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Artikel mit ‘3D’ getagged

Riesen in Berlin

Sonntag, 04. Oktober 2009

In Berlin treffen sich die „Kleine Riesin“ und der „Große Riese“ – es wird ein Märchen erzählt, dass durchaus dem Tage angemessen ist und kommt, so eindrucksvoll es ist, tatsächlich völlig Low-tech daher. Kein Computer steuert die Bewegungen, keine Animation befördert die Wirkung, die die fantastischen Figuren der von der Straßentheater-Compagnie Royal de Luxe inszenierten Geschichte vom Wiederfinden nach langer Trennung ausstrahlen.

Die beiden, 15 und 7,5 Meter hohen Marionetten werden von Tragekonstruktionen gehalten, die sie durch die Straßen wandern lassen. Für den Zauber ihrer unglaublich lebensecht wirkenden Bewegungen sorgen allein beim Großen Riesen 30 sogenannte „Liliputaner“, also jene Akteure, die der 2,5 Tonnen schweren Marionette Leben einhauchen. Die Kleine Riesin bringt im Vergleich zu ihrem Onkel immerhin noch 800 kg auf die Waage.

Die Geschichte beginnt so fantastisch wie ein Riesen-Märchen nur beginnen kann: Vor langer, langer Zeit, als Berlin noch ein Sumpfgebiet war, lebten dort Riesen. So auch der Große Riese und seine Nichte, die Kleine Riesin. Als eines Tages Land- und Meeresungeheuer die Stadt entzweirissen, einen Teil mit Mauern umschlossen und so die Riesen trennten, begann für beide eine schmerzvolle Odyssee. Während die Kleine Riesin sich mit ihrem Boot auf die Suche nach ihrem Onkel begab, gelang es dem Großen Riesen nach vielen Jahren, den schlafenden Geysir am Meeresgrund zu finden. Unsaft geweckt, lässt dieser die Erde erbeben und bringt so die Mauer zum Einsturz – der Weg für ein Wiedersehen ist geebnet.

Bevor der Große Riese am 3. Oktober am Humboldthafen der Spree entstieg und sich auf die Suche nach seiner Nichte begab, wachte diese einen Tag zuvor mit ihrem Boot vor dem Roten Rathaus auf, neben sich einen geheimnisvollen Postsack. In dem Postsack der Kleinen Riesin befanden sich Briefe und Karten, die von der Stasi abgefangen und gelesen wurden und vielleicht niemals ihre Empfänger erreichten. Den Sack im Schlepptau, machte sich die Kleine Riesin auf den Weg, ihren Onkel zu finden.

Die Suche der beiden Riesen quer durch die ehemals geteilte Stadt führte sie an geschichtsträchtige Orte im historischen Zentrum Berlins wie Unter den Linden, Checkpoint Charlie, Potsdamer Platz und endete schließlich am Brandenburger Tor.

Und doch, ohne Computer und Internet wäre es viel schwieriger für uns, die wir nicht vor Ort sein können, den Weg der Kleinen Riesin und des Großen Riesen durch Berlin mitzuerleben. So gibt es beispielsweise bei Arte eine interaktive Karte, über die man den Weg der Riesen verfolgen und per Webcam beobachten kann.

So, nun aber zu den anderen Neuheiten dieser Woche.

Die PC-Benutzeroberflächen der Zukunft

Daniel Melanchthon, ein Microsoft Technologieberater, hat im Interview mit dem Online-Portal magnus.de einen interessanten Ausblick auf das gegeben, was uns wohl in naher Zukunft als Benutzeroberfläche des PCs erwartet. Melanchthon zufolge ist der Touchscreen dabei erst der Anfang einer ganzen Reihe von wirklich spannenden Entwicklungen.

Wir haben in der letzten Zeit einen erheblichen Sprung in der Entwicklung erlebt. Während sich in den letzten 30 Jahren die Nutzung von Computern kaum verändert hat, wurde mit der Einführung von Touchscreens, wie wir sie derzeit bei Smartphones finden, eine gänzlich neue Art der Bedienung etabliert, die sich schon bald auch bei PCs wiederfinden wird. So hat etwa Microsoft in Windows 7 bereits berührungsempfindliche Steuerfunktionen eingebaut.

„Was wir zukünftig sehen werden, sind intelligentere Bildschirme. Menschen verbinden bei dem Wort Computer immer einen grauen Kasten und ein Display, das auf dem Tisch steht. Doch mittlerweile gibt es auch einen Trend, der zu kleineren, leistungsfähigen Geräten geht”, sagte Melanchthon.

Der aktuellen Nutzergeneration, den “Digital Natives” sei es aber nicht mehr wichtig, Schallplatten zu kaufen oder Tapes zu besitzen.

