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Artikel mit ‘Digitalfotografie aktuell’ getagged

Endlich auch in Deutschland

Donnerstag, 19. März 2009

ModBook
ModBook

Erinnern Sie sich noch? Im letzten Sommer habe ich mir das geniale ModBook aus den USA besorgt und nutze seitdem mit wachsender Begeisterung diesen Tablett-Rechner zur Bildbearbeitung (http://www.kieslichdaily.de/auf-dem-apple-zeichnen/).

Seit dem Sommer hat sich einiges getan: Axiotron hat die Ausstattung der Geräte verbessert und sogar schon ein

ModBook Pro
ModBook Pro

ModBook auf Basis des neuen MacBook Pro angekündigt – das ModBook Pro, das in diesem Sommer erscheinen soll.

Viel spannender ist aber, dass es nun endlich einen deutschen Vertrieb für das tolle Gerät gibt. Damit kann nun endlich auch der deutsche Kunde Geräte mit vollem Service und einem Ansprechpartner im Inland kaufen.

ModBook

ModBook

Das ModBook von Axiotron ist nach wie vor der einzige Macintosh-basierte Tablet PC. Ab Ende März gibt es die geniale Kombination aus Apple-Rechner und Graphiktablett in allen 15 Standorten des mStore und natürlich auch via Internet bei M&M:Trading!.

Das ModBook basiert auf einem modifizierten MacBook, nutzt das Betriebssystem Mac OS X, lässt sich per Stift direkt auf dem Bildschirm steuern und beinhaltet eine deutsche Handschriftenerkennung. Der deutsche Händler baut dazu existierende MacBooks mit einem speziellen Umrüstkit von Axiotron um. Entsprechend können Sie als Kunde nicht nur ein fertiges ModBook erwerben, sondern auch Ihr existierendes MacBook umrüsten lassen. Die Umrüstung eines vorhandenen MacBooks kostet rund 1.298 Euro.

Wie ein solcher Umbau vor sich geht, können Sie in diesem Video von OWC sehen:

ModBook

ModBook

Als Basis des ModBook dient ein MacBook mit einem NVIDIA-GeForce-9400-M-Grafikprozessor, dessen direkt auf die Gehäuseoberseite eingelassener berührungsempfindlicher 13-Zoll Monitor mit der Wacom Penabled-Technolgie ausgestattet ist. Im Gegensatz zu den Geräten der ersten Generation lässt sich das Display nun sowohl im klassischen Horizontal- als auch im Portraitmodus verwenden. Das ModBook wiegt nur 2,4 kg und verfügt über ein kratzfestes Gehäuse.

Das schöne an der Bauweise des ModBook: Das Gerät ist nicht nur ausnehmend stabil, sondern es bleiben auch alle Anschlüsse unverändert erhalten. Selbst die iSight-Kamera ist nach wie vor in den Rahmen integriert.

Auf die Geräte gibt es ein Jahr Garantie, die sich mit optionaler Garantieverlängerung auf drei Jahre ausweiten lässt. Alle Fragen zu Garantie- und Reparaturleistungen werden direkt von M&M:Trading geklärt.

Das in Deutschland erhältliche ModBook kostet rund 2.246 Euro und bietet die folgende Ausstattung:

  • 2.0GHz Intel Core 2 Duo
  • 2GB 667MHz DDR2 SDRAM (2x 1GB)
  • NVIDIA GeForce 9400M Grafik
  • 120GB Serial ATA @ 5400 rpm
  • SuperDrive 8x (DVD+R DL/DVD+RW/CD-RW)
  • inkl. Mac OS X Leopard und dem neuen iLife ‘09, Autodesk Sketchbook Express 2009

Ich kann Ihnen nur empfehlen, einmal einen solchen Tablett-Mac auszuprobieren. Die Bildbearbeitung gelingt wesentlich intuitiver und präziser und so ein Gerät macht einfach Spaß.

Für alle Bilder: Photo courtesy of Axiotron Corp. and www.axiotron.com

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Wer entscheidet eigentlich?

Freitag, 06. März 2009

Kürzlich ist mir eine Pressemitteilung in die Hände gefallen, in der uns Canon mitteilt, dass das Unternehmen zur „vertrauenswürdigsten Kameramarke“ in Europa gewählt worden sei. Das klingt schon toll, nicht wahr? Und bei Canon kann man zu Recht Stolz darauf sein.

Aber wer hat denn nun eigentlich Canon in diese erfolgreiche und werbeträchtige Position gewählt? Hier wurde ich dann hellhörig, als ich las, dass es sich um das Ergebnis der jährlich von Reader’s Digest durchgeführten Umfrage “Most Trusted Brands Survey” handelte.

