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03. Februar 2010

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Wo geht es hin?

31. Januar 2010

Ob man nun das frisch vorgestelle iPad gut findet oder nicht – eins dürfte mit diesem neuen Apple-Tablet klar sein: der Trend geht eindeutig hin zu leicht zu bedienenden Multitouch-Geräten, die man eher per Fingerzeig als mit der Maus oder dem Stift bedient.

Apple hat, beginnend mit dem iPod touch und später mit dem iPhone, ein neues Designprinzip in der Welt mobiler Geräte etabliert, dem in ganz kurzer Zeit fast alle anderen Hersteller gefolgt sind. Wenn sich nun nichts völlig Unerwartetes ereignet, können wir davon ausgehen, in den nächsten Monaten unzählige iPad-Derivate unterschiedlichster Qualität sehen zu können.

Interessant ist dabei, dass sich diese Art der intuitiven Bedienung fast vollständig auf den Heim- und Hobby-Bereich konzentriert. Professionelle Anwender werden wohl noch geraume Zeit klassische Laptops und, etwa zur Bildbearbeitung, auf Grafiktabletts – etwa das Intuos von Wacom – setzen.

Interessenverband der iPhone-Entwickler setzt sich mit dem iPad auseinander

Im Interessenverband der deutschen iPhone-Entwickler (vieda) haben sich inzwischen 80 App-Programmierer zusammengeschlossen. Nach der Ankündigung des Apple iPads hat vieda sofort ein Stimmungsbild der App-Entwickler erhoben. Klare Aussage: Die vieda-Mitglieder begrüßen die Einführung des neuen Geräts, sehen aber die Notwendigkeit, bestehende Apps an das iPad anzupassen. Ein reines Übernehmen bestehender iPhone-Apps macht in ihren Augen keinen Sinn.

Es wird nicht mehr lange dauern und im iTunes Appstore liegen 200.000 Apps vor. Viele dieser Programme für den iPod touch und das iPhone stammen von deutschen Entwicklern. vieda heißt der Interessenverband der deutschen iPhone-Entwickler. Er möchte die Stimme der deutschen Entwickler-Szene sein und zugleich mit gezielten Marketingaktionen dafür Sorge tragen, dass die angeschlossenen Programmierer auch Erfolg haben. Gerade erst am 1. November 2009 gegründet, verzeichnet vieda Ende Januar 2010 bereits 80 Mitglieder.

Die große Frage nach der Vorstellung des neuen Apple iPads am letzten Mittwoch war natürlich: Wie sehen die vieda-Mitglieder das neue Gerät? Gibt es Kritik? Nehmen alle Entwickler das iPad begeistert an?

vieda-Mitbegründer Hanno Welch (iDay): “Grundsätzlich stehen wir dem iPad alle sehr positiv gegenüber. Wir glauben, dass Apple mit dem iPad fast alles richtig gemacht hat und damit tatsächlich eine neue Geräteklasse zwischen dem iPhone und dem iPod touch auf der einen Seite und dem Notebook auf der anderen Seite etablieren wird. Wir sind alle sehr neugierig auf das iPad und würden es gern sofort in den Händen halten und ausprobieren - um natürlich gleich erste Apps dafür zu entwickeln.”

Die vieda-Mitglieder gehen davon aus, dass das iPad nicht nur ein zusätzliches Medium für iPhone- und Mac-Anwender sein wird, sondern sich eigenständig völlig neue Usergruppen erschließen wird, die bislang noch nicht mit einem Computer arbeiten, weil er ihnen zu kompliziert ist. Wenn man das iPad wirklich nur einschalten muss und dann sofort mit dem Gerät loslegen kann, um Zeitschriften zu lesen, Spiele zu spielen oder Filme abzuspielen, wird das Anreiz für viele Computer-Muffel sein, diesem Gerät eine Chance zu geben.

Geteilter Meinung sind die vieda-Mitglieder in Bezug auf die Multitaskingfähigkeit des iPads. Die meisten Entwickler hätten diese Funktion ganz klar erwartet und sie auch direkt am neuen Prozessor festgemacht, der im iPad zum Einsatz kommt: Er ist definitiv stark genug, um mehrere Apps gleichzeitig laufen lassen zu können.

Apple hat verkündet, dass sich die bestehenden Apps aus dem AppStore auch auf dem neuen iPad nutzen lassen. Auf diese Weise kann Apple bereits bei der Einführung des iPads auf einen riesigen Fundus schon vorhandener Anwendungen und Spiele verweisen. Genau das sehen die vieda-Anwender allerdings kritisch.

Hanno Welch: “Das Meinungsbild unter uns App-Entwicklern fällt sehr eindeutig aus. Die Darstellung der App-Bildschirme in der iPhone-Originalgröße auf dem iPad ist für uns ebenso unbefriedigend wie das automatische Hochrechnen der Auflösung via Doublepixeling. In beiden Fällen geht man nur einen Kompromiss ein, der weder die Anwender noch die Entwickler überzeugen wird. Wir gehen davon aus, dass bestehende Apps explizit auf das iPad portiert werden müssen. Nur so können wir die Vorteile des iPads nutzen - etwa das größere Display und die Multifingergesten. Auch bietet das iPad in der Benutzerführung völlig neue Möglichkeiten, die weit über den größeren Bildschirm hinausgehen und die in vielen Bereichen eine ganz andere Konzeption der Apps erforderlich machen werden.”