Sie wollen alles online und von überall Zugriff haben”, erklärte der Microsoft-Manager.

Das Betriebssystem müsse dabei in der Lage sein, sich anzupassen und dürfe nicht der limitierende Faktor werden. Eine Lösung sind für Melanchthon gebogene Displays, die dem Nutzer einen Rundblick bieten, visuelle Steuerung durch Bewegungen im Raum oder große Display-Tische, die mit den intelligenten Endgeräten kommunizieren.

“Die Frage wird sein, wie aufwendig die Technik sein wird. Der Weg geht weg vom LC-Display hin zu LEDs. Gut geeignet sind auch OLEDs, also organische Displays, die immer dünner werden. Aber auch Gegenstände können zu Bildschirmen werden”, betonte er.

Die Auflösung dürfe gleichzeitig nicht zu hoch ausfallen: “In einer internen Nutzerstudie haben wir festgestellt, dass dies viele Menschen überfordert, die eine Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixel oder höher nutzen. Die Hälfte von diesen schalten bewusst auf eine geringere Größendarstellung zurück”.

(tok)

Von der intelligenten Suche zum Holodeck

Die Welt der Computer steht einmal mehr vor einem entscheidenden Umbruch in den Anwendungsmöglichkeiten. War es zunächst die Verschmelzung schlichter Daten mit Bildern, Musik und Animationen, so kommen aktuell immer mehr Versuche hinzu, den PC haptischer zu machen. So gibt es neue Bedienkonzepte, die unter anderem berührungsempfindliche Bildschirme umfassen, die in Gegenstände integriert sein können und so beispielsweise aus dem Wohnzimmertisch ein interaktives Spiel- und Präsentationsmöbel machen. Noch einen Schritt weiter denken bereits einige Forscher, wie etwa der MP3-Miterfinder und Leiter des Fraunhofer Instituts für Digitale Medientechnologie, Karlheinz Brandenburg.

In einem Interview mit Focus Online betont der Wissenschaftler, dass es in den nächsten 20 Jahren immer wichtiger wird, das Angebot an Daten zu organisieren. Suche und Verwaltung unserer Medien werden zu wichtigen Schlüsseltechnologien, die Qualität wird als Faktor in den Vordergrund rücken.

Die Medienangebote werden zunehmend individualisierter. In diesem Zusammenhang sieht er eine Entwicklung hin zu einer Verschmelzung von Kino und Computerspielen, eine Einbindung von 3-D-Video- und Audiotechnologien und einer stärkeren interaktiven Komponente, mit der die Menschen weiter in die Medienwelten eintauchen können. Er selbst beschreibt diese Entwicklung als Schritt in Richtung „Holodeck“.

Dabei spielt in seinen Augen auch das „Cloud Computing“ eine große Rolle – Daten und Inhalte werden nicht mehr lokal an einem Ort verfügbar sein, sondern weltweit verteilt sein.

Gefährliche Zukunft für den Mac?

Eine wenig erstrebenswerte Zukunftsentwicklung beschreibt der Sicherheitsanbieter Symantec für die Nutzer von Apple-Rechnern. Die Sicherheitsexperten haben festgestellt, dass die Anwender, die sich durch das leichtsinnige Herunterladen von Raubkopien der Produkte iWork 09 und Photoshop CS 4 mit Schadsoftware infiziert haben, nun Teil eines Botnetzes geworden sind.

Die Symantec-Entwickler beschreiben erste Versuche der infizierten Rechner, ein Mac-Botnetz zu generieren. Allerdings sind Mac-Nutzer noch immer weitgehend sicher vor Viren, Trojanern und Würmern, wenn Sie nicht völlig unvorsichtig zu Werke gehen und aktiv die Schadsoftware herunterladen und starten. Noch müssen wir also nicht mit einem sprunghaften Anstieg der Mac-Bots rechnen, auch wenn dieses Bot-Netz schob so etwas wie ein Novum darstellt.

Mag man einem Anwender, der illegale Software herunterlädt, noch aus Schadenfreude eine Infizierung gönnen, so sind die weiteren Folgen für andere Anwender natürlich unabsehbar, wenn Sie mit einer solchen Virenschleuder in Kontakt kommen. Von daher kann nach wie vor nur dringend vor der Beschaffung von illegaler Software aus dubiosen Quellen gewarnt werden.

Weniger Strippen – Messless-Universal-Ladegerät

Im privaten Umfeld und im Büro kommen oft genug gleich mehrere mobile Gadgets gleichzeitig zum Einsatz - vom iPhone über den Nintendo DS bis hin zur Digitalkamera. Jedes Gerät bringt sein eigenes Kabel zum Aufladen der Akkus mit.

