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Artikel mit ‘Breitband’ getagged

Deutschland ist Mittelmaß

Montag, 05. Oktober 2009

Zumindest im Bereich des Breitband-Internet ist Deutschland nun ausgewiesenermaßen da, wo einige Mitmenschen es schon länger und durchaus auch grundsätzlicher vermutet haben – im Mittelmaß.

Wie zu lesen war, nimmt Südkorea in einem Vergleich von 66 Ländern die Weltspitze ein und im europäischen Raum setzt sich Schweden an die Spitze, während Deutschland sich auf einem gepflegt langweiligen Platz 27 räkelt, noch unter Großbritannien mit Platz 25. Österreich konnte sich auf Platz 35 etablieren, während es die rührige Schweiz, allen Bergen zum Trotz, geschafft hat, ins Spitzenfeld zu gelangen.

Die Studie der Saïd Business School an der Universität Oxford und der Universität Oviedo, die im Auftrag des Unternehmens Cisco durchgeführt wurde, untersuchte die Breitbandverteilung ebenso wie die Qualität der Anbindung. Für die Qualitätsmessung wurde ein “Broadband Quality Score” (BQS) genutzt, in dem Übertragungsgeschwindigkeiten und Latenzzeiten ausgewertet wurden. Die Basis für die Bewertung waren weltweit über 24 Mio. Messungen von existierenden Anschlüsse über die Webseite Speedtest.

In dieser zweiten „Broadband Quality Study“ – die erste wurde 2008 durchgeführt – konnte Südkorea Japan als Spitzenreiter ablösen. Für Europa reichte es mit Schweden für den vierten Platz im Gesamtranking, gefolgt von der Schweiz.

Als so genannte Qualitätsaufsteiger wurden Bulgarien, Lettland und Litauen bewertet, da dort zwar die Breitbandverbreitung noch nicht so hoch ist, es aber Verbesserungen und Ausbauten am Kabelnetz gibt.

Für Österreich werten es die Forscher als interessant, dass die in der Studie ausgewiesene Breitbandpenetration von 55 Prozent deutlich unter den Angaben nationaler Stellen liegt. Als eine der Ursachen wird die in Österreich recht hohe Rate mobiler Internetanschlüsse vermutet, die letztlich nicht ganz an die geforderten Werte für Breitband-Verbindungen heranreichen.

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Service der DSL-Anbieter ist schlechter geworden

Freitag, 18. September 2009

Auf dem Markt der Breitband-Internetzugänge (DSL) wird es immer enger. Die Wachstumsraten sinken und der Wettbewerb nimmt zu. Daher fallen die Preise weiter, sind aber immer seltener ein Differenzierungsmerkmal. Immer mehr Anbieter versuchen sich durch guten Service von den Wettbewerbern abzugrenzen. Aber wer bietet tatsächlich Top-Service? Bei welchen DSL-Anbietern kann man noch weiter sparen? Wo ist derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis zu finden?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv in einer Produkt- und Servicestudie 13 bedeutende DSL-Anbieter untersucht. Insgesamt 390 verdeckte Anfragen stellten die Tester des Instituts per Telefon und E-Mail, um die Kontaktqualität der Branche zu prüfen. Zusätzlich wurde der Internetauftritt der Anbieter analysiert.

Der telefonische Service der Branche ist, so das Ergebnis der Untersuchung, wie im letzten Jahr im Durchschnitt nur befriedigend. Die größten Schwächen zeigten sich bei der Motivation der Hotline-Mitarbeiter und bei der Individualität der Beratung, jeweils die Hälfte der Gespräche wurde von den Testern bemängelt. Im Vergleich zum Test 2008 hat sich die Erreichbarkeit deutlich verschlechtert. Anrufer mussten im Durchschnitt etwa 60 statt damals 30 Sekunden in der Warteschleife ausharren.

“Auch die Kosten sind oft ein Ärgernis: Kundenhotlines sind fast immer kostenpflichtig, nur Rufnummern für Interessenten sind kostenfrei”, ergänzt Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts.

Auch hinsichtlich der E-Mail-Beantwortung war keine Verbesserungen erkennbar. Wie schon 2008 wurde fast jede fünfte E-Mail überhaupt nicht beantwortet. Im Durchschnitt mussten die Tester fast 70 Stunden auf die E-Mail-Antworten warten (2008: 43 Stunden).

“Auffällig ist jedoch die große Bandbreite: T-Home antwortete ausgesprochen schnell nach zwei Stunden, Schlusslicht O2 brauchte im Durchschnitt über sechs Tage”, kommentiert Serviceexperte Hamer.