Die vieda-Entwickler gehen demnach davon aus, dass sie Anwendungen künftig getrennt für beide Plattformen entwickeln müssen, um so die Vorteile beider Geräte gezielt zu nutzen. Aus Kostengründen universelle, auf beiden Plattformen gleich laufende Apps zu schaffen, die letztlich nur einen Kompromiss darstellen können, wird nicht die Maxime der in vieda organisierten professionellen Entwickler sein.

E-Book-Reader und Tablet-PCs etablieren sich

Der Absatz von mobilen Computern wird im Jahr 2010 in Deutschland einen neuen Höchstwert erreichen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Erhebungen. Danach wird der Verkauf von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs im laufenden Jahr um 11 Prozent auf 9,7 Millionen Stück steigen. Das entspricht einem Absatzplus von einer Million Geräten im Vergleich zum Vorjahr.

“Die 10-Millionen-Grenze ist bei den Notebook-Verkäufen in greifbarer Nähe”, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. “Das mobile Internet ist einer der Trends des Jahres. Die Nutzer wollen am liebsten überall ins Web - und das möglichst einfach, schnell und preiswert.”

Gut ein Drittel der mobilen Computer sind Netbooks. Das entspricht 3,5 Millionen Stück. Netbooks sind zwar kleiner und leichter als herkömmliche Notebooks, besitzen aber die volle Funktionalität eines Computers. Einstiegsgeräte sind schon für weniger als 300 Euro zu haben.

“Der Trend geht zu einer größeren Auswahl mobiler Endgeräte”, sagte Scheer. “Die Grenze zwischen Notebook und Smartphone wird fließend.”

Neben Notebooks, Netbooks und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (E-Book-Reader) sowie so genannte Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Nach der BITKOM-Prognose steigt der Umsatz mit tragbaren Computern in Deutschland im Jahr 2010 um 2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

“Die Verbraucher profitieren davon, dass mobile PCs preiswerter und gleichzeitig leistungsstärker werden”, sagte Scheer. Der Durchschnittspreis für mobile Computer fällt 2010 voraussichtlich um 8 Prozent auf 506 Euro.

Im Gegensatz zum Boom bei den Notebooks sinkt der Absatz mit stationären PCs im Jahr 2010 laut BITKOM in Deutschland leicht um 1,8 Prozent auf 4,3 Millionen Stück. Der Umsatz sinkt um 9,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Durchschnittspreis von Tisch-PCs geht von 447 Euro auf 414 Euro zurück (minus 7,3 Prozent).

“Robbi, bitte bring mir das Frühstück ans Bett!”

Notruftechnik, die von selbst Hilfe holt, Bodenbeläge, die gefährliche Stürze erkennen und melden sowie sogar Roboter, die einem das Frühstück ans Bett bringen - so genannte intelligente Assistenzsysteme bieten älteren und hilfsbedürften Menschen die Chance auf ein sicheres Leben in den eigenen vier Wänden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will deshalb die Fördergelder für das Forschungsfeld “Assistenzsysteme im Dienste des älteren Menschen” in diesem Jahr deutlich aufstocken.

Im Regierungsentwurf des Haushalts 2010 ist eine Steigerung um 21 Millionen Euro auf insgesamt 30 Millionen Euro vorgesehen.

Auf dem 3. Deutschen AAL-Kongress, den das BMBF gemeinsam mit dem VDE in Berlin veranstaltet, stellte Rachel einen neuen Schwerpunkt der Forschungsförderung vor: die barrierefreie Mobilität, altersgerechte Assistenzsysteme für zu Hause und für unterwegs. Zugleich verwies er auf offene wirtschaftliche, ethische und rechtliche Fragen - zum Beispiel zum Datenschutz oder zum Haftungsrecht. Gebraucht werde ein gesamtgesellschaftlicher Dialog, um herauszufinden, welche Technik ältere Menschen wirklich wollen. Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, fördert das BMBF in den nächsten drei Jahren eine breit angelegte, soziale und gesellschaftswissenschaftliche Begleitforschung.

Auf die großen Marktchancen von Produkten und Dienstleistungen des “Ambient Assisted Living”, wie dieser wichtige Technologiebereich in Europa genannt wird, wies der VDE-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans Heinz Zimmer hin.

Laut VDE-Trendstudie “MedTech 2020″ ist Deutschland bei Telemedizin und eHealth auf dem Weg zum globalen Innovationsführer. Zimmer forderte indes ein branchenübergreifendes Konzept für die intelligente Heimvernetzung:

“Wenn uns die sinnvolle Integration aller informations- und kommunikationstechnischen Dienste gelingt, eröffnen sich zusätzliche Potenziale”, sagte der Vorstandvorsitzende.

