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Artikel mit ‘Ausblick’ getagged

Kameras verstehen Bewegung und die Post druckt E-Mails

Sonntag, 17. Januar 2010

Es ist wirklich erstaunlich, dass es doch jedes Jahr wieder immer neue und teilweise extrem erstaunliche technologische Entwicklungen gibt. Nur die Anwenderseite hinkt da manchmal etwas hinterher. Hätten Sie beispielsweise geahnt, dass deutsche Mittelständler zwar die meisten Geschäftskontakte mit anderen Ländern haben, bezüglich dem Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln jedoch hinterherhinken? Das jedenfalls sagt eine Studie, die Skype zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Redshift Research unter 1.600 Personen aus kleinen und mittleren Unternehmen in acht europäischen Ländern durchgeführt hat.

64 Prozent aller Befragten (60 Prozent der Deutschen) kommunizieren mindestens einmal die Woche mit Geschäftspartnern aus anderen Ländern und 24 Prozent tun dies sogar täglich (20 Prozent der Deutschen). Mehr als 90 Prozent haben Geschäftskontakte in mehr als nur einem anderen Land. 15 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen pflegen sogar Geschäftskontakte in mehr als sechs Ländern. Deutschland liegt hier vor den anderen Ländern: jeder vierte Deutsche gab an regelmäßigen beruflichen Kontakt mit Menschen aus mehr als sechs Ländern zu pflegen.

Auch wenn die Deutschen international am besten vernetzt sind, liegen sie im europäischen Vergleich zurück, wenn es um die Nutzung moderner Kommunikationstechnologien und -dienste geht. Während die Befragten europaweit Skype (49 Prozent) als ihr bevorzugtes Kommunikationsmittel nannten, nutzen in Deutschland nur 34 Prozent Skype. Ähnlich mager sieht es auch bei anderen modernen Kommunikationsformen aus: Lediglich 11 Prozent der Deutschen nutzen Social Networking und Web-2.0-Plattformen wie Xing, Facebook oder Twitter, um ihr internationales Business-Netzwerk zu pflegen und auszubauen. Der europäische Durchschnitt liegt mit 21 Prozent fast doppelt so hoch. Dieses Ergebnis passt zu der Tatsache, dass 56 Prozent der Deutschen immer noch klassische Audio-Telefonkonferenzen nutzen, während dies nur 40 Prozent der Europäer tun.

Notwendiges Übel oder unvermeidbare Notwendigkeit?

Das Privat- und Berufsleben auf Web-2.0-Kommunikationsplattformen wie Facebook, XING & Co wächst rasant zusammen. Unternehmen müssen jetzt ihre Hausaufgaben in Sachen Nutzungsrichtlinien machen, damit der Umgang mit den Online-Kontaktnetzwerken geregelt ist.

Bevor jedoch Richtlinien erarbeitet werden können, ist es zunächst einmal wichtig, vollständige Kenntnis über die bestehende Unternehmensstrategie sozialer Netzwerke zu haben. Auch sollte klar sein, in welchem Umfang Social- Media-Tools dem Unternehmen am meisten nutzen und wie Mitarbeiter im Umgang mit diesen Tools unterstützt werden können. Die erarbeiteten Richtlinien sollten außerdem der Unternehmenskultur entsprechen.

Dass soziale Netzwerke eine Herausforderung in Bezug auf traditionelle und hierarchische Unternehmensabläufe sind, darüber herrscht kein Zweifel. Social-Media-Richtlinien funktionieren daher am besten, wenn sie dem Nutzerverhalten der Mitarbeiter entgegenkommen und es nicht einschränken. Komplexe Regeln und komplizierte Vorschriften könnten sich negativ auswirken. Ein positiver Aspekt ist auch, wenn Mitarbeiter sich am Prozess beteiligen oder ein Mitarbeitervertreter dem Team, das die Social-Media- Richtlinien für das Unternehmen schreibt, beiwohnt.

Die Bedeutung von Social-Media-Services für den Geschäftsbetrieb wächst kontinuierlich. Unternehmen erkennen dies auch immer häufiger, da dieser Trend offenbar neue Kanäle für Marketing- und PR-Verantwortliche beziehungsweise Kundenberater eröffnet. Es sind genau diese Arbeitnehmer, die beispielsweise stellvertretend im Namen des Unternehmens Corporate-Twitter-Accounts nutzen.

Unterstützt wird die Interaktion mit den Kunden durch eine vom Unternehmen festgelegte Kommunikationsstrategie. In der Regel ist das Management mit der Art und Weise wie die Tools von den Mitarbeitern genutzt werden, einverstanden. Was die Unternehmensführung allerdings sehr beunruhigt ist, welchen Inhalt die Mitarbeiter auf den privaten sozialen Mediaseiten (Blogs, Microblogs, Social Networks) hinterlegen. Man muss inzwischen davon ausgehen, dass Mitarbeiter - jedenfalls bis zu einem bestimmten Grad - ihr privates und berufliches Leben auf diesen Seiten vermischen.

Eine IDC-Umfrage in USA hat genau dies im letzten Jahr bestätigt. Nahezu 90 Prozent der Befragten vermischen private und berufliche Interaktionen innerhalb einer Sitzung (Session) auf Linkedin. Mehr als 60 Prozent sind es bei Facebook und Twitter.

Android und Chrome auf dem Vormarsch?

Nur langsam scheinen Googles Betriebssysteme Chrome und Android im PC-Markt Fuß zu fassen. Wie gemeldet wird, soll der Netbook-Hersteller Asus gerade überlegen, ob er neben den bekannten Eee-PCs mit Intel-Prozessor auch Netbooks mit ARM-Prozessor und den Betriebssystemen Android oder Chrome OS auf den Markt bringen soll. Entsprechende Prototypen sollen bereits in den Forschungslaboren des Unternehmens getestet werden.

Noch ist jedoch völlig unklar, ob es tatsächlich genügend Käufer gibt, die bereits sind, für den Kostenvorteil, die ARM-Netbooks versprechen, auf die Windows-Kompatibilität zu verzichten.

Verhaltensprognose per Kamera und Software

Auch in Europa gelingt ab und an bahnbrechende Forschung, so etwa im Projekt HERMES (Human Expressive Graphic Representation of Motion and their Evaluation in Sequences), wo europäische Forscher an einem ganz speziellen System zur Verhaltensanalyse arbeiten.

Dort entsteht ein kognitives System, mit dem per Software und Videokameras menschliches Verhalten analysiert und vorhergesagt werden soll. Das System soll in der Lage sein, ungewöhnliche Verhaltensmuster zu erkennen und so beispielsweise beim Einsatz in der U-Bahn eine automatische Warnung absetzen könnte, falls jemand den Gleiskörper betritt.

Das System arbeitet mehrstufig und sucht zunächst mit niedrig auflösenden statischen Kameras in einem großen Umgebungsbereich nach „Anomalien“. Danach wird dann eine Detailanalyse mit beweglichen Zoomkameras statt.

Spannend an HERMES ist aber vor allem, dass das System in der Lage sein soll, durch Beobachtung zu lernen und so sehr genau einschätzen können soll, welche Bewegungen als auffällig einzustufen sind.

Schließlich soll HERMES dann auch noch in der Lage sein, diese Beobachtungen sprachlich über spezielle Textbausteine ausgeben zu können.

Post will Onlinebriefe austragen

Die Post hat eine originelle Idee, wie die Financial Times Deutschland (FTD) meldet. Da inzwischen viel mehr Menschen zur E-Mail greifen statt einen Brief zu schreiben, möchte die Post solche E-Mails nun drucken und in traditioneller Form zum Empfänger bringen.

So ein Brief, der dann per Internet an einen Empfänger geschickt wird, soll dem Unternehmen rund 46 Cent einbringen, also nur wenig günstiger sein als der übliche Brief, der mit 55 Cent zu Buche schlägt.

Bislang soll die Post durch die E-Mail-Nutzung bereits drei Prozent der jährlichen Sendungsmenge im Briefgeschäft – nach wie vor der Ertragsbringer des Konzerns – einbüßen, sagt die FTD.

Der Onlinebrief soll nun noch im ersten Halbjahr dieses Jahres gestartet werden und dem Kunden nach einer Registrierung per Personalausweis zugänglich sein.

Interessant könnte dieses Geschäftsmodell für Geschäftspost und den Briefverkehr mit Behörden werden, da die Registrierung die „Echtheit“ der Schreiben garantiere. Zudem sei dieses Verfahren frei von Spam.

Leben und Arbeiten in der digitalen Welt

Das Zusammenwachsen unterschiedlicher Technik- und Lebenswelten durch das Internet ist Top-Thema der CeBIT 2010. Umweltfreundliche Hightech und die Energieversorgung der Zukunft, aber auch neue digitale Dienste für Behörden und Bürger sind weitere Schwerpunkte der weltgrößten Computermesse vom 2. bis zum 6. März in Hannover.

“Heute ist Hightech der Schlüssel zu vielen großen Herausforderungen”, so BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Klimaschutz, Datenschutz, Sicherheit, moderne Gesundheitssysteme und Verwaltungen - in all diesen Bereichen leiste die ITK-Branche einen wesentlichen Beitrag. Die soziale Dimension von Hightech wird ebenfalls unter dem Top-Thema “Connected Worlds” diskutiert.

“Die CeBIT zeigt heute nicht mehr nur Produkte, sondern ist eine Plattform für den gesellschaftlichen Dialog zu den großen Zukunftsherausforderungen”, betont Scheer.

Der Umwelt- und Klimaschutz wird unter dem Stichwort “Green IT” abermals eine große Rolle spielen. Dazu gibt es in Halle 8 einen Messe-Schwerpunkt. Zudem präsentieren der Hightech-Verband und mehrere Ausstellungspartner auf der “BITKOM Broadband World” das Hochgeschwindigkeits-Internet der Zukunft. Dort können Besucher sehen, wie auch ländliche Regionen künftig mit schnelleren Web-Zugängen versorgt werden und welche Technik auch große Datenmengen in Sekundenschnelle mobil übertragen kann. Dabei geht es auch um die Verbindung von Telekommunikationsnetzen mit den Netzen zur Energieversorgung, dem Verkehrsnetz, der Gesundheitstelematik und den Behörden.

Offizielles Partnerland der CeBIT ist in diesem Jahr Spanien. BITKOM erwartet, dass die enge Kooperation der deutschen ITK-Branche wichtige Impulse geben wird. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden die CeBIT am 1. März abends gemeinsam eröffnen. Am ersten Messetag, dem 2. März, nehmen die Wirtschaftsminister beider Länder am Deutsch-Spanischen ITK-Gipfel teil, der von BITKOM und seinem spanischen Partnerverband AETIC ausgerichtet wird.

Updatefähige DECT-Telefone von AVM

Die FRITZ!Fon-Modelle des Berliner Kommunikationsanbieters AVM gehören zu den ersten DECT-Telefonen, die über eine Update-Funktion verfügen. Damit sollen Anwender von kostenlosen neuen Leistungsmerkmalen auch nach dem Kauf profitieren.

Mit dem jetzt veröffentlichten Update kann FRITZ!Fon erstmals auch Audio-Podcasts und Internetradio empfangen und als Babyfon eingesetzt werden. Die aktuelle Firmware-Version von FRITZ!Fon bietet zusätzliche Leistungsmerkmale wie Audio-Podcast und Internetradio, integrierte Babyfon-Funktion, neue Klingeltöne oder Klangbeispiele zum Ausprobieren der HD-Telefonie. Die Installation der Updates soll einfach und komfortabel sein: Ein Briefsymbol auf dem Display informiert über ein neues Update und FRITZ!Fon installiert die aktuelle Firmware auf Wunsch des Anwenders.

Beim Thema DECT-Sicherheit bietet das FRITZ!Fon die Möglichkeit, aktiv die Verschlüsselung der Sprachdaten zu erzwingen. Alle unverschlüsselten Verbindungen werden anschließend vom Handgerät abgewiesen. Der in die FRITZ!Box-Benutzeroberfläche integrierte DECT-Monitor liefert Informationen über an der FRITZ!Box angemeldete Schnurlostelefone. Dies soll die DECT-Telefonie transparent machen und es kann beispielsweise überprüft werden, ob das Handgerät die Verschlüsselung der Sprachdaten anbietet.

FRITZ!Fon MT-D ist für 49 Euro, FRITZ!Fon MT-F für 79 Euro erhältlich. Mehr Informationen zu den Produkten finden Anwender auf www.avm.de.

(tok)

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Hightech-Update: Neu im Jahr 2010

Mittwoch, 06. Januar 2010

Neue Transparenz- und Schutzvorschriften beim Datenroaming: Ab März 2010 müssen Mobilfunkanbieter ihren Kunden anbieten, Roaming-Datenverbindungen im europäischen Ausland ab einem bestimmten monatlichen Betrag zu unterbrechen. Damit sollen allzu hohe Rechnungen vermieden werden. Es sind verschiedene Obergrenzen möglich, wobei auf jeden Fall ein Limit in Höhe von 50 Euro plus Mehrwertsteuer im Angebot sein muss. Ab Juli 2010 gilt diese Grenze automatisch für alle Kunden, die sich nicht für einen bestimmten Wert entschieden haben.