Reader’s Digest wird von Canon beschrieben als international erfolgreichste Monatszeitschrift mit Lesern aus 16 europäischen Ländern mit 14 verschiedenen Sprachen. Weiter heißt es, die „befragten Leser stammten aus der Kundendatenbank von Reader’s Digest, die europaweit 4,5 Millionen Haushalte umfasst.“ Oha, 45 Millionen – da steht man erst einmal staunend da. Seltsam war dann der Nachsatz, dass nur 23.000 Fragebögen ausgewertet wurden – in ganz Europa, wohlgemerkt.

Ich habe mir daraufhin das Magazin und die Studie einmal näher angesehen. „Reader’s Digest“ – wer ist das eigentlich? Nach dem heutigen Stand der Dinge zunächst einmal eines der vielen Unternehmen, das in Zahlungsschwierigkeiten steckt. Wie der Dienst turi2 meldete, habe der Verlag hat die Anwaltskanzlei Kirkland und Ellis beauftragt, einen geordneten Konkurs vorzubereiten. Über das Profil des Unternehmes wiederum kann man bei Wikipedia nachlesen, dass Reader’s Digest „lange Jahre bekannt dafür [war], ein relativ geschlossenes Weltbild zu vertreten, das der Konzern selbst als politisch konservativ, pro-amerikanisch, optimistisch und christlich orientiert bezeichnet. In der Zwischenzeit haben die Ländergesellschaften von Reader’s Digest häufig ein eigenes Profil entwickelt.“

So weit, so gut, doch was hat es mit der Studie auf sich? Schauen wir uns einmal an, wer denn in Deutschland die „vertrauenswürdigste Kameramarke“ bestimmt hat. Die deutsche Ausgabe „Reader’s Digest Deutschland“ erscheint monatlich in einer Auflage von 768.000 Exemplaren und erreicht damit etwa 2,5 Mio. Leser. Von dieser Leserschaft wurden rund 140.000 Leser angeschrieben und gut 7.037 Fragebögen ausgewertet. Für die übrigen europäischen Länder sieht die Verteilung ähnlich aus. In der Kategorie Kamera haben durchschnittlich 66 Prozent der Angeschriebenen ein Votum abgegeben – für Europa insgesamt gerade einmal 14.928 Empfänger. Von dieser Gruppe haben in Deutschland 34 Prozent den Ausschlag für Canon gegeben, oder, in Zahlen, so um die 1500 bis 1600 Teilnehmer in Deutschland und etwa 4000 bis 5000 Teilnehmer in Europa.

Für Deutschland war die stärkste Altersgruppe bei Männern und Frauen zwischen über 50 und unter 60 Jahren angesiedelt, während die Altersgruppe 15 bis 19 komplett von der Auswertung ausgeklammert wurde. Die Leserschaft wird ansonsten von Reader’s Digest zu annähernd 60 Prozent der unteren Mittelklasse zugeordnet, mit einem monatlichen Haushaltsnetteinkommen zwischen 1500 und 2500 Euro und etwa 250 Euro zur freien Verfügung.

Nicht, dass ich Canon diesen wunderschönen Titel der „vertrauenswürdigsten Kameramarke“ nicht gönnen würde (auch, wenn mir nicht ganz klar ist, welche Kriterien denn eine solche vertrauenswürdige Marke eigentlich ausmachen), aber dieser schnelle Blick auf die Fakten zeigt doch, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen dem auf den ersten Blick erzeugen Bild einer „vertrauenswürdigsten Kameramarke“ in Europa (und heruntergebrochen in Deutschland) gibt und der in der Realität relativ kleinen Wählergruppe, die zudem sozial und altersmäßig stark eingegrenzt ist.

Man sollte also grundsätzlich bei solchen Jubelmeldungen etwas skeptisch sein – zumal es meiner Meinung nach völlig egal ist, ob eine Kameramarke „die vertrauenswürdigste“ in Europa ist. Viel wichtiger ist, dass die Kameras gut funktionieren, das leisten, was sie leisten sollen und der jeweilige Anwender mit ihnen glücklich ist. Ob der Hersteller meiner Kamera zufällig auch noch von den 60-jährigen Lesern einer Zeitschrift in Polen, Portugal oder Tschechien für gut befunden wird, berührt mich da doch eher wenig. Und die Attribute, die mit einem solchen Titel gern mitverkauft werden, etwa Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit, Komfort, Service und dergleichen mehr, wurden nun leider nicht bewertet.

