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Jugendliche im Netz

30. Juli 2009

In einem Newsletter des Bürger-CERT gab es mal wieder einige Zahlen zum Nutzungsgrad des Internet bei Jugendlichen. Nicht, dass hier etwas überraschen Neues mitgeteilt wurde, aber es ist doch interessant, zu sehen, welchen Stellenwert das Internet mittlerweile als Meinungs- und Informationsmedium hat.

Das Bürger-CERT zitiert dabei eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom, aus der hervorgeht, dass bereits 71 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen zu Hause das Internet nutzen. Bei den 11- bis 14-Jährigen sind es 93 Prozent, bei den Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren sogar 99 Prozent.

Interessanter als diese Zahlen ist dabei der Umstand, dass Messaging-Dienste dabei besonders beliebt sind – diese werden von 90 Prozent der 10- bis 17-Jaehrigen verwendet. Jeder Zweite stellt zudem auch eigene Fotos ins Internet.

Laut der Studie haben viele Eltern die Internet-Nutzungszeiten ihrer Kinder im Blick - jeder Zweite Nutzer zwischen 7 und 17 Jahren darf nur zeitlich begrenzt im Netz surfen. Und immerhin 38 Prozent der Eltern sprechen mit ihren Kindern über deren Online-Erfahrungen. Jeder Sechste mischt sich allerdings überhaupt nicht in die Internetnutzung seiner Kinder ein.

Wem, wie 32 Prozent der Eltern sagt, dass ihnen Informationen zum Kinderschutz im Internet fehlen, findet Tipps zum Thema “Schutz von Kindern im Internet” auf www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm.

Und passend zur Frage, was Jugendlichen so alles im Internet widerfahren kann, fragt sich das Bürger-CERT: Was kann man gegen Cyberbullying tun? Wie reagiert man am besten, wenn man im Internet rassistisch beleidigt wird?

Antworten auf diese und andere Fragen gibt die Broschüre “Klickt’s? Geh Nazis nicht ins Netz!”, die von Jugendschutz.net in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung herausgegeben wurde.

Die Broschüre richtet sich an 12- bis 15-Jaehrige und soll die Jugendlichen für Internet-Propaganda von Rechtsextremen sensibilisieren. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wo die Gefahren im Netz lauern, wie die rechtliche Lage ist und was der Einzelne tun kann, um sich gegen Rechtsextremismus zu wehren.

Die Broschüre steht auf der Jugendschutz.net-Webseite als PDF zum kostenlosen Download bereit oder kann bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden.

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