Preissenkungen bei Handy-Gesprächen in der EU: Im Sommer 2010 tritt die nächste Preissenkungsrunde bei Handy-Gesprächen im europäischen Ausland in Kraft. Grundlage ist die Roaming-Verordnung der EU-Kommission. Die Tarife sinken von maximal 43 Cent auf 39 Cent pro Minute für abgehende und von 19 Cent auf 15 Cent pro Minute für eingehende Anrufe (plus Mehrwertsteuer). Eine weitere Reduzierung wird im Sommer 2011 stattfinden. Der BITKOM sieht die Preisvorgaben der EU-Kommission kritisch, da den Unternehmen damit Geld entzogen wird, das für den Breitbandausbau benötigt wird.

Änderung der Preisangaben für 0180-Rufnummern: Die Preisangaben für 0180-Servicerufnummern werden transparenter und verständlicher. Nach der Neufassung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) müssen die Anbieter neben der Preisangabe für Anrufe aus dem Festnetz künftig auch den Höchstpreis für Gespräche aus dem Mobilfunknetz angeben. Die Informationen erscheinen zum Beispiel bei Gewinnspielen im Fernsehen oder in Werbematerial von Unternehmen. Die Höchstsätze für 0180-Nummern dürfen laut TKG bei Gesprächen aus dem Festnetz bei höchstens 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf liegen. Bei Gesprächen aus den Mobilfunknetzen dürfen die Preise maximal 42 Cent pro Minute oder 60 Cent pro Anruf betragen.

Einbaupflicht für intelligente Stromzähler: Die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes führt zu einer Modernsierung bei der Strommessung. Ab Januar 2010 müssen in Neubauten und bei grundlegenden Renovierungen intelligente Stromzähler installiert (Smart Meter) werden. Die elektronischen Stromzähler können von den Energieversorgern tagesaktuell ausgelesen und der Verbrauch z.B. monatlich abgerechnet werden. Intelligente Stromzähler bringen jedem Einzelnen mehr Transparenz über seinen Stromverbrauch. Die Energieversorger erwarten mittelfristig eine bessere Auslastung ihrer Kraftwerkskapazitäten und der Stromnetze.

Geringerer Stromverbrauch im Standby-Betrieb: Die Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie der EU werden verschärft. Ab 7. Januar 2010 darf der Stromverbrauch neuer Haushalts- und Bürogeräte im Bereitschaftsbetrieb (Stand-by-Modus) generell zwei Watt nicht überschreiten. Sind sie komplett ausgeschaltet, ziehen aber dennoch Strom aus der Steckdose, muss dieser Wert unter einem Watt liegen. Die Werte werden 2013 nochmals auf ein und 0,5 Watt abgesenkt.

ELENA kommt: Am 1. Januar 2010 startete das elektronische Verfahren zur Meldung von Arbeitnehmerdaten ELENA (Elektronischer Entgeltnachweis). Das ELENA-Verfahren verpflichtet die Arbeitgeber, bestimmte Daten ihrer Beschäftigten wie Gehalt sowie Arbeits- und Krankheitszeiten monatlich auf elektronischem Weg an die Zentrale Speicherstelle bei der Deutschen Rentenversicherung (ZSS) zu melden. Ziel ist es, den Meldeaufwand der Arbeitgeber zu reduzieren und die Beantragung sozialrechtlicher Leistungen wie Elterngeld, Arbeitslosengeld oder Wohngeld zu vereinfachen. Die Daten werden bei der ZSS in verschlüsselter Form gespeichert und dürfen von Behörden nur mit Einwilligung des Bürgers abgerufen werden. Die bundesweite Anwendung des Verfahrens beginnt im Jahr 2012.

Elektronischer Personalausweis startet: Ab November 2010 wird der neue Personalausweis im Scheckkartenformat den bisherigen Personalausweis ablösen. Der neue Ausweis ist besonders sicher. Neben einem digitalen Foto können auf freiwilliger Basis zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Der elektronische Personalausweis ist mit der Funktion des elektronischen Identitätsnachweises ausgerüstet. Damit können im Internet-Prozesse wie Log-in, Adressverifikation und Altersnachweis wirtschaftlicher und schneller realisiert werden. Zudem können die Ausweisinhaber eine elektronische Signatur auf ihren Personalausweis laden, die im E-Government oder beim Abschluss von Verträgen eingesetzt wird.

Entlastungen für den Mittelstand: Zum 1. Januar ändern sich mit Inkrafttreten des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes u.a. die Abschreibungsregeln für geringwertige Wirtschaftsgüter. Für kleine und mittelständische Firmen ist das vor allem beim Kauf von Geräten für die Bürokommunikation von Bedeutung. Berücksichtigt werden Gegenstände bis zu einem Netto-Anschaffungspreis von 410 Euro. Zahlt ein Unternehmer also zum Beispiel für ein Notebook oder ein Smartphone nicht mehr als 410 Euro netto, kann der Kaufpreis bereits im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben werden und dadurch die Steuerlast entsprechend senken.

(tok)

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Verwirrung allerorten

Sonntag, 03. Januar 2010

Nicht erst mit dem Jahreswechsel – an dieser Stelle herzlich willkommen in 2010 – gab es einige bemerkenswerte Entwicklungen, die für genügend Zünd- und Diskussionsstoff für die ersten Monate des Jahres sorgen werden.

Da rätselten die Menschen über die recht marginale Frage, ob sie sich in einem neuen Jahrzehnt befänden oder nicht, ohne dabei auf den in diesen Fällen gern kolportierten Kaiser Wilhelm II Rücksicht zu nehmen, der schon zum Jahreswechsel 1900 bestimmt haben soll, dass dies auch der Beginn des neuen Jahrhunderts sei, während die US-Geheimdienste bewiesen, dass es nicht ausreicht, große Datenbanken zu haben, sondern man diese auch nutzen können muss.

Auch das Lieblingskind der Hightech-Gadgets, das iPhone, bewies, dass selbst intelligente Geräte problemlos in der Unterschicht ankommen können, was unter anderem an der Beliebtheit der Bild-App im Verbund mit den illiteraten Kommentaren zu eben jener Anwendung deutlich wurde. Gleichzeitig entschieden sich die deutschen Verleger dazu, zu ignorieren, dass das Internet nicht so funktioniert, wie sie es sich wünschen und liefen Sturm gegen die Frechheit der Tagesschau, die Nachrichten in einer kostenlosen App präsentieren zu wollen. Was wird erst passieren, wenn sie merken, dass es dieses Nachrichtenprogramm sogar kostenlos im Fernsehen gibt?

Ach ja, und dann war da noch die Brigitte: Das Magazin ist angetreten, uns zukünftig nicht mehr die Vertreterinnen der Anorexie-Liga als Idealfiguren vorzuführen und präsentiert im neuen Jahr erstmals Lehrerinnen, Studentinnen, Verkäuferinnen, Künstlerinnen, Buchhändlerinnen und Gastronominnen als Models für Mode- und Beauty-Themen.

Demgegenüber gingen andere Themen, die wichtig sind, naturgemäß etwas unter und noch immer gibt es nur wenig Aufhebens um die immer stärker ausgeübte Zensur und Verfolgung von (Internet-)Journalisten und Bloggern in verschiedenen Ländern – übrigens nicht nur in diversen nah- und fernöstlichen Staaten, wie die britische Regierung zeigt, die sich, getrieben von der gern für solche Zwecke genutzten Terrorangst, dazu veranlasst sieht, mit polizeilichen Methoden gegen Fotografen vorzugehen, die etwa dem wahnsinnigen Ansinnen frönten, als Weihnachtsmänner verkleidete Demonstranten auf einem Flughafen oder – noch schlimmer – die St Paul’s Cathedral ablichten zu wollen. Wenn Sie dazu mehr wissen möchten, finden Sie hier einige weiterführende Links.

Die Rolle des Journalismus im Twitter-Zeitalter

Rückblickend auf ein Nachrichtenjahr mit neuen Quellen und ungewohnten Verbreitungswegen betont RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de die gestiegene Verantwortung und Bedeutung von Journalisten.

Als große Herausforderung für Journalisten sieht Peter Kloeppel die bessere Verknüpfung von immer neuen technischen Möglichkeiten und Notwendigkeiten mit dem journalistischen Handwerk. Und er warnt:

“Der Beruf des Journalisten darf und kann nicht automatisiert werden. Es braucht Zeit für Recherche und für kreative Prozesse. Die wird durch keine Technik ersetzt.”

Auch dürfe es bei all den multimedialen journalistischen Ausbildungen, die in den letzten Jahren zum Trend geworden sind, kein Missverständnis geben.

“Nur weil Journalisten heutzutage alle Plattformen bespielen können sollten, heißt das nicht, dass sie auch alle gleichzeitig in gleicher Qualität bespielen können müssen. ‘Be first, but first be right’ muss immer wieder gepredigt werden. Die Verantwortung des Journalisten geht vor gegenüber zeitlichem oder technischem Druck”, so Kloeppel im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de.

Zwar eröffnen neue Techniken und Quellen, wie etwa Twitter, ungeahnte Möglichkeiten. “Aber mit ihnen wird die Rolle des Journalisten immer wichtiger”, erklärt der RTL-Chefredakteur.

“Klar kann man Twitter verfolgen, aber wir sollten nicht glauben, dass uns irgendeine Technik die eigene Recherche ersetzt.”

Ohnehin zweifelt Kloeppel noch an der Breitenwirkung von Twitter:

“Wenn sich hinterher erst rausstellt, dass da jemand fünf Minuten früher etwas wusste und veröffentlicht hat, es aber so gut wie niemand mitbekam, dann hält sich ja auch der Schaden bzw. Vorteil in Grenzen.”

Zwar sei etwa das erste Foto von der Notwasserung im Hudson River von einem Twitter-Nutzer gemacht worden, doch die Mehrheit der Menschen habe erst durch Lokalsender, Nachrichtenagenturen oder Newskanälen davon erfahren.

Wenn Informationen nicht überprüfbar seien, wie etwa bei dem im Sommer rasant verbreiteten Video der am Rande der politischen Demonstrationen im Iran getöteten Neda, dann sei das auch in Ordnung.

Man müsse nur den Schneid haben, seinen Zuschauern zu sagen, dass man etwas nicht bestätigen könne.

Kloeppel im DWDL.de-Interview: “Ich halte es für legitim in unserer neuen Medienwelt, wenn wir unsere Restzweifel deutlich artikulieren. Es ist nicht verwerflich, nicht alles zu wissen. Es wäre nur verwerflich, dies nicht zu betonen.”

An Twitter führt kein Weg vorbei

Twitter hat dem Medienjahr 2009 unübersehbar seinen Stempel aufgedrückt, wie der Mediendienst pte berichtet. Weder alte noch neue Medien konnten sich dem Einfluss des boomenden Microbloggingdienstes entziehen. So findet sich inzwischen kaum mehr ein Medium, das nicht - zumindest durch einzelne Journalisten - mit einem eigenen Account auf der Seite vertreten ist. Die Marketingabteilungen von Unternehmen twittern, Politiker twittern und Promis twittern - von der Masse an privaten Befindlichkeits-Tweets gar nicht zu reden.

Die Verbreitung von Information hat durch den Microblogging-Trend extrem an Geschwindigkeit zugelegt. Kein journalistischer Artikel kann so schnell geschrieben sein, wie eine 140-Zeichen-Botschaft ihren Weg ins Netz findet und sich dort ausbreitet. Selbst in der eigentlich sehr jungen Bloggingszene hat Twitter vieles auf den Kopf gestellt und sich zum zweischneidigen Schwert entwickelt.

Dass es an Twitter derzeit kein Vorbeikommen gibt, zeigt unter anderem auch das gewachsene Interesse seitens großer Internetkonzerne an dem Service. Der Begriff Echtzeitsuche entwickelte sich in Windeseile zum viel strapazierten Schlagwort, nachdem sowohl Google als auch Microsofts Bing bekannt gegeben hatten, künftig Informationen von Twitter zu indizieren.

Ein bemerkenswertes Beispiel für den Nutzen von Twitter und Social Media lieferten in diesem Jahr die Studentenproteste, die ausgehend von Wien nach und nach ganz Europa erfassten. Die Politik war geradezu überfordert von dem Tempo, in dem sich die Studierenden über die sozialen Onlinemedien vernetzten und ihren Protest organisierten. Die Rolle, die einst von Agitatoren im Zuge von Revolutionen und Demonstrationen eingenommen wurde, wurde hier durch eine basisdemokratische Social-Media-Vernetzung ersetzt, wie Kommunikationsexperten meinen.

