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Artikel mit ‘Banken’ getagged

Neue Gesetze schützen Online-Banking-Kunden

Dienstag, 23. Juni 2009

Aktuelle Gesetzesänderungen stärken die Position von Phishing-Opfern gegenüber Banken. Wer die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen am PC beachtet, hat vor Gericht jetzt einen viel besseren Stand, so das Computermagazin c’t in Ausgabe 14/09.

Der Betrug beim Online-Banking nimmt stetig zu. Zwar haben sich in der Vergangenheit einige Institute im Sinne des Kunden außergerichtlich mit ihnen geeinigt, vor Gericht hatten sie jedoch meist die besseren Karten. Doch das dürfte sich ändern. Kürzlich erst haben zwei Gerichtsentscheidungen eine neue Richtung vorgegeben:

Hat der Bankkunde ein Antivirenprogramm, ein aktuelles Betriebssystem und eine eingeschaltete Firewall, habe er seinen PC ausreichend abgesichert. Ansonsten trage das Fälschungsrisiko eines Überweisungsauftrags grundsätzlich die Bank.

Mit der Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie tritt eine Haftung für den Kunden über 150 Euro hinaus nur noch bei mindestens grob fahrlässigem Verhalten ein.

Sogenannte Phishing- und Pharming-Attacken sind raffinierter und professioneller geworden. Beim Phishing handelt es sich um den Versuch, den Kunden über eine E-Mail auf gefälschte Webseiten zu locken, um an Passwörter, PINs und TANs zu gelangen. Beim Pharming manipulieren die Täter die Adressweiterleitung über den Browser, wodurch der Online-Banking-Kunde ohne sein Wissen auf gefälschten Webseiten surft. Meist werden beim Angriff Schadprogramme wie Trojaner eingesetzt.

“Eigentlich ist es fast ein Skandal, dass es immer noch Banken gibt, die einfache und unsichere PIN- und TAN-Verfahren anbieten”, so c’t-Redakteur Peter Schmitz. “Selbst die iTAN-Technik ist nicht sicher. Besser man nutzt Chipkarten-Verfahren oder mTAN.”

Beim mTAN erhält man die Transaktionsnummer mit sämtlichen Überweisungsdaten zum Gegencheck als SMS über sein Handy.

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Online-Banking: Kunden haben weiterhin Angst vor Sicherheitsrisiken

Mittwoch, 11. Februar 2009

Mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer erledigt private Bankgeschäfte inzwischen online. Um weitere Kunden zu überzeugen, sollten Institute vor allem Vorbehalte gegenüber der Sicherheit überwinden. Denn für 64 Prozent der Bankkunden sind Sicherheitslücken der wichtigste Grund, Banktransaktionen nicht online durchzuführen. Vor allem die Angst vor PIN-Diebstahl (Phishing), führt dazu, dass Bankkunden ihre Geldgeschäfte weiterhin in der Filiale erledigen. Dies ergab die Trendstudie “Bankpräferenzen” des Consulting- und Softwarehauses PPI AG in Kooperation mit Handelsblatt.com und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Vier von zehn “Internet-Banking-Verweigerern” befürchten zudem, dass die Kreditinstitute keine Haftung bei Online-Geschäften übernehmen. Die Angst, für den entstandenen Schaden selbst aufzukommen, ist allerdings unbegründet: Das europäische Parlament hat 2007 die Zahlungsverkehrsdirektive (PSD) verabschiedet, in der die Position des Kunden gestärkt wird. Im November 2009 wird die PSD in nationales Recht umgesetzt. Zukünftig haftet der Internet-Nutzer lediglich bei grober Fahrlässigkeit - und das zusätzlich begrenzt auf eine Höhe von 150 Euro.

“Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Uwe Prieß, Vorstandsvorsitzender der PPI AG. „Es wäre wünschenswert, wenn der Gesetzgeber darüber hinaus weitere Maßnahmen ergreift, um das Bedürfnis der Kunden nach Sicherheit weiter zu verbessern. Gleichzeitig sind die Verbände aufgefordert, flankierende Vertragsgestaltungen zu entwerfen, so dass auch hier die Transparenz für den Online-Nutzer verbessert wird. Das bietet Chancen für alle Beteiligten am Online-Banking”.

Um nun die letzten Vorbehalte der Bankkunden gegenüber Online-Banking abzubauen, investieren immer mehr Kreditinstitute in verbesserte technische Verfahren. Beispielsweise haben viele Banken das als bisher sicherer geltende iTAN-Verfahren bereits abgelöst und durch ein Kartenlesegerät mit elektronischer Signatur ersetzt. Darüber hinaus bieten dynamische TAN-Generatoren sowie SMS-TAN erheblich mehr Sicherheit bei Online-Transaktionen. Um die Akzeptanz der Verfahren zu steigern, stellen Kreditinstitute die nötige Hardware vereinzelt kostenlos zur Verfügung.

“Banken die bis jetzt mit ihrer Technik noch nicht auf diesen Zug aufgesprungen sind, sollten dies schnellstmöglich tun”, erklärt Uwe Prieß.

Die Studie “Bankpräferenzen 2008″ stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die im Auftrag von PPI in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung und Handelsblatt.com durchgeführt wurde. An der Befragung haben 859 Verbraucher teilgenommen. Befragungszeitraum: 6. bis 27. Oktober 2008.

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Wenn ein Manager mehr verdient als 500 Krankenschwestern …

Donnerstag, 08. Januar 2009

Der britische Philosoph und Schriftsteller Anthony Clifford Grayling fordert in einem Interview mit dem Anlegermagazin ‘Börse Online’ die Finanzbranche auf, sich stärker auf ihre gesellschaftliche Verantwortung zu besinnen.

Besonders gefallen hat mir dabei seine Aussage zu den hohen Gehältern und Boni in der Finanzwelt:

“Wenn ein Manager mehr verdient als 500 Krankenschwestern, ist das völlig inakzeptabel. So viel kann ein Einzelner gar nicht für die Gesellschaft leisten.”

Er folgert, dass eine Gesellschaft, in der es solche großen Unterschiede gebe, grundsätzlich keine gute Gesellschaft sei und in schlechten Zeiten dadurch die politische und soziale Stabilität gefährdet sei.

Die Geldinstitute hätten sich weit von ihrer ursprünglichen gesellschaftlichen Bedeutung entfernt, urteilt Grayling, der selbst aus einer Banker-Familie kommt. Von jeher seien Banken Garanten für Verlässlichkeit gewesen, die das bei ihnen angelegte Geld gehütet hätten.

“Heute sind Banken Coffee-Shops, und wir vertrauen darauf, dass der Staat unser Geld sichert.”

Nachdem Regierungen weltweit Gelder von Steuerzahlern in das Bankensystem gepumpt haben, seien die Institute jetzt moralisch verpflichtet, damit Kredite zu vergeben.

Der Philosoph und Schriftsteller A.C. Grayling gehört zu den führenden Intellektuellen Großbritanniens. Er ist Professor für Philosophie am Birbeck College, das zur University of London gehört.

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