetreiber brauchen nicht systematisch nach Raubkopien oder anderen unzulässigen Inhalten zu fahnden”, betont Smid. “Es müssen auch keine Einträge vor der Veröffentlichung zensiert werden - das würde ohnehin dem freiheitlichen Grundgedanken des Internets widersprechen.”

Vielmehr müssen Betroffene auf den Anbieter der Webseite zukommen.

“Der Rechteinhaber muss konkret mitteilen, welcher Beitrag ihn stört und worauf er seine Beschwerde stützt.”

Wenn ein Beitrag eindeutig unzulässig ist, muss der Forenbetreiber ihn sofort löschen. In komplizierten Fällen darf er sich aber die nötige Zeit nehmen, um das Anliegen zu prüfen.

Wenn Foren-Anbieter auf solche Beschwerden nicht schnellstmöglich reagieren, riskieren sie Schadenersatz-Forderungen. Darüber hinaus rät der Bitkom den Betreibern, Fotos von Nutzern nicht mit einem Logo oder Wasserzeichen des Forums zu versehen. Auch sollten Beiträge der Nutzer nicht als redaktionelle Inhalte der Betreiber präsentiert werden. Dann droht eine Mitverantwortung bei Urheberrechtsverletzungen.

Die deutsche Rechtsprechung hat aus Bitkom-Sicht zu einer Ausdehnung der Prüfungspflichten geführt, die für Webseiten-Anbieter nicht mehr hinnehmbar sind und teils europäischem Recht widersprechen.

“Die Bundesregierung sollte im Telemediengesetz noch deutlicher machen, wie weit die Haftung der Web-Anbieter gehen darf”, fordert Smid.

Dazu gibt es bereits eine Ankündigung im Koalitionsvertrag. Laut Bitkom liegen bereits aus der letzten Legislaturperiode konkrete Gesetzentwürfe in der Schublade.

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Kannste das mal googeln?

Dienstag, 30. Dezember 2008

Lass mich das für dich googeln

Wer kennt sie nicht, die lieben Freunde, Verwandte oder Kollegen, die einen mit Fragen bedrängen, die sie eigentlich auch ganz leicht selbst googeln könnten? Gern trifft man diese Menschen auch in Foren an, wo sie es schaffen, mit ihren Fragen die anderen Teilnehmer für sich denken zu lassen.

Wenn Sie einem solchen google-faulen Kandidaten mal einen Hinweis geben möchten, nutzen Sie doch den folgenden Link: http://www.letmegooglethatforyou.com.

Auf „Lass mich das für Dich googeln“ können Sie die Suchbegriffe eingeben und einen Link weitergeben, der dem Empfänger nicht nur die Suchergebnisse anzeigt, sondern ihn auch unmissverständlich auf die Nutzung von Google hinweist. 

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Die Jammer-Mentalität

Montag, 17. November 2008

Eigentlich bin ein begeisterter Leser von Webseiten, auf denen man Kommentare hinterlassen kann. Das ist in vielen Fällen sehr hilfreich, speziell dann, wenn es um Meldungen zu neuen Produkten geht.

In der letzten Zeit stößt mir das Lesen solcher Beiträge jedoch immer häufiger auf. Der Grund ist dabei weniger die teilweise merkwürdige Auslegung der Rechtschreibregeln durch einige Zeitgenossen – daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt und wundere mich nur noch, warum wohl Menschen über Profisoftware im mehrere-hundert-Euro-Bereich diskutieren oder ihren Senf zu neuesten Hardwareprodukten geben, die sie sich, gemessen am Eindruck, den sie hinterlassen, vermutlich nie werden leisten können. Vermutlich alles Lotto-Gewinner…

Nein, was mich in den letzten Monaten nervt, ist die anscheinend im Netz weit verbreitete Jammer-Mentalität, die sich, zusammen mit einem heftigen Anspruchsdenken, in solchen Foren manifestiert.

Da wird beispielsweise berichtet, eine Softwarefirma habe eine Testversion eines Produktes bereitgestellt. Will man alle aktuellen Programme 30 Tage lang kostenlos nutzen, muss man allerdings für immerhin 10 Euro eine DVD anfordern.

Nun raten Sie, was als Kommentar erscheint. Es wird natürlich als erstes festgestellt, dass es doch eine Frechheit ist, dass nicht die gesamte DVD zum Download bereitsteht. Kein Gedanke, dass man schlicht zur Kenntnis nimmt, dass das Unternehmen mit seiner Software anstellen kann, was es möchte und eine DVD zu versenden im Hinblick auf die Bandbreite durchaus sinnvoller sein kann.

Oder es wird gemeldet, ein Hersteller habe ein altes Gerätemodell wie geplant und üblich aus dem Handel genommen. Was für eine Unverschämtheit – das Unternehmen folgt einfach seiner Produktplanung. Und dann bietet es wieder nicht genau das Gerät an, das ich haben möchte – warum fragen die mich nicht endlich, bevor sie etwas entwickeln? Und überhaupt – das ist doch alles viel zu teuer. Und mit der Einstellung wird es das Unternehmen nicht mehr lange machen – das sage ich schon seit Jahren.

Die Diskussion ist munter und nimmt Fahrt auf, nur dass es nicht um den Inhalt der Meldung geht, sonder um jede Form persönlicher Frustration.

Eine kostenlose Software wird veröffentlicht, eine nette Sache, nicht wahr? Aber warum ist kein Handbuch dabei? Und warum kann ich die Oberfläche nicht auch grün darstellen? Und warum kommt der Entwickler nicht zu mir und küsst mir die Füße?

Eine Firma versieht Ihre teure Software, mit der sie ihr Geld verdient und die Mitarbeiter bezahlt, mit einem Kopierschutz, nachdem das Programm weltweit jahrelang gestohlen wurde. Eine bodenlose Frechheit – ich darf das Programm nicht mehr illegal an alle Freunde und Verwandte weiterverschenken? Wie, ich soll für etwas, das ich benutze, auch noch bezahlen? Ich arbeite doch auch umsonst in meiner Firma.

In einem Artikel wird ein Produkt genannt und ein Herstellername. So eine Schweinerei, da ist kein Link dabei. Nun soll ich doch tatsächlich selbst nach etwas googeln, das mich interessiert? Womöglich eigenhändig den Produktnamen in das Suchfeld kopieren? Wie unerhört – und das auch noch, wo ich für die journalistische Leistung nichts bezahle.

Wenn Sie glauben, dass das ein Einzelfall ist, schauen Sie sich einmal im Web um. Da werden lustig bar jeder Sachkenntnis Vorurteile kolportiert, Behauptungen aufgestellt und weit am Thema vorbei Befindlichkeiten verkündet.

Nun ist es mit dem Internet ja so, dass jeder, der möchte, seine Meinung verkünden darf und das ist auch gut so. Aber steht eigentlich auch irgendwo, dass es sich dabei nur um Jammern und Meckern handeln muss?

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