Online-Spenden werden beliebter

Auch beim Spenden für einen guten Zweck wird immer häufiger das Internet eingesetzt. 13 Prozent aller Spenden erfolgen mit elektronischen Kommunikationsmitteln - 7 Prozent über das Internet und 6 Prozent per Telefon. Das hat der aktuelle Webmonitor des Hightech-Verbands Bitkom und des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergeben, bei dem 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen befragt wurden.

Besonders verbreitet sind Online- und Telefon-Spenden bei den Jüngeren. Insgesamt 27 Prozent der 20- bis 24-Jährigen nutzen elektronische Kommunikationsmittel: 10 Prozent das Internet und 17 Prozent das Telefon. Bei den über 60-Jährigen sind es nur je 3 Prozent.

“Das Spenden per Internet und Telefon erfreut sich steigender Beliebtheit”, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

So bieten inzwischen alle größeren Hilfsorganisationen die Möglichkeit, bequem per Internet Geld zu spenden. Auf den Webseiten sind elektronische Spendenformulare hinterlegt, die unterschiedliche Zahlungsweisen ermöglichen.

Laut der Umfrage haben 63 Prozent aller Bundesbürger in diesem oder dem vergangenen Jahr für einen guten Zweck Geld gespendet. In der Altersgruppe 60-Plus liegt der Anteil der Spender bei 72 Prozent, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 43 Prozent.

Am weitesten verbreitet sind Online-Spenden im Lastschriftverfahren (Bankeinzug). Zudem werden Zahlungen per Kreditkarte oder Mikropayment-Systeme angeboten. Nach den Ergebnissen der Umfrage ist die Überweisung in der Bankfiliale der gängigste Weg für Spenden. 63 Prozent der Befragten nutzten diese Bezahlmethode. 34 Prozent spendeten in bar, 13 Prozent elektronisch. Bei der Befragung waren Mehrfachnennungen möglich.

“Dass die klassischen Zahlungsweisen beim Spenden vorherrschen, liegt vor allem an der Altersstruktur der Spender”, sagte Scheer.

Die erste Scheidungsmesse Deutschlands startet in Düsseldorf

Lebensberater, Mediatoren, Scheidungsanwälte, Finanzberater und auch Partnervermittlungen, Reisebüros, Ernährungs- und Typberater – wer sich in einer Trennungsphase befindet und sein Leben neu ordnet, hat anscheinend großen Beratungsbedarf. Die Added Life Value AG, Betreiber des Internetportals www.scheidung.de, veranstaltet deshalb im Frühjahr 2010 die erste Scheidungsmesse Deutschlands.

Auf der „New Start – Gewinnen Sie ein neues Leben“ in Düsseldorf stehen dann Berater und Dienstleister für alle Fragen rund um Trennung, Scheidung und Neubeginn zur Verfügung. Und wer sofort sein Leben neu starten möchte, kann auf der Messe direkt den Scheidungsantrag online stellen.

Als Aussteller werden Eheberater, Rechtsanwälte, Versicherungsexperten, Finanzberater, Umzugsunternehmen und Europas großer Online-Scheidungsanbieter erwartet – außerdem Partnervermittlungen, Frisöre und Typberater, Singlereise-Veranstalter und viele weitere Dienstleister, die den Trennungswilligen Tipps und Ratschläge geben.

Damit richtet sich die „New Start“ an Frischgeschiedene genauso wie an Menschen, die erst beginnen, sich mit Trennung und Scheidung auseinanderzusetzen. Und wer den Ehering und das Brautkleid verkaufen möchte, der kann auch das ohne Probleme auf der Messe tun.

Der genaue Termin und der Veranstaltungsort werden noch festgelegt.

(tok)

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Wer nicht fragt, bleibt dumm

Sonntag, 20. Dezember 2009

Im Zeitalter, in dem Medien allgegenwärtig sind, untersuchen Medienvermarkter IP Deutschland, die Agentur Mindshare und SUPER RTL anhand der repräsentativen Tagesablaufstudie MindSetKids 2009 die Gewohnheiten der 6- bis 13-Jährigen. Mit ihrem Ansatz liefert die MindSetKids genaue Daten über die Mediennutzung der Kleinen, ihr Konsum- und Ernährungsverhalten, ihr familiäres und soziales Umfeld und bietet Einsichten in den Alltag der jungen Zielgruppe.

Die Studie zeigt: Auch wenn Medien aus dem Alltag der Kinder nicht wegzudenken sind, sind sie unterwegs und bei Freunden, sie haben gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie und orientieren sich am Vorbild ihrer Eltern.

Spielen, Malen und Basteln bleibt nach wie vor liebste Freizeitaktivität: 131 Minuten am Wochenende und an Schultagen sogar noch 102 Minuten nutzen Kinder pro Tag dafür. Mit Medien beschäftigen sie sich pro Tag durchschnittlich 153 Minuten, wobei mit 79 Minuten am Tag das Fernsehen immer noch das ungeschlagene Lieblingsmedium ist.

Die Kleinen spielen bis einschließlich dem neunten Lebensjahr hauptsächlich “klassisch”. Besonders beliebt sind Gesellschaftsspiele, gefolgt von Bauklötzen, Kuscheltieren, Puppen und Fantasiespielen. Ab zehn Jahren finden Konsolenspiele, Computer und PC immer mehr Einzug in die Kinder- bzw. Wohnzimmer. Bei Jungs stehen elektronische Spiele hoch im Kurs, die Mädchen kommunizieren und chatten vorwiegend. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass Kinder beim PC- und Konsolenspielen nicht “vereinsamen”. Im Gegenteil: In 62 Prozent der Fälle wird nicht allein gespielt. Ähnliches gilt auch für das Fernsehen. Zwei Drittel der TV-Nutzung findet in Anwesenheit weiterer Personen statt und wird so zum Gemeinschaftserlebnis der Familie.

Auch in Bezug auf Ernährung kann die MindSetKids viele Fragen beantworten. Besonders die Aussage, dass Fernsehen dick mache, widerlegen die Ergebnisse. Nicht das Fernsehen regt den Verzehr von Snacks an, sondern die Freizeit und die Eltern. In zehn Prozent der Zeiten, in denen Kinder spielen, essen sie Snacks. Nur minimal höher ist der Wert während der TV-Nutzung: Hier wird nur in 12 Prozent zum Snack gegriffen und bei drei von vier dieser Snacks waren die Eltern dabei. Die Eltern haben also weiterhin die Vorbildfunktion in Sachen Ernährungsgewohnheiten und bestimmen auch, was gegessen wird. Besonderen Wert legen die Eltern beim Essen auf gemeinsame Mahlzeiten und versuchen, mindestens eine Mahlzeit am Tag gemeinsam einzunehmen. So essen 81 Prozent der Kinder mit den Eltern zu Abend und 78 Prozent zum Frühstück.

Die Kinderwelten-Studie “Wissen, was bei Kindern zählt - MindSetKids - Im Alltag mit dabei” steht unter www.ip-deutschland.de/kinderwelten zum Download bereit.

Das wollen Kids im Netz: die Top 100 der meistgesuchten Begriffe

Kinder und Teens interessieren sich im Internet vor allem für Social Networks sowie aktuelle Film- und Musikstars. So finden sich Miley Cyrus, Taylor Swift und auch Michael Jackson ganz weit oben auf der Liste der meistgesuchten Begriffe. Die populäre Twilight Saga ist sogar mehrfach vertreten. Das zeigt der Norton Report Top 100 Kids` Online Searches 2009 von Symantec.

Stars sind nicht so beliebt wie Videos und Soziale Netzwerke An der Spitze der Top 100 stehen jedoch weder Miley Cyrus alias Hannah Montana noch “Jacob” oder “Edward” aus Twilight, sondern YouTube, Google und Facebook. Bestplatzierter Popstar in der Liste ist Michael Jackson - noch vor Taylor Swift.

Beim Kino-Hit Twilight schlägt “Team Jacob” (so der Name der Fancommunity im Netz) “Team Edward” deutlich. Schauspieler Taylor Lautner kommt immerhin auf Platz 80, während Robert Pattison (”Team Edward”) es erst gar nicht in die Liste schaffte. Weitere Top 100-Stars sind Lady Gaga, Megan Fox, Eminem, Rihanna und die Black Eyed Peas.

Bei Jungen und Mädchen gibt es wenige Unterschiede in der Top Ten. Ausnahme: Die Mädchen listeten Taylor Swift und den Hannah Montana-Hit “Party in the USA”, während die Jungen Wikipedia und Ebay in ihre Top Ten hievten. Allgemein suchten 42 Prozent der Mädchen bevorzugt nach Musikinhalten - bei den Jungen waren es nur 22 Prozent.

Auf der anderen Seite waren Games ein Top Thema für 13 Prozent der Jungen, aber nur sieben Prozent der Mädchen. Auch im Vergleich der einzelnen Altersgruppen ist die Top Ten nahezu deckungsgleich. Bewertet nach allgemeinen Kategorien zeigt sich, dass die Suche nach Musik mit steigendem Alter wichtiger wird, während die Attraktivität von Spielen deutlich nachlässt. Bei allen Altersgruppen (unter 7, 8 bis 12, 13 bis 18) belegen Musik, TV/Movies und Social Networks die ersten drei Plätze.

Die Vorlieben der Kinder und Teens sind eindeutig - leider bergen sie aber auch bestimmte Risiken. So sind Social Networks bei Online-Kriminellen beliebte Ressourcen für private Daten aller Art, die sich auf vielfältige Weise missbrauchen lassen. Ähnliches gilt für Prominente - wie die Übersicht „Symantec Top Internetgefahren 2009“ (unter http://tinyurl.com/ycl2qjy) zeigt, wird das Interesse an Stars bevorzugt von Spammern und Phishern missbraucht, um ihre Opfer mittel Links auf verseuchte Webseiten zu lenken.

Den Norton Report 100 Top Kids` Online Searches 2009 finden Sie unter http://tinyurl.com/ybbuc89

Film-Downloads verdrängen DVDs

Wenn am 26. Januar 2010 zum 20. Mal die Veranstaltung zur Verleihung der DIVA stattfindet, wird erstmals ein Publikumspreis vergeben, der dokumentiert, dass auch die Zukunft der Filmindustrie im Internet liegt. Filme werden nicht mehr nur an der Ladentheke als DVD verkauft, sondern in zunehmendem Maße auch legal aus dem Internet heruntergeladen. Der Siegeszug der digitalen Vertriebswege ist unaufhaltsam.

Laut BITKOM haben die Deutschen bereits 2009 für rund 250 Millionen Euro Musik, Filme und Spiele heruntergeladen. Damit hat sich der Umsatz mit bezahlten Filmdownloads gegenüber 2008 bereits verdoppelt. Die Industrie geht davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren verstärken wird und der inzwischen fast gesättigte DVD-Markt erhebliche Marktanteile an Filmdownloads verlieren wird.

Erstmalig wird dieser neue Markt bei der DIVA-Preisverleihung mit einer Auszeichnung bedacht. BITKOM und GfK haben in unabhängigen Erhebungen das in 2009 am meisten aus dem Internet herunter geladene Webmovie ermittelt. Dieser Film wird dann auf der DIVA-Gala mit dem “DIVA - Webmovie of the Year”-Award ausgezeichnet. Auch die Publikumsdiva für das bestverkaufte Album 2009 wird erstmals auch alle digitalen Verkäufe berücksichtigen und nicht mehr nur die CDs.

Die “DIVA - Deutscher Entertainment Preis” ist eine der renommiertesten und wichtigsten Auszeichnungen der Entertainment-Branche. Außer den Publikumspreisen für Kino-, DVD- und TV-Spielfilmen sowie erstmals dem Webmovie werden mit der DIVA vor allem Persönlichkeiten aus der Entertainmentindustrie geehrt, die mit ihrem künstlerischen Schaffen im abgelaufenen Jahr nach Meinung der DIVA-Jury Zeichen gesetzt haben. Zur Jury gehören u.a. Nina Ruge, Ex-Tagesthemen Moderatorin Barbara Dickmann, BR-Moderatorin Katja Wunderlich sowie Thomas M. Stein und Roger Willemsen.

Weitere Informationen gibt es unter www.diva-award.de

“ConLife” – Neuer Kongress mit Ausstellung zur Heimvernetzung

Der Hightech-Verband BITKOM und die Koelnmesse richten im kommenden Jahr erstmals einen Fachkongress mit begleitender Ausstellung zur Heimvernetzung und -Automation aus. Die neue Veranstaltung heißt “ConLife” und findet am 19. und 20. Mai 2010 in Köln statt. Kooperationspartner ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

“Die wirtschafts- und technologiepolitische Bedeutung der Heimvernetzung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden - doch bislang gab es in Deutschland keine vergleichbare Plattform zur Präsentation und Diskussion dieses Themas”, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.