Elektronik aus dem Drucker

Von Handy- oder TV-Bildschirmen kennt man sie schon. Jetzt werden aber auch Sensoren, Akkus, Solarzellen, Leuchtdioden und andere elektronische Bauteile so hauchdünn und biegsam, dass sie sich in Kleidung oder Tapeten einarbeiten lassen. Äußerlich erkennt man nur noch die Bildschirme. So bekommt das “vernetzte Wohnzimmer” eine völlig neue Bedeutung. Chips waren gestern. Heute kommt “Elektronik von der Rolle”.

Erste Beispiele zeigt die “CeBIT-PreView” in Hamburg. Der enorme Vorteil der neuen Technik “Elektronik aus dem Drucker” ist die einfache und kostengünstige Herstellung. Die Preise werden dramatisch in den Keller gehen und die Fülle neuer Anwendungen scheint schier undenkbar.

Die Grundmaterialien lassen sich lösen und dann wie elektronische Tinte auf flexible Folien aufbringen. Der gesamte Herstellprozess von Elektronik läuft dann in kurzer Zeit ab, ähnlich wie bei einem Zeitungsdruck. Prof. Karlheinz Bock vom Fraunhofer Institut IZM, der Vorreiter dieser revolutionären Technik, wird mit seiner Keynote die “CeBIT-PreView” eröffnen. Mit dabei haben wird er erste Exponate.

Überall-Kino für alle Netbook-Besitzer

Wie kann man unterwegs auf dem Netbook Filme anschauen, obwohl kein DVD-Laufwerk eingebaut ist? Anwender können mit X-OOM Filme in nur drei Schritten ganze TV-Serien, DVD-Sammlungen und PC-Videos konvertieren und auf einen USB-Stick kopieren. Dieser muss anschließend nur noch an ein Netbook angeschlossen werden, und schon kann über ein Menü am Bildschirm der gewünschte Film ausgewählt werden. So haben Anwender ihre Filme wirklich immer da zur Verfügung, wo sie sie anschauen möchten! Ein DVD-Laufwerk im Netbook ist nicht erforderlich.

Mit der Stapelverarbeitung können komplette Video-Archive in nur einem Schritt umgewandelt werden. Dabei werden alle gängigen Formate (DVD, AVI, MP4, MPEG, WMV, DivX, FLV, H264 u.v.m.) unterstützt. Mit einem integrierten Video-Editor können Video-Dateien schnell und einfach bearbeitet, getrimmt und verbessert werden.

„Filme auf Netbook“ ist ab sofort für 29,99 Euro inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer im Fachhandel erhältlich und kann zum gleichen Preis von www.x-oom.com heruntergeladen werden.

Die Software benötigt auf dem PC Windows 7, Vista oder XP, DirectShow 9 (DirectX) oder höher, Internet Explorer 8 oder höher, DivX, einen Internetzugang und ein CD/DVD-Laufwerk.

Auf dem Netbook wird Windows Vista oder XP brenötigt, der Windows Media Player und ein USB-Stick mit mindestens 1 GB Speichervolumen.

Digitale Gesellschaft schärft Privatsphäre

Die Personen-Suchmaschine Yasni antwortet auf die jüngste Philosophie des Social-Networks Facebook: Privatsphäre wird eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre.

Waren Begriffe wie “chatten” oder “bloggen” in den 1990ern noch gar nicht existent, so sind sie heute fixer Bestandteil unserer Sprache. Das vergangene Jahrzehnt hat nicht nur unsere Sprache verändert, sondern auch die Art wie wir kommunizieren: Der Mensch präsentiert sich zunehmend im Internet und wird öffentlich.

Laut Yasni-Gründer Steffen Rühl ist Online-Reputation-Management, die Darstellung der eigenen Person und der eigenen Fähigkeiten im Netz, eines der vorherrschenden Themen des neuen Jahres.

Mindestens jeder zweite Internet-Nutzer veröffentlicht im Internet seine Meinung oder verfügt über ein Profil in einem Social-Network. “Verfügen” ist für Steffen Rühl, Gründer der Personen-Suchmaschine Yasni, der entscheidende Punkt. Denn entgegen der jüngsten Aussagen Mark Zuckerbergs, sieht er in der Trennung von digitaler Darstellung und Privatsphäre eines der zentralen Themen der kommenden Jahre.

“Im Internet haben sich vielfältige Interessensgruppen als Teil-Öffentlichkeiten gebildet, mit denen man sein Leben teilt. Das bedeutet aber nicht, dass auf die eigentliche Privatsphäre verzichtet wird. Die Definition von öffentlich und privat ist lediglich im Wandel begriffen und wird auch individuell gelebt und erlebt”, meint Rühl.

Experten sehen in der schnellen technischen Entwicklung einen Grund für die viel kritisierte Sorglosigkeit im Internet. Dazu Rühl: “Der Wandel vom Informationsmedium zum lebendigen Kommunikationsmittel ging so schnell, dass Viele einfach überfordert sind und als Privatsphäre weiterhin klar definierte einheitliche Daten ansehen.”

Für Rühl muss in den nächsten Jahren ein neues Bewusstsein entstehen: “Privatsphäre lässt sich im Internet viel differenzierter und individueller abgrenzen und das muss eben noch gelernt werden.”

