Symantec, Anbieter von PC-Sicherheitslösungen, weist mit einer Sommerhitparade der besonderen Art auf die Bedrohung unserer PCs durch Schadsoftware hin und legt dem Anwender damit natürlich auch nahe, sich ein entsprechendes Sicherheitsprodukt zuzulegen:
Von infizierten und daher gefährlichen Webseiten hat jeder schon einmal gehört, viele haben sogar schon Kontakt mit einer solchen Seite gehabt. Mit üblen Konsequenzen: Der eigene Rechner wurde von Schädlingen befallen, persönliche Daten wurden ausspioniert. Wie aber sind solche Seiten zu erkennen? Symantec hat aktuell eine Hitparade der 100 schlimmsten Webseiten zusammengestellt.
Basis dieser Top 100 des Grauens sind die Internetseiten, die von „Norton Safe Web“ identifiziert wurden. Die Zusammenstellung der Top 100 findet sich auf einer eigens von Symantec eingerichteten Webseite.
Nicht nur “Schmuddelseiten”
Kaum überraschend: Mit 48 Prozent entstammt fast die Hälfte der gefährlichsten Webseiten dem Sex- und Pornomilieu. Beunruhigender für die Nutzer ist die Tatsache, dass die übrigen “Horror”-Seiten aus den verschiedensten Bereichen kommen – von Jagd über Skating und Catering bis hin zu juristischen Angeboten und Unterhaltungselektronik.
Am häufigsten wird dabei Schadcode auf den Rechner des Opfers geladen, aber auch das Ausnutzen von Sicherheitsrisiken und Schwachstellen im Browser gehört zu den bevorzugten Angriffsarten. Im schlimmsten Fall reicht der einfache Besuch einer solchen Seite aus, so Symantec. Weder müsse der Anwender etwas herunterladen, noch irgendetwas anklicken. Trotzdem könne sich Schadcode auf den Computer einschleichen und im schlimmsten Fall sogar Daten auslesen.
Eine “normale”, infizierte Webseite enthält laut Analyse von Norton Safe Web etwa 23 Schädlinge beziehungsweise Gefahren. Dagegen bringen es die Gefährlichsten der Gefährlichen der Top 100 auf nicht weniger als 18.000 – einige der Top 40 sogar auf mehr als 20.000 Schädlinge pro Seite. Im Übrigen handelt es sich bei den meisten der identifizierten Seiten um alte Bekannte: Drei Viertel sind bereits seit über einem halben Jahr aktiv.
Natürlich werden solche Meldungen auch immer als Verkaufsförderung für die jeweilige Sicherheitsprodukte genutzt, doch ändert das zunächst nichts daran, dass man als Anwender im Internet einfach nicht vorsichtig genug sein kann. Wer heute noch ohne eine aktuelle Sicherheitslösung, ganz egal, von welchem Hersteller, im Web unterwegs ist, handelt schlicht fahrlässig.