BITKOM schätzt, dass in etwa fünf Jahren bis zu 10 Milliarden Euro jährlich mit Heimvernetzung umgesetzt werden. Neue Geschäftsaussichten auf Hersteller- und Anbieterseite ergeben sich insbesondere für den Mittelstand.

Die Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der Heimvernetzung sind vielfältig: beispielsweise die einfache Übertragung und zentrale Speicherung von Musik oder Videos, das automatische Erkennen und Melden eines Einbruchs oder Wasserschadens, die intelligente und umweltfreundliche Steuerung der Heizung, das Sparen von Strom durch ein smartes Energiemanagement oder die Unterstützung eines altersgerechten Lebens.

Weitere Informationen zur “ConLife” gibt es unter: www.conlife-cologne.de.

Michael Jackson: King of Pop – auch King of Spam 2009?

Spam und Phishing – Themen von vorgestern? Von wegen: Auch 2009 ließen die Spammer keine Gelegenheit aus, die Welt mit ihren Massenmails zu überschwemmen. Zwischen April und November 2009 kursierten ganze 8,5 Billionen Spam-Mails (Quelle: Symantec MessageLabsIntelligence Report 2009).

Dabei bedienten sich die Spam-Versender eines simplen, aber wirkungsvollen Mittels: Sie nutzen Anlässe, die die Welt bewegten, für ihre Zwecke. Wie die Übersicht “Symantec Top Internetgefahren 2009″ zeigt, standen dabei vor allem Prominente im Fokus. Allen voran Michael Jackson, dessen Tod Millionen in Trauer versetzte. Ähnliches gilt für Schauspieler Patrick Swayze - und auch das virtuelle Ableben von Zauberlehrling Harry Potter erwies sich als zugkräftiger Aufhänger. Nicht zuletzt musste US-Präsident Barack Obama dafür herhalten, ahnungslose Spam-Empfänger zum Öffnen der Mails zu bewegen. Die Masche: Die Absender versprachen interessante Neuigkeiten und “geheime” Informationen - und fanden ein dankbares Publikum.

Ein weiterer Trend: Social Networks werden immer interessanter für Online-Kriminelle. Da die Nutzer oft sehr freizügig mit persönlichen Informationen umgehen, sind die Netzwerke inzwischen zum wertvollen Datenpool geworden, der zur Selbstbedienung geradezu einlädt. So kommen Kriminelle relativ leicht z. B. an E-Mail-Adressen, potenzielle Passwörter und andere für sie nützliche Informationen. Das wird auch 2010 leider kein Ende finden, daher sind Social Networking-Nutzer mehr denn je gut beraten, auf Nummer sicher zu gehen, private Informationen auch privat zu halten und nicht jeden “Freund” zu akzeptieren.

Auch beim Twittern sind die sorglosen Zeiten vorbei: Die hierbei verwendeten Kurz-URLs lassen die Empfänger oft im Unklaren über ihre Herkunft und Art. Das machen sich vor allem Phisher zunutze, die die ahnungslosen Adressaten auf verseuchte Webseiten führen.

Nicht zuletzt benennt der Report auch die “Online-Schädlinge des Jahres 2009″: Hier schafften es der Wurm conficker sowie W32.dozer auf die vorderen Plätze.

(tok)

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Das Internet mit Punkten und andere Ausblicke

Sonntag, 13. Dezember 2009

Seit ein paar Tagen erlaubt die Europäische Registrierungsstelle für Internet-Domains, EURid, internationale Namen für die Top-Level-Domain .eu. Damit können ab sofort .eu-Domains mit Sonderzeichen wie etwa den Umlauten ä, ü und ö, akzentuierten Vokalen wie “à” oder “é” und Buchstaben wie “ñ” oder “ç” gebucht werden. Entsprechende Angebote zu diesen „Sonderzeichen-Domains“ finden sich bereits bei den üblichen Internet-Komplettanbietern.

Fragen sollte man sich als Anwender allerdings, ob eine Webseite mit einer ungewöhnlichen Schreibweise auch immer gut gefunden werden kann. Hierzulande hat beispielsweise keine Tastatur ein “ñ” oder “ç”, auf englischen Tastaturen fehlen unsere gewohnten Umlaute.

Um eine breitere Gruppe von Internetnutzern ansprechen zu können, sollte man daher vielleicht auch in Zukunft doch lieber den kleinsten gemeinsamen Nenner wählen, um das Eingeben der Web-Adresse möglichst unkompliziert zu gestalten.

Weihnachtsgeschenke von Apple

Nach dem die Aktion „12 Tage. 12 Downloads.“ Im letzten Jahr sehr erfolgreich war, bietet Apples Online-Musikhandel iTunes auch in diesem Jahr wieder kostenlose Songs, Musikvideos, Apps, TV-Sendungen oder Filme zum kostenlosen Download an.

Jeder dieser kostenlosen Downloads kann nur jeweils an einem speziellen Tag heruntergeladen werden. Für 24 Stunden steht zwischen dem 26. Dezember und dem 6. Januar jeweils ein besonderes Angebot zum kostenlosen Herunterladen bereit.

Unter http://www.itunes12tagegeschenke.de/ kann man sich für eine Erinnerungsmail eintragen, die einem jeden Tag das aktuelle Geschenk mitteilt.

Kommt das Apple-Tablet?

Nach wie vor heiß diskutiert wird die Möglichkeit eines Tablet-Computers von Apple. Gerüchten zufolge, die sich auf Analystenmeldungen und angebliche Hardwarebestellungen von Apple berufen, soll im Februar 2010 die Produktion eines 10-Zoll-Tablet-PCs starten, der spätestens im März offiziell angekündigt werden soll.

Als Zielmarkt könnten hier, sollte das Gerät tatsächlich kommen, auch die eBook-Käufer angepeilt werden. In der Tat wäre ein solcher Gerät mit einem handlichen 10,1-Zoll-Touchscreen eine echte Kokurrenz für Kindle und Co. – vorausgesetzt, Stromverbrauch, Bildqualität und Preis stimmen.

Apple soll sich, so die Berichte weiter, bereitmachen, um rund eine Million Geräte pro Monat produzieren zu können. Das Apple-Tablet soll dieselbe LCD-Technologie wie das iPhone nutzen. Als Preis werden etwa 1.000 US-Dollar erwartet.

Neue Betrugsserie per Online-Shops

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit klingeln wieder die Kassen vieler Online-Shops - und immer öfter auch die von Betrügern. Denn derzeit betreiben besonders dreiste Gauner im Internet zahlreiche Abzockeshops.

Die Computerbild berichtet: Mit professionell gestalteten Angeboten und gut gemachter Werbung bringen sie zahlreiche Interneteinkäufer mit vermeintlichen Super-Schnäppchen um ihr Geld.

Die Abzocke funktioniert immer gleich: Die meist in China beheimateten Online-Betrüger bieten begehrte Produkte wie Lego-Spielwaren, das iPhone oder die Spielekonsole PlayStation 3 zu verführerisch günstigen Preisen an.

Weil vor allem Lego auf vielen Wunschzetteln steht, benutzen es die Betrüger derzeit besonders oft als Köder. Auf Internetseiten mit Namen wie lego-fabrik.com oder lego-discount.com errichten die Kriminellen deutschsprachige, seriös wirkende Online-Shops. Der Shop ist jedoch eine hohle Fassade, Firmenname und -anschrift sind frei erfunden, Produktfotos, Allgemeine Geschäftsbedingungen und sogar Gütesiegel von echten Online-Shops geklaut.

Mittels Werbeanzeigen, etwa bei der Internetgemeinschaft Facebook, locken die Betrüger dann Schnäppchenjäger in die Falle. Wer auf einer der seriös wirkenden Shop-Seiten landet, freut sich über unschlagbar günstige Preise: So kostet beispielsweise das große Lego-Piratenschiff nur 34,90 Euro statt 79,99 Euro. Selbst der Bestellvorgang sieht aus wie bei bekannten Online-Shops. Der Kunde muss aber per Vorkasse zahlen - die bestellte Ware kommt jedoch nie. Das deutsche Konto, auf das der Käufer Geld überweist, ist echt: Es gehört einem weiteren Opfer, das zuvor per E-Mail geködert wurde und sein Konto unwissentlich für den Betrug zur Verfügung stellt.

Die Betrüger sind schnell. Wird ein Shop etwa von den Ermittlungsbehörden abgeschaltet, eröffnen die Gauner einfach ein neues Angebot unter einer neuen Adresse. Die Computerbild rät, bei Einkäufen im Internet grundsätzlich nie per Vorkasse zu bezahlen. Vor dem Onlinekauf hilft es außerdem, Angebote mit Preissuchmaschinen zu prüfen. Viel billiger als dort recherchiert, gibt es Produkte nicht.

So starten Anwender sicher ins neue Jahr

Eines ist gewiss: Auch im kommenden Jahr wird das Geschäft mit der Online-Kriminalität blühen. Umso wichtiger ist für Anwender deshalb ein wirksamer Schutz vor Schädlingen im Internet.

So reicht es heute nicht mehr, dass ein Antiviren-Programm lediglich eine bereits bekannte Drohung erkennt. Um in der Spitzengruppe mitzumischen, muss die Software auch vollkommen neue Schädlinge aufspüren - allein aufgrund des bösartigen Verhaltens.

Die dafür nötige Technik ist äußerst komplex, und ein Hersteller muss sie vollkommen beherrschen. In ihrer Ausgabe 1/2010 hat die PC-Welt elf Antiviren-Programme in den neuen 2010er-Versionen getestet.

Den ersten Platz im Test erobert „G-Data Antivirus 2010“ (rund 25 Euro). Das Programm überzeugte in punkto Neuerkennung von Schädlingen mittels Verhaltensanalyse mit der besten Trefferquote (87 Prozent) im Testfeld. Darüber hinaus bietet „G-Data Antivirus“ einen sehr schnellen Scanner. Kritik gibt es für eine nur befriedigende Reinigungsleistung sowie eine nicht optimale Reaktionszeit auf neue Viren.

Nur knapp hinter dem Testsieger folgt auf dem zweiten Rang „Norton Antivirus 2010“ für etwa 30 Euro. Die Leistung im Sicherheitstest ist bei diesem Programm absolut vergleichbar mit der von „G-Data Antivirus“. Zwar waren einige Scan-Ergebnisse minimal schlechter, dafür ist die Reinigungsleistung von Norton deutlich besser, und die Reaktionszeit auf neue Viren war im Test exzellent. Störend ist dagegen das Procedere bei einer Lizenzverlängerung, denn auf der entsprechenden Shop-Website werden Käufern recht massiv kostenpflichtige Zusatz-Tools aufgedrängt.

(tok)

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Mal wieder ein Ausblick

Sonntag, 06. Dezember 2009

Keine Angst vor UFOs

Anscheinend ist man sich in Großbritannien inzwischen sicher, dass von außerirdischen Besuchern, sofern es sie denn eben sollte, keine Gefahr ausgeht. Wie Spiegel Online meldet, wurde nun die UFO-Meldestelle des Verteidigungsministeriums nach gut 50 Jahren, in denen man dort Sichtungen entgegennahm, geschlossen.

Was für die UFO-Gläubigen Grund genug für wüste Verschwörungstheorien ist, – hier muss ja wohl etwas vertuscht werden – ist für andere schlicht ein Kostenfaktor. Mit der Versetzung des letzten Mitarbeiters und der Schließung der Abteilung spart das britische Verteidigungsministerium immerhin gut 50.000 Euro pro Jahr ein.

Nach rund 11.000 Berichten über seltsame Erscheinungen ist das Ministerium noch immer zu keiner klaren Entscheidung über die Existenz von UFOs gekommen, lässt sich aber von Spiegel Online wie folgt zitieren:

“Das Verteidigungsministerium hat keine Meinung über die Existenz oder das Leben von Außerirdischen. Jedoch gab es in mehr als 50 Jahren nach keinem Ufo-Bericht einen Beweis auf eine mögliche Bedrohung für das Vereinigte Königreich.”

Weihnachtsgeschenke? Dann vielleicht was hiervon …?

Der FoeBuD, jene kleine und doch um so wichtigere Organisation, die sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz einsetzt, stellt in einem Newsletter fest, welche zwei Probleme in diesen Tagen die Menschheit umtreiben, die so nett beschrieben sind, dass ich sie hier im O-Ton wiedergeben möchte und Ihnen gleichzeitig die genannten Ideen für die Weihnachtszeit empfehle:

A: “Was schenke ich lieben und ungeliebten Menschen zum Weihnachtsfest?” … und zweitens B: “Wie kommt der FoeBuD an Geld?”

Auf beide Fragen lassen sich ab sofort exakt zwei Antworten finden.

A.) Im FoeBuD-eigenen Shop gibt es jede Menge nützliches und bildendes zum Thema Datenschutz und Komunikationsgesellschaft.