(tok)

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Fast schon magisch

29. Januar 2010

Lang wurde darüber spekuliert, nun ist es endlich da – das Apple-Tablet. Apple hat gestern in einer Präsentation das iPad vorgestellt, ein flaches und handliches Gerät mit 9,7″ Display für das Surfen im Web, Lesen und Senden von E-Mails, Genießen von Bildern, Betrachten von Videos, Musikhören, Spielen, Lesen von E-Books und vielem mehr.

Das lang erwartete Tablet ähnelt dabei einem großem iPod touch und verfügt über ein hochauflösendes Multi-Touch Display, das es dem Anwender erlaubt, ganz intutiv durch Tippen oder schieben auf der Oberfläche mit Programmen und Inhalten umzugehen.

Dads iPad ist gerade einmal 13,4 Millimeter dünn und wiegt 680 Gramm - es ist damit schlanker und leichter als jeder Laptop oder wohl auch jedes Netbook.

12 Multi-Touch-Anwendungen, die speziell für iPad entwickelt wurden, sind bereits im Gerät vorhanden, doch so richtig spannend wird es erst dadurch, dass fast alle der über 140.000 Programme aus dem App Store darauf laufen sollen. Das iPad wird Ende März ab 499 US-Dollar im Handel sein.

“iPad schafft und definiert eine völlig neue Gerätekategorie, welche die Nutzer mit den Anwendungen und Inhalten auf eine viel intimere, intuitivere und spaßigere Art und Weise miteinander in Verbindung treten lässt als jemals zuvor,” so Steve Jobs, CEO von Apple.

Jede Anwendung unterstützt sowohl die Hoch- als auch Querformat-Ansicht und animiert diese entsprechend der Richtung in die der Nutzer das iPad dreht. Die Multi-Touch-Oberfläche soll das Surfen im Internet zu einer völlig neuen Erfahrung machen, deutlich interaktiver und privater als auf einem Computer sein.

Man kann Fotos von einem Mac, PC oder einer Digitalkamera importieren, diese organisiert in Form von Alben betrachten sowie in Slideshows mit anderen teilen; Filme, TV-Sendungen und Youtube-Videos in HD ansehen; durch Seiten eines E-Books blättern, welches aus Apples neuem iBookstore heruntergeladen wurde und dabei der Musiksammlung lauschen.

Apple hat auch die neue iBooks App für iPad vorgestellt, welche den neuen iBookstore beinhaltet, um auf dem iPad nach Büchern zu suchen, sie zu kaufen und zu lesen. Der iBookstore wird Bücher von großen wie auch unabhängigen Verlagen führen.

Apple hat ebenfalls eine neue Version von iWork für iPad vorgestellt, die erste Desktop-artige Softwaresuite, die speziell für Multi-Touch entwickelt wurde. Mit Pages, Keynote und Numbers können Dokumente, Präsentationen mit Animationen und Übergängen, wie auch Tabellen mit Diagrammen, Funktionen und Formeln kreiert werden. Diese drei Anwendungen werden separat im App Store für 9,99 US-Dollar angeboten.

Der iPad synchronisiert sich mit iTunes - genau wie das iPhone und der iPod touch - mittels des standardmäßigen USB-Verbindungskabels. So können alle Kontakte, Fotos, Musik, Filme, TV-Sendungen, Anwendungen und mehr mit einem Mac oder PC abgeglichen werden. Alle Anwendungen und Inhalte, die mit iPad aus dem App Store, dem iTunes Store und dem iBookstore geladen wurden, werden automatisch mit der iTunes-Bibliothek synchronisiert, sobald iPad das nächste Mal mit dem Computer verbunden wird.

Das 9,7″ Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung des iPad nutzt IPS-Technologie, um frische, klare Bilder und konsistente Farben über einen nahezu maximalen Betrachtungswinkel von 178 Grad zu liefern. Die “Soft”-Tastatur, erstmals mit dem iPhone eingeführt, macht sich das größere Display des iPad zunutze, um eine Tastatur im Maßstab von nahezu 1:1 zu bieten. Das iPad lässt sich außerdem mit dem neuen „iPad Keyboard Dock“ mit einer traditionellen Tastatur in Normalgröße verbinden.

Die Batterielaufzeit soll dabei bis zu zehn Stunden betragen und der Akku soll bis zu 1.000 Ladezyklen ohne signifikante Einbußen der Batteriekapazität über eine typische Lebensdauer von fünf Jahren erlauben.

iPad gibt es in zwei Varianten - eine Version mit WLAN und eine sowohl mit WLAN als auch 3G. iPad integriert neueste 802.11n-WLAN-Technologie und die 3G-Modelle unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbps in HSDPA Netzwerken.

iPad soll weltweit ab Ende März als 16GB-Modell für einen Preis von 499 US-Dollar, als 32GB-Modell für 599 US-Dollar und als 64GB-Modell für 699 US-Dollar erhältlich sein.