Das mit den Ladegeräten der mobilen Geräte, das ist so eine Sache. Die Kabel zum Aufladen von Handys, Spielekonsolen, MP3-Playern oder Digitalkameras sehen alle gleich aus, passen aber immer nur an ihr “eigenes” Gerät. Schnell geht da ein Kabel verloren - und es fällt nicht einmal auf, bis es dann doch dringend benötigt wird.

Diesen Kabelsalat will das Universal-Ladegerät Messless beseitigen. Das von Guigiaro designte Gerät sieht dazu auch noch ganz ansehnlich aus. Es präsentiert sich als runde, schwarze Scheibe mit 20 Zentimetern Durchmesser, aus der vier Adapter-Slots herausragen. Handys, iPhones, mobile Spielekonsolen oder PDAs lassen sich einfach auf einen der Adapter stecken - schon kann der Ladevorgang beginnen. Mit der Hilfe verschiedener Adapter sollen über 2.000 verschiedene Geräte an dem Gerät aufgeladen werden können.

Das Messless-Gerät erlaubt es, bis zu vier Adapter gleichzeitig zu verwenden. Ausgeliefert wird das Universal-Ladegerät mit sechs Adaptern für die Anschlüsse Nokia normal, Nokia mini, PSP, Mini USB, Apple und Sony Ericsson K75.

Für 7,95 Euro lassen sich einzelne Adapter nachkaufen. Zusätzlich zu den sechs genannten Adaptern gibt es auch noch die Anschlüsse Nintendo DS lite, das Sony Ericsson T28, Samsung Handys oder für einen micro-USB-Anschluss. Weitere Adapter sollen folgen, sobald neue Geräte mit neuen Anschlüssen vorliegen.

Alle Adapter werden über USB an die Messless-Ladestation angeschlossen. Sie können demnach auch auf Reisen mitgenommen und unterwegs etwa direkt und ohne das Messless-Gerät an ein Notebook angeschlossen werden.

Das Gerät ist für rund 69 Euro in Elektronik-Fachmärkten und online beispielsweise bei Amazon erhältlich.

Individuelle Alt-Technologie durch High-tech

Können Sie sich vorstellen, ganz genau auf Sie zugeschnittene Zeitungen oder Broschüren zu erhalten? Ich meine damit nicht per PDF oder auf einer Webseite, sondern so ganz „old fashioned“ auf Papier? So etwas ist heute ebenso möglich wie das bereits bekannte Erzeugen individueller Online-Zeitungen aus unterschiedlichen Internet-Quellen.

Für das Unternehmen medieninnovation.com, das an einer solchen Dienstleistung arbeitet, hat die Gesellschaft für Informatik soeben den Innovationspreis verliehen.

News2Paper heißt das Projekt des rührigen Kölner Unternehmens. Dabei handelt es sich um ein professionelles Informations- und Layout-System zur massenhaften Fertigung kundenindividueller Druckerzeugnisse.

“Die Innovation News2Paper verringert Informationsüberflutung - eines der zentralen Probleme einer zunehmend digitalisierten Welt. Mit wenig Aufwand können sowohl inhaltliche Interessen als auch Drucksatzformate in News2Paper personalisiert werden”, heißt es in der Begründung der Gesellschaft für Informatik.

Das weltweit patentierte System und Verfahren zur massenhaften Erstellung kundenindividualisierter Druckerzeugnisse ermöglicht eine Reihe neuartiger Medienprodukte. Insbesondere werden auf Grundlage des Verfahrens individualisiert gedruckte Zeitungen möglich, die auf den Abonnenten zugeschnittene Inhalte und Werbung enthalten und als herkömmliche Zeitung in den heimischen Briefkasten zugestellt werden.

Eine spezialisierte Version von News2Paper ist bereits auf der Website www.news2paper.com im Einsatz. Dort kann jeder aus unterschiedlichsten Internet-Quellen seine eigene Online-Zeitung automatisch erstellen lassen.

3D-Modell in Google Earth

Computerwissenschafter des Georgia Institute of Technology haben ein System entwickelt, mit dem der virtuelle Globus Google Earth mit Echtzeit-Videos angereichert werden kann. Das Team hat dafür diverse Überwachungs- und Webkameras in Atlanta angezapft und die digitalen Satellitenbilder mit Video-Aufnahmen von Sportereignissen, Verkehrsströmen, Fußgängern und dem Wetter verknüpft.