B.) Falls es aber Leute geben sollte, die schon alles haben und verschenkt haben, was es im FoeBuD-Shop gibt, können diese bei unseren Freunden von 3DSupply vorbeisurfen. Die haben einen Extra-Bereich für FoeBuD-Freundinnen und -Freunde eingerichtet, wo man die einschlägigen Produkte zu unseren Themen findet. Aber auch die ganzen anderen (zum Teil grauenhaft niveaulosen) 3DSupply-Artikel auf dem Level “Oberschülerhumor” des restlichen Sortiments können gekauft werden.

Und auch spannende Sachen, wie z.B. die Pfeffer- und Salzstreuer in Tastenkappenform. Und das Beste: Von jedem verkauften Teil im Laden bekommen wir so einen hohen Prozentsatz ab, dass wir gar nicht verraten dürfen, wieviel das ist ist (für UNS wird es sich lohnen ;-)

Und da der FoeBuD immer eine Antwort mehr hat, als angekündigt gibt es noch ein “Drittens”:

C.) Wer nicht konsumieren und mit Weihnachtsgeschenken um sich werfen will, wem es vor allem darauf ankommt, ein gutes Gefühl zu haben, der schenkt sich selbst eine Fördermitgliedschaft im FoeBuD.

Warum die Zukunft des Spendens im Internet stattfindet

Twitter, Facebook, Wikipedia. Das Internet ist auf dem Vormarsch. Auch immer mehr Spender tätigen ihre Spende online. Denn das World Wide Web vereinfacht die Kommunikation zwischen Geber und Nehmer, bietet eine wahre Fülle an Informationen über die zu bespendenden Hilfsprojekte - und steigert obendrein die Effizienz der Organisationen.

“Das Internet ist ideal, um Menschen und ihr Wissen weltweit zu verbinden. Es bietet exakt das, wonach Spender heutzutage suchen: Mehr Transparenz über die Verwendung ihres Geldes und direkten Austausch mit jenen, denen die Spende zugute kommt”, so Till Behnke, Mitgründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Internetplattform betterplace.org.

Mit mehr als 20.000 Mitgliedern und über einer Million Euro generiertem Spendenvolumen gehört betterplace.org nach eigenen Angaben zu Deutschlands größten Spenden-Communities. Wie der Geschäftsführer erklärt, geht dabei der Großteil der Spenden nicht vom “klassischen Spender über 60 Jahre”, sondern von Menschen unter 40 ein, also von einer deutlich jüngeren und von den großen Hilfsorganisationen kaum erschlossenen Zielgruppe.

Die Vorteile einer Online-Spende sind vielfältig. Im Internet findet der Spender einfacher und schneller, was er sucht: So lassen sich beispielsweise auf betterplace.org gezielt Hilfsprojekte nach einer Region oder einem Thema filtern.

Geld, Sachspende oder freiwillige Mitarbeit kann man anschließend - je nach Wunsch und persönlichen Interessen - gezielt einem Kinderheim in Berlin oder einer Kooperative, die in Honduras Solaranlagen baut, geben. Ist man sich dabei nicht sicher, ob das Projekt wirklich so gut arbeitet, wie es scheint, ermöglichen es die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets, vorher bei den Projektverantwortlichen über den aktuellen Stand des Projekts Auskunft zu erhalten. Oder man schaut sich die öffentlich zugänglichen Projektbewertungen der anderen Community-Mitglieder an - viele davon haben einmal selbst vor Ort am Projekt mitgearbeitet.

Hat man ein Projekt gefunden, das man unterstützen möchte, kommt die Multimedialität des Netzes zum Tragen: Per Video, Fotobericht oder Blogartikel erhält der Spender Rückmeldung über den Fortschritt “seines” Projekts. Was wiederum andere Mitglieder motivieren kann, das Projekt ebenfalls zu unterstützen.

Gleichzeitig trägt das Internet dazu bei, die häufig als zu hoch beklagten Fundraising-Kosten der Hilfsorganisationen zu senken.

Stephanie Sczuka, Fundraisierin bei action medeor, sagt: “Die konventionelle Neu-Akquise eines Spenders kostet action medeor zwischen 70 und 90 Euro. Für unsere Projekte sind über betterplace.org in kurzer Zeit 15.000 Euro zusammengekommen. Allein die Akquise dieser neuen Spender hätte uns auf konventionellem Wege rund 17.000 Euro gekostet.”

(tok)

Automatische Faltenglättung und Scharfsteller

Kamerahersteller setzen statt auf Megapixel jetzt auf intelligente Funktionen für besseren Bedienungskomfort und schönere Bilder. Die intelligenten Techniken unterstützen auch Profis bei der Arbeit und übernehmen manchmal sogar die bisherige Bildbearbeitung am PC, schreibt das Computermagazin c’t im aktuellen Sonderheft “Digitale Fotografie”.

Die neuen intelligenten Funktionen finden sich vor allem in Kompaktkameras und sogenannten Bridge-Geräten, die ähnlich leistungsstark wie Spiegelreflexkameras sind, aber keine klassische Spiegeltechnik mehr mitbringen. Mit einer Gesichtserkennung etwa kann die Kamera verschiedene Menschen voneinander unterscheiden und ausgewählte Gesichter vorrangig scharf stellen.

Den Gesichtern lassen sich auch Merkmale wie der Name zuordnen, die von der Kamera automatisch mit weiteren Bildern der Person gespeichert werden. Lächel- und Blinzelerkennung nehmen Arbeit ab, indem sie gegebenenfalls eine zweite Aufnahme auslösen.

Eine Partykamera kümmert sich gar den ganzen Abend selbstständig um automatisch erstellte Bilder. Ein Fotoroboter bewegt die Kamera, sucht die Party nach Gesichtern ab und nimmt auf. Es schadet aber nicht, seine Bilder trotzdem zu kontrollieren, die Funktionen waren im c’t-Test nicht immer zuverlässig.

Retuschearbeiten erledigen einige Kameras inzwischen auch von ganz allein. Dabei entfernen sie etwa rote Augen und Falten. Zwar sind die Ergebnisse meist akzeptabel, trotzdem sollte man im Menü immer ,Originalbild erhalten’ auswählen, rät c’t. Manch eine Kamera verändert sogar einen griesgrämigen Gesichtsausdruck nach der Aufnahme in ein Lächeln oder verändert die Körperproportionen.

Das Ablichten ganzer Panoramen wird ebenfalls automatisiert und damit vereinfacht. Außerdem kann man mit dem mehrfachen Ablichten eines Motivs Unschärfen korrigieren.

(tok)

Neue Adressen im Internet

Ab 2010 können Unternehmen voraussichtlich eigene Top-Level Domains (TLD) wie ‘.marke’ oder ‘.firma’ registrieren. Der Weg zu einer eigenen TLD ist allerdings nicht ohne Hürden. Zudem werden Verletzungen von Markenrechten Dritter befürchtet. Ziel der Veranstaltung „Chancen und Risiken neuer Top-Level Domains für Unternehmen“ am 9. Dezember 2009 in Berlin im Haus der Deutschen Wirtschaft ist es, Unternehmen in die Lage zu versetzen, Strategien zur Öffnung des Namensraums im Internet zu entwickeln.

Die Vergabe von Namen und Adressen im Internet erfolgt über die ICANN, die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. Sie hat entschieden, dass in einem standardisierten Verfahren neue Top- Level Domains zugelassen werden sollen. Somit können künftig Unternehmen eigene TLDs auf sich registrieren lassen und diese in Eigenregie verwalten.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen interessierte Unternehmen darüber informiert werden, welche organisatorischen, rechtlichen und technischen Anforderungen für eine erfolgreiche Bewerbung erfüllt sein müssen. Weiter werden mögliche Nutzungsmöglichkeiten und neue Geschäftsmodelle vorgestellt und den Kosten der eigenen TLD gegenübergestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung wird darin liegen, die Herausforderungen für Markeninhaber darzustellen, die ihre Kennzeichenrechte durch das Hinzukommen einer nicht feststehenden Anzahl neuer Domainendungen gefährdet sehen. Hierzu werden die Schutzmechanismen für Rechteinhaber, die von ICANN vorgesehen sind, aufgezeigt und diskutiert.

(tok)

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Alles im Netz

Sonntag, 29. November 2009

Das Internet-Fernsehen kommt in Gang

Kennen Sie IPTV? IPTV, das ist das so genannte „Internet Protokoll Fernsehen“, also, wie es im Behördendeutsch so schön heißt, die Übertragung von Bewegtbildern über Internet, Intranet, Hochverfügbarkeitsnetze an alle IP-fähigen Endgeräte. Sie können aber auch einfach Internet-Fernsehen dazu sagen.

Wie es sich gehört, gibt es auch für diese Spielart des Internets einen Verband dazu, den Deutschen IPTV Verband e.V., einen Zusammenschluss kleiner und mittelständischer IPTV-Unternehmen mit immerhin 123 Mitgliedsunternehmen.

In sechs unterschiedlichen Kategorien (bestes Geschäftsmodell, innovativste Technologie, innovativstes Format, kreativstes Design, Sonderpreis, Zuschauerpreis) wurden nun in Berlin zum dritten Mal die Deutschen IPTV Awards verliehen. Rund 150 Gäste waren in Berlin-Mitte dabei, als herausragende IPTV-Angebote ausgezeichnet wurden. Moderiert wurde die Preisverleihung von MTV-Moderator Joko alias Joachim Winterscheidt.

Die Gewinner in den sechs Kategorien lauten:

  • Innovativste Technologie: MovingIMAGE24 VideoManager von MovingImage24
  • Bestes Design: Mercedes-Benz.tv 2.0 von Scholz & Volkmer GmbH
  • Bestes Geschäftsmodell: WebTV über Fotografie: FotoTV von FotoTV. / Stellar Attractions GmbH
  • Innovativstes Format: Digital Concert Hall von argonauten G2 GmbH
  • Zuschauerpreis: Ehrensenf von ravenrocker GbR
  • Sonderpreis: Jawed Karim (Mitbegründer von youtube)

Die ausführliche Liste der Nominierten und Preisträger finden Sie unter www.diptv.org/diptv-award-2009.html.

Der Zuschauerpreis, den Ehrensenf erhalten hat, wurde von den Medienpartnern (horizont.net, w&v, digitalfernsehen.de) bzw. deren teilnehmenden Leserschaft/User-Community mit mehr als 12.000 Votings eindeutig bestimmt.

Ich als fotobegeisterter Nutzer freue mich besonders über den Preis für FotoTV, die nicht nur ein überzeugendes Geschäftsmodell bieten, sondern auch ein wirklich spannendes Angebot haben. Ein Tipp: Sie können sich dort kostenfrei anmelden und 20 ausgewählte Filme kostenlos ansehen.

Nutzung von IPTV-Angeboten deutlich gestiegen

Die Nutzung von IPTV-Angeboten in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 150 Prozent deutlich angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Konsumentenbefragung durch goetzpartners.

goetzpartners führte im September und Oktober 2009 eine für die deutsche Bevölkerung von 14 bis 69 Jahren repräsentative Erhebung durch, in der neben Nutzungsintensitäten auch Wünsche, Vorstellungen und Zahlungsbereitschaften der Konsumenten abgefragt wurden.

Die Umfrageergebnisse sind ein klarer Indikator, dass sich Konsumenten mittlerweile verstärkt IPTV-Angeboten zuwenden. So nutzen 73 Prozent der Befragten (davon 67 Prozent unregelmäßige und 6 Prozent regelmäßige (mindestens ein Mal pro Woche) Nutzer) Web-TV-Angebote; dies sind 45 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Video on Demand wird von gut 34 Prozent der Befragten (davon ca. 1 Prozent regelmäßige Anwender) genutzt. Dies entspricht einem bemerkenswerten Zuwachs von insgesamt 111 Prozent im Vergleich zur Befragung in 2008. Noch höher fällt die Zunahme der Nutzung von IPTV-Angeboten über geschlossene Netzwerke aus: Wenn auch die Nutzerrate in 2008 noch sehr gering ausfiel, ist das Nutzerwachstum von 467% von 2008 auf 2009 ausgesprochen hoch und stieg bei den regelmäßigen Nutzern von 1,2 auf 4,5 Prozent und bei den unregelmäßigen Nutzern von 0,6 auf 5,7 Prozent der Befragten.

Die Marktentwicklungen ausgewählter IPTV-Angebote in Deutschland bestätigen den klaren Trend des Nutzungszuwachses. Die Deutsche Telekom mit ihrem T-Entertain-Paket strebt auf den einmillionsten Abonnenten zu. Der Web-TV-Anbieter Zattoo verzeichnet mittlerweile knapp 1,8 Millionen Nutzer in Deutschland und maxdome gibt knapp 1,9 Millionen Nutzer an. MyVideo als “user generated video content platform” hat im Vergleich die größte Anzahl an Nutzern, musste allerdings einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2008 hinnehmen.