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Lesergalerie: Jürgen Baur

Freitag, 27. Februar 2009

Hier nun, nach Felix Kuntoro, unsere zweite “Digitalfotografie aktuell”-Lesergalerie. Jürgen Baur “draganiziert” viele seine Fotos und bietet damit spannende neue Ansichten und Farbwelten. Mit einem Klick auf ein Bild gelangen Sie zu einer größeren Ansicht.

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Galerie Felix Kuntoro

Freitag, 20. Februar 2009

Hier finden Sie einige Aufnahmen des “Digitalfotografie aktuell”-Lesers Felix Kuntoro, die er, inspiriert durch Ficus und Hill, geschaffen hat.

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Gigapixel-Aufnahmen

Freitag, 06. Februar 2009

Gigapixel-Fotos – so nennt man Bilder, die mit enormen Aufösungen von über 1.000 Megapixeln geschossen werden . Bisher waren solche Fotos nur den Besitzern sündhaft teuren Spezialgeräts möglich. Jetzt allerdings hat das Unternehmen GigaPan hat mit “Epic” ein Gerät auf den Markt gebracht, das preislich mit gut 380 Dollar verbraucherfreundlich ausgelegt ist und es den Besitzern handelsüblicher Kameras ermöglichen soll, derartige Gigapixel-Bilder aufzunehmen.

Um das zu erreichen schießt Epic – im Prinzip handelt es sich um einen Fotoroboter, der die Kamera bedient – automatisch Tausende von Fotos, die dann über eine spezielle Software zu einem Bild zusammengesetzt werden.

Die Kamera wird dazu an einen schwenkbaren Arm geschraubt, der dann von Epic gesteuert wird und so, immer leicht versetzt, ein Bild schießt.

Die Epic-Software setzt die einzelnen Fotografien schließlich zu einem einzigen Bild zusammen. Auf diese Weise entstehen selbst mit niedrigauflösendZusätzlich soll das Geröt auch noch 360°-Panoramen aufnehmen können.

Wie gemeldet wurde, hat GigaPan hat die Amtseinführung des US-Präsidenten Barack Obama genutzt, um mit dem System ein Panoramabild anzufertigen, das die ungeheure Auflösung von 59.783 mal 24.658 Pixeln, also rund 1.474 Megapixel, hat. Das Foto wurde aus 220 Bildern einer handelsüblichen Canon G10 zusammengesetzt, wobei eine Bilddatei von rund zwei Gigabyte Größe entstand.

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Die Sofortbildkamera ist zurück - irgendwie

Dienstag, 06. Januar 2009

 

Xiao

Xiao

Auch wenn sie immer wieder totgesagt wurde – so ganz scheint Sofortbildfotografie doch nicht verschwunden zu sein. Und auch, wenn wir vom Urvater dieser Technologie, der Firma Polaroid, wohl so bald nichts mehr hören werden, bleibt doch ein Schimmer am Horizont sichtbar.

 

So hat der japanische Spielzeughersteller Tomy die Digitalkamera “Xiao TIP-521″ vorgestellt, die mit ihrem eingebauten Drucker faktisch nichts anderes als eine Sofortbildkamera ist.

Interessanterweise ist das verwendete ZINK-Druckmodul sogar eine Polaroid-Entwicklung. Mit der Kamera kann der Fotograf, ganz wie anno 1970, die geschossenen Bilder direkt vor Ort ausdrucken. Die Fotos haben eine Größe von 5,08 mal 7,62 Zentimeter und werden laut Herstellerangabe innerhalb von einer Minute gedruckt.

Die Xiao verfügt über einen Fünf-Megapixel-Bildsensor und bietet 16 Megabyte internen Speicher, der um eine SD-Karte erweitert werden kann. Die Kamera ist dabei mit 300 Gramm Gewicht durchaus transportabel und mit ihren Maßen von 150 mal 75 mal 25 Millimeter durchaus noch als kompakt zu bezeichnen.

Die Kamera ist auf dem japanischen Markt erhältlich. Ob sie auch in Europa erhältlich sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Sicherlich wird auch das weitere Überleben von Polaroid dabei eine Rolle spielen.

Dieser Artikel ist in unserem Newsletter Digitalfotografie aktuell erschienen.

 

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Auf dem Apple zeichnen

Dienstag, 08. Juli 2008

Zur Digitalfotografie gehört heute untrennbar auch die Bildbearbeitung. Dabei schwören einige Anwender auf die Mausbedienung, andere bevorzugen Grafiktabletts. Alles das empfinde ich aber immer noch etwas wenig intuitiv – mein Wunsch ist es, direkt auf dem Bild arbeiten zu können, ganz so, wie man es auch mit einem Stift oder Pinsel auf Papier machen würde. Dabei sollte der notwendige elektronische Unterbau noch möglichst mobil sein und nicht durch umständliche Kabel stören.