Im Detail sucht das System in den diversen Video-Feeds nach sich bewegenden Objekten und verwandelt diese dann in animierte 3D-Modelle. Objekte, die sich beispielsweise auf einer Straße bewegen, werden in zufällig ausgewählte 3D-Automodelle verwandelt. Mit Fußgängern am Gehsteig oder mit Sportlern im Stadion wird genauso verfahren, nur eben mit beliebigen 3D-Figuren. Das System soll auf diese Weise die Privatsphäre schützen, da Details über die Personen oder über Autos (zum Beispiel Kennzeichen) unkenntlich gemacht werden.

Um Bewegung in die virtuellen Städte zu bringen und dem Augmented-Reality-Ansatz näher zu kommen, bieten sich laut den Wissenschaftern viele Möglichkeiten. Beispielsweise würde die Integration von lokalen Wetterdaten einen völlig neuen Weg eröffnen, um die aktuellen Wetterbedingungen in einer Stadt zu verfolgen. Auch für Sportübertragungen sehen die Forscher großes Potenzial. Ramesh Raskar vom Massachusetts Institute of Technology Media Lab sagt, dass dieses Upgrade von den meist statischen virtuellen Globussen ein eindrucksvoller erster Schritt sei, um es Nutzern möglich zu machen, Geschehnisse an irgendeinem Ort der Welt in Echtzeit verfolgen zu können. Durch Inhalte, die Nutzer über Smartphone-Videokameras und andere Applikationen verbreiten, könnte dieses Erlebnis noch weiter bereichert werden, so Raskar.

In der Zwischenzeit lassen die Entwickler von Google Earth mit einem neuen Feature aufhorchen. Vor kurzem wurde eine 3D-Weltkarte veröffentlicht, die die vorhergesagten Auswirkungen des Klimawandels bis ins Jahr 2100 simuliert. Die Daten dazu, die das Ausmaß der erwarteten Temperatur- und Niederschlagsveränderungen anhand mehrerer Szenarios zeigen, liefert das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Die neuen Tools wurden in Partnerschaft mit der dänischen Regierung und anlässlich der bevorstehenden UN Climate Change Convention (COP15) im Dezember vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nutzer können mithilfe dieses Tools die prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels in ihrem eigenen Land entweder durch Installieren eines Plug-ins bei Google Earth oder auf der speziell dafür eingerichteten Webseite http://www.google.com/landing/cop15/ betrachten. Derzeit werden nur wahrscheinliche Temperatur- und Niederschlagsveränderungen angezeigt, allerdings sollen bald Modelle folgen, die auch den Anstieg des Meeresspiegels, das Schmelzen der Polarkappen sowie den zunehmenden Wassermangel veranschaulichen sollen. Prominente Unterstützung erhält das Google-Projekt von Klimawandel-Aktivist Al Gore, der sich erhofft, dass das 3D-Modell mehr Leute dazu bringt, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

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Elektronische Kopfgelder?

Sonntag, 27. September 2009

Kopfgelder für infizierte Rechner - ist das die Zukunft der schönen Computerwelt? Jedenfalls ist es das, worüber das Sicherheitsunternehmen Sophos im Rahmen der Virus-Bulletin-Konferenz in Genf berichtet hat. Das Unternehmen will entdeckt haben, dass eine Gruppe von Cyberkriminellen in diesem Jahr ein Kopfgeld für infizierte Macintosh-Rechner ausgesetzt hat. 43 Cent, so heißt es, sollen die Gangster für jeden mit Malware infizierten Apple-Rechner geboten haben.

Sicherheitsspezialisten sehen hier gut organisierte kriminelle Netzwerke am Werk, die ihre „Dienstleistungen“ über Untergrund-Foren, so genannte Black Markets, anbieten.

Interessant an diesem Fall ist die Wahl von Apple-Rechnern als Angriffsziel, was auf ein zunehmendes Interesse der Gangster an der bisher als relativ sicher geltenden OS-X-Plattform schließen lässt.

Wie Sophos mitteilte, sind derartige „Kopfgelder“ durchaus üblich – sie werden an Webmaster gezahlt, die wissentlich infizierte Programme über ihre Seiten in Umlauf bringen. Auch für die Infektion von Windows-Rechnern wird gezahlt, hier sogar bis zu 55 Cent.

Häuser ausdrucken statt mauern

Die 3D-Drucktechnik wird immer spannender. Konnten bisher nur relativ kleine Produktentwürfe mit Kunststoff- oder Keramikpulver und flüssigen Bindemittel „gedruckt“ werden, drängen jetzt weitere Anwendungsmöglichkeiten in den Markt.

So hat ein Team von Ingenieuren und Künstlern am Solheim Rapid Manufacturing Laboratory der University of Washington (UW) hat ein Verfahren entwickelt, mit dem mittels eines herkömmlichen 3D-Druckers auch gläserne Objekte hergestellt werden können. Dabei wird eine spezielle Mischung aus Glaspulver und Bindemittel eingesetzt, um mit dem Drucker Glasgegenstände zu erzeugen, die anschließend gebrannt werden.