Die WLAN + 3G-Modelle des iPad werden im April in den USA und ausgewählten Ländern als 16GB-Modell für einen Preis von 629 US-Dollar, als 32GB-Modell für 729 US-Dollar und als 64GB-Modell für 829 US-Dollar verfügbar sein.

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Die meisten Geräte sind gut

29. Januar 2010

Wer alte Schallplatten oder Kassetten digitalisieren möchte, hat viele Möglichkeiten: Ob spezielle Plattenspieler, Kassettendeck, USB-Vorverstärker oder Mini-Anlage, die meisten Geräte digitalisieren alte Tonträger „gut“. Ein Schallplattenspieler zum Digitalisieren erhielt von der Stiftung Warentest sogar ein „Sehr gut“, nur ein Produkt schnitt „mangelhaft“ ab. Außerdem im Test: zwei Digitalisierungs-Dienstleister.

Die Digitalaufnahmen der getesteten Geräte kommen den zugespielten Originalen meist nahe oder sehr nahe. Übernommen werden dabei aber auch die Störgeräusche der Vorlagen – Rauschen bei Kassetten, Knistern und Knacksen bei Schallplatten. Hierfür bieten einigen Anbieter Software zur Nachbearbeitung am PC an. Diese Lösungen überzeugten die Tester jedoch nicht, meist klingen die Aufnahmen nach dem automatischen „Optimieren“ dumpf. Besser sei daher oft, das vertraute Plattenknistern in Kauf zu nehmen.

Nachteil des Digitalisierens ist der hohe Zeitaufwand. Nach dem Überspielen in Echtzeit fällt oft noch das Beschriften der Dateien an, bei Musikstücken mit fließenden Übergängen oft auch das manuelle Trennen der einzelnen Titel.

Eine Alternative kann daher sein, einen Dienstleister zu beauftragen, der die Digitalisierung übernimmt. Die Stiftung Warentest hat exemplarisch zwei getestet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die digitale Musik klang zum Teil besser als das Original. Pro LP waren aber auch zwischen 13 Euro und rund 25 Euro fällig. Da lohnt sich oft auch der Neukauf eines Albums.

Der ausführliche Test über die Digitalisierung von Schallplatten und Kassetten findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/musik-digitalisierung.

(tok)

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Online-Kontaktplattformen: Das Internet vergisst nichts

28. Januar 2010

Soziale Online-Netzwerke werden immer beliebter. Doch verschiedene Fälle von Datenklau lassen aufhorchen.

“Durch eigene Unvorsichtigkeit oder Sicherheitslücken beim Betreiber kann die Veröffentlichung privater Informationen - etwa bei Bewerbungen - zu persönlichen Nachteilen führen”, so Martin Gasper, Experte von TÜV Rheinland anlässlich des Europäischen Datenschutztages am 28. Januar.

Jeder Nutzer sollte darum selbst aktiv werden, um seine Privatsphäre optimal zu wahren. Denn ob geschäftlich oder privat - alle Internet-Kontaktplattformen haben eines gemeinsam: Ihre Nutzer geben freiwillig persönliche Daten preis.

Der beste Schutz ist, private Informationen gar nicht erst zu veröffentlichen. Im digitalen Zeitalter ist dies allerdings meist nicht umzusetzen. Daher sollte jeder, der sich in sozialen Netzwerken engagiert, sehr genau überlegen, welche privaten Informationen er preisgeben will. Die Devise heißt: nur ausgewählte Daten anbieten - weniger ist oft mehr.

Gerade bei detaillierten Angaben oder Fotos aus dem Privatleben ist Vorsicht geboten: Der eigene Arbeitgeber findet in der Jobbörse die Bewerbung, der zukünftige Chef kompromittierende Partyfotos im privaten Netzwerk. Auch wer nur wenige persönliche Daten preisgibt, muss genau festlegen, wer diese online einsehen darf.

“Am besten nur direkte Freunde, eventuell noch einzelne Mitglieder oder bekannte Gruppen der Kontaktplattform, angeben”, rät der Datenschutzexperte.

Denn häufig ist die Veröffentlichung der Daten im gesamten Internet automatisch voreingestellt - deshalb bei Anmeldung auf einer Internet-Kontaktplattform immer direkt die Einstellungen zur Privatsphäre überprüfen.

Wichtig ist zudem, dass Nutzer sich bewusst und nach vorheriger Prüfung für nur eine Internet-Kontaktplattform entscheiden. Bei der Wahl der Internet-Kontaktplattform ist zu prüfen, ob die Datenschutzbedingungen leicht einsehbar sind, der Betreiber eine Selbsterklärung zum verantwortlichen Umgang mit Nutzerdaten veröffentlicht hat und die Einstellungen für die Privatsphäre unkompliziert gefunden und umgesetzt werden können.

Wer seine persönlichen Daten in verschiedenen Plattformen streut, verliert schnell die Übersicht.

“Das Internet ist nicht anonym und vergisst nichts”, warnt der Datenschutz-Experte.

Auch nachträgliches Löschen privater Daten hilft nicht unbedingt: Einmal veröffentlichte Informationen können jahrelang auf unterschiedlichen Servern schlummern - ohne Zugriff für die Betroffenen.