Den besten Service über alle Kontaktmöglichkeiten zeigte T-Home. Vorjahressieger O2 muss sich mit dem zehnten Platz zufrieden geben. Congstar wird zum besten DSL-Anbieter 2009 gekürt, vor allem Platz zwei beim Service gab den Ausschlag. Bei der Gesamtwertung folgen Versatel und Alice. Beim Produktangebot überzeugte Kabel Deutschland sowohl mit Top-Tarifen als auch mit der Produktausstattung.

“Guten Service gibt es leider nicht umsonst: Kein Anbieter ist sowohl beim Service als auch beim Preis und Produkt unter den Top 3″, resümiert Markus Hamer.

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iPod in Übergröße und weitere Ausblicke

Sonntag, 02. August 2009

Die Gerüchte über ein Apple-Netbook verdichten sich mal wieder – wobei die Auguren sich noch deutlich uneinig darüber sind, ob es nun ein „echtes“ Netbook wird oder vielleicht eine Art iPod in Übergröße. Fest steht wohl nur, dass Apple Touchscreen-Bildschirme in 10 Zoll geordert haben soll und intensive Gespräche mit der Musikindustrie führt. Daraus wird in der Gerüchteküche messerscharf gefolgert, dass uns eine Art Multimedia-Gerät ins Haus steht, das auch dazu geeignet sein könnte, die immer beliebter werdenden eBooks zu lesen. Möglicherweise werden wir schon ab September mehr wissen.

Uns normale Laptop-Nutzer treibt – ob Touchscreen oder nicht – in jedem Fall ein Problem um: der immer viel zu knappe Speicherplatz. Wer hier richtig groß nachrüsten möchte, mag sich einmal bei Western Digital umsehen. Das Unternehmen hat angekündigt, die erste 1 Terabyte-Festplatte für mobile Rechner anzubieten.

Die Platte soll SATA bis drei Gigabit pro Sekunde unterstützen und wartet mit einer Bauhöhe von 12,5 Millimetern auf. Das „Scorpio Blue“ getaufte Laufwerk bewegt sich mit 5200 Umdrehungen pro Minute und soll dank einer „WhisperDrive“ genannten Technologie besonders leise sein.

Die Festplatte mit 1TB soll dabei rund 200 Euro kosten, das Schwestermodell mit „nur“ 750 Gigabyte soll auf einen Preis von 140 Euro kommen.

Zum Anfassen: All-in-One-PC mit 23-Zoll-Touchscreen

Einen weiteren Rechner mit einem Touchscreen wird es mit ziemlicher Sicherheit geben: Acer will den Aspire Z5600 auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2009 vorstellen. Bei dem Gerät handelt es sich um einen so genannten All-in-On-PC, der, soviel ist schon bekannt, mit Windows 7 arbeiten soll.

Noch nicht bekannt ist der Prozessor, der hinter dem 23-Zoll-Touchscreen seinen Dienst verrichten wird. Das anscheinend auf Multimediaanwendungen ausgelegte Gerät bietet vier USB 2.0-Schnittstellen, Ethernet und HDMI.

Der Aspire Z5600 dürfte wohl nicht vor dem 22. Oktober, dem Tag, an dem windows 7 erscheint, im Handel erscheinen.

Schluss mit dem Kabelsalat

Anschlussmöglichkeiten an alle möglichen Normen sind das Salz in der Suppe des PC-Nutzers. Allerdings führt die Anschlussvielfalt auch – vor allem bei Laptop-Nutzern – dazu, dass wir jede menge Strippen mit uns herumtragen oder in lustigen Knoten auf dem Schreibtisch unterbringen dürfen.

Gegen die Knotenbildung der oft viel zu langen Strippen und die umständliche Kabelsammlung in der Laptoptasche hat sich nun der Zubehörhersteller Dicota eine interessante Lösung überlegt. Das Kabel „Connect Pro“ ist nicht nur clevererweise selbstaufrollend, sondern ist darüber hinaus auch noch ein 3-in-1-Verbindungskabel.

Das „Connect Pro“ vereint einen Ethernet-, USB- und Telefonanschluss – das Universalkabel verfügt über die notwendigen Adapter, um sowohl Telefone, Fast Ethernet/ISDN als auch Peripheriegeräte mit Mini-USB-Port zu verbinden. Das Kabel, das 1,5 Meter lang ist, besitzt eine Selbstaufrollfunktion, um unnötigen Kabelsalat zu vermeiden.

