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Grauzone Internet - Ist Filesharing wirklich illegal?

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Die Musik ist ein ständiger Begleiter unseres täglichen Lebens. Dank Radio, Internet und Mp3-Player bekommen wir rund um die Uhr neuesten Hits zu hören. Vielen bleibt die erste Schaltplatte oder die erste CD auf immer im Gedächtnis. Doch wer erinnert sich eigentlich an seinen ersten Download? Wenn man jemanden auf der Straße fragen würde, erhielte man Antworten wie:

“Da bin ich überfragt.” “Keine Ahnung.” “Ja, das war eine Tauschbörse, aber keine Ahnung welcher Song. Ich hab früher so viel runtergeladen…” “Hab ich überhaupt nix mehr damit am Hut. Seit ein Bekannter von mir da eine Abmahnung bekommen hat, da kauf ich die Musik nur noch im Netz.”

Das Herunterladen von Musik über Tauschbörsen im Internet war bis vor einigen Jahren sehr beliebt. Seit die Musikindustrie jedoch begonnen hat, die Nutzer solcher Systeme rechtlich zu belangen, herrscht allgemeine Aufruhr. Denn: Kaum jemand weiß wirklich, was erlaubt ist und was nicht. Christian Solmecke, Rechtsanwalt aus Köln und Experte für Urheberrecht, erklärt:

“Der Tausch von urheberrechtlich geschützten Werken in Tauschbörsen ist ganz klar illegal. Davon ist abzuraten! Was aber weiterhin möglich ist, ist sich von Freunden nicht-kopiergeschützte CDs zu kopieren oder Musik bei Youtube - zum Beispiel - herunterzuladen. Ebenfalls möglich ist zum Beispiel das Verschicken Mp3-Files per E-Mail an Freunde.”

Allein 2007 wurden von der Musikindustrie über 10.000 Verfahren wegen der illegalen Verbreitung geschützter Inhalte eingeleitet. Am 9. Dezember beginnt nun am Landgericht Köln die Beweisaufnahme in einem Prozess der zum Präzedenzfall werden könnte. Geprüft wird, ob die Forderungen gegen ertappte Filesharer überhaupt gerechtfertigt sind. Solmecke hierzu:

“Vereinfacht kann man sagen, dass die Musikindustrie Abmahnkosten in Höhe von jeweils 6.000 Euro von 2 Filesharern fordert. Die wehren sich dagegen und behaupten: solche Kosten sind niemals angefallen - und sollte sich das beweisen lassen, hätte das Auswirkungen für zig tausend Filesharing-Verfahren in Deutschland.”

Auch wenn beide Seiten womöglich Schuld trifft. Der beste Weg, um derartigen Ärger zu vermeiden, ist, nach wie vor, ganz einfach der Kauf von Musik über das Internet. Denn das ist - und bleibt - mit Sicherheit ganz legal.

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