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Rekordabsatz bei mobilen Computern

28. Januar 2010

Der Absatz von mobilen Computern wird im Jahr 2010 in Deutschland einen neuen Höchstwert erreichen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Erhebungen.

Danach wird der Verkauf von Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs im laufenden Jahr um 11 Prozent auf 9,7 Millionen Stück steigen. Das entspricht einem Absatzplus von einer Million Geräten im Vergleich zum Vorjahr.

“Die 10-Millionen-Grenze ist bei den Notebook-Verkäufen in greifbarer Nähe”, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. “Das mobile Internet ist einer der Trends des Jahres. Die Nutzer wollen am liebsten überall ins Web - und das möglichst einfach, schnell und preiswert.”

Gut ein Drittel der mobilen Computer sind Netbooks. Das entspricht 3,5 Millionen Stück. Netbooks sind zwar kleiner und leichter als herkömmliche Notebooks, besitzen aber die volle Funktionalität eines Computers. Einstiegsgeräte sind schon für weniger als 300 Euro zu haben.

“Der Trend geht zu einer größeren Auswahl mobiler Endgeräte”, sagte Scheer. “Die Grenze zwischen Notebook und Smartphone wird fließend.”

Neben Notebooks, Netbooks und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (E-Book-Reader) sowie so genannte Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Nach der BITKOM-Prognose steigt der Umsatz mit tragbaren Computern in Deutschland im Jahr 2010 um 2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

“Die Verbraucher profitieren davon, dass mobile PCs preiswerter und gleichzeitig leistungsstärker werden”, sagte Scheer.

Der Durchschnittspreis für mobile Computer fällt 2010 voraussichtlich um 8 Prozent auf 506 Euro.

Im Gegensatz zum Boom bei den Notebooks sinkt der Absatz mit stationären PCs im Jahr 2010 laut BITKOM in Deutschland leicht um 1,8 Prozent auf 4,3 Millionen Stück. Der Umsatz sinkt um 9,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Durchschnittspreis von Tisch-PCs geht von 447 Euro auf 414 Euro zurück (minus 7,3 Prozent).

(tok)

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PC-Welt.de startet Web-TV

27. Januar 2010

PC-Welt.de erweitert sein Bewegtbild-Angebot um ein neues Web-TV-Format. Unter dem Titel “Doppelklick - fünf Minuten mit Alexandra Polzin” startet PC-Welt.de ab sofort ein wöchentliches Ratgeber-Magazin rund um aktuelle Themen aus den Bereichen Computer und Internet.

Durch die jeweils gut fünfminütigen Sendungen führt die erfahrene TV-Moderatorin Alexandra Polzin, die bereits für ARD, RTL Süd, Tele 5 und NBC Giga tätig war und aktuell regelmäßig für Sky und zahlreiche Top-Events vor der Kamera beziehungsweise auf der Bühne steht.

In jeder Folge widmet sich “Doppelklick” einem speziellen verbraucher- und nutzwertorientierten Thema. Begleitet wird Alexandra Polzin dabei jeweils von einem Experten aus der PC-Welt-Redaktion. Zum Auftakt gibt es unter www.pcwelt.de/doppelklick gleich zwei Sendungen: “Sicheres Homebanking - So geht’s” und “Antiviren-Software - Reicht ein Gratis-Programm?”.

In den kommenden Wochen beschäftigt sich “Doppelklick” dann unter anderem mit Windows 7, den Tücken des mobilen Surfens sowie den fiesen Tricks einiger DSL-Provider. Produziert wird das neue Web-TV-Magazin im IDG-eigenen Aufnahmestudio, das für “Doppelklick” mit einer professionellen Kulisse ausgebaut wurde.

(tok)

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Michael Jackson und die Schweinegrippe

27. Januar 2010

Webbasierende E-Threat-Attacken und ein erhöhtes Spam- und Phishing-Aufkommen waren auch in der zweiten Jahreshälfte 2009 die Hauptgefahrenquellen für PC-Anwender. Dieses Fazit zieht der Sicherheitsexperte BitDefender in seiner aktuellen Spam- und Malware-Studie. Hinsichtlich der Verbreitungsmethoden für schädliche Mails und Software zeigen die Ergebnisse für die Zeit von Juli bis Dezember einen klaren Trend. Demnach nutzen Angreifer insbesondere populäre Nachrichten in der nationalen und internationalen Presse aus, um E-Threats erfolgreich zu streuen. Zudem bieten Social Networks weiterhin ein hohes Angriffspotenzial.

In den vergangenen sechs Monaten lag das Hauptaugenmerk der Malware-Autoren darin, ihre Angriffe noch effizienter zu gestalten. Ziel war der schnelle finanzielle Profit oder die vollständige Kontrolle über infizierte PCs. Ein Beispiel ist der Trojaner Clicker. Im BitDefender-Ranking belegt der Schädling Platz eins unter den gefährlichsten E-Threats des zweiten Halbjahrs 2009. Clicker wird vor allem dazu verwendet, Werbeanzeigen innerhalb des Browsers aufzurufen, insbesondere während des Besuchs so genannter Grauzonen-Websites (Pornoseiten, Seiten für illegale Anwendungen). Seine alarmierende Infektionsrate zeigt, dass derartige Pay-Per-Click-Betrügereien zunehmend Erfolg haben.