Noch spannender ist aber, was die britische Firma D-Shape mit ihrem riesigen 3D-Drucker anstellt. Hier kommen Sand, Mineralstaub und Kies aus den Düsen und werden zu hausgroßen Pavillons oder nachgefertigten archäologischen Fundstücken verarbeitet, wie das Magazin Technology Review schreibt.

Das Gerät von D-Shape gilt als der größte 3D-Drucker der Welt und ermöglicht ganz nee Möglichkeiten und Ideen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten in naher Zukunft ein Haus am Rechner aus einem Katalog auswählen und es würde einfach direkt vor Ihrer Nase bezugsfertig „gedruckt“.

Gut, das ist jetzt noch etwas sehr viel Zukunftsmusik, aber beeindruckend ist die Technik allemal. Der Drucker besteht aus einem Aluminiumgerüst, das vor Ort aufgebaut wird und über das ein Druckkopf mit 300 kleinen Rüsseln in jede Richtung geführt werden kann. Schrittweise trägt der Drucker fünf bis zehn Millimeter dicke Schichten aus Sand, Mineralstaub oder Kies auf und verfestigt sie mit einem anorganischen Bindemittel. Für eine Schicht von 30 Quadratmetern benötigt das Gerät etwa zwei Minuten.

Nach einer Aushärtungszeit von einem Tag soll das Material nach Angaben von D-Shape ähnlich fest sein wie Sandstein oder Marmor. Das Bindemittel ist zwar teurer als Zement, aber da das Verfahren weitgehend ohne Handarbeit auskommt, soll es 30 bis 50 Prozent preiswerter als konventionelles Bauen sein.

Handy aus Holz

An einer wirklich zukunftsweisenden Idee arbeitet derzeit der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo. Dort hat man erkannt, dass Kunststoff nicht unbedingt das einzig mögliche Material ist, aus dem sich Handy-Gehäuse herstellen lassen und so hat man mit dem “Touch Wood” einen Prototypen entwickelt, der aus Holz besteht.

Das zur Herstellung benötigte Holz wird dabei umweltgerecht aus Bäumen gewonnen, die forstwirtschaftlichen Ausdünnungsverfahren zum Opfer fallen. Das dort anfallende Holz habe bislang kaum kommerzielle Anwendungen gehabt.

Während gängige Naturhölzer für Handygehäuse ungeeignet seien, so das Unternehmen, nutze man Zypressenholz, das in einem speziellen Verdichtungs-Formungsverfahren behandelt wird. Dadurch soll das Holzgehäuse robust und beständig gegenüber Wasser, Insekten und Schimmel sein, aber den Reiz des Holzes, wie eine eigene Maserung und die natürliche Farbe, bewahren.

Auf künstliche Farbstoffe oder Lacke soll bei diesem Prozess ganz verzichtet werden.

Digitale Inhalte per Kontaktlinse oder Implantat

Trendforscher – das sind Menschen, die einen Großteil ihrer Zeit in der Zukunft verbringen, oder, genauer gesagt, die für uns versuchen, herauszufinden, was in naher Zukunft alles möglich und gewünscht ist.

Dass die Grenzen zur Science Fiction dabei fließend sind, zeigte die „Future Network“-Konferenz zu, wie es heißt, „Technologieoutlook und IT-Trends“, die an der Universität Zürich stattfand. So spekulierte der Trendforscher Daniel Bischoff darüber, dass der Mensch wird immer online sein wird und daher zukünftig die Realität in Echtzeit um eine Ebene digitaler Inhalte erweitern wird.

Möglich sein soll dies nicht nur über die jetzt bereits bekannten mobilen Endgeräte und dazugehörige Technologien wie Bilderkennung, Webanbindung und entsprechende Displaytechnologien, sondern in Zukunft sollen auch Brillen, Kontaktlinsen oder gar winzige Implantate genutzt werden, um diese „digitale Überblendung der Realität“ zu ermöglichen.

Auch Visionen für derartige Anwendungen hat Bischoff bereits: So sieht er die Wohnungssuche der Zukunft als ein freundliches herumschlendern, bis man ein Haus findet, das einem gefällt. Dann wird es über die Kamera des Mobiltelefons anvisiert und schon erhält man über seine digitalen „Erweiterungen“ Informationen und weitere Auskünfte, etwa über freie Wohnungen, Mietpreise und die Kontaktdaten des Vermieters.

Natürlich könnten auch Spiele diese „überblendete Realität“ nutzen und den Spieler gewissermaßen während des Einkaufsbummels in seine Spielwelt versetzen.