“Wir werden Zeugen eines radikalen Wandels der Nutzungsgewohnheiten von Bewegtbildern. Hat sich der Konsument bisher bereitwillig dem Diktat fester Sendezeiten unterworfen, wird heute der Wunsch nach echter Programm- und Zeithoheit auf Knopfdruck lauter” erklärt Marcus Worbs, Senior Manager bei goetzpartners Management Consultants.

51 Prozent der befragten Konsumenten können sich sogar vorstellen, für zeitversetztes Fernsehen (ohne die Programmierung eines PVRs oder Videorecorders) von ihrem bisherigen Fernsehempfang zu einem IPTV-Anbieter zu wechseln.

Einen weiteren zentralen Aspekt des zukünftigen Fernsehkonsums stellt HDTV dar. Rund zwei Drittel der Befragten würden für hochauflösende Fernsehbilder von ihrem bisherigen Fernsehanbieter zu einem IPTV-Anbieter wechseln. 40 Prozent der Konsumenten wären sogar bereit, im Vergleich zu herkömmlicher Standard-Qualität mehr zu bezahlen.

Der Kampf gegen Kinderpornografie im Internet geht weiter

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. ist Gründungsmitglied des vor einigen Tagen offiziell gestartete neue Bündnis gegen Kinderpornographie mit dem Namen “White IT”.

Die Bündnispartner (IT-Unternehmen, Verbände der Internetwirtschaft, Opferschutzverbände, Ärztevertreter und Wissenschaftler) verpflichten sich, durch Selbstkontrolle, technische Lösungen, Prävention und rechtliche Maßnahmen den Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet voranzutreiben.

Dazu Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender von eco:

“Wir möchten mit unserer langjährigen Erfahrung bei der Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet einen Beitrag dazu leisten, dieses Bündnis zu einem Erfolg zu machen. Die Bündnispartner können dabei von unserem internationalen Netzwerk profitieren. Wenn wir koordiniert vorgehen, arbeiten wir effizienter. Das dient dem Opferschutz, denn es bedeutet, dass entdecktes Material binnen kürzester Zeit gelöscht wird, und dass Hinweise auf die Täter sofort zu den richtigen Ansprechpartnern bei den Strafverfolgern gelangen.”

Die Mitglieder des Bündnisses “White IT” sind (Stand: 27.11.2009): Ärztekammer Niedersachsen, Avira GmbH, Auerbach-Stiftung, BITKOM e.V., Computacenter AG & Co oHG, Cybits AG, Deutscher Kinderschutzbund e.V., Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) e.V., EWE Tel GmbH, Freiwillige Selbstkontrolle Mulitmedia-Diensteanbieter e.V., Fujitsu Technology Solutions GmbH, IBM Deutschland, Leibniz Universität Hannover, Microsoft Deutschland GmbH, Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration, ORACLE Deutschland GmbH, Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, Software AG, Secude IT Security GmbH, Universität Potsdam - Hasso Plattner Institut.

Man sieht, es geht durchaus auch ohne wenig durchdachte Filter-Gesetze.

Umsatzvolumen über elektronischen Handel steigt

Rund 12% aller Unternehmen in Deutschland haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2008 ihre Waren oder Dienstleistungen auch über das Internet oder andere elektronische Netzwerke verkauft. Dieser Anteil bewegt sich damit seit 2005 auf einem gleichbleibenden Niveau.

Demgegenüber ist das Umsatzvolumen gestiegen, das über die elektronischen Vertriebswege erzielt wird. Diejenigen Unternehmen, die im Jahr 2008 Produkte oder Dienstleistungen über elektronische Netze veräußerten, erzielten auf diesem Wege bereits 39% ihres Gesamtumsatzes. Im Jahr 2005 lag dieser Anteil noch bei 30%.

Zu den elektronischen Vertriebswegen gehören neben Verkäufen über die unternehmenseigene Website auch solche mittels automatisierten Datenaustauschs. Überdurchschnittlich ausgebaut sind solche E-Commerce-Strukturen in Deutschland im Fahrzeugbau. 35% der Unternehmen dieses Wirtschaftsbereichs gaben an, im Jahr 2008 Verkäufe über elektronische Netzwerke getätigt zu haben. Sie erzielten damit mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ihrer Branche (52%). Der größte Anteil des Online-Umsatzes im Fahrzeugbau wurde dabei via automatisierten Datenaustausch realisiert (93%). Dies deutet auf feste Kunden-Lieferanten-Beziehungen in diesem Wirtschaftszweig hin.

Auch im Bereich Kultur, Sport und Unterhaltung sowie im Hotellerie- und Beherbergungsgewerbe setzen überdurchschnittlich viele Unternehmen auf den elektronischen Vertriebskanal: 30% beziehungsweise 26% der Unternehmen in diesen Wirtschaftsbereichen nahmen im Jahr 2008 am elektronischen Handel teil. Hier trugen die Verkäufe über elektronische Vertriebswege allerdings nur mit rund 2% beziehungsweise 12% zum Gesamtumsatz der jeweiligen Branche bei. Im Gegensatz zum Fahrzeugbau, bei dem der automatisierte Datenaustausch als Vertriebsweg dominiert, wurde in beiden Branchen der Großteil der elektronischen Umsätze über eine unternehmenseigene Website generiert: Im Bereich Kultur, Sport und Unterhaltung lag dieser Anteil an allen elektronischen Umsätzen bei 66%, im Hotellerie- und Beherbergungsgewerbe bei 76%.

Sicherheit und Datenschutz sind nach wie vor wichtige Themen beim elektronischen Handel. Gerade im Online-Bestellprozess, bei dem sensible Kundeninformationen wie Kreditkarten-Daten übermittelt werden, sollten die online übertragenen Angaben zum Beispiel durch den Einsatz von Verschlüsselungsprotokollen vor unerlaubtem Mitlesen, Kopieren oder Fälschen geschützt werden. Im Januar 2009 gewährleisteten jedoch lediglich 31% der Unternehmen, die über ihre Website Produkte oder Dienstleistungen verkauften, ihren Kunden eine verschlüsselte Datenübertragung.

Ein aktuelles Gesamtbild der Informationsgesellschaft in Deutschland liefert die neue Ausgabe des Themenheftes “Informationsgesellschaft in Deutschland - Ausgabe 2009″, die kostenlos über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes heruntergeladen werden kann.

Zu wenig Weihnachtsstimmung im Netz?

Die Weihnachtszeit naht, und mit ihr die Prognosen für das diesjährige Weihnachtsgeschäft. Krise hin oder her, dem Vertriebskanal Internet werden wieder Rekordumsätze vorausgesagt. Die Resultate der neuesten WWW-Benutzer-Analyse W3B (über 126.000 befragte deutschsprachige Internet-Nutzer im Oktober/November 2009) untermauern diese These: Jeder zweite Nutzer plant, in diesem Jahr Weihnachtsgeschenk-Bestellungen im Internet zu tätigen.

Überrascht hat die Forscher von Fittkau & Maaß jedoch, dass selbst die Internet-Nutzer das meiste Geld für Weihnachtsgeschenke im stationären Handel ausgeben wollen - und nicht im Netz. Lediglich jeder fünfte Online-User, der dieses Jahr Geschenke kaufen wird, will einen Großteil seines Weihnachtsbudgets via Internet ausgeben. Die Mehrheit hingegen plant den Geschenkekauf ganz traditionell vorwiegend im stationären Handel - also außerhalb des Internet.

Diejenigen, die das meiste Geld für Weihnachtsgeschenke im Netz ausgeben wollen, sind vor allem preis- und trendbewusste Internet-Nutzer. Die W3B-Nutzertypologie zeigt den typischen Online-Weihnachtseinkäufer zum einen als sehr preissensibel: Er kauft häufig bei Discountern und achtet nach eigenen Angaben »stets auf den Preis«. Zum anderen ist er bei Trends gern vorn mit dabei: Produktneuheiten kauft er sehr früh, zudem wird er oft um Rat gefragt, wenn es um den Kauf bestimmter Dinge geht.

Im Vergleich zu den Offline-Shoppern ist der typische Online-Weihnachtseinkäufer häufiger in der Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen anzutreffen, besonders selten hingegen unter Nutzern im Alter ab 50 Jahre.

Auch wenn die meisten Internet-Nutzer in der Vorweihnachtszeit weiterhin in den Einkaufspassagen der wirklichen Welt anzutreffen sind: Das virtuelle Weihnachtsshopping ist stark im Trend. Seit sieben Jahren nimmt die Nutzung des Internet für den Weihnachtsgeschenkekauf immer weiter zu. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen: Planten Ende 2008 noch 47% das Weihnachtsshopping im Netz, sind es dieses Jahr mit 52% schon mehr als die Hälfte aller Nutzer. Das entspricht einer Steigerung von fast 10%!

Der Trend setzt sich somit fort: Es gibt immer mehr »Weihnachtsmänner« im deutschen Internet-Markt. Ihre Anzahl steigt langsam, aber stetig.

(tok)

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Komprimiert, verdunkelt und in Bambus verpackt

Sonntag, 22. November 2009

Erinnern Sie sich noch daran, als Ihnen jeder, der auch nur einigermaßen Wert auf eine ordentliche Musikwiedergabe gelegt hat, von der CD abgeraten hat? Und etwas später, als sich das CD-Problem mangels größerer Verbreitung von Vinyl erledigt hatte, wurde vor der eher gruseligen Qualität von Musik im MP3-Format gewarnt – nicht zu unrecht, denn eine Vielzahl von Aufnahmen war qualitativ eher dünn und wurde im Zusammenspiel mit billig zusammengestoppelten Playern und Plastikboxen zu einem Ausflug in die musikalische Geisterbahn.

In einer Meldung war nun zu lesen, dass sich auch dieses Problem geklärt haben könnte, denn die Audioqualität von komprimierten Formaten wie MP3 bzw. AAC wird, so heißt es, selbst von geschulten Hörern oft besser oder zumindest gleichwertig empfunden als sogenannte Lossless-Formate oder Audio-CDs. Zu diesem Schluss soll die Testplattform TrustedReview in einem Blindversuch mit mehreren Personen gekommen sein.

Allerdings weist die TrustedReview auch darauf hin, dass es sich keinesfalls um keinen Versuch auf wissenschaftlicher Grundlage handele. Es sei aber bemerkenswert, dass gerade die HiFi-Liebhaber unter den Testpersonen bei der Erkennung des unkomprimierten Musikstückes daneben lagen.

Dieser Eindruck wird auch von Bernhard Grill, einem MP3-Experten des Fraunhofer-Institus bestätigt. Die Codierungstechnologien seien mittlerweile so ausgefeilt, dass viele Leute selbst bei Komprimierungen mit geringerer Datenrate keinen Unterschied mehr wahrnehmen würden.

Spielen mit der Speicherkarte

Die meisten Anwender kennen Speicherkarten wahlweise aus ihrem Mobiltelefon oder aus der digitalen Kamera. Doch nun scheit es ein völlig neues Anwendungsgebiet für die kleinen Datenspeicher zu geben: Spielekonsolen.

Jedenfalls hat der Speicherkartenhersteller Lexar vor einiger Zeit eine Gaming-Serie vorgestellt und diese aktuell um einen „Gaming Memory Stick Micro“ und eine „Gaming Secure Digital High Capacity“-Karte in den Größen 4 GB und 8 GB erweitert.

Die Karten mit den furchtbar umständlichen Name sollen für ein völlig neuartiges Spielerlebnis sorgen und das sichere Speichern von Spieldaten und multimedialen Inhalten auf gängigen Spielkonsolen ermöglichen. Angeblich verbessert Lexar so das gesamte Spielerlebnis für die wachsende Anzahl an Verbrauchern, die auf gängigen Konsolen Spiele und Wettkämpfe austragen. Nun ja, ich dachte bisher immer, das Spieleerlebnis hinge vom Spiel ab …

„Die gespeicherten Spieldaten sind für Spieler enorm wichtig, und von Gelegenheits- bis zu Hardcore-Spielern verlassen sich alle darauf, dass diese Informationen verfügbar sind, sobald sie ihre Konsolen einschalten“, sagte Manisha Sharma, Leiterin des weltweiten Produktmarketings von Speicherkarten bei Lexar Media.

Kontaktlinsen als Sonnenbrille

Wissenschaftler aus Singapur haben ein flexibles Material entwickelt, das sich durch UV-Licht verfärbt. So kann das Prinzip der Brillengläser, die sich bei Sonneneinstrahlung verdunkeln, auf Kontaktlinsen übertragen werden, schreibt die Zeitschrift Technology Review in ihrer Dezemberausgabe.