Neben dieser “klassischen” Methode der Malware-Verbreitung übers Internet zählten vor allem “Autorun-Infektionen” zu den beliebtesten Angriffstaktiken der Cyberkriminellen. Threats dieser Art streuen sich über tragbare Speichermedien wie Flash-Laufwerke, Speicherkarten, USB-Sticks oder externe Festplatten. Denn standardmäßig verfügen alle Wechseldatenträger über ein autorun.ini-Skript, über das eine bestimmte Datei nach dem Anschluss des Datenträgers an den PC über Windows automatisch ausgeführt wird. Auch der berühmte Conficker-Wurm verbreitete sich anfangs über diese Sicherheitslücke. Der BitDefender-Report zeigt, dass er weiterhin eine hohe Infektionsrate aufweist, die gegen Ende des Jahres noch einmal anstieg.

Hinsichtlich der Spam-Verbreitung registrierten die BitDefender-Forscher einen neuen Trend im Jahr 2009. Hier nutzten Cyberkriminelle vor allem Nachrichten in internationalen oder nationalen Medien aus, um ihr Opfer zum Öffnen der Nachrichten zu bewegen. Eine der schädlichsten Spam-Kampagnen wurde nach dem mysteriösen Tod des Pop-Stars Michael Jackson gestartet. Bereits im Juli registrierte BitDefender mehrere Spam-Wellen, deren Nachrichten mit angeblichen Informationen über den unbekannten Killer von Michael Jackson aufwarteten. Stattdessen enthielten sie bösartige Malware.

Vlad Vâlceanu, Leiter des BitDefender Antispam Research Lab, erläutert: “Auffällig ist, dass Malware-Autoren vermehrt internationale Ereignisse, beispielsweise den Ausbruch der Schweinegrippe, ausnutzen, um ihre Schadsoftware zu verbreiten. Dies macht eines sehr deutlich: Cyberkriminelle suchen stets nach neuen und intelligenteren Möglichkeiten zur Verbreitung ihrer E-Threats. PC-Anwender sollten daher eine Security-Lösung einsetzen, die einen fortschrittlichen, proaktiven Schutz bietet.”

Weltweit wurde auch im zweiten Halbjahr am häufigsten medizinischer bzw. pharmazeutischer Spam verbreitet. Die meisten dieser Spam-Mails bewarben sexuelle “Wundermittel”, beispielsweise günstige Alternativen zu Cialis, Viagra und Levitra. Der Kauf dieser Produkte über die beworbenen Online-Shops erwies sich insbesondere auf Grund der zugesicherten Anonymität des Bestellers als beliebt. Die Betrüger hatten es jedoch auch hier auf die Kreditkarten- und Kontonummern ihrer “Opfer” abgesehen.

Top 10: Inhalte der Spamnachrichten im zweiten Halbjahr 2009

  1. Medizinischer Spam
  2. Phishing-Links
  3. Produkt-Spam
  4. Malware-Anhänge
  5. Software/OEM
  6. Kredite/Versicherungen
  7. Erwerbstätigkeiten
  8. Ausbildung
  9. Pornografie
  10. Partnervermittlung

Spam ist auch für Nutzer von Social Networks zu einer akuten Bedrohung avanciert. Während Twitter und Facebook strenge Maßnahmen zur Spam-Abwehr entwickelten, haben viele andere soziale Netzwerke diese Möglichkeit bislang kaum berücksichtigt. Spam- und Phishing-Attacken machen nahezu 80 Prozent der Bedrohungen für Social Networks aus; aber auch die Anzahl der Würmer, die diese Plattformen infizieren, hat in den vergangenen Monaten rasch zugenommen. Zahlreiche Threats befielen die großen Netzwerke wie Twitter, Facebook und MySpace. Hier ist vor allem der erstmals im August 2008 aufgetretene Koobface-Wurm zu nennen. Die Cyberkriminellen, die hinter dem Wurm steckten, luden mit Hilfe kompromittierter Accounts die jeweiligen Kontakte des Inhabers ein, Links zu infizierten Webseiten anzuklicken. Auf diese Weise gelangten die Angreifer an sensible Daten wie Passwörter, Konto- und Kreditkartennummern etc.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 blieb die Zahl der Phishing-Angriffe relativ unverändert. Während die meisten Web-2.0-Phishing-Versuche zunächst jedoch noch auf die Naivität der Benutzer spekulierten, liegt der Fokus der Angreifer mittlerweile vermehrt auf diversen Zahlungsdienstleistern. Primäre Ziele waren hier PayPal, Visa und eBay, gefolgt von HSBC, American Express und Abbey Bank. Angreifer versprechen sich so einen hohen Profit in kurzer Zeit.