Das „Connect Pro“ wurde an beiden Enden mit drei alternativen Adaptersteckern versehen: RJ45- (Ethernet), RJ11- (Telefon) und USB 2.0-Stecker wurden in ein Steckergehäuse integriert. Ein Klick und der USB 2.0/Mini 5P-Adapter wird zum Netzwerkstecker; ein Schiebemechanismus sorgt für Telefonanschluss.

Das Connect Pro Kabel soll für rund 9,90 Euro im Handel zu haben sein.

Breitbandlücken schließen

Die besten Rechner und schönsten Verbindungskabel nutzen vielen Anwendern immer noch recht wenig, denn sie kommen nur mit äußerst mäßiger Geschwindigkeit (wenn überhaupt) ins Internet. Diese Anwender leben in gern als „Breitbandlücken“ bezeichneten ländlichen Regionen.

Die Mobilfunkkonzerne Vodafone und Ericsson haben nun in Oberwiesenthal in Sachsen ein neues Testprojekt gestartet, um dort die Nutzung mobilen Breitband-Internets im Rahmen der sogenannten “Digitalen Dividende” zu ermöglichen.

Mit „Digitale Dividende“ wird die Verwendung der durch die Umstellung von einem analogen auf ein digitales TV-Signal freigewordenen Frequenzen für die Bereitstellung von mobilen Breitband-Webzugängen bezeichnet. Bei dem bis Mitte 2010 laufenden Feldversuch werden rund 50 Testhaushalte und Unternehmen in der betreffenden Region mit mobilen Breitband-Routern ausgestattet.

Laut Vodafone haben geschätzte sechs bis acht Prozent der Haushalte in Deutschland immer noch keine Möglichkeit, per Breitbandanschluss ins Netz einzusteigen.

Vodafone nutzt diese Testprojekte, um den UMTS-Nachfolgestandard LTE (Long Term Evolution) zu testen. Dieser neue Standard soll dann im September in Nordrhein-Westfalen erstmalig eingesetzt werden.

Fraglich ist bisher noch, ob die „Digitale Dividende“ genügend Potenzial hat, um auch größere Nutzergruppen versorgen zu können. Neben der Flächenabdeckung muss natürlich auch eine Mindestbandbreite für die Nutzer erzielt werden können.

Wo es mit Firefox 4 hingeht

Firefox 3.5 ist gerade erschienen, im Web spekuliert man über die Entwicklung von Firefox 3.7, da stoßen die Mozilla-Entwickler bereits die Diskussion über Firefox 4 an.

Erste Bildschirmfotos aus den Entwicklungslabors bieten dabei reichlich Gesprächsstoff. So gibt es Überlegungen, die Tab-Leiste nach ganz oben zu ziehen und damit die Titelzeile entfallen zu lassen, um den Webseiten mehr Raum zu bieten. Auch die Lesezeichen-Leiste steht zur Diskussion – sie könnte möglicherweise durch ein Widget ersetzt werden und würde dann nur noch auf Wunsch zugeschaltet.

Wenn die EU Ihre Rechnungen liest

Wie das Nachrichtenportal heise.de meldet, geistert gerade relativ unbeobachtet ein Vorschlag durch die EU, nachdem die EU-Kommission vorsieht, dass länderübergreifend Online-Rechnungen kontrolliert (sprich: gelesen) werden können.

In der geplanten Direktive wird den “zuständigen Behörden” erlaubt, auf die Online-Rechnungen von Bürgern und Firmen in anderen EU-Staaten zuzugreifen.

Das sind für uns als Anwender spannende Zukunftsaussichten, denn wenn man einmal überlegt, wie denn die jeweiligen Länder die Online-Rechnungen von Bürgern aus anderen Staaten einsehen können, landet man schnell beim Stichwort Online-Durchsuchung. Und es ist nicht wirklich anzunehmen, dass es in einem solchen Fall bei der Sichtung der Online-Rechnungen bleiben würde.

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Funk-Internet zur Versorgung ländlicher Gebiete

Donnerstag, 09. April 2009

Die Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim im Ostalbkreis werden als erste Kommunen in Baden-Württemberg mobiles Breitband-Internet über Rundfunk-Frequenzen nutzen können. Eine entsprechende Vereinbarung haben Vodafone Deutschland und die Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg (LFK) getroffen. Start des Versuchs soll im Mai 2009 sein.