3D-Elemente fürs Handy

Ab November ziehen 3D-Elemente in die Handy-Welt von Android-Smartphones ein – dann nämlich soll der AR-Browser (Augmented Reality) Layar virtuelle 3D-Objekte in die Kamera-Umgebungsansicht einbinden.

Wie es heißt, soll es durch die passend eingespielten 3D-Objekte und Texte zu einem „noch immersiveren, reichhaltigeren Nutzererlebnis” kommen – was immer das heißen mag. Fest steht aber wohl, dass es mit diesem Browser eine neue Möglichkeit für mobiles Marketing gibt.

Entsprechend sind die bislang zitierten Ideen auch noch sehr werblich ausgerichtet. So können beispielsweise Brauereien mit virtuellen 3D-Flaschen bestimmte Lokale als Nightlife-Hotspot markieren.

Zukunft (fast) von gestern: Netzwerk und WLAN aus der Steckdose

Schnell und sicher über das hausinterne Stromnetz zu Surfen ist für den stationären Desktop-PC in Nähe einer Steckdose eine attraktive Alternative zum klassischen Netzwerk, doch ein Hindernis für mobile Anwender, die die „letzte Meile“ vom Notebook zur Steckdose kabellos überbrücken möchten. Für beide Anwendergruppen möchte MSI mit seinen HomePlug-Geräten die passenden Lösungen anbieten.

Für den kabelgebundenen Anschluss gibt es den auf den klangvollen Namen hörenden Ethernet-Adapter „ePower 85AV+“ der, so das Unternehmen, mit nur wenigen Minuten Installationszeit für die Internetanbindung sorgen soll: Einfach zwei oder mehr Adapter an beliebige Steckdosen anschließen – schon soll ein leistungsfähiges Netzwerk in der ganzen Wohnung zur Verfügung stehen.

Der ePower 85AV+ stellt eine sichere Verbindung (128 Bit AES Verschlüsselung) mit dem 10/100 Mbit/s RJ-45 Netzwerkanschluss über das hausinterne Stromnetz her und bietet eine Bandbreite von bis zu 85 Mbit/s.

In der Version II ist es über die integrierte Steckdose möglich, den Stromanschluss trotz eingestecktem ePower 85AV+ weiter zum Anschluss von elektrischen Geräten zu verwenden. Der Netzfilter eliminiert dabei Störungen im 230-Volt Stromnetz und sorgt für bestmögliche Signalqualität und hohe Übertragungsraten.

Um auch die letzten Meter kabellos zu meistern, bietet MSI den „ePower 200AV WLAN AP“ mit integriertem Wireless-Modul an. An eine Steckdose angeschlossen, soll sich das Wireless-Modul über das hauseigene Stromnetz mit einem anderen LAN-Router verbinden und eine sichere 128bit-AES- und WPA2-Verschlüsselung aufbauen. Bis zu 300 Meter vom mobilen Endgerät zum „ePower 200AV WLAN AP“ und wiederum 200 Meter über das Stromnetz sollen dabei mühelos überbrückt werden können. Mit Bandbreiten bis zu 200 MBit/s und Datenpriorisierung über QoS (Quality of Service) soll eine störungsfreie und bestmögliche Übertragung erzielt werden.

Der Power-Line Adapter „ePower 85AV+ Ver. II“ ist für eine unverbindliche Preisempfehlung von 69 Euro, der „ePower 200AV WLAN 11n AP“ für 89 Euro ab Oktober im Fachhandel erhältlich.

Lassen Sie den Computer kochen

Hausfrauen und Hobbyköche können Ihre Schürze an den Nagel hängen. Nicht nur, dass immer mehr Roboter die Hausarbeit übernehmen, künftig kocht auch noch der Computer.

Ganz so weit ist es mit dieser Zukunftsvision zwar noch nicht, aber Computer helfen heute schon bei der intelligenten und fehlerfreien Erstellung von Kochrezepten. So können auch ungeübte Köche garantiert etwas Schmackhaftes zaubern und Hobbyköche ihrer Kombinations- und Innovationsfreude freien Lauf lassen.

Dies bewiesen die Softwarefirma Empolis und die Universität Hildesheim mit dem Weltmeister-Sieg der Koch-Software “CookIIS” beim „2. International Computer Cooking Contest“ (CCC), der kürzlich im Rahmen der „International Conference on Case-Based Reasoning“ in Seattle (USA) stattfand. “CookIIS” basiert auf einem maschinellen Lernverhalten der Anwendung “Empolis Research & Discovery” und wurde von einem Team der Universität Hildesheim entwickelt.