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Open-PC: Rechner mit freier Software präsentiert

26. Januar 2010

Das im Sommer 2009 gestartete Projekt Open-PC hat den ersten Rechner vorgestellt, der ausschließlich mit freier Software und offenen Treibern konfiguriert wird. Der nach den Wünschen und Anforderungen der Open-Source- und Freien-Software-Community entwickelte Desktop-PC soll ab Ende Februar 2010 um 359 Euro erhältlich sein. Mit dem Vorstoß wollen die Projektinitiatoren die Qualität von Hardware-Lösungen auf Basis freier Software anheben.

Der angekündigte Open-PC ist als Nettop konzipiert. Die Bezeichnung charakterisiert eine Geräteklasse, die analog zu den populären Netbooks zunehmend auch für kleine, kompakte Desktop-PCs verwendet wird. Laut den nun veröffentlichten Spezifikationen kommt im Inneren ein Atom N330 1,6 GHz Dual-Core-Prozessor zum Einsatz. Neben drei Gigabyte RAM und 160 Gigabyte Harddisk wird der Open-PC mit einem vorinstallierten KDE-Betriebssystem auf Linux-Basis ausgeliefert. Für die grafische Rechenarbeit ist ein Intel Graphics Accelerator 950 mit an Board.

Bei der Vorstellung des Projektes vergangenen Sommer wies openDesktop.org-Initiator Frank Karlitschek auf die schlechte Abstimmung vieler Systeme hin. Die meisten Hardware-Anbieter würden vorinstallierte Software ungetestet übernehmen bzw. nicht auf die notwendige Treiberkompatibilität achten. Das führe zu anfälligen und fehlerhaften Systemen, die wiederum ein schlechtes Licht auf freie Software im Allgemeinen werfen und für Frustration in der Community sorgen würden. Dass derartige Systeme bisher nicht zur vollständigen Zufriedenheit funktionieren führt Karlitschek auch auf die fehlende Einbindung der Community zurück.

Um die Wünsche der Freien-Software-Szene optimal berücksichtigen zu können, führten die Open-PC-Initiatoren zwei Umfragen durch, in denen über die gewünschten Hardware- und Softwareanforderungen abgestimmt werden konnte. Die mehrheitlich europäischen Teilnehmer sollen nun ein abgestimmtes Paket erhalten, das auch von Usern mit geringem technischem Know-how reibungslos benutzt werden kann.

Als vorinstallierte Softwarekomponenten sind neben dem KDE-Desktop unter anderem Firefox, OpenOffice, der offene Medienplayer Amorak sowie der Fotomanager Digikam enthalten. Außerdem will man einen Telefon- und E-Mail-Support für den Open-PC anbieten.

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Neue Base-Tarife: Flexibel, aber teilweise teurer als vorher

26. Januar 2010

Base, die bekannte Flatrate-Marke des Mobilfunkanbieters E-Plus, startet ab Februar mit einem komplett neuen Tarif-Konzept - auch wenn die von E-Plus angekündigte Revolution ausbleibt. Das Urteil von Martin Müller, Geschäftsführer des Onlinemagazins www.teltarif.de, fällt durchwachsen aus:

“Vorteil der neuen Base-Tarife ist die Flexibilität. Der Kunde muss keinen starren, über 24 Monate gleichbleibenden Tarif buchen, sondern kann einzelne Optionen auswählen und diese auch kurzfristig wieder kündigen. Allerdings werden Verbraucher, die nicht in der Materie stecken, durch die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten schnell überfordert sein.”

Hinzu kommt, dass bei den neuen Base-Optionen eine feste monatliche Grundgebühr anfällt - egal, wie hoch die tatsächliche Nutzung ist. Müllers Einschätzung:

“Für den Verbraucher wäre die Festsetzung eines monatlichen Maximalbetrages und eine ansonsten nutzungsabhängige Abrechnung einfacher und fairer gewesen. Er zahlt dann nur, was er verbraucht, muss sich keine Gedanken um die Gestaltung seines Tarifs machen und hat trotzdem eine Kostenkontrolle.”

Ein Nachteil liegt laut Martin Müller auch in der zukünftigen Trennung des E-Plus- und Base-Netzes:

“Während zuvor mit einem Flatrate-Tarif sowohl Gespräche zu Base als auch ins komplette E-Plus-Netz abgedeckt waren, kosten Anrufe ins E-Plus-Netz nun extra.”

Ein Vergleich mit anderen Tarifen am Markt zeige: Vielnutzer, die eine Flatrate für alle Netze sowie SMS und die Internetnutzung am Handy suchen, liegen mit Base nun preislich auf gleichem Niveau wie mit dem derzeit günstigsten Modell von o2 - vorausgesetzt, man lässt den Online-Preisvorteil von o2 außer acht, den es bei Base derzeit noch nicht gibt. Allerdings erhalten o2-Kunden das flexiblere Abrechnungsmodell.

Interessant ist das neue Konzept für SMS-Vielnutzer:

“Zum neuen Base-Tarif kann eine SMS-Flatrate für den Versand in alle Netze für 10 Euro im Monat dazu gebucht werden. Das ist im Moment das beste Angebot am Markt”, sagt Müller.

Tarif-Details: www.teltarif.de/vorstellung-mein-base

Einschätzung: www.teltarif.de/analyse-mein-base

(tok)

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