In dem Modellprojekt wird Vodafone zunächst für ein Jahr testen, wie ein ländliches Gebiet ohne DSL oder Kabelinternet unter Alltagsbedingungen mit mobilem Internet versorgt werden kann. In einem ersten Schritt werden rund 100 Test-Haushalte in Bopfingen (Baldern, Kerkingen, Itzlingen) und der Nachbargemeinde Unterschneidheim (Zöbingen, Walxheim) kostenfrei mit Endgeräten ausgestattet. Mit ihnen können die Nutzer per Funk im Internet (bis zu 7,2 MBit/s im Downlink und bis zu 1.4 MBit/s im Uplink) surfen. Die Verteilung der Endgeräte an Bürger und Firmen wird in Absprache mit den Gemeinden festgelegt. Monatliche Gebühren fallen über den Versuchszeitraum nicht an.

“Schnelles Internet für alle ist keine Vision, sondern zum Greifen nahe. In einem Technologieland wie Deutschland darf es keine unterversorgten Gebiete geben. Der Zugang zum schnellen Internet ist entscheidend für die Lebens- und Standortqualität ganzer Regionen.”, sagte Hartmut Kremling, Geschäftsführer Vodafone Deutschland und Technik-Vorstand Arcor.

“Wir betreten hier Neuland. Erstmals soll den Nutzern im ländlichen Raum, die bisher nicht ausreichend versorgt sind, die Chance gegeben werden, kurzfristig über eine schnelle Breitband-Internet Verbindung zu verfügen. Der Vodafone-Versuch soll zeigen, dass es in der Praxis überzeugend geht”, so LFK-Präsident Thomas Langheinrich.

Die Landesanstalt für Kommunikation hatte im Januar Unternehmen dazu aufgerufen, Modellprojekte für eine Nutzung der so genannten digitalen Dividende einzureichen (Call for Proposals). Abgabeschluss ist der 30. Juni 2009. Der Versuch wird begleitet von der baden-württembergischen Landesregierung und läuft im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur. Das Modellprojekt soll Erkenntnisse darüber liefern, welches Potenzial die Funktechnik in der hügeligen Topographie im Südwesten hat, wie sie von den Bürgern genutzt wird und ob es Auswirkungen beim DVB-T und DVB-C Fernsehempfang gibt.

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Breitband ist, was wir dafür halten

Freitag, 13. Februar 2009

Einerseits berichten zahlreiche Anwender immer wieder über ihre langsame Internetverbindung, andererseits hören wir auch immer wieder von der umfassenden Versorgung der Republik mit Breitbandanschlüssen. Da kann doch etwas nicht stimmen, oder? So teilte beispielsweise die Telekom im Januar 2009 in einer Pressemitteilung mit, dass man 96 Prozent der Haushalte mit DSL-Anschlüssen versorgen könne. Weiter spricht der Konzern davon, im Jahr 2008 rund 300 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert zu haben.

Die unterschiedliche Wahrnehmung in Sachen Breitband mag unter anderem in der Definition des Begriffs begründet sein. Wie aus einer Meldung auf Sueddeutsche.de hervorgeht, liegt die derzeitige Definition von dem, was Breitband ist, nämlich bereits bei mageren 384 Kilobit pro Sekunde – zumindest ist das die aktuelle Definition auf Seiten der Regierung.

Erst demnächst soll, so der Artikel, die Definition auf immer noch dünne 1 MBit/s angehoben werden – vermutlich dann, wenn sich das Kabinett im Februar mit dem Ausbau der Breitbandversorgung befasst.

Die Ziele sind – wie immer – retrospektiv hoch gesteckt: „Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis Ende 2010 alle deutschen Haushalte Zugang zu einem Anschluss mit 1 MBit/s haben“, so der Bericht.

Die Süddeutsche stellt fest, dass derzeit etwa 92 Prozent aller Haushalte Zugang zu einer Breitbandverbindung von 1 MBit/s haben. Das klingt ganz toll, bedeutet aber, wenn wir die üblichen Toleranzen und Leitungsauslastungen mit in Betracht ziehen, im Mittel eine eher langsame Leitung. Deutlich wird das, wenn man sich einmal anschaut, dass bei einem Anheben der Breitbanddefinition auf 2 MBit/s nur noch etwa 70 Prozent aller Haushalte breitbandversorgt wären.

Es bleibt also nach wie vor viel zu tun – das Ziel eines 1 MBit/s-Anschlusses kann in Zeiten, in denen von Internet-Fernsehen, VOIP und anderen leistungsintensiven Diensten die Rede ist, dabei nur ein eher marginaler Schritt sein.

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