Beim CCC hatten die teilnehmenden Teams die Aufgabe, auf Basis einer bekannten und vor dem Wettbewerb festgelegten Rezeptsammlung ein Software-System zu entwickeln, das es bei der Menü-Planung und Zusammenstellung der Zutaten mit professionellen Sterne-Köchen aufnehmen kann. In einer Live-Show wurden die Systeme mit konkreten, vorher aber unbekannten, Aufgabenstellungen und Zutaten konfrontiert, auf deren Basis dann “gekocht” werden musste. Die entsprechenden Menü-Vorschläge der Computer wurden anschließend von einer internationalen Jury - inklusive eines Chef-Kochs - live bewertet und kommentiert.

Die finale und entscheidende Aufgabe im Wettbewerb, die CookIIS am besten löste, lautete “Pizza mit Lauch”. Unter den 1.500 Rezepten innerhalb der Datenbank gab es aus naheliegenden Gründen kein Rezept, das hierzu genau passte. CookIIS wählte aus der Datenbank die “No Meat Bean Burn Pizza” aus - mit dem Hinweis, Zwiebeln durch Lauch zu ersetzen. In den Augen der Fach-Jury stellte dies die kulinarisch und technisch überzeugendste Lösung dar.

Das Koch-Beispiel zeigt in anschaulicher Weise, dass Computer in der Lage sind, unstrukturierte Daten in nutzbare Informationen zu verwandeln - zumindest, wenn sie vorher mit intelligenter Software “gefüttert” worden sind. Was hier im Bereich Kochen möglich ist, ist natürlich auch für viele weitere Einsatzbereiche denkbar und wird auch bereits genutzt.

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Scannen Sie doch mal Ihr Frühstücksei

Donnerstag, 27. August 2009

Erst vorgestern konnte ich Ihnen über die rasante Entwicklung der Hologramm-Technik berichten und Ihnen einen der ersten Entwürfe für einen Computer zeigen, der vielleicht in naher Zukunft mit dieser dreidimensionalen Darstellung umgehen kann.

Doch bereits jetzt gibt es ganz greifbar und sogar bereits für Otto Normalanwender bezahlbare 3D-Technologien. So hat mich heute das Unternehmen Scanbull mit der Nachricht überrascht, einen 3D-Scanner für rund 400 Euro anzubieten.

Dieses „3D-ScanBook“ soll auf der IFA vorgestellt werden und soll dazu in der Lage sein, von beliebigen Objekten in kurzer Zeit 3D-Modelle zu fertigen. Die dazugehörige Software 3D-QuickCap soll im Handumdrehen einzigartige Produktpräsentationen erzeugen können.

Gewissermaßen als Weiterentwicklung des Flachbettscanners für Dokumente, den heute fast jeder nutzt, soll das neue Gerät die Form dreidimensionaler Objekte scannen können, um sie zum Beispiel in Internetplattformen wie eBay optimal präsentieren zu können.

Das kompakte 3D-Scansystem erlaubt es, kleinere Objekte (bis ca. 25 cm) zu digitalisieren und über die mitgelieferte Software in ein mit allen Betriebssystemen und Browsern kompatibles 3D-Format wie etwa Flash umzusetzen.

Angeblich kann man in nur drei Minuten einen solchen 3D-Scan durchführen. Die so gewonnenen Daten sollen sich dann in jede beliebige Anwendung exportieren und im Internet, in E-Mails, im Handy, in CAD-Systemen etc. nutzen lassen. Die Software soll sogar dazu in der Lage sein, mehrere Scans aus verschiedenen Sichtrichtungen automatisch zusammenzusetzen“ und so ein 360°-Rundum-Modell des Objekts zu erzeugen.

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Die Zukunft hat begonnen

Dienstag, 25. August 2009

Ich erinnere mich noch gut an die Science-Fiction-Serien aus meiner Kindheit. Auch an den ersten „Star Wars“-Film. Und an „Raumschiff Enterprise“, „Mondbasis Alpha1“ und natürlich die „Raumpatrouille“.

Alle diese Filme und Serien haben uns Entwicklungen gezeigt, die wir für nahezu unmöglich, in jedem Fall aber für unerreichbar hielten. In vielen Punkten hat die Realität inzwischen diese technischen Visionen inzwischen eingeholt, doch einige Bereiche erscheinen nach wie vor in den Bereich der unerfüllbaren technischen Wünsche zu gehören – so wie etwa die bewegten Bilder in der „Harry Potter“-Zeitung „Daily Prophet“.

Doch wie es scheint, ist auch das kein „Märchen von übermorgen“ mehr, sondern kann schon bald zum normalen Alltag gehören. Erst vor wenigen Tagen wurde gemeldet, dass im September einige tausend Exemplare des US-Magazin “Entertainment Weekly” mit einem nur 2,7 mm dünnen Folien-Display erscheinen werden. Hier werden dann allerdings nicht Dumbledore und Co. gezeigt, sondern ein Werbevideo des US-Senders CBS und ein Spot von Pepsi.