ModBook

ModBookPhoto courtesy of Axiotron Corp. and www.axiotron.com

Seit einigen Tagen ist mein Wunsch nun in Erfüllung gehangen – ich habe mir ein ModBook besorgt. Dabei handelt es sich um ein Produkt des amerikanischen Unternehmens Axiotron, das schlicht hingegangen ist und ein MacBook von Apple mit einem per Stift bedienbaren Bildschirm gekoppelt hat. Dieser „Tablett-Mac“ bietet nun alle Funktionen eines normalen 13-Zoll-Laptops, lässt mich aber per drucksensitivem Stift direkt auf der Bildschirmoberfläche arbeiten. So spannend habe ich Photoshop & Co. noch nie erlebt.

Gleich vorweg: Ich bin von diesem umgebauten Apple MacBook nach wie vor extrem begeistert. Es mag nicht jedermanns Sache sein, aber mir kommt das intuitive Arbeiten direkt auf dem Bild sehr entgegen. Zudem macht das durchdachte Gerät einfach Spaß. Ich empfinde den Stift hier als ideale Verlängerung der Hand und wesentlich intuitiver als eine Maus oder ein Grafiktablett.

Auf meinem ModBook sind inzwischen Photoshop CS3, Aperture, Bibble, DxO Optics Pro und Lightroom installiert und arbeiten problemlos.

Das ModBook hat den Vorteil, komplett aus dem bereits bewährten Apple-Laptop aufgebaut zu sein. Entsprechend gibt es bei der Technik keine unliebsamen Überraschungen und man erhält das Gerät komplett konfektioniert mit OS X Leopard.

Endlich ein Mac-Tablett

Da das Gerät ein voll funktionsfähiges MacBook ist, verfügt es über alle Schnittstellen des MacBook und kann auch mit einer externen Tastatur betrieben werden. Im Kern wurde beim MacBook der Deckel mitsamt Bildschirm entfernt und durch ein neues 13“-Toshiba-Panel mitsamt einem druckempfindlichen Wacom-Pad mit 512 Druckstufen ersetzt. Diese Stiftbedienung macht das Gerät dann auch für Zeichner, Designer und Bildbearbeiter interessant, da man sich den Zwischenschritt eines Grafiktabletts und der damit verbundenen Koordinationseinbußen erspart. Als zusätzliche Ausstattung kommt ein serienmäßiges GPS-Modul hinzu.

Geliefert wird das ModBook in der Original-Apple-Verpackung des MacBook – auch das Zubehör von Apple wird mitgeliefert. Ergänzt wird das Ganze durch eine spezielle CD mit der Axiotron-Installationssoftware und zwei Stifte zur Bedienung des Rechners.

Dabei liegt das Gerät gut in der Hand, es ist trotz des solide wirkenden Umbaus – die (Bildschirm-)Oberfläche besteht aus speziell gehärtetem Glas – nicht deutlich schwerer als ein normales MacBook und bringt etwa 2,5 Kilo auf die Waage. Der Rahmen selbst ist aus Aluminium und macht einen äußerst robusten Eindruck.

Die Oberfläche der matten Glasfläche fühlt sich bei der Stiftbenutzung angenehm und leicht rau an, etwa so, als würde man auf Papier arbeiten. Die Farbwiedergabe ist etwas wärmer als bei Apple-Displays, aber im Zweifelsfall wird man sowieso eine Bildschirm-Kalibrierung durchführen, wenn man vorhat, mit dem ModBook Fotos zu bearbeiten.

Derzeit weist das ModBook eigentlich nur zwei Mängel auf: Die mitgelieferten Stifte wirken in ihrem weißen Plastik etwas billig und verkratzen leicht in der „Stiftgarage“ im Bildschirmrahmen. Das schränkt die Funktion zwar nicht ein und die magnetische Halterung der Stifte ist sogar sehr durchdacht, doch etwas hübscher wäre auch nett. Problem Nummer 2 ist der Bluetooth-Betrieb, der aufgrund einiger Software-Schwierigkeiten nur über einen externen Dongle möglich ist.

Eine Einschränkung, die man nicht dem ModBook vorwerfen kann, ist der Umstand, dass Apple seit OS X 10.5 das softwareseitige Drehen des Displays unterbunden hat. Damit ist der beliebte Portraitmodus nur zu nutzen, wenn man Windows in einer Emulation oder per BootCamp einsetzt.