Die sich selbsttönende Kontaktlinse besteht aus einem mit Poren durchsetzten Polymer. Die UV-empfindlichen Farbstoffmoleküle sind direkt in die Linse eingebettet. Weil sich auf diese Weise viel mehr Farbstoff unterbringen lässt als auf dem glatten Brillenglas, verdunkeln und erhellen sich die neuen Kontaktlinsen viel schneller als herkömmliche selbsttönende Sonnenbrillen, sagt Jackie Ying, Direktorin des Institute for Bioengineering and Nanotechnology (IBN) in Singapur. Statt Minuten brauchen sie für den Farbwechsel lediglich 10 bis 20 Sekunden. Insbesondere bei schlagartigem Wechsel von Hell zu Dunkel wie bei Tunnelfahrten ist diese schnelle Reaktion von Vorteil.

Die Verträglichkeit des Polymers ohne Farbstoff haben die Forscher bereits in Versuchen mit Kaninchen nachgewiesen, demnächst prüfen sie auch das getönte Material. Mit der Gründung eines Spinoff namens “iNano Pte” wollen die Wissenschaftler des IBN die Marktreife der Linsen vorantreiben. Schon im nächsten Jahr sollen sie auf den Markt kommen - vorerst allerdings nur in Japan und Korea.

Das Chrome OS rückt näher

Google hat erstmals Einblick auf das für Juli angekündigte Netbook-Betriebssystem Chrome OS gewährt. Das Chrome OS soll sich deutlich von bisherigen Betriebssystemen unterscheiden: Man setzt komplett auf Web-Applikationen – auf der Festplatte installierte Anwendungen wird der Anwender vergeblich suchen. So läutet Google nicht nur ein neues Betriebssystem ein, sondern propagiert ganz nebenbei auch das langsame Aussterben der Festplatte. Letztere ist bei Google sowieso nicht gern gesehen – die zukünftigen Chrome-OS-Netbooks werden mit Flash-basierten Solid State Drives (SSDs) ausgerüstet sein.

Der bisherige Browser Chrome wird zum zentralen Element von Chrome OS. Das System verfügt zwar über einen Linux-Kernel, für den Anwender ist der Browser jedoch die zentrale Zugriffsinstanz.

Die geplanten Web-Applikationen werden von Google natürlich sehr positiv bewertet. So heißt es im Google-Blog:

„Das bedeutet, dass User sich nicht mit Installation, Verwaltung und Updates von Programmen auseinandersetzen müssen”.

Chrome OS ist in erster Linie für Geräte geplant, die speziell für den Einsatz mit dem neuen OS optimiert sind. Diese sollen durch eine deutlich gesteigerte Geschwindigkeit auffallen. Google spricht hier beispielsweise von Boot-Zeiten von sieben Sekunden.

Mit diesem Konzept kann Chrome OS allerdings kaum als Konkurrenz für etablierte Betriebssysteme angesehen werden – weder Spieler noch Multimedia-Nutzer werden mit Chrome sinnvoll arbeiten können. Letztlich bleibt der eher begrenzte Markt der Netbooks übrig.

Google strebt an, dass erste Geräte vor Weihnachten 2010 auf den Markt kommen sollen. Lassen wir uns überraschen.

Office 2010 steht vor der Tür

Microsoft auf der PDC (Professional Developers Conference) 2009 bekanntgegeben, dass die öffentlichen Beta-Version von Microsoft Office 2010 zur Verfügung steht. Damit rückt die nächste Generation des Office-Pakets in greifbare Nähe. Die neue Office-Version lässt sich unter http://www.microsoft.com/2010 herunterladen.

Öko-Netbook von Dell?

Als erster IT-Hersteller verwendet Dell Bambus-Material für die Verpackung von Computern. Der nachhaltig bewirtschaftete Rohstoff Bambus stellt eine Alternative zu herkömmlichem Verpackungsmaterial aus Papier oder Schaumstoff dar.

Dell verpackt seine Netbooks Dell Inspiron Mini 10 und Mini 10v mit Verpackungen, die aus Bambus gefertigt sind. Dieses Material besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff und ist biologisch abbaubar. Es stellt eine gute Alternative zu geformtem Papierzellstoff, Schaumstoffen oder Wellpappe dar, die häufig für Verpackungen eingesetzt werden.

Dell verwendet das Bambus-Material für die Polsterung des Inspiron Mini, der sich in einem Umkarton befindet, der wiederum zu 25 Prozent aus Recycling-Material gefertigt ist. Dell wird die Verwendung von Bambus-Verpackungen im Frühjahr 2010 auch auf andere Produkte erweitern. Mit dieser Innovation unterstreicht Dell seine Verpflichtung, umweltbewusster zu agieren.

Bambus wächst sehr schnell: Er ist das am schnellsten wachsende Holzgewächs und wächst bis zu 60 cm pro Tag. Bambus kann nach drei bis sieben Jahren geerntet werden, also deutlich früher als Harthölzer.

Die Zugfestigkeit von Bambus ist vergleichbar mit der von Stahl; Bambus ist daher ein zuverlässiges Material für den Schutz der technischen Güter beim Transport.

Bambus ist umweltfreundlich und fördert die Entwicklung gesunder Böden. Die Pflanze wurzelt tief und dient damit als Schutz vor Bodenerosion.

Um sicherzustellen, dass alle Prozesse den höchsten Umweltstandards entsprechen, arbeitet Dell mit dem Bambus-Verpackungshersteller Unisource Global Solutions (UGS) zusammen. Das Unternehmen bezieht seinen Bambus aus einem Forst, der nach den Grundsätzen und Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) bewirtschaftet wird. Dieser Bambus-Wald befindet sich in der chinesischen Provinz Jiangxi und ist von den Lebensräumen der Panda-Bären weit entfernt. Dell kooperiert mit UGS, um die FSC-Zertifizierung für die gesamte Kette der Bambus-Verarbeitung vom Wald bis zur Produktion sicherzustellen

Im Dezember 2008 hat Dell angekündigt, die Verpackung von Computern auf eine neue Basis zu stellen. Bis 2012 will Dell das Verpackungsvolumen um 10 Prozent senken; der Anteil von recyceltem Material an Verpackungen soll um 40 Prozent steigen. Der Anteil der Verpackungsmaterialien, die mit dem Gelben Sack entsorgt (curbside recycling) werden können, soll auf 75 Prozent steigen.

(tok)

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Von PCs und Toastern - der digitale Aha-Effekt

Sonntag, 15. November 2009

Moshe Rappoport, Technologieforscher und „Executive Technology Briefer“ bei IBM Research Zürich stellt fest, dass die IT endlich, rund 60 Jahre nach dem Beginn des Computerzeitalters, in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Nun seien wir Zeuge eines umfassenden digitalen Aha-Effekts, der nicht zuletzt auch von der Smartphone-Entwicklung beeinflusst wird, so Rappoport in einem Pressetext-Interview.

“In Wahrheit muss der PC der Zukunft so einfach wie ein Toaster zu bedienen sein. IT sollte so zugänglich sein, dass ältere und jüngere Bevölkerungsschichten die Technologie gleichsam nutzen können und Spaß daran haben. In der aktuellen Smartphone-Begeisterung über alle Alters- und sozialen Grenzen hinweg ist diese Entwicklung bereits vorweggenommen”.

Die Innovationsprozesse der IT-Branche seien dabei heute oft schon gänzlich anders als in der Frühzeit der IT. Seien Entwicklungen früher aus den Labors über Nutzer in Gewerbe und Industrie schließlich zum Verbraucher gelangt, so werden heute oft Entwicklungen vom Verbraucher gefordert und dann auf diese Bedürfnisse hin in den Labors umgesetzt.

Post will Zeitschriftenverlegern beim Kassieren im Netz helfen

Derzeit herrscht in der Verlagswelt große Verunsicherung: Man weiß nicht recht, wie man mit dem Internet umgehen soll, sieht Umsätze gefährdet und prinzipiell den Untergang des Abendlandes näher rücken.

Wie der Branchendienst kressreport berichtet, will die Deutsche Post nun den Zeitschriftenverlagen dabei helfen, Bezahlmodelle im Internet zu entwickeln. Geplant sei, ein Zustell- und Abrechnungssystem über das Projekt “Online-Brief” zu etablieren.

Dieses Projekt soll, so wird berichtet, ist für beide Seiten, Post wie Verlage, von höchster Priorität sein. Die Verlage suchen im Netz nach neuen Erlösquellen, denn die Werbeeinnahmen scheinen ihre Investitionen nicht zu decken. Von Bezahlinhalten versprechen sie sich eine Chance, doch noch im Netz Geld zu verdienen.

Für die Post ist das Projekt ein Prüfstein für den “Online-Brief”. Hinter dem Namen verbirgt sich ein neues System zum Versand von rechtsverbindlichen E-Mails. Sowohl Post wie ein Konsortium, in dem u.a. die Deutsche Telekom und United Internet sitzen, arbeiten an sogenannten De-Mail-Portalen. Sie sollen den papierlosen Versand von Dokumenten, Verträgen und Rechnungen sicher möglich machen und die Abwicklung der Abrechnung gewährleisten. Verlage sollen über den “Online-Brief” ihre Bezahlmodelle einfach managen können.

Die Planspiele der Post sollen aber, so der kressreport, noch weiter gehen: So soll das Unternehmen den Verlagen in einem zweiten Schritt den Aufbau eines elektronischen Kiosks anbieten wollen, der das gesamte gedruckte und elektronische Inventar der Zeitschriften für zahlende Nutzer verfügbar machen könnte.

Auch Gangster twittern

Inzwischen sind die typischen Online-Betrugsversuche, die wir schon von E-Mails kennen, auch im sozialen Netzwerk Twitter angekommen. Der Sicherheitsanbieter Trend Micro warnt vor einem gefälschten Intelligenz-Test, der derzeit unter Twitter-Nutzern die Runde macht.

Dahinter stehen Cyberkriminelle, die an die Handynummern der Anwender herankommen wollen. Die Nummern könnten zum Beispiel für den Versand von SMS-Nachrichten verwendet werden, für die dann die ahnungslosen Twitter-Nutzer die Rechnung bezahlen müssten.

Die Attacke ist nur schwer zu erkennen, weil die Cyberkriminellen legitime Twitter-Konten manipulieren, über die dann so genannte „Direct Messages“ an Freunde des jeweiligen Kontoinhabers verschickt werden. Diese Nachrichten enthalten den Link zu der gefälschten IQ-Testseite.

Trend Micro rät daher Twitter-Nutzern dringend, auf keinen Fall auf Links in „Direct Messages“ zu klicken, die zum Intelligenztest auffordern, auch wenn der Absender der Nachricht ihnen bekannt ist. Diejenigen Nutzer, die befürchten, ihre Konten könnten von den Cyberkriminellen infiziert worden sein, sollten so schnell wie möglich ihr Twitter-Kennwort ändern.

Drahtloser Papageien-Sprecher

Kabel sind furchtbar lästig. Sie stören optisch, sie stören beim Staubsaugen, sind zu kurz und permanent verknotet. Das hat scheinbar auch Hersteller Parrot gestört, denn die Parrot Zikmu lässt sich über vier Quellen mit Musik versorgen, zwei davon drahtlos; und sie sollen einen erstaunlich guten Klang in alle Richtungen liefern.

Von außen sieht die tischhohe schwarze Röhre mit dem breiten Fuß sehr elegant und unscheinbar aus. Sie besticht durch nüchterne Eleganz. Das Innenleben ist dagegen Hightech pur, denn das “Distributed Mode System (DML)” sorgt für eine gleichmäßige Klangstrahlung in alle Richtungen und damit für ein neues Stereogefühl.

Im Hörtest des Magazins stereoplay zeigt das Aktivboxenpaar, dass der Klang für 1.300 Euro sehr gelungen ist. Doch das größte Pfund ist die Anbindung. Die Box kann man per Bluetooth vom Handy oder iPhone, über WLAN vom Notebook oder auch direkt per iPod-Dock oder Cinch mit Musik versorgen. Im Test klappte die Funkanbindung in wenigen Sekunden und funktioniert sogar noch aus dem Nachbarraum.

Chefredakteur Holger Biermann ist begeistert: “Der Komfort ist gigantisch: Der Anwender zückt seinen Player, meldet sich kurz an und kann Sekunden später raumfüllend Musik hören - ohne ein Kabel.”

E-Mail vom Aussterben bedroht?

Statt per E-Mail wird immer mehr über Instant Messenger in Social-Networking-Plattformen kommuniziert. Dieser Trend hat weitreichende Auswirkungen auf die IT-Sicherheit, warnt F-Secure. Cyber-Kriminelle haben bereits auf diesen Wandel reagiert und ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken erhöht. Dem Kommunikationswandel muss eine Sensibilisierung für die Inhalte folgen, fordert der finnische Sicherheitsexperte.

Immer mehr Menschen sind rund um die Uhr mit ihrem Computer oder Smartphone online, anstatt sich regelmäßig ein- und auszuloggen, um eine E-Mail zu versenden.