Ja, werden Sie sagen, aber an die Königsklasse des Science Fiction, die holographische Darstellung von Nachrichten und Daten, da reicht die Realität noch lange nicht heran. Sind Sie sicher? Erst vor ein paar Tagen konnte ich auf BasicThinking einen Artikel lesen, in dem über eine spannende Designstudie für eine neue Form von PC berichtet wird. Dieser PC soll nämlich dereinst das Konzept der “berührbaren Holographie”, das von Forschern an der Universität Tokio vorangetrieben wird, umsetzen.

Und was es da als Forschungsprojekt zu sehen gibt, ist wirklich einzigartig: virtuelle Bälle, die auf Handbewegungen reagieren, elektronische Regentropfen, die man dank einer ausgeklügelten Technik spüren kann und eine Reihe wirklich faszinierender Ideen, wie man Hologramme in der alltäglichen PC-Welt nutzen kann.

Ich habe das Gefühl, wir müssen gar nicht mehr so lang warten, um solche Geräte ganz selbstverständlich zu nutzen. Die Idee, dass aus meiner Tastatur ein virtuelles Blatt Papier fließt, während ich schreibe, finde ich jedenfalls schon ganz ansprechend …

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3D ist wieder in

Dienstag, 07. Juli 2009

Erinnern Sie sich noch an all de verrückten Experimente mit Kinofilmen, die man zwar schwarzweiß, dafür aber dreidimensional sehen konnte, wenn man sich mit eine Papprille mit roten und grünen Gläser aufgesetzt hat?

Nach dem kurzlebigen Erfolg gab es noch verschiedentlich Versuche, die 3D-Technik populär zu machen, zuletzt in einigen Fotobüchern und Bildbänden mit Rätselbildern, die sich einem nur per 3D-Brille erschlossen.

Nun feiert die Pappbrille mit den farbigen Gläsern ein Comeback – auf dem PC. Die 3D-Pappbrille und ein einfacher Treiber sollen Computerpiele, Filme oder auch Google Earth richtig räumlich darstellen. Auch dank der Unterstützung Hollywoods schickt sich die 150 Jahre alte Technik an, endlich breite Erfolge zu feiern – so orakelt zumindest das Computermagazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe.

3D-Ansichten auf ein zweidimensionales Bild gibt es schon länger als die Fotografie. Doch fristet die 3D-Technik seit 15 Jahrzehnten ein Nischendasein, nur unterbrochen von wenigen kurzen Erfolgen. Im Kino treiben jetzt Regisseure wie Steven Spielberg, James Cameron und Robert Zemeckis 3D-Produktionen nach vorn, in Cannes lief der Eröffnungsfilm in 3D. Auch die Kinozuschauer haben das dreidimensionale Erlebnis für sich entdeckt, was die Betreiber dazu veranlasst, massiv in neue Vorführtechnik zu investieren.

“Es sieht ganz danach aus, dass 3D-Technik zum Massenphänomen wird”, so c’t-Redakteur Jan-Keno Janssen.

In der Computerwelt gibt es bereits massenweise 3D-Inhalte, meist Spiele. Die einfachen Pappbrillen erzeugen daraus einen echten Raumeindruck. Voraussetzung dafür ist nur ein spezieller Treiber. Der aktuelle Nvidia-Grafikkartentreiber hat den passenden Modus bereits eingebaut. Wer eine Grafikkarte dieses Herstellers hat, braucht also keinen Zusatztreiber. Wermutstropfen: Bei einigen Spielen ist der Nvidia-Treiber recht lahm, zudem läuft er nur unter Windows Vista.

Der TriDef-Treiber kann das besser, ihn erhält man aber nur in einem Paket, das 49 US-Dollar kostet. Benutzt man eine ATI/AMD-Grafikkarte oder Windows XP, kommt der kostenlose iZ3D-Treiber in Frage.

“Wer damit einmal mit passenden Einstellungen die räumliche Perspektive bei Google Earth genossen hat, will das Programm nur noch mit 3D-Brille verwenden”, ist sich c’t-Experte Jan-Keno Janssen sicher.

Einen entscheidenden Nachteil haben die Pappbrillen allerdings: Sie stellen das Räumliche zwar einwandfrei dar, die Farbtreue lässt allerdings zu wünschen übrig. Wer darauf Wert legt, kann in spezielle Hardware wie einen 3D-Monitor investieren. Das Computermagazin c’t hat die Geräte in der aktuellen Ausgabe getestet, als Besonderheit finden die Leser außerdem eine 3D-Brille im Heft.

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