Außer den äußeren Veränderungen fällt das ModBook durch seine Stifteingabe auf. Damit auch problemlos Texteingaben möglich sind, hat Axiotron die Software Quickclicks installiert, die eine kleine OnScreen-Tastatur auf dem Bildschirm erscheinen lässt. Diese Software stammt vom Hersteller AssistiveWare und bietet einige Optionen: Zum einen lassen sich Buchstabe für Buchstabe Zeichen antippen, zum anderen bietet Quickclicks aber auch einige spezielle Tastaturlayouts an, mit denen sich bestimmte Funktionen auslösen lassen. Benötigt man die Tastatur nicht, kann sie per Druck auf eine der Stift-Tasten ausgeblendet werden.

Als Apple-eigene Texteingabemethode bietet das ModBook (wie jeder Apple) das Programm Ink an, eine Handschrifterkennung, die sich aus der Zeit des Apple Newton in die neuen Betriebssysteme gerettet hat. Sie passt sich in Grenzen der Handschrift des Nutzers an und erlaubt bei einigermaßen lesbarer Handschrift eine gute Erkennungsrate.

Eine Erweiterung zu Ink bietet die Software InkBook, die als Notizbuch auf dem Bildschirm erscheint und bestens dazu geeignet ist, Notizen oder Skizzen zu machen, die erst später ‚dechiffriert’ werden sollen. Praktisch vor allem, um während eines Meetings Notizen zu machen.

Gebaut wird das ModBook vom Unternehmen Axiotron des früheren Apple-Mitarbeiters Andreas Haas. Das ModBok wurde erstmals 2007 auf der MacWorld Expo vorgestellt, letztlich hat sich die Auslieferung der ersten Geräte aber noch fast ein Jahr hingezogen. Axiotron selbst führt keine Umbauten an den MacBooks durch, sondern liefert ein so genanntes Conversion-Kit, mit dem ein MacBook modifiziert wird, an zertifizierte Vertriebspartner aus. Der Händler selbst – in diesem Falle Other World Computing (OWC) nimmt dann den Umbau an einem handelsüblichem MacBook vor und liefert auch das Gerät.

Die Wartezeit zwischen der Bestellung bei Other World Computing und der Auslieferung ist mit rund 6 bis 8 Wochen noch recht lang. Ich selbst habe am 23. April die Bestellung abgeschickt und das ModBook am 12. Juni erhalten. Dafür ist die eigentliche Lieferung via UPS oder FedEx rasend schnell und problemlos. Wann ein Vertrieb in Deutschland existieren wird, steht derzeit noch etwas in den Sternen. Andreas Haas teilte uns auf Anfrage mit, dass man derzeit Gespräche mit interessierten Handelspartnern in Deutschland, Frankreich, Italien, England, Irland und der Schweiz führen würde.

Keine Angst vor den USA

Angst vor der Bestellung in den USA muss man dabei nicht haben – OWC ist ein etabliertes Unternehmen, das auch per E-Mail zu erreichen ist. Außerdem wird der Kaufpreis erst von der Kreditkarte eingezogen, wenn das bestellte Gerät auch ausgeliefert wird. Um die Zollabwicklung des Gerätes kümmert sich dankenswerterweise das Versandunternehmen, so dass man das ModBook problemlos nach einigen Tagen an der Haustür in Empfang nehmen kann. Die Versandkosten selbst sind dabei erträglich und liegen mit Versicherung bei etwa 60 Dollar.

ModBooks gibt es in unterschiedlichen Konfigurationen ab 2.279 Dollar, dazu muss der deutsche Käufer aber noch die unumgängliche Einfuhrumsatzsteuer auf den aktuellen Euro-Preis rechnen. Derzeit erhältlich sind ModBooks mit einem 2.1GHz oder 2.4 GHz Core 2 Duo Prozessor erhältlich. Der Arbeitsspeicher beträgt standardmäßig 1 GB beim 2.1 GHz-Modell und 2 GB beim 2.4 GHz-Gerät und kann bis 4 GB erweitert werden. Als Festplatte kommt in der Basisversion eine 120 GB- bzw 160 GB-Platte zum Einsatz. Die Plattenkapazität kann auf Wunsch bis 500 GB ausgebaut werden. Außerdem ist ein CDRW/DVD-Rom Combo Drive (2.1 GHz-Version) bzw. Double-layer SuperDrive (2.4 GHz-Version) enthalten, das der Anwender aber auf Wunsch auch durch eine weitere Festplatte bis 250 GB ersetzen kann. Die WLAN-Verbindung ist bei beiden Modellen nach dem neuesten Standard 802.11b/g/n möglich.

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