Man soll es nicht glauben, aber es gibt einen Prozentsatz von Mitmenschen, die aus Spam antworten. Man mag sich fragen, wer denn so leichtsinnig ist, auf Junk zu klicken? Aber fast ein Drittel der Anwender gaben zu, auf eine Nachricht geantwortet zu haben, von der sie annahmen, dass es sich um Spam handeln könnte. So jedenfalls das Ergebnis einer Umfrage, die von der Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG) veröffentlicht wurde.
Ebenso alarmierend ist, dass etwa 80 Prozent der Anwender bezweifeln, dass ihr Computer jemals davon bedroht ist, von einem “Bot” - einem heimlich eingeschleusten Virus, der ohne Wissen des Eigentümers Spam versenden oder einen anderen Schaden anrichten kann - infiziert zu werden.
Die Ergebnisse weisen auf ein mangelndes Bewusstsein bei den Anwendern hin, zumal Berichte der Branche bezeugen, dass Bots für die Erzeugung des größten Teils der heutigen unzulässigen E-Mails verantwortlich sind.
MAAWG hatte die Studie “A Look at Consumers’ Awareness of Email Security and Practices” (Ein Blick auf das Bewusstsein von Anwendern in Bezug auf die E-Mail-Sicherheit und -praktiken) in Auftrag gegeben, um das Verständnis der Anwender über die Bedrohungen bei der Übermittlung von Nachrichten zu beurteilen und festzustellen, auf welche Weise am Besten mit Anwendern zusammengearbeitet werden kann, um Bots und Viren aus den infizierten Systemen zu entfernen.
Der Bericht stützt sich auf 800 Interviews mit Computeranwendern in den Vereinigten Staaten und Kanada, die angegeben hatten, dass sie keine “Sicherheitsexperten” seien und die E-Mail-Adressen verwendeten, die nicht durch eine IT-Fachabteilung verwaltet wurden.
Die Untersuchungsdaten lassen das Bild von Anwendern entstehen, die zwar mit allgemeinen E-Mail-Bedrohungen vertraut sind, aber nicht unbedingt so wachsam oder vorsichtig sind, wie sie sein sollten, um sich aktiv gegen Spam, Online-Betrug und anderen E-Mail-Gefahren zu schützen. Unter den Anwendern besteht außerdem kein allgemeiner Konsens darüber, auf welche Weise Netzwerkbetreiber und die Branche mit den Anwendern interagieren sollen, um diese Probleme zu beheben.
Über zwei Drittel der befragten Anwender schätzten sich selbst in Bezug auf ihre Internetsicherheit als “sehr” oder “einigermaßen” sachkundig ein. Während die meisten Anwender Antivirus-Software verwenden und über die Hälfte angibt, nie auf verdächtigen Spam geklickt haben, fand die Untersuchung heraus, dass 21 Prozent keinerlei Maßnahmen ergriffen haben, um zu verhindern, dass missbräuchliche Nachrichten in ihrem Posteingang eingehen. Die Mehrheit der Anwender, 63 Prozent, würde ihrem Netzwerkbetreiber oder Antivirus-Anbieter einen Fernzugriff auf ihren Computer gestatten, um festgestellte Bots zu entfernen.
Der vollständige 60-seitige Untersuchungsbericht “A Look at Consumers’ Awareness of Email Security and Practices or ‘Of Course I Never Reply to Spam, Except Sometimes’” enthält Grafiken, detaillierte Ergebnisse und Analysen. Er steht kostenfrei auf der Website von MAAWG unter www.MAAWG.org zur Verfügung.


24. Juli 2009 um 08:48
Es muss unbedingt, gerade Senioren, klar gemacht werden, dass diese Art von E-Mail nicht geöffnet, sondern sofort gelöscht werden sollte. Leider ist es mir auch passiert. Drei Bilder erschienen auf meinem Rechner, die genausoschnell wieder verschwunden sind und auch im Suchprogramm nicht mehr aufzufinden waren. Die Frage ist wer hilft älteren Menschen, denen so etwas passiert. Nachdem Programme eineiger Anwender plötzlich bestellt werden sein sollten und anderes, habe ich mich entschlossen den Rechner abzuschalten.