Der rasche Wachstum von Facebook und Twitter ist genau darauf zurückzuführen, denn der permanente Online-Status ermöglicht den Anwendern per Chat eine noch schnellere Kommunikation als per E-Mail. Laut einer Statistik von Nielson Co. hat sich die Zahl der Nutzer von sozialen Netzwerken und Communities von August 2008 bis August 2009 um 31% erhöht - der allgemeine E-Mail-Verkehr nahm der Studie zu Folge nur um 21% zu. Es mag zu früh erscheinen, den Tod der E-Mail zu verkünden, die Zahlen sind allerdings deutlich.

Blu-ray-Player als Mediazentrale

Allen Alltagsproblemen zum Trotz: In den vergangenen Monaten haben die Hersteller von Blu-ray-Playern die Fähigkeiten ihrer Geräte massiv ausgebaut. Selbst günstige Player beherrschen unterschiedliche Film- und Bildformate, schreibt das Computermagazin c’t im Sonderheft “Home Entertainment”.

“Im Vergleich zu den ersten Generationen von Blu-ray-Playern stellen sich die Hersteller der neuen Geräte weitaus besser auf die Bedürfnisse der Anwender ein”, erklärt c’t-Redakteur Nico Jurran.

Verschiedene Player konnten schon vorher MP3-Musik abspielen und JPEG-Bilder wiedergeben. Einige beherrschen jetzt aber auch die HD-Video-Wiedergabe von USB-Wechselmedien in verschiedensten Formaten. Genauso kann man Videos (AVCHD), die mit HD-Camcordern aufgenommen wurden, in der Regel abspielen.

Viele Blu-ray-Player haben auch eine Ethernet-Buchse, also einen Netzwerkanschluss für eine Verbindung zum PC und ins Internet. Bislang wurde sie vor allem für Firmware-Updates und “BD-Live” genutzt, bei dem Inhalte passend zum eingelegten Film vom Server des betreffenden Hollywood-Studios nachgeladen werden. Nun können die ersten Player auch auf Videos, Fotos, und Musik im heimischen Netz zugreifen. Allerdings müssen die meisten Hersteller diese Funktion noch deutlich nachjustieren, wie der c’t-Test zeigt.

Beim Kauf sollte man deshalb darauf achten, dass die Blu-ray-Player möglichst Standards wie UPnP AV für Audio- und Video-Streaming folgen. Andere Hersteller setzen vermehrt auf den Zugang zu Webdiensten wie YouTube.

Trotz aller Fortschritte können die Blu-ray-Player mit den Multimedia-Fähigkeiten der Playstation 3 Slim noch nicht mithalten - die Spielkonsole bringt einen Blu-ray-Player ab Werk mit. Die Bildqualität ist bei allen getesteten Geräten hervorragend, die Unterschiede sind minimal.

Virtuelle Reise durch den menschlichen Körper

Ist der Schatten auf der Computertomographie wirklich ein Tumor? Wenn Ärzte bei schwierigen Fragen ihre Kollegen um Rat fragen, können sie das jetzt vom heimischen Computer aus tun. Medizinische Untersuchungsbilder mit riesigen Datensätzen lassen sich dort mit dem Programm ImageVis3D darstellen, das von dem Saarbrücker Informatiker Jens Krüger im Team an der Universität von Utah entwickelt wurde. Mit ihren besonderen Funktionen ist die Software bisher weltweit einzigartig. Auch an kleineren Rechnern lassen sich damit blitzschnell umfangreiche 3-D-Daten darstellen und verändern. Seit kurzem ist dies sogar mit Hilfe einer kostenlosen Anwendung auf dem iPhone möglich.

Das Programm ImageVis3D wird bisher vor allem in der Medizin eingesetzt, um wissenschaftliche 3-D-Bilder zum Beispiel aus der Computer- oder Magnetresonanztomographie aufzurufen und zu verändern. An jedem gewöhnlichen Computer können damit Wissenschaftler und Ärzte den menschlichen Körper genauer studieren und medizinische Probleme bewerten. Aber auch hochauflösende geografische Bilder, wie die Satellitenbilder von Google Earth, können damit verändert werden. Bisher war die Bearbeitung solcher riesigen Datenmengen nur an leistungsstarken Computern möglich.

Seit kurzem kann sogar der vergleichsweise kleine Rechner eines iPhones dafür eingesetzt werden, um Bilder des menschlichen Körpers zu visualisieren. ImageVis3D Mobile heißt die Anwendung, die im App Store der Firma Apple kostenfrei heruntergeladen werden kann. In den ersten Tagen machten davon schon mehrere tausend Nutzer Gebrauch. Das Programm ImagelVis3D lässt sich auch in andere Softwareumgebungen leicht integrieren und ist durch seinen modularen Aufbau flexibel einsetzbar. Es basiert auf einer Software, die am Institut Science Computing and Imaging (SCI) der Universität von Utah entwickelt wurde.

Etwa ein Jahr lang hat Jens Krüger in Salt Lake City an dem Programm gearbeitet, unterstützt von dem Software-Entwickler Tom Fogal, der an der Universität von Utah forscht. Als Teil eines biomedizinischen Projekts wurde ImageVis3D vom amerikanischen Gesundheits- und Energieministerium finanziert. Seit kurzem leitet Jens Krüger eine Forschergruppe im Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ (MMCI) der Universität des Saarlandes. Die Forschergruppe ist am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken angesiedelt. Dort wird Jens Krüger sich noch intensiver damit beschäftigen, wie man ganze 3-D-Welten auf kleine Rechner bringen kann.

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Überall Trends

Sonntag, 01. November 2009

Trends sind eine seltsame Sache. Mal scheinen Sie aus einer Mischung aus Angst und Gier zu entstehen, wie etwa der Trend vieler Unternehmen, schon bei kleinsten Anlässen mit der kostenbewehrten Abmahnkeule zuzuschlagen, mal scheinen Sie aus einer gewissen unbedarften oder auch berechnenden Arglosigkeit und gänzlich ungewollt zu entstehen, wie etwa die in letzter Zeit so gern auftretenden Datenverluste bei Firmen und in Web-Communities. Andere Trends wieder sind, wie der immer stärker werdende Drang zu Kontrolle und Zensur, politisch motiviert.

Und dann gibt es da noch Trends, die noch gar keine sind, sondern das Bestreben, ganz neue Geschäftsideen um- und durchzusetzen. Einen solchen geschäftsgetriebenen Trend versucht gerade die amerikanische Supermarktriese Wal-Mart zu etablieren. Dort versucht man, den Kunden nun auch Särge „von der Stange“ zu verkaufen – eine Idee, die vor allem auch bei Bestattern auf Kritik stößt.

Die Supermarktkette bietet eine komplette Angebotspalette von einfachen Sargausführungen ab etwa 895 Dollar bis hin zu Luxusmodellen für 2.899 Dollar an. Während die Bestatter die mangelnde Beratung monieren, kontert Wal-Mart mit zinsfreien Finanzierungsmodellen und 48 Stunden Lieferzeit.

Wir werden sehen, ob es hier bei einer skurrilen Marketingidee bleibt oder ob Wal-Mart damit tatsächlich einen Trend etablieren kann.

Handynutzung bei älterer Generation

Ein weiterer Trend ist mit Sicherheit, dass das Handy nun ach in der älteren Generation angekommen ist. Auch ältere Menschen nutzen zunehmend das Mobiltelefon, um Kontakt zu halten – allerdings hat diese Zielgruppe auch ganz spezielle Anforderungen an ein Handy.

So möchten die Senioren meist nicht viel Schnickschnack an ihrem Mobiltelefon, sondern sind auf der Suche nach einem leicht bedienbaren, übersichtlichen Gerät. Das haben nun endlich auch einige Hersteller erkannt und bieten Telefone an, die an die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sind.

“So genannte Senioren-Handys sind wesentlich einfacher zu bedienen und verfügen meist über größere Tasten als herkömmliche Modelle. Um Senioren nicht unnötig zu verwirren, verzichten sie in ihrer Ausstattung auf Spielereien wie Kamera, Musikplayer oder Internetzugang”, erklärt Handyexperte Thorsten Piontek vom Portal 24mobile.de.

Nicht zu unterschätzen ist die Funktion eines Handys als Notrufgerät. Manche der Seniorenhandys verfügen daher nicht nur über besonders laute Klingeltöne, sondern auch über einen deutlich gekennzeichneten Notrufknopf oder sogar eine GPS-Ortungsfunktion.

Kreativität im eigenen Video

Definitiv ein positiver Trend ist LipDub, ein Phänomen, über das ich bereits ausführlicher berichten konnte. Dabei werden YouTube-Nutzer kreativ und inszenieren Ihre eigenen Videos, in denen die Songs bekannter Künstler lippensynchron vorgespielt werden.

Doch es geht um mehr als die schlichte „Elvis für Arme“-Aufnahme. LipDub-Aufnahmen sind vielmehr aufwendig inzenierte Führungen durch Büros oder Hochschulen. Der Clou dabei: Das gesamte Video wird im Idealfall ohne Schnitt als “single shot” abgedreht. In jedem Fall absolut sehenswert, wie ich finde.

Der Begriff selbst ist zusammengesetzt aus den Worten Lips (= Lippen) und Dubbing (= Synchronisieren) und meint so etwas wie “lippensynchron”. Die Idee von LipDub besteht darin, das zu tun, was viele Showstars tun, wenn sie vorgeben, bei einem Auftritt zu singen: die Lippenbewegung zu einem Stück, das vom Band kommt, zu liefern. Man erweckt also, wie beim Playback, den Eindruck, man würde selbst singen.

Raus auf die Straße

Unternehmen leben oft in ihrer eigenen Welt und folgen eigenen Trends – nicht immer zum Nachteil der Anwender. So gibt es seit geraumer Zeit im Bereich Fotografie und Bildbearbeitung den Trend, den Kunden auf so genannten „Roadshows“ nicht mehr nur Produkte eines Herstellers zu präsentieren, sondern auch Wissen zu vermitteln.

So tun sich oft mehrere Unternehmen zusammen und bereisen mit einigen Experten die Republik, um auf Tuchfühlung mit Kunden und Interessenten zu gehen, Feedback einzuholen und die Anwesenden auf die Unternehmen positiv zu stimmen.

Wie so etwas aussehen kann, zeigt beispielsweise die „Creative Alliance Tour“, bei der Wacom, Adobe, HP, Nikon, X-Rite und Nik Software zusammengetan haben, um den gesamten Umfang des Foto-Hobbys vorzustellen. Und wie es nun mal so ist, wenn man sich nicht mehr im geschützten Büro oder dem ähnlich sicheren Messestand befindet, kommt so eine gewisse Stimmung von Rock’n’Roll auf, die sogar die eine oder andere Panne entschuldigt. Schauen Sie sich so eine Roadshow einmal an, wenn Sie Gelegenheit haben.

Navigation mit dem Handy

Auch Navigationsgeräte liegen im Trend – vor allem dann, wenn sie in Mobiltelefone integriert sind. Das ist zunächst nicht mehr neu, aber auch hier scheint es noch Raum für Überraschungen zu geben, zumindest, wenn man Google heißt.

Das Unternehmen hat für Mobiltelefone, die unter Googles Android-Betriebssystem laufen, einen kostenlosen Navigationsservice vorgestellt und damit für einige Furore gesorgt. Google wird, so heißt es, für Maps eine GPS-Erweiterung anbieten, die 3D-Karten und sogar eine Sprachsteuerung enthält.

Das angekündigte “Maps Navigation” soll zunächst in den USA starten und setzt Android 2.0 voraus. Für Anbieter für TomTom oder Garmin dürfte das aber wohl keine wirklich beruhigende Nachricht sein, denn es ist nur eine Frage der Zeit, wann “Maps Navigation” auch in Europa verfügbar ist.

Die Navigations-Anwendung soll Routen berechnen, die dazugehörigen Karten anzeigen und die bekannten Sprachanweisungen ausgeben können.

Betaversion von OpenOffice.org 3.2

Als Trend kann man getrost auch die Nutzung von OpenSource-Software bezeichnen. Immer mehr Anwender geben kostenfreien Büropaketen, wie etwa dem bekannten OpenOffice.org, den Vorzug vor kommerziellen Produkten.

Auch die OpenSource-Produkte werden kontinuierlich verbessert und gepflegt, mitunter sogar besser als die teuer gehandelten Kaufprodukte. Von OpenOffice.org ist derzeit eine neue Beta-Version für die Version 3.2 des Büropaketes erschienen, die den Anwendern die Möglichkeit geben soll, die neuen Funktionen kennenzulernen.

Die englischsprachige Betaversion von OpenOffice.org 3.2 ist eine Vorabversion der endgültigen Version, die im Dezember erscheinen soll.

Eine Liste mit Änderungen gegenüber der Vorgängerversion steht unter http://wiki.services.openoffice.org/wiki/Feature_Freeze_Testing_3.2 zur Verfügung, und Interessierte finden den Download unter http://download.openoffice.